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ü . Gewerbehygiene; Rettungswesen

VII. Agrikulturchemie; Düngemittel; Boden

Frank T. Shutt, Einige kanadische Beiträge zur Agrikulturwissenschaft. Eine Besprechung gewisser abseits liegender Arbeiten der chemischen und landwirtschaftlichen Untersuchungen, die von den Laboratorien der Versuchs farmen in Kanada durchgeführt wurden. Zusammenfassende Darst. über die wichtigsten Arbeiten seit 1886. Züchtung des Marquisweizens (frühere Reife). Unterss. über die Veränderungen des Boden- stickstoffvorrates u. Einführung des Kleeanbaues. Unterss. über die Veränderung des Proteingeh. der Gräser führten zu einem neuen Weidesystem mit häufigem Wechscl zwecks besserer Nährstoffausnutzung. (Canadian Chem. Metallurgy 16. 34— 35. Febr.

1932. Ottawa.) W. Sc h u l t z e.

W . Zielstorff und A. Keller, Vergleichende Untersuchungen zwischen Heißmist und Kaltmist. Der Verlust an Trockenmasse betrug bei der Bereitung von Heiß­

mist 29,6% , bei Kaltmist nur 5,7% . Verluste an Gesamt-N bei Heißmist 7,9% , bei Kaltmist i 0 % . Während der Amid- u. Ammoniakstickstoff nach der Vergärung beim Heißmist um 8,9% zugenommen hatte, betrug diese Zunahme beim Kaltmist 105,9%. In Felddüngungsvcrss. schnitt der Kaltmist am besten ab. (Landwirtschi.

Jahrbch. 7 5 . 449—65. 1932. Königsberg, Univ.) W. Sc h u l t z e. Paul Ehrenberg, Stalldünger und Gründüngung. Die verschiedene Bedeutung einer Stallmistdüngung für leichte u. schwere Böden. Zweckmäßige Pflege u. Lagerung des Stalldüngers u. dessen Gewinnung durch Einstreuzusätze, Tief- oder Flachstallung.

Die Frage, ob Stalldünger oder Gründüngung angebracht ist, wird für zahlreiche Fälle eingehend besprochen. (Ztsehr. Pflanzenernähr. Düngung Abt. B. 11. 49— 76.

Febr. 1932. Breslau.) W. Sc h u l t z e.

0 . Lemmermann und W . Jessen, Über die Bedeutung einiger Vegetationsfaktoren für die Ertragsfälligkeit verschiedenartiger Böden. Gefäßverss. mit Glassand, leichten,

mittleren u. schweren Böden, die in Beschaffenheit u. Fruchtbarkeitszustand große Unterschiede aufwiesen, ergaben bei reichlicher W .- u. Nährstoffzufuhr u. gleichem Rk.-Zustand gleich hohe Erträge. Etwa noch positiv oder negativ wirkende Frucht­

barkeitsfaktoren (Ermüdungsstoffe, Toxine, Schwermetallc usw.) können deshalb bei Gefäßverss. nur von untergeordneter Bedeutung sein. (Ztsehr. Pflanzenemähr. Düngung Abt. B. 11. 76— 89. Febr. 1932. Berlin-Dahlem, Landw. Hochsch.) W. SCHULTZE.

Warren B. Mack und Alden P. Tuitle, Die ZusammcnhängeZzwischen Dünger- bchandlung, Bodenfeuchtigkeit und Pflanzenertrag. Künstliche Düngung beeinflußte die Bodenfeuchtigkeit nicht, wohl aber größere Stalldunggaben. Veränderungen in der Bodenfeuchtigkeit beeinflußten den Pflanzenertrag oft in höherem Maße' als die künst- liehenJDüngemittel. (Journ. amer. Soc. Agronomy 24. 182— 202. 30/3. 1932. Pennsyl­

vania Agricultural Experiment Station.) W. SCHULTZE. ig Hans Egner, Die Löslichkeit von Phosphat im Boden und in Düngemitteln. Vor­

trag. (Kungl. Landtbruks-Akad. Handlingar Tidskr. 70. 1227— 33.) Wi l l s t a e d t.

