• Nie Znaleziono Wyników

Herbert J. Brennen, Anwendung homogener Koordinaten in Physik und Chemie.

(Physical Rev. [2] 35. 294— 95. 1/2. 1930. Vortrag auf d. Tag. d. Amer. Physik. Ges.

30. 31/12. 1929. Northwestern Univ.) Eis e n s c h it z. George V. Slottman, Praktische Gastemperaturmessung. Vf. bespricht die Methoden, die in Fällen, wo ein Gasstrom heißer oder kühler ist, als die einschließende Wand, zur Erzielung einer richtigen Pyrometerangabe führen: Die Anwendung eines Thermoelements von hoher Einstellgeschwindigkeit u. H. SchmidtsErhitzung oder Kühlung der Lötstelle. (Blast Furnace Steel Plant 17. 134445. Sept. 1929.) B ö RN ST.

Manuel G. Gichner, Eine Anordnung zum automatischen Filtrieren. Bei der Notwendigkeit, kleine Nd.-Mengen aus einem größeren Fl.-Vol. zu gewinnen, erwies sich folgende Vorr. als zweckmäßig: Die zu filtrierende Lsg. kommt in einen läng- halsigen Rundkolben, der einen doppelt durchbohrten Stopfen mit zwei Glasröhren trägt, von denen das eine ca. 0,5— 1 cm weiter herausragt u. die mit der inneren Kork- oberflächo abschneiden. Die Flasche wird jetzt über dem Filter umgekippt u. in ent­

sprechender Höhe montiert. Sobald das Fi.-Niveau im Trichter die kürzere Glas­

röhre erreicht, stoppt der Zufluß u. öffnet sich wieder bei Sinken des Spiegels usf.

(Journ. Lab. clin. Med. 14. 1108— 09. 3/9. 1929. Baltimore.) Me ie r. F. H. Norton und C. L. Norton jr., Ein kleiner gasbeheizter Laboratoriumsofen.

Die Flamme eines Mekerbrennors umspült den in einem dicken isolierenden, feuerfesten Block gesetzten Tiegel. Die Nutztemp. im Tiegelchen beträgt 1445°. (Journ. Amer.

eeram. Soc. 13. 161— 66. März 1930. Cambridge, Mass., Massachusetts Inst, of Techno­

logy.) S a l m a n g .

Marcel Courtines und Jean Geloso, Eine einfache Anordnung zur Messung kleiner dauernder elektromotorischer Kräfte ohne merkliche Belastung. Zur genauen Messung elektrochem. Potentiale von der Größenordnung 1 V werden vielfach Kompen­

sationsschaltungen mit zwischengeschalteten Elektronenröhren verwendet. Vff.

arbeiteten mit einer Ph il ip s-Röhre, die speziell für elektrometr. Messungen konstruiert wird, bei dieser wird durch 1 Millivolt eine Stromänderung von 2-10-8 Amp. erzeugt bei einem Widerstand von 20 000 Q . Bei Verwendung eines empfindlichen Galvano­

meters als Nullinstrument kann in dieser Anordnung l/io Millivolt bequem nachgewiesen werden. (Journ. Chim. physique 27. 54— 59. 25/1. 1930.) Wr e s c h n e r.

Bernard Cavanagh, Weitere Entivicklungen der neuen potentiometrischen Methoden.

Rechner. Behandlung vom Vf. früher erläuterter konduktometr. Titrationen, sowie theor it. Begründung einer geometr. Darsteliungsform der zur Berechnung verwendeten Gleichungen. (Chem. Engin. Mining Rev. 21. 491— 93. 5/9. 1929.) H . He l l e r.

Gustav Joos, Über die Bezeichnung der Wasserstoffionenkonzentration in bio­

logischen Versuchen. Vf. schlägt für prakt. medizin.-biolog. Zwecke Ch = 10“ ° als biolog. Einheit der Wasserstoffionenkonz. vor. [H '] = 10~9 = 1 p; [H ‘ ] = 10-6 = 1000q oder l r ; [H ’ J = 10-0 = 108o oder I R . Zwischen g, [H ‘ ] u. pH bestehen einfache Beziehungen. Durch den Ausdruck q werden für die [H'J einfache Zahlen erhalten, mit denen sich im biolog. wichtigen Bereich bequem u. ohne die Gefahr prinzipieller Rechenfehler operieren läßt. Als Beispiel werden einige Daten der Literatur für biolog. Fll. auf die neue Einheit umgerechnet. (Klin. Wchschr. 8. 2129

bis 2132. 12/11. 1929. Basel, Univ.) Kr ü g e r.

