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T. Carlton Sutton, Ein Thermometer für Präzisionscalorimetrie. Das Queck­

silberthermometer ist mit N2 von niedrigem Druck (60 mm) gefüllt, was praktischer ist als Evakuieren u. hoher Druck in der Capillare (vergleichende Verss. mit Thermo­

metern, deren oberes Endo elektr. beheizt wird). Bei Stabthermometern, die praktischer sind als Einschlußthermometer, stört der parallakt. Fehler leicht. Vf. konstruiert eine Ableselupe, die auf dem Thermometer gleitend befestigt ist u. aus 25 cm Ent­

fernung abgelesen wird. Die vordere u. die hintere Linse tragen Marken, die jeden paral­

lakt. Fehler ausschließen. Um die Teilung aufzutragen, empfiehlt es sich, nur zwei Punkte genau zu fixieren u. danach mit der Teilmaschine durchzuteilen. Die Thermo­

meterkugel darf nie berührt werden; man soll bei steigender Temp. messen, vor dem Gebrauch wird das Thermometer in W. (nicht in Eis) abgckühlt. So mißt Vf. die Ex­

plosionswärme von Cordit (1220,4 cal/g) auf V 2000— V 30 0 0 genau. Hersteller: B. B l a c k u. Sohn. (Journ. scient. Instruments 8. 98—103. März 1931. Woolwich, R. Arsenal,

Res. Deptmt.) W. A. R o t h .

Walter Grundmann, Alterserscheinungen bei den Kreosotölen. (Vgl. C. 1930.

II. 425.) Aus der nach einigen Monaten beobachteten Viscositätszunahme von Kreosot­

ölen läßt sich schließen, daß die Kreosote sowohl mit A. verd. wie unverd. einem

„Alterungsprozeß“ unterworfen sind, der durch mehrmalige Abkühlung auf etwa

—30 bis — 40° beschleunigt werden kann. Diese Annahme wird durch Leitfähigkeits­

messungen gestützt. Bei lang andauernder Bestrahlung mit - Sonnen- u. Tageslicht zeigen einige Kreosote deutliche Umfärbung von hellgelb in rotbraun. (Chem.-Ztg. 55.

267.'8/4. 1931.) " R. K. Mü l l e r.

Paul Ansiau, Quecksilberdampfpumpe. Vf. beschreibt eine Quecksilberdampf­

pumpe aus Pyrexglas. Abb. ist beigefügt. Bei Zwischenschaltung einer Hg-Falle u. einem Vorvakuum von 25—35 mm wird in kurzer Zeit ein Vakuum erzielt, so daß bei 60— 70 Kilovolt u. 50 Perioden kein Kathodenlicht mehr auftritt. (Compt. rend.

Acad. Sciences 192. 670—71. 16/3. 1931.) ASCHERMANN.

G. Hlari, Uber die fraktionierte Makro- und Mikrosublimation bei gewöhnlichem Druck und bei vermindertem Druck. Vf. verweist auf die Notwendigkeit, die „Temp. der beginnenden Sublimation“ zu bestimmen. Es wird hierfür ein App. vorgeschlagen, bei dem das mit einem Kühlmantel direkt verbundene Thermometer ganz in die zu untersuchende Substanz so eintaucht, daß gleichzeitig das Auftreten der ersten subli­

mierten Krystalle an der unteren Kühlerwandung u. die Temp. beobachtet werden kann.

Mit diesem App. werden die „Tempp. der beginnenden Sublimation“ für verschiedene organ. Stoffe (Benzoe-, Phthalsäure, Campher, Naphthalin, a- u. /J-Naphthol u. a.) bestimmt u. ihre Änderung mit dem Druck zwischen 0,7 mm u. 1 at gemessen. Es wird ferner ein App. zur fraktionierten Sublimation beschrieben, bei dem 2 getrennte Kammern für sich durch Stäbe, die durch den Gummistopfen verschoben werden, abgeschlossen werden können. Die Anwendung zur Trennung binärer Stoffgemische (Campher- NH4C1 usw.) zeigt befriedigende Ergebnisse. (Annali Chim. appl. 21. 127— 36. März