1 9 3 2 , I . H 71I. Ag r i k u l t u r c h e m i e; Dü n g e m i t t e l; Bo d e n. 3 4 8 5

E. Ungerer, Die Bildung von Calciumacetatgel in Boden- und Tonsuspensionen durch Austauschreaktion. Trockener Boden wird im Reagensglas mit alkoli. Kalium- acetatlsg. geschüttelt. Die im Boden vorhandenen austauschfähigen Ca-Ionen reagieren unter Bldg. eines Ca-Acetatgels. Je nach dem Cch. des Bodens an austauschfähigem Ca bleibt das Gel nur einige Stdn. oder bis zu 24 Stdn. u. länger steif u. beständig. Es ließen sich bereits austauschfähige Ca-Mengen von 0,03% nachweiscn. Böden, in welchen vorher durch Auswaschen mit NaCl die austauschfähigen Ca-Ionen entfernt wurden, zeigten keine Rk. (Ztschr. Pflanzcnernähr. Düngung Abt. A. 2 4 . 31— 33.

1932. Breslau, Univ.) W. SCHULTZE.

E. Ungerer, Die Abhängigkeit des Basenumtausches mit Permutiten von der Nalur des Anions. 2. Mitt. (1. vgl. C. 1 9 3 1 . II. 110.) Austausehverss. mit Kalisalzen an Ca- Permutit, der durch Umsetzung von Na-Permutit mit CaCl2 dargestellt wurde. Dio absorptionsverstärkende Wrkg. der Anionen nimmt in folgender Reihe zu : 1/, Fe(CN)„ >

CH3COO > »/* Cr04 > V2 S 04 > CI, N 03 > C103 > J > CNS. In einer A.-W.- Mischung von 60 Gew.-% war der Anioneneinfluß nicht mehr nachweisbar. Verss.

mit Ag- u. Ba-Salzen zeigen, daß der Anioneneinfluß bei schwach hydratisierten K at­

ionen erheblich geringer ist. Vf. vermutet, daß der Anioneneinfluß ein Dehydratations­

effekt ist. (Ztschr. Pflanzcnernähr. Düngung. Abt. A. 2 3 . 353— 62. 1932. Breslau,

Univ.) W. Sc h u l t z e.

Sante Mattson, Gesetze über das Verhalten der Bodenkolloide. V II. Proteine und proteinhaltige Komplexe. (VI. vgl. C. 1 9 3 2 . I. 1287.) Es wird das elektrokinet. u.

ehem. Verh. reiner Proteine zu positiven u. negativen AgCl- u. BaS04-Solcn unter­

sucht. Darst. von Komplexverbb. der Proteine mit Fe- u. Al-Hydroxyd, Humussäure, Bentonit u. Kieselsäure. Die Zus. der isoelektr. Komplexe wird bestimmt. Der stöchio- metr. Aufbau u. die Natur dieser Verbb. wird eingehend besprochen. (Soil Science 3 3 . 41— 72. Jan. 1932. New Jersey, Agricult. Exp. Stat.) W. Sc h u l t z e.

W . Hoffmann, Ultrafilter. (Vgl. C. 1 9 3 2 . I. 1937.) Hinweis auf die Verwendungs­

möglichkeit von Membran-, Cella-' u. Ultrafeinfiltern für bodenkundliche Arbeiten.

So läßt sich z. B. die zeitraubende Operation der Kieselsäurcabscheidung vermeiden, indem man nach dem HCl-Aufschluß die Lsg. verd. u. sofort durch ein Membranfilter filtriert. Die geringe Menge an gel. Si02, welche das Filter passiert, macht nicht mehr als 0,03— 0,05% aus u. hat auf dio nachfolgende CaO-, P20 5- u. K aO-Best. keinen Einfluß. Mit Ultrafeinfiltern von kleinster Porengröße gelang es Vf., kolloidal gel.

Humusssäuren zu filtrieren. (Ztschr. Pflanzcnernähr. Düngung Abt. A. 2 4 . 33-—38.

1932. Bremen, Moorvers.-Stat.) W. Sc h u l t z e.

H. Niklas und H. Poschenrieder, Die Ausführung der Aspergillusmethode zur Prüfung auf Kali. (Vgl. C. 1 9 3 2 . I. 864.) Nach Abschluß der vielseitigen Unteres, wird eine übersichtliche Zusammenfassung der Ergebnisse gebracht. Für die Aus­

wertung der Mycelgewichte gelten folgende Grenzzahlen: unter 1,3 g unbedingt bedürftig, 1,3— 1,9 g bedingt bedürftig, über 2,0 g nicht oder schwach bedürftig.