Bunte und Röhrauer, Gasprüfung in Kabelkanälen und anderen gasgefährdeten Räumen. Der Gasprüfer der V u l k a n w e r k e G ü t e r s l o h i. W. nach S y s t e m Se w e r in hat sich als recht genaues Meßinstrument für Laboratoriums- u. Betriebs- unterss. erwiesen. (Gas- u. Wasserfach 72. 1077— 80. 2/11. 1929. Karlsruhe i. B.,

Gasinst.) Sp l it t g e r b e r.

K lem en te u n d an organisch e V erbindungen.

Olav Notevarp, Analytische Bestimmung des Wassergehaltes mittels Calcium­

hydrids. Die „Feuchtigkeits“ -Best. durch Erwärmen oder Trocknen im Exsiccator gibt nur dann ein wahres Maß des W.-Geh., wenn keine anderen flüchtigen Verbb.

zugegen sind. Die Dest.-Methoden u. die CaC2-Methode befriedigten auch häufig nicht.

Deswegen hat Vf. ein Verf. ausgearbeitet, um mittels Calciumhydrid, CaH,, den zu untersuchenden Stoffen das W . zu entziehen. Er benutzt einen einfachen App., der genau beschrieben u. abgebildet ist. Dio auf dem Boden eines Kolbens lose aus­

gebreitete Substanz läßt man mit CaH, reagieren, das sich in einem porösen Trichter

1980. I. G. An a l y s e. La b o r a t o r i u m. 2927 darüber befindet; der entstehende Wasserstoff wird durch ein Ableitungsrohr in ein Gasvolumeter geleitet. Die Methode ist besonders zum Kontrollieren der üblichen Methoden der Feuchtigkeitsbest, geeignet. Die Feuchtigkeitsbestst. in Nitroglycerin, Nitroglykol, Sprenggelatine, Nitrotoluol, Nitrobenzol, Dynamit, Ammonsalpelerspreng- stoff, Mineralöl, Teer, Butter, Äthylenglykol, Kohle, Cellulose u. Weizenmehl werden besonders behandelt. (Ztschr. analyt. Chem. 80. 21— 56. 1930. Gullang pr. Drammen, Norweg. Sprengstoffindustrio A. G.) Win k e l m a n n.

R. Wollak, Zur jodometrischen Analyse eines Gemenges von Hydrosulfit, Sulfit und Thiosulfat. 1 g Hydrosulfit wird in 10 ccm Formaldehyd + 5 ccm W. (von neutraler Rk.) gel., am besten in einem Wägegläschen, das man schließt u. 20 Min. stehen läßt.

Dann wird auf 500 ccm verdünnt; davon werden 50 ccm mit 2 Tropfen Phenolphthalein versetzt, event. mit 20°/oig. Essigsäure gerade entfärbt u. mit W. auf 200 verdünnt.

Man läßt Jod im Überschuß zufließen u. titriert mit Thiosulfat zurück. Jodverbrauch A = Hydrosulfit + Thiosulfat. — 0,2 g der Probe werden in überschüssige mit etwa 1 g Natriumacetat versetzte Jodlsg. eingeworfen u. unter Umschwenken gel. Man entfernt, den Jodüberschuß mit Sulfitlsg. (50 g Na2S 0 3-7 H 20 in Liter) u. setzt noch 30 ccm der gleichen Sulfitlsg. zu. Dann wird nach Zugabe von Phenolphthalein mit n-NaOH neutralisiert u. 5 Min. stehen gelassen. Nach Ablauf der Rk. wird das über­

schüssige Sulfit durch 5 ccm 40%ig- Formaldehyd abgebunden, mit 10 ccm 20%ig- Essigsäure angesäuert u. mit Jod titriert. Der Jodverbrauch (B ) entspricht dem halben Thiosulfatgeh. A — 2 B — Hydrosulfit. — Zur Best. des Gesamtjodverbrauchs ver­

fährt man, wie eben angegeben wurde, mißt aber den Jodüberschuß mit 0,1-n. Thio- sulfatlsg. zurück (Jodverbrauch = C). Das Sulfit ergibt sich aus der Differenz (C — A).