1931. Parma, Univ., Inst. f. pharm, u. toxikolog. Chemie.) R. K. Mü l l e r.

3486

H. C. Burger und P. H. vau Cittert, Die Herstellung von Wismut-Antimon- Vakuumthermoelementen durch Verdampfung. Die hohe Thermokraft von Bi-Sb (75 bis 150 /¿V/Grad) konnte bisher nicht für Strahlungsmessungen verwendet werden, da die Herst. genügend kleiner Thermoelemente an der schweren Bearbeitbarkeit der Materialien scheiterte. Vff. haben einen Glasapp. hergestellt, in welchem es möglich ist, die beiden Metalle im Vakuum zu verdampfen u. auf einer passenden Unterlage niederzuschlagen. Unter Verwendung von Zn-Folie als Unterlage u. Weglösen der­

selben mit Essigsäure konnten sehr dünne Bi- oder <Sft-Filme hergestellt werden, die Herst. von Kombinationen aus beiden Metallen, die als Thermoelemente brauchbar sind, gelang mit Glimmer als Unterlage, die infolge ihrer geringen Masse die Einstellzeit nicht zu stark vergrößerte. Der Glimmer wurde zu diesem Zweck auf einen 2 mm dicken Stab parallel einer Hauptrichtung aufgerollt u. in der üblichen Weise gespalten.

Man erhält so 1—0,1 mm breite Bändchen von weniger als 1 /t Dicke. Auf einem passend montierten System vieler solcher Bändchen wrird eine Thermosäule hergestellt. Die Schwärzung wurde durch Niederschlagen von Sb unter 0,5 mm Druck durchgeführt.

Die Thermokraft ist das 2,5-fache der M oL L -B üR G E R sch en Thermosäule, bei 3 Sek.

Einstellzeit u. einem Widerstand von 30 Q. Aus der Größe der Thermokraft werden Schlüsse über die Orientierung des niedergeschlagenen Bi gezogen. (Ztschr. Physik 66.

210— 17. 27/11. 1030. Utrecht, Phys. Inst. d. Univ.) Ei s e n s c h i t z. H. C. Burger und P. H. van Cittert, Eine Methode zur Konservierung von Silber­

spiegeln. Mittels der in der vorst. Arbeit beschriebenen Apparatur können ^j-Spiegel hergestellt werden, die mit einer dünnen, durch Verdampfen hergestcllten Quarzschicht bedeckt sind. Derartige Spiegel behalten ihr Reflexionsvermögen durch IV2 Jahre.

(Ztschr. Physik 66. 218. 27/11. 1030. Utrecht, Phys. Inst. d. Univ.) Ei s e n s c h i t z. L. W . Janssen, Potentialmessung von Zellen mit hohem Widerstand mittels eines Audions. (Vgl. At e n, Bo e r l a g e u. Ca n n e g i e t e r, C. 1929. II. 2227.) (Chem. Weekbl.

28. 218—22. 4/4. 1931. Delft, Lab. d. N. V. Leim- u. Gelatinefabrik „Delft“ .) K. Wo l f. H. D. Crockford und A. E. Hughes, Photographische Aufnahme von Abkühlungs­

kurven. Im Anschluß an die Unters, binärer Systeme der Nitrotoluole mit Benzoesäure (vgl. C. 1931. I. 2965) wurde eine Apparatur entwickelt, um Abkühlungskurven thermoelektr.-photograph. aufzunehmen. — Ein enges Bündel paralleler Lichtstrahlen fällt auf den Galvanometerspiegel u. wird auf einen Film reflektiert, der sich auf einer durch ein Uhrwerk bewegten Trommel befindet. Die Anordnung arbeitet auf 0,1°

genau bei Substanzmengen geringer als 1 g. Die Unterkühlungserscheinungen werden besser erfaßt als nach den üblichen Methoden. — Zeichnung. (Journ. physical Chem. 34.

2624—26. Nov. 1930. Univ. of North Carolina, Dept. of Chem.) Sk a l i k s. Carl Leiss, Über einen neuen Vakuum-Doppelmonochromator fü r das Gebiet von ungefähr 0,160 bzw. 0,130 /1 bis ins Ultrarot. Der neue Monochromator, bestehend aus einem Vorzerleger u. einem genau gleichartigen Hauptzerleger, wird ausführlich beschrieben, er ist für Quarz- u. Flußspatoptik eingerichtet. D ie Objektive haben eine Brennweito von 125 mm bei einem Durchmesser von 25 mm. Der mittlere Spalt (Austrittsspalt des Vorzerlegers u. gleichzeitig Eintrittsspalt des Hauptzerlegers) kann senkrecht zur Strahlenrichtung verschoben werden. Die für jede Wellenlänge erforder­

liche Fukussierung der 4 Linsen geschieht automat. u. gleichzeitig. Bei Quarzoptik beträgt die Länge des Spektrums in der Ebene des Mittelspaltes zwischen 0,160 u. 4 /i ca. 53 mm, bei der Flußspatoptik zwischen 0,130 u. 4 ß ca. 45 mm. (Ztschr. Physik

68. 559—65. 7/4. 1931. Berlin-Steglitz.) R o s e n .