(Ernährung d. Pflanze 2 8 . 8 6—-8 8. 1/3. 1932. Weihenstephan.) W. Sc h u l t z e. Adolf Reifenberg, Die kataphoretische Bestimmung der Düngebedürftigkeit von Böden. (V gl. C. 1 9 3 1 . II. 2047.) P20 5- u. K20-Best. du rch Kataphorese einer 5% ig., m it 1/500-n. Na(OH) hergestellten Bodensuspension. P206 wurde nur im Anoden­

schenkel gefunden, ebenso dio k olloid ch em . gebu nden e K20-Menge, die den größeren Anteil ausm acht, w ä h ren d kleinere M engen elek trolyt. gespalten w urden u. an die K a th o d e w anderten. Der Vergleich m it der NEUBAUER-M ethode lieferte in den extremen F ällen gute Übereinstimmung. M angels ausreichender Daten ließen sich fü r die Kataphoresemethode n och keine G renzzahlen aufstellen. D ie Werte der NEUBAUER-M ethode fallen zum eist niedriger aus, w eil diese n ich t alle kolloid chem . gebu nden en N ä h rstoffe erfassen kann. (Ztschr. Pflanzenernähr. D ün gu ng Abt. A. 2 4 . 20— 30. 1932. Jerusalem , H cbräische U n iv .) W. SCHULTZE.

Max-Hermann Liese, Eisenach, Verfahren zur restlosen und geregelten Ausnutzung der organischen Düngemittel, dad. gek., daß die Düngemittel in Form eines senkrecht stehenden Bandes in 5—20 cm Tiefe in den Boden eingelagert werden. Hierdurch sollen die günstigsten Luftverhältnisse für die Bodenbakterienentw. u. beste Ausnutzung des Boden-C02 erreicht werden. (D. R. P. 549 299 Kl. 45 1 vom 19/11. 1930, ausg.

26/4. 1932.) “ Gr ä g e r.

Arnold Barker Adams, Muresk, Westaustralien, Verfahren zur Herstellung eines fü r saure, kalkarme oder sehr eisenhaltige Böden geeigneten Düngemittels aus

Mineral-phosphat. Die Pliosphatmincraiicn werden mit einer Menge H2S 04 gemischt, die theoret.

zur Umsetzung des Tri- in Dicalciumphosphat notwendig ist. Die Konz, der Schwefel­

säure wird so bemessen, daß ein feueht-krümeliges Prod. entsteht, welches dann erwärmt u. getrocknet wird. Dieses Prod. enthält dann eine Mischung von Mono-, Di- u. Tri- calciumphosphat. (Austr. P. 29 603/1930 vom 16/10.1930, ausg. 5/11.1931.) Gr ä g e r.

Adolf Buchleitner, Salzburg, Düngemittel. Teilverf. nach E. P. 350 167, vgl.

C. 1931. II. 2048. Nachzutragen ist; Bei der wiederholten Verwendung des zur Aufnahme des P bestimmten Eisenbades wird eine gewisse Menge P im Eisenbad belassen; es wird dann ein schon bei niedrigen Tempp. dünnfl. Eisenbad erhalten u. die Verschlackung von FeO vermieden, weil die Verschlackungsgrenze, welche bei einem Gehalt des Fo von etwa 0,3% liegt, nicht erreicht bzw. unterschritten wird. (Schwz. P. 150 316 vom 28/4. 1930, ausg. 2/1. 1932. Oe. Priorr. 30/4. u. 12/9. 1929.) Kü h l i n g.

Kali-Forschungs-Anstalt G. m. b. H ., Berlin (Erfinder: 0 . F. Kaselitz, Hans Friedrich und Fritz Pohle, Berlin), Herstellung von sauren Kalium-Magnesium-Ortho- phosphaten, dad. gek., daß man in W . oder der Mutterlauge aufgeschlämmtes MgO oder Mg(OH) 2 mit K H2P 04 in Rk. bringt u. das gebildete Prod. von der Mutterlauge trennt. — D ie Salzo sind besonders gut geeignet, in Verb. mit N - u. anderen K-Salzen Mischdünger zu bilden. (D. R. P. 548 986 Kl. 16 vom 29/10. 1930, ausg. 21/4.

1932.) Dr e w s.

Kali-Forschungs-Anstalt G. m. b. H ., Berlin (Erfinder: O. F. Kaselitz, Staß- furt-Leopoldshall, und Fritz Pohle, Berlin), Herstellung eines Stickstoff, Phosphor­

säure und Kali enthaltenden konzentrierten Düngers, 1. dad. gek., daß man auf Di-, Pyro- oder Trikaliumphosphat die einem bzw. zwei Atomen äquivalente Menge von zur Herst. primärer Phosphate bereits benutzter, insbesondere synthet. hergestellter H N 03 bzw. nitroser Gase einwirken läßt. — 2. dad. gek., daß man die K-Phosphato in Form von konz. Lsgg. zur Anwendung bringt. — 3. dad. gek., daß man feste K-Phos- phate verwendet. — 4. dad. gek., daß man konz. K-Phosphatlsgg. bzw. Krystalli- sationsmutterlaugen, dio festes K-Phosphat in Suspension enthalten, verwendet.