(Ztschr. analyt. Chem. 80. 1—4. 1930. Hruschau a. 0.) Win k e l m a n n. F. Feigl, K. Klanfer und L. Weidenfeld, Über eine schnelle jodometrische Be­

stimmung von Chrcnn als Chromat bei Gegenwart organischer Substanzen. (Vgl. C. 1930.

I. 1575.) Wenn sämtliches Cr in Chromat übergeführt ist, läßt es sich leicht jodometr.

bestimmen. Schwierig ist die Entfernung des überschüssigen Oxydationsmittels (H20 2 oder Br2) bei Ggw. organ. Substanz (hauptsächlich Eiweiß). Vff. geben nun 2 Methoden an, nach denen dies leicht u. schnell möglich ist: I. Die Lsg., welche 0,02— 0,03 g Cr enthält, wird mit 20 ecm 2-n. NaOH-Lsg. alkal. gemacht u. mit etwa 30 ccm 3% ig.

H20 2-Lsg. versetzt. Es wird nun gekocht, bis die Lsg. roin gelb ist, was bei dem großen Peroxydüberschuß schnell erfolgt. Dann fügt man 5 ccm 5°/0ig. N i(N 03)2-Lsg. langsam hinzu, wobei darauf geachtet werden muß, daß die Lsg. nicht allzu stark schäumt.

Nachdem die Heftigkeit der Zers, von H20 2 sieh gemildert hat, wird noch 3 Min. ge­

kocht, abgekühlt u. mit 2 ccm n. KJ-Lsg. versetzt. Nach Zusatz von 10 ccm konz.

HCl wird das ausgeschiedeno Jod mit 0,1-n. Thiosulfatlsg. zurücktitriert. — II. Die Lsg. wrird mit 20 ccm 2-n. KOH-Lsg. alkal. gemacht, mit etwa 10 ccm gesätt. Br2-W.

versetzt u. bis zur vollständigen Gelbfärbung gekocht. Dann werden 3 ccm etwa 0,1-n.

KCNS-Lsg. hinzugefügt; die Lsg. wird abgekühlt. Zur erkalteten Lsg. gibt man 2 ccm n. KJ-Lsg. u. säuert mit etwa 60 ccm 2-n. H 2S 0 4 an. (Ztschr. analyt. Chem. 80. 5— 12.

1930. Wien, Univ.) " ’ Win k e l m a n n.

Friz Spilldeck, Berylliumbestimmung in aluminfreiem Stahl. Die Späne werden in HCl gel., mit H N 0 3 oxydiert u. eingedampft. Der Rückstand wird mit HCl gel., mit W. verdünnt, die Kieselsäure abfiltriert, das Filtrat wird zum Sd. erhitzt, Fe u.

Cr mit Natriumacetatlsg. ausgefällt. Aus dem zu einem bestimmten Vol. aufgefüllten Filtrat wird in HCl-saurer Lsg. Beryllium mit NH3 gefällt u. als BeO zur Wägung gebracht. Bei hochlegierten Chromstählen ist es ratsam, mit H 2S 0 4 zu lösen u. Cr mit Silbemitrat u. Ämmoniumpersulfat zur Chromsäure zu oxydieren. (Chem.-Ztg.

54. 221. 19/3. 1930. Bochum.) Ju n g.

Maurice Delaville, Über die colorimetrische Bestimmung Heiner Mengen Kobalt und Kalium. (Vgl. C. 1926. II. 2619.) Das als Cobaliinilrils&H gefällte K wird zentri­

fugiert u. gewaschen wie früher angegeben worden ist. Der'N d. wird sodann in mög­

lichst wenig konz. HCl aufgelöst, mit absol. A. auf ein bestimmtes Vol. gebracht (Ver­

meidung von Hydrolyse) u. colorimetr. mit einer Lsg. von bekanntem Geh. verglichen.