S. Judd Lewis, Die Spektroskopie als Hilfsmittel bei Metallanalysen. (Vgl. C. 1931.

I. 1854.) Die Spektroskopie als wichtiges Hilfsmittel bei der Analyse von Eisen, Kupfer u. Kohlenstoff wird besprochen. Die Vorteile der Anwendung dieses Verf.

sind folgende: Unerwartete Bestandteile werden sofort erkannt, ferner lassen sich verschiedene Verunreinigungen gut erkennen u. erfassen, die bei der gewöhnlichen Analyse nicht erfaßt werden, außerdem können Präparate auf ihre Reinheit untersucht werden, endlich können gewichtsanalyt. Ergebnisse bzgl. der Fehler infolge geringer Verunreinigungen kontrolliert werden. (Metallurgist 1931. 28— 30. 27/2. Beilage

zu Engineer.) Ed e n s.

L. Colombier, Einige Anwendungen des Woodschen Lichtes. Die Beobachtung der Indicatoren Eosin, Erythrosin, Fluorescein, Chinin, Acridin, Umbelliferon, /3-Methyl- umbelliferon u../3-Naphthol ergab, daß diese zur pH-Best. nicht, zur Acidimetrie als Indicatoren aber sehr gut brauchbar sind. Besonders bewährte sich Umbelliferon,

ausgezeichnet durch scharfes Auftreten der Fluorescenz bei pn = 6,5, auch noch bei Titration in 0,001-n. Lsg. Der Umschlag für /9-Naphthol liegt im alkal. Gebiet bei Ph= 9,5. Beschreibung der Anwendung der Titration auf Best. der freien Säure in Rotwein oder in Abwässern aus einer Färberei. — Weiter wurde aus den Verss. ab­

geleitet: Nachweis der Äpfelsäure als Umbelliferon: Man bringt einige ccm der Lsg.

mit 1 cem 0,l%ig. Resorcinlsg. auf einem Uhrglase zur Trockne, nimmt mit 1 ccm HjSO.j (3 Voll. H2S04 + 1 Vol. W.) auf, läßt 5 Minuten auf dem W.-Bade, verdünnt mit 10 ccm W. u. neutralisiert mit NaOH. Die Lsg. liefert selbst für 0,1 mg Äpfelsäuro schön blaue Fluorescenz. Die Rk. tritt auch mit anderen /?-Ketonsäuren ein. — Bk.

der Cüronensäure nach Überführen in Acetondicarbonsäure: Einige com der zum Sieden erhitzten Lsg. versetzt man mit einer verd. KMn04-Lsg. bis zur lichtgelben Farbe, gibt dann 1 ccm Resorcinlsg. zu u. verfährt wie bei Äpfelsäure weiter. Es entsteht eine schön violette Fluorescenz. — Rk. des Resorcins: Man gibt eine sehr kleine Mengei des zu prüfenden Stoffes auf einem Uhrglase mit 1 ccm konz. H2SO,, u. dann mit leem Acetessigester zu sam m en u. beobachtet im WoODsclicn Lichte eine noch mit 0,05 mg Rcsorcin lebhafte violette Fluorescenz. Spezif. für Resorcin. Das oinzigo Phenol mit analoger Rk. ist /3-Naphthol, dessen Färbung aber verschieden (blau bis violett) ist u. bereits mit H2S04 allein eintritt; besonders geeignet zur Unterscheidung der beiden Naphthole. — Bei der Rk. von Crump auf Orcin (mit Chlf. u. KOH) beobachtet man nach V erd ü n n u n g sch ön e Fluorescenz, die im W oO D Schen L ic h t viel em p fin d lich er wird. (Ann. Falsifications 24. 89—96. Febr. 1931. St. Etienne, Lab. municipal.) Gd.

I. M. Kolthoff und Tohru Kameda, Die Messung der Wasserstoffwnenkonzen- Iralion in ungepufferten Lösungen. II. Anwendung der Wasserstoffelektrode. (I. vgl.