(D. R. P. 549115 Kl. 16 vom 15/4. 1927, ausg. 23/4. 1932.) Dr e w s. Viktor Falcke, Potsdam, Verfahren zur Gewinnung von Ackerboden, dad. gek., daß man zwecks Bldg. gelförmiger Si-Verbb. im Boden in Ggw. von Schutzkolloiden den Boden nacheinander mit Ca-, Mg- oder Al-Salzen einzeln oder gemischt einerseits u. mit 1, Si-Verbb. anderseits bzw. in umgekehrter Reihenfolge, gegebenenfalls unter Beimischung von Alkaliphosphaten bzw. unter nachfolgender Phosphatdüngung, behandelt. Als Schutzkolloide werden zweckmäßig solche verwendet, die gegenüber der Einw. von Mikroorganismen nicht widerstandsfähig sind, oder durch bakterielle Tätigkeit gewonnene Abbauprodd. organ. Stoffe. (D. R. P. 541 954 Kl. 45 1 vom

21/8. 1929, ausg. 16/1. 1932.) Gr ä g e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Saatgutbeize unter Verwendung von arsenhaltigen Stoffen, dad. gek., daß sie in Mischung mit als Netzmittel u. gleich­

zeitig als Lösungsm. geeigneten Stoffen zur Verwendung kommen. Als Beispiele solcher Stoffe werden genannt: Naphtholpech-, Anthracenpech-, Benzylanilin-, Dibutyl-naphthalin- u. Benzylbutylnaphthalinsulfosäure sowie die sulfosauren Salze. (D. R. P.

543193 Kl. 451 vom 3/1. 1926, ausg. 2/2. 1932.) Gr ä g e r. Chemische Fabrik von Heyden Akt.-Ges., Radebeul, Dresden (Erfinder:

Wilhelm Meves, Oberlößnitz), Saalgutbeize, gek. durch die Verwendung von Verbb.

des Dieyandiamids mit Hg-Verbb. als wirksame Mittel. (D. R. P. 545176 Kl. 45 1

vom 2/8. 1928, ausg. 27/2. 1932.) Gr ä g e r.

Chemische Fabrik Ludwig Meyer, Mainz (Erfinder: Fritz W olff, Laubenheim), Saatgultrockenbeize, gek. durch die Anwendung von mercuriertem Diphenylenoxyd.

(D. R. P. 545 643 Kl. 4 5 1 vom 24/7. 1931, ausg. 4/3. 1932.) Gr ä g e r. Chemische Fabrik Ludwig Meyer, Mainz, Saalguttrockeribeize, gek. durch dio Verwendung von Mischungen von Quecksilberoxycyanid mit anderen Fungiciden, z. B. J-Verbb., CuCOs, NiC03 oder Phenol, gegebenenfalls unter Beigabe inerter Stoffe.

(D. R. P. 541056 Kl. 451 vom 25/8. 1929, ausg. 8/1. 1932.) Gr ä g e r. Chemische Fabrik Ludwig Meyer, Mainz, Saatguttrockenbeize gemäß Patent 493 007, gek. durch Mischungen von calciniertem CuS04 mit arseniger Säure, mit oder ohne Beigabe von Füllstoffen u. anderen Fungiciden. (D. R. P. 545 407 Kl. 45 1 vom 29/5. 1930, ausg. 29/2. 1932. Zus. zu D. R. P. 493 007; C. 1930. II. 123.) Gr ä g e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M. (Erfinder: Adolf Steindorff, Otto Schaffrath, Leipzig, und Alfred Fluß, Frankfurt a. M.), Verfahren zur Erhöhung

1 9 3 2 . I . H VIII. Me t a l l u r g i e; Me t a l l o g r a p h i e u s w. 3 4 8 7

der Keimfähigkeit von Saatgut unter gleichzeitiger Abtötung von Getreideschädlingen, dad. gek., daß man daa Saatgut mit Gemischen von As- u. Cu-Verbb. oder mit Doppol- verbb. von As u. Cu in sehr niedriger Konz, behandelt, z. B. 0,02— 0,05°/oig. (D. R. P.

5 4 1 9 1 8 Kl. 45 1 vom 7/1. 1921, ausg. 16/1. 1932.) Gr ä g e r.

Paul Vageier,

Der Kationen- und Wasserhaushalt des Mincralbodcns vom Standpunkt d.

physik. Chemie u. s. Bedeutg. f. d. land- u. forstwirtsohaftl. Praxis. Berlin: J. Springer 1932. (VI, 336 S.) 4». M. 28.— ; Lw. M. 29.80.