(Compt. rend. Soc. Biologie 101. 1082— 83. 13/8. 1929.) Win k e l m a n n. G. Schuster, Neue Methode zur Trennung von Kobalt und Nickel mit Rücksicht auf die Bestimmung dieser beiden Metalle. Man fällt beide Metalle aus ihrer salpeter­

sauren Lsg. durch einen Überschuß von Na2C 03 in Ggw. von H20 2 n. filtriert. Man verschließt den Trichter u. übergießt den Nd. mit einer Lsg. von 10 g NH4C1 in 20 g NH3 von 22° B6., die man 10 Min. einwirken läßt, u. wäscht mit derselben Fl. nach.

2928 Gr. An a l y s e. La b o r a t o r i u m. 1930. I.

Das Ni geht quantitativ in Lsg., Co wird auch nicht in Spuren gel. Die Best. erfolgt nach einem der bekannten Verff. Das Verf. ist genau, eignet sich auch zur Best. kleiner Mengen Co in Ni u. umgekehrt, u. wird wegen seiner Billigkeit auch zur techn. Reinigung der Salze beider Metalle empfohlen. (Journ. Pharmac. Chim. [8] 11. 97— 100. 1/2.

1930.) He r t e r.

Pabitra Nath. Das-Gupta, Der Gebrauch von Phenolcarbonmuren zur Untersuchung, Trennung und Bestimmung von Metallen. IV. Colorimetrische Bestimmung von Titan.

(III. vgl. C. 1930. I. 1505.) Gallussäure gibt noch mit sehr verd. Ti-Lsgg. (0,0006 g in 1 ccm) eine gelbliche Färbung, wenn man eine Acetatlsg. hinzufügt. Die Rk. läßt sich auch in Ggw. anderer Metalle ausführen. Mit Gallussäure u. Na- oder Ammon- äcetat u. mit Gallussäure in konz. H 2SO., kann Ti in Ggw. folgender Metalle bestimmt werden: Al, Be, Cr, Fe, Ce, Th, Y, Zr, V, U, W, Mo, Mn, Zn, N i, Co, Ca, Sr, Ba, Mg. Für die Prüfung auf Ti neben V, W u. Mo werden besondere Arbeitsvorschriften angegeben. (Journ. Indian, ehem. Soe. 6. 855— 63. 31/12. 1929. Kalkutta,

Univ.) Win k e l m a n n.

Organische Substanzen.

H. ter Meulen, Bemerkung zur Stickstoffbestimmung in organischen Verbindungen durch das Hydrierungsverfahren. (Vgl. C. 1924. II. 1248.) Bei Substanzen, welche sich mit dem Ni nicht sehr fein vermischen lassen (Fleisch, Eiweiß usw.), findet man leicht zu wenig N. Man mischt dann ca. 0,05 g Substanz (so fein wie möglich zerrieben) mit 0,1 g Ni-Formiat u. 0,5 g Ni (erhalten durch Red. von Ni20 3), füllt das Gemisch in ein Ni- oder Porzellanschiffchen, gibt ein wenig W . zu u. verfährt wie 1. c. Auch bei Substanzen, welche koagulierende Albumine enthalten, ist ein Zusatz von Ni- Formiat zu empfehlen. Der App. wurde etwas verändert (Abbildung im Original).

Ein Quarzrohr ist sehr empfehlenswert. Der Ni-Asbest wird auf 250° erhitzt, der H gereinigt, aber nicht getrocknet. Bei der sehr kleinen Menge vorgelegter Fl. ist die Titrierung sehr genau; schon 0,015 ccm 0,01-n. Säure bewirkt Umschlag. Daher genügt z. B. schon 1 Tropfen Speichel, eine Träne usw. zur Analyse. Da sich Al- buminoide (Gluten, Excelsin, Edestin usw.) in W . nur bei Zusatz von einer Spur KOBE lösen, ist hier der Gebrauch von Ni-Formiat ausgeschlossen, u. man nimmt daher um so mehr Ni. — Sämtliche Agenzien müssen absol. N-frei sein. Darst.-Vor­

schriften im Original, desgleichen Beleganalysen. — Die von Sm ith u . W e s t (C. 1927.