0 .1 9 3 0 .1. 105.) Vff. hatten früher festgestellt, daß eine platinicrto Elektrode Kationen bzw. Basen adsorbiert u. hatten dies auf die Bldg. von O-Verbb. des Pt zurückgeführt.

In der Tat zeigte sich bei neueren Verss., bei denen die Elektroden in N2 behandelt wurden, keine Adsorption. Für die pn-Messungen mußte also dio adsorbierendo Pt- Schicht so dünn wie möglich gemacht W'erden; Vff. kommen so zum Ziele, daß sie nach einem Vorgänge von Be a n s u. Ha m m e t (C. 1 9 2 5 . II. 639) Au- oder Pt-Drähte elektrolyt. mit einem dünnen, glänzenden Pt-Überzug versehen; die Technik war eine etwas einfachere als die von Be a n s u. Ha m m e t, denn es zeigte sich, daß adsor­

bierte Säuren leicht durch W. in H2-Atmosphärc herausgewaschen werden kann. — Die Elektrode gestattet, selbst KCl-Lsgg. zu messen; allerdings steigt dabei der gemessene PH -W ert bis zu einem Maximum u. fällt dann ganz langsam wieder; der Maximalwert ist aber mit neu platinierten Elektroden u. neuen Lsgg. gut reproduzierbar u. stimmt mit colorimetr. Messungen überein. Die Elektrode wird überhaupt leicht vergiftet u. muß des öfteren gereinigt u. neu platiniert werden. Als pn wurde gemessen: 0,25-mol.

NH4C1 4,97; 0,01-mol. ZnS04 6,00; 0,02-mol. ZnSÖ4 5,89; 0,05-mol. ZnS04 5,76; 0,1-mol.

ZnS04 5,67; 0,05-mol. KCl 6,77; 0,05-mol. K2S04 7,4. (Journ. Amer. ehem. Soc. 5 3 .

821—24. März 1931.) " Kl e m m.

I. M. Kolthoff und Tohru Kameda, Die Messung der Wasserstoffionenkonzen- tration in ungepufferten Lösungen. III. Die colorimetrische Methode. (II. vgl. vorst.

Ref.) Will man den Ph von ungepufferten Lsgg. messen, so darf man nicht einfach Indicator zugeben u. die Farbe beurteilen; denn durch die Zugabe des Indicators kann sich der pH um mehrere Einheiten ändern. Man muß vielmehr „isohydr.“ Indicator zugeben, d. li. Indicatorlsgg. von demselben pn- Daß die Indicatorlsgg. isohydr. sind, erkennt man daran, daß der Farbton unabhängig von der Indicatormenge ist; nimmt der gefundene pn mit steigenden Indicatormengen ab, so ist die Indicatormischung zu sauer, steigt er, so ist sie zu bas. Die Indicatormischungen stellte man aus sorg­

fältig gereinigten Präparaten her; die Reinigung u. Analyse von Bromthymolblau, Phenolrot, Thymolblau, Phenolphthalein u. Methylrot wird beschrieben. Zur Herst.

der verschiedenen Gemische wurden eine bestimmte Menge von Lsgg. des Na-Salzes u. der freien Indicatorsäuren gemischt, 0,1 ccm zu der zu prüfenden Lsg. gegeben, die sorgfältig von C02 befreit war, u. der pn durch Vergleich mit dem Farbton von Pufferlsgg. ermittelt, die dieselbe Menge Indicator enthielten. Man gab dann mehr Indicator zu u. beobachtete, ob der pH variierte. War dies der Fall, so wurde eine andere Zus. der Indicatorlsg. gewählt, bis der gefundene ph unabhängig von der Konz. war.

Der gefundene Wert ist dann noch wegen des Salzfehlers etwas zu korrigieren. Es ist nicht zweckmäßig, die Indicatorgemische stehen zu lassen; sie halten sich nur wenige Tage. Den pn der verschiedenen Gemische kann man aus den Dissoziationskonstanten leicht berechnen. Vff. bestimmten so den ph von reinem W. (7,00— 7,05), von

ver-3488

dünnten KCl- u. sehr stark verdünnten NaOH-Lsgg. (Journ. Amer. ehem. Soc. 53.