I. 1713) vorgeschlagenen Veränderungen kann Vf. nicht billigen. (Rec. Trav. chim.

Pays-Bas 49. 396— 400. 15/3. 1930. Delft, Techn. Hochsch.) Lin d e n b a u m. A. W. van der Haar i Der Nachweis und die Bestimmung der Carboxylgruppe mittels der Zinkstaubdestillation im W asserStoff ströme. Der Nachweis der Carboxyl- gruppe durch Bldg. von Kohlensäure bei der Behandlung mit kohlensauren Alkalien kann bei großen Moll, durch verschiedene Umstände ungünstig beeinflußt werden.

Bei den Methoden des Nachweises, die auch für Phenole gelten, ist die Unterscheidung zwischen Carboxylsäure u. Phenol bei hochmolekularen Stoffen schwierig. Auch die Säureamidbldg. u. die Bldg. eines Amins nach dem HoFMANNschen Abbau mißlingt meist bei großen Moll., wie Sapogeninen. Vf. hat verschiedentlich die Carboxylgruppe durch Zinkstaubdest. im Wasserstoffstrom nachgewiesen. Bei der Unters, der ver­

schiedensten Substanzen daraufhin, ob sie bei der Zinkstaubdest. im Wasserstoffstrom Kohlendioxyd abgeben, ergab sich, daß vorgelegte Barytlsg. getrübt wurde durch:

Palmitin-, Trauben-, Citronen-, Salicyl-, Acetylsalicyl-, Zimt-, China-, Phthal-, Cam- phersäure u. Hederagenin, Araligenin, Ursolsäure u. Oleanolsäure ( = Zuckerrübensapo- genin). Ferner gaben die R k .: Phthalsäureanhydrid, Phenolphthalein, Santonin, Can- tharidin u. Daphnetin. Cumarin reagiert nicht. Als Regel wurde gefunden, daß nur die Substanzen Kohlendioxyd entwickeln, die 2 Sauerstoffatome an demselben Kohlen­

stoffatom tragen. Bis jetzt wurden nur vereinzelte andere Substanzen (Mannit, Querc.it, Phloruglucin) gefunden, die auch Kohlendioxyd abgeben. In qualitativer Hinsicht ist die Zinkstaubdest. ein gutes Unterscheidungsmerkmal zwischen Carb- oxylsäuren, Laktonen u. Anhydriden gegenüber Phenolen, besonders bei hochmole­

kularen Substanzen, wie Sapogeninen. In quantitativer Hinsicht ist sie weniger genau, in manchen Fällen aber gut brauchbar, um die Anzahl der Carboxylgruppen zu be­

stimmen. — Bei Schwefelverbb. gilt die Regel auch, es entsteht dann Schwefeldioxyd.

(Rec. Trav. chim. Pays-Bas 48. 1170— 74. 15/11. 1929. Utrecht.) F i e d l e r . Robert Alexander McCance, Die colorimetrische Bestimmung der Rhamnose.

Die Methode besteht in der Überführung der Rhamnose in Methylfurfuraldehyd u.

1980. I. G. A n a l y s e . L a b o r a t o r i u m . 2929 Kondensation desselben mit Phlorogluein. Eine Lsg., die ca. 3 mg Rhamnose enthalten soll, wird mit W. auf 6 ccm verd., mit 3 ccm konz. HCl gemischt u. 2 Stdn. auf 100°

erhitzt. Das Methylfurfurol wird nach dem Erkalten mit 4 ccm Bzl. ausgeschüttelt, wobei sich auch die Huminflocken leicht absetzen. Nach 20 Min. pipettiert man 2 ccm der klaren Bzl.-Lsg. ab, u. versetzt diese mit 4 ccm einer 0,25°/Oig. Phloroglucinlsg.

in 98°/0ig. A. u. mit 0,65 ccm konz. HCl. Innerhalb 4 Minuten hat sich die Gelbfärbung vollständig entwickelt. Die Resultate sind mit einer 0 ,l°/oig. Rhamnoselsg. als Standard zu kontrollieren. Die Ggw. von Hexosen stört die Best. Bei Ggw. gleicher Mengen Hexosen wie Rhamnose beträgt der Fehler bei Fructose 3°/o> bei Glucose 1,4%» bei Mannose 2,0%> bei Galaktose 0,35%- Die Ggw. von Pentosen macht die Best. unmög­

lich wegen der tiefen Färbung des Kondensationsprod. aus Furfurol u. Phloroglucin.

(Biochemical Journ. 23. 1172— 74. 1929. London, Kings College Hospital.) Oh l e. Bestandteile v o n Pflanzen und Tieren.

Karl Reimers, Über die Grenzen der Brauchbarkeit der Chinhydronelekirode bei der Untersuchung von Flüssigkeiten des menschlichen Körpers. Zusammenfassende krit. Darst. der Literatur u. Mitt. einer Reihe eigener Beobachtungen. Die Geschwindig­

keit der Sättigungseinstellung des Chinhydrons wird gemessen; Messung im Boden­

satz als zuverlässigste Gewähr für sichere u. schnelle Sättigung wird empfohlen.

An den Beispielen: Phosphatpuffer, akut entzündliches Exsudat, Phosphatpuffer + Tannin wird die Unterteilung der Meßzeit in 1. Strecke der Elektrodeneinstellung u. Sättigung, 2. Strecke der prakt. Konstanz, 3. Strecke der Zers, gezeigt. Chinon u. Tannin reagieren momentan miteinander unter Umschlag der hellgelben Farbe in Braunrot u. Ausfallen feiner brauner Flocken. Bei Benutzung der Chinhydron- elektrode ist jedesmal der Nachweis erforderlich, daß das Potential vom Ende der 1.

bis zum Anfang der 3. Min. „prakt. konstant“ bleibt, d. h. sich nicht um mehr als 2 Millivolt vom Wert der 1. Min. unterscheidet; benutzt wird der Wert am Ende der 1. Min. nach dem Vermischen mit dem Chinhydron (bei Wunden besser erst nach dei 2. Min.). Bei 20° wegen ehem. Umsetzung nicht meßbare biolog. Fll. sind mit­

unter bei 0° meßbar. Die bei Enveißlsgg. auch ohne alkal. Rk. bald eintretende R ot­

färbung hängt mit der Anwesenheit von Chinon zusammen; Gelatine, Eieralbumin, Oasein u. a. geben mit Chinon bei gewöhnlicher Temp. in ca. 1 Min. deutliche R ot­

färbung, nicht mit Hydrochinon. Rosafärbung von Chinon mit Aminosäuren, keine Rk. mit Fetten u. Fettsäuren, schnelle Verfärbung mit Na.zS-Lsg. Durch negative Katalysatoren, wie Chinin, kann das Auftreten der Rotfärbung verzögert werden;

Mannit ist hierzu unbrauchbar. Bei Phosphatpufferlsgg. mit u. ohne Zusatz von Vollblut nur geringe Beeinflussung der Messung mit der Chinhydronelektrode durch 0 2;

stärkerer Einfluß des 0 3 jedoch bei fast allen biolog. Medien. In eiweißhaltigen Lsgg.

hat Vf. nur eine geringe Differenz (höchstens 0,05 pH = 3 Millivolt) zwischen Chin- hydron- u. H-Elektrode festgestellt; Abweichungsrichtung nicht einheitlich; keine Beziehungen zu Art u. Konz, des Eiweißes; Einfluß des pH der Meßfl. (5,87— 7,25) nicht erkennbar. Bei den abweichenden Ergebnissen von Kolthoff (C. 1925.