825—32. März 1931. Minncapolis [Mind.], Univ. of Minnesota.) Kl e m m. B. Elenia, Die Glaselektrode und ihre Anwendung zur Bestimmung der Wasserstoff­

ionenkonzentration. I. Vf. erörtert zunächst die Grenzen, die der Anwendung der Wasserstoffelektrode, der Chinhydronelektrode u. der colorimetr. Methode zur Best.

der Ph gezogen sind. Diese Meßmethoden stimmen darin überein, daß ein fremder Stoff dem zu untersuchenden System zugefügt wird. Ausgehend von der Arbeit von H a b e r u. K l e m e n s i e w i c z (Ztschr. physikal. Chem. 6 7 [1 9 0 9 ]. 385) wird die Entw.- Geschichte der Glaselektrode skizziert u. die zur Nachprüfung der Glaselektrode von Mac I n n e s u. D o l e (vgl. C. 1930. I . 2697) benutzte Apparatur beschrieben. (Chem.

Weekbl. 28. 223— 29. 4/4. 1931. Delft, Techn. Hochsch.) K u n o W o l f . Valentino Morani, Tafeln zur Berechnung des pn aus der mit der Chinhydron­

elektrode bestimmten EK. Mit den neuesten Werten für 11 u. F ergibt sich der thermo- dynam. Faktor in der N ERNSTschen Formel für Konz.-Ketten bei 18° zu 0,057 745 7.

Die Abrundung auf 0,0577 bedingt bei genauerer pH-Best. aus der EK. einen Fehler bis zu +0,005 pn- Der Faktor 0,0577 entspricht einer Temp. von 17,77°. Vf. gibt eine Tabelle der Korrektionsfaktoren für Tempp. von 10—26° in 0,5° Abstand u. eine weitere Tabelle, in der die pH -W erte bei 17,77° für je 2 mV von pn = 0 bis ph = 8,5 zusammengestellt sind. (Annali Chim. appl. 21. 83— 104. Febr. 1931. Rom, Chem.-

Landw. E x p .-Station.) R. K. MÜLLER.

Elemente und anorganische Verbindungen.

Richard Berg, Beiträge zur Auswertung chemischer Reaktionen für mikroanaly­

tische Zwecke. Die Verwendung des o-Oxychinolins zur colorimetrischen Mikrobestimmung von Metallen. Magnesiumbestimmung. Unter Mitwirkung von W . Wölker und E. Skopp. (Vgl. C. 1930. I. 1011.) Vff. beschreiben eine mikrocolorimetr. Methode zur Best. von kleinen Mg-Mengen (5—15 y) in Ggw. von 100 bis 200 y Ca. Die Best.

beruht darauf, daß Mg-o-oxychinolat als Phenolderiv. mit Phosphormolybdänsäure bzw. mit Phosphor-Wolfram-Molybdänsäure in alkal. Lsg. unter Bldg. von blau ge­

färbten, kolloicf gelösten niederen Oxyden des Mo u. W reagiort. Ausführung: In einem Zentrifugierröhrchen aus Quarz (15 ccm Inhalt) wird die Mg-Lsg. mit 0,3 bis 0,5 g NH,,C1 versetzt, auf 5 ccm aufgefüllt u. auf 90° erwärmt. Dann werden 0,2 ccm einer 2%ig. alkoh. o-Oxychinolinlsg. u. 0,4 ccm einer 25%ig. NH3-Lsg. zugesetzt. Durch Reiben mit einem Glassplitter aus Hartglas wird die Fällung des Mg-Oxycliinolats eingeleitet. Nach einer 10 Min. dauernden W.-Badbehandlung u. 4 Min. langem Zentri­

fugieren wird der Nd. dreimal mit je 2 ccm einer warmen 5°/0ig., mit NH3 neutrali­

sierten CH3-COONH.,-Lsg. gewaschen. Dann wird die Fällung in 0,5 ccm n-HCl gelöst u. in ein Meßkölbchen von 25 ccm Inhalt mit W. übergespült. Nach Zusatz von 5 ccm 20°/oig. Na2C03-L'g. u. 1 ccm des Phcnolreagcnses (100 g Natriumwolframat, 20 g Phosphormolybdänsäuro u. 50 ccm 85°/0ig. Phosphorsäure werden in W. gel., die Lsg.