II. 959) ist offenbar eine längere Zeit bis zur Potentialbest, vergangen; mit der Zeit finden wahrscheinlich immer ehem. Rkk. zwischen Chinhydron u. Eiweiß statt;

Menschen-Serum erstarrt bei Zusatz von viel Chinhydron nach ca. 8— 10 Stdn. zu einer steifen Gallerte. Der Einfluß von NH3 (alkal. Urin) auf die Messung mit der Chinhydronelektrode ist gering. Die von Sch ad e u. Mitarbeitern erprobte Technik der Chinhydronmessung bei Vollblut, Plasma, Entzündungssäften u. a. wird be­

schrieben. Für XoWblul ist die Chinhydronelektrode abzulehnen; der zeitliche Verlauf der Potentialkurve zeigt zwar stets eine mehr oder minder ausgeprägte Strecke kon­

stanter Werte, diese Werte fallen aber nicht regelmäßig mit demjenigen der H-Elek­

trode zusammen; wahrscheinlich stört u. a. eine Wechselwrkg. zwischen Hämoglobin u. Chinhydron. Ersatz der Pt- durch Au-Elektroden bessert das Gesamtergebnis nicht. Auch bei 0° ist Vollblut nicht einwandfrei meßbar. Serum bzw. Plasma ergibt ebenfalls einen von Fall zu Fall verschiedenen Potentialverlauf; Abweichung gegen die H-Elektrode meist nur gering, stets nach der sauren Seite (maximale Abweichung 0,14 ph); brauchbare negative Katalysatoren zur Hemmung des Potentialganges wurden nicht gefunden. Auch bei einwandfreier Technik ist das Gelingen einer Serum- xnessung mit der Chinhydronelektrode nicht sicher vorauszusehen. Beispiele für die Anwendung der Chinhydronelektrode zur Messung von Entzündungssäften, Wune ■ sekreten u. für Sch weißmessungen an der Hautoberfläche im Original. Für die Best.

2930 G. An a l y s e. La b o r a t o r i u m. 1930. I.

der Pufferungskapazität von Körperfll. ist die Chinhydronelektrode der H-Elektrode überlegen; Messungen an Liquor cerebrospinalis, YVundsekret, Serum u. Vollblut werden mitgeteilt. (Ztschr. ges. exp. Medizin 67. 327— 71. 15/10. 1929. Kiel, Med.

Klinik.) Kr ü g e r.

Arnold E. Osterberg, Die Bestimmung von Glykogen in kleinen Mengen Gewebe.

Man kann Mengen von 5— 15 mg zur Best. benutzen. Das Material wird 1— 2 Stdn.

auf dem Dampfbad mit 0,1 ccm 60° „ig. KO H behandelt, das Glykogen durch 0,1 ccm H 20 , danach 0,6 ccm 95°/0ig. A. u. 0,1 ccm 1 % ’g- wss- Na2S 0 4-Lsg. niedergeschlagen;

letzteres soll mechan. die Ausfällung verbessern. Die Lsg. wird am besten über Nacht steben gelassen, zentrifugiert, die überstehende Fl. mit einer speziellen Pipette ent­

fernt, dann suecessive mit je 0,3 ccm 70%ig- A., 95°/0ig. A., absol. A., PAe. gewaschen u. zwar mit einer speziellen Capillarpipett-e. Das schließlich isolierte Glykogen wird durch 0,2 ccm H 20 u. 0,3 ccm Vj-n. HCl hydrolysiert durch 3-std. Erhitzen auf dem Dampfbad. Der entstandene Zucker wird nach Fo l in mit Ferrieyankalium bestimmt.

Diese Methode zeigte die ausreichende Genauigkeit. (Journ. biol. Chemistry 85. 97— 108.

Dez. 1929. Rochester, Minnesota, The Mays Clinie, Section of Biochemistry.) En g e l. W . W. Prawdicz-N eminski, Über mikrochemische Bestimmung der Chloride im Blute. Unter Mitarbeit von Z. Babitsch. Es wird nach Mohr unter Anwendung von K 2Cr04 als Indicator, nach Abmessen des Blutes mittels Mikropipette CI bestimmt.

Die Abwägung des Blutes nach Aufsaugen auf Papier empfiehlt sich nicht, da NaCl aus dem Blut auch nicht nach 24 Stdn. Extraktion quantitativ gewonnen werden kann.

Es bleiben immer Na-Verbb. zurück. (Biochem. Ztschr. 215. 452— 59. 21/11. 1929.

Kiew, Allukrain. Staatsinst. f. d. Gesundheitsschutz d. Kinder, physiol.-chem

Lab.) F. Mü l l e r.