2 Stdn, gekocht u. zu 1 1 aufgefüllt) wird bis zur Marke aufgefüllt, J/2 Stde. auf 80°

erwärmt u. nach einer weiteren Vs Stde. mit gleichzeitig angesetzten Standardlsgg.

verglichen. Bei einiger Übung lassen sich 5— 15 y Mg noch auf ± 3% genau bestimmen.

Die Methode wird benutzt zur Ermittlung des Big im Pferdeblutserum. (Mikrochemio, Festschrift für F r ie d r ic h Emich 1930. 18— 22. Königsberg, Pr., Chem. Inst. d.

Univ. u. Pharmakolog. Inst. d. Univ.) DÜSING.

Richard Berg, Beiträge zur Auswertung chemischer Reaktionen für mikroanaly­

tische Zwecke. Nachweis und Bestimmung geringer Selenigsäure- und Kieselsäuremengen mit Hilfe von Pyrrol. Unter Mitwirkung von M. Teitelbaum. Vff. geben Arbeits­

vorschriften für den Nachweis u. dio Best. geringer Selenigsäure- u. Kieselsäuremengen mit Hilfe von Pyrrol. Der Nachweis von seleniger Säure beruht auf der Oxydation des Pyrrols zu dem blauen Farbstoff Pyrrolblau. Dio auf selenige Säure zu prüfende Lsg. (1 bis 2 ccm) wird mit 1 ccm einer 5®/0ig. FeCl3-Lsg. versetzt (Fe beeinflußt katalyt.

die Empfindlichkeit der Rk.), mit H3P 0 4 (D. 1,85) auf 10 ccm Gcsamtvol. aufgefüllt.

Dann gibt man 5 bis 10 Tropfen einer l% ig- aikoh. Lsg. des Pyrrols hinzu u. mischt durch. Der Nachweis von Kieselsäure beruht auf der Bldg. von Pyrrolblau u. Molybdän­

blau bei der Wechselwrkg, zwischen Pyrrol u. Silicomolybdänsäure. 1 bis 2 ccm der auf Kieselsäure zu prüfenden Lsg. werden mit 2 ccm einer 8%ig- Ammoniummolybdat- lsg. u. 10 ccm HjSO.! (1: 1) versetzt. Nach dem Abkühlen werden 5 Tropfen des Pyrrol- reagenscs zugegeben. Die beschriebenen Rkk. können bei Verwendung von stabilen, geeichten Vergleichsfarbstofflsgg. auch quantitativ ausgewertet werden. Der blaue

Farbton ist nur kurze Zeit beständig. Als günstigste Wartezeit erwiesen sicli Zeiten von 5 bis 10 J>Iin. Von den Analysenresultaten seien folgende angeführt: Angewandt 10 bzw. 2 y Se, gefunden 8,5 bzw. 2,3 y Se; angewandt 11,3 bzw. 2,5 y Si, gefunden 12,0 bzw. 2,1 y Si. (Mikrochemie, Festschrift für Fr i e d r i c h Em i c h 1930. 23— 2G.

Königsberg, Chem. Inst. d. Univ.) DÜSING.

Richard Berg, Beiträge zur Auswertung chemischer Reaktionen für mikroanaly- tische Zwecke. Gravimetrische Mikrobestimmung des Kupfers und Titans mit Hilfe von 5,7-Dibrom-o-Oxychinolin. Unter Mitarbeit von H. Küstenmacher. Im Gegensatz zum o-Oxychinolin, das nur in essigsaurer, mit Na-Acetat gepufferter Lsg. schwer lösliche Metailkomplexe liefert, bildet das 5,7-Dibrom-o-oxychinolin selbst in mineral­

saurer Lsg. mit den Metallen Cu, Ti u. Fe schwer 1. u. wasserfreie Komplexsalze von den Zuss. (C9H4Br2ON)2Cu, (C9H4Br2ON)2TiO u. (C8H4Br2ON)3Fe. Die Fällungs­

empfindlichkeiten betragen bei Cu u. Ti 1: 1 000 000, bei Fe 1 : 500 000; infolgedessen bietet diese Best. des Fe gegenüber den bekannten, empfindlicheren Methoden keine wesentlichen Vorteile. Ausführung der Cu- bzw, Ti-Best.: Zu der schwach salz- oder salpetersauren Metallsalzlsg. gibt man soviel Aceton, daß die Lsg. ca. 30% davon enthält. Der Säuregeh. wird zweckmäßig auf 1/i0- bis 1/i0-n. gebracht. Nach Erwärmen auf ca. 50° gibt man unter Umrühren 5 ccm der 0,5 oder 0,1%'g- ( ?) Lsg. von Dibrom-o-oxychinolin in Aceton hinzu. Nach kurzem Sieden wird der Nd. abfiltriert, mit saurem, aeetonhaltigem W. gewaschen u. bei 110 bis 120° getrocknet. Bei Cu-Mengen von 10— 51 y weichen die Analysenresultate um 0 bis 10% von der vorgelegten Menge ab, bei Ti-Mengen gleicher Größenordnung sind die Fehler ebenso groß. (Mikrochemie, Festschrift für Fr i e d r i c h Em ic h1930. 26— 28. Königsberg, Chem. Inst. d. Univ.) DÜS.

Z. Ernst, Der Einfluß der Nitrite, Rliodanide und einiger organischer Stoffe auf die Jod-Stärkereaktion. Es wurde beobachtet, daß im Speichel schon eine minimale Menge Jodid (ca. 0,001%) durch die Säure-Nitrit-Stärkcrk. nachweisbar ist (1 com Speichel, 10 Tropfen 20%ig. H2S04, 4—5 Tropfen l% ig. NaNOa-Lsg., 3—4 Tropfen l% ig.

Stärkelsg., bei Ggw. von Jodid Blaufärbung), w'ährend dieselbe oder auch die fünf­

fache Jodidmenge in wss. Lsg. mit derselben Rk. nicht nachweisbar ist, daß aber die Blaufärbung in einer solchen Lsg. auf Zusatz von Speichel sofort eintritt. Die Ursache dieser Erscheinungen ist der Rhodanidgehalt des Speichels; man kann dieselbe Wrkg.

durch Zusatz von sehr verd. Rhodanidlsg. erzielen. Die Wrkg. des Rhodanids besteht darin, daß es die durch das Nitrit in der sauren Lsg. bewirkte Hemmung der Jodstärkerk.

aufhebt. Ähnliche, aber schwächere Wrkg. zeigen Harnsäure u. Pepton, in geringerem Maße auch Leucin, Trypsin u. Serumalbumin. (Biochem. Ztschr. 232. 34G— 51. 19/3.

1931. Budapest, I . Mediz. Klinik d. Univ.) Os t e r t a g. F. H. Zschacke, Über die maßanalytische Bestimmung der Flußsäure, insbesondere mit Rücksicht auf die Bestimmung der Flußsäure und Schwefelsäure in Ätzbädern. (Vgl.

C. 1931. I. 1321.) Zur Best. von H2SO,, u. H2F2 in Ätzbädern läßt sich die von Gr e e f

(Ber. Dtsch. ehem. Ges. 46 [1913]. 2511) angegebene Methode folgendermaßen durch­

führen: 10 g Ätzlsg. werden in Pt-Schale gewogen, mit W. verd. u. in einem halb mit W. gefüllten Meßkolben auf 250 ccm aufgefüllt. 25 ccm dieser Lsg. werden mit n/l-NaOH u. Phenolphthalein als Indicator zum Schluß in der Wärme auf Rot titriert (Ä). Nach Abkühlen werden 20 g NaCl u. 5 ccm 20%ig. Rhodankaliumlsg. zugegeben u. mit n/l-FeCl3-Lsg. auf schwach gelb titriert; nach Zugabe von je 10 ccm A. u. Ä. wird weiter FeCl3-Lsg. zugetropft, bis auch nach längerem Schütteln u. Stehen die A.-Ä.- Schioht eine bleibende Rotfärbung aufweist. Die verbrauchten ccm FeClg-Lsg. werden auf ccm NaOH umgerechnct (B). Aus B errechnet sich der Geh. an H2F2, aus A—B der Geh. an H2S04. (Chcm.-Ztg. 55. 246—47. 1/4. 1931. Berlin, T. H. Glastechn.

Labor.) Lo r e n z.

Jan Lukas und Ant. Jilek, Über die gewichtsanalytische Bestimmung von Alu­

minium neben Eisen mit Hilfe von Hydrazincarbonat. (Vgl. C. 1931. I. 1951.) Die Trennung gelingt, wenn die Lsg. der Salze von A1‘" u. Fe in saurem Medium zuerst mit Hydrazinsulfat oder Hydrazinchlorhydrat reduziert u. die Fällung mit Hydrazin­

carbonat wiederholt wird. Die weitere Best. des gefällten Al u. des gel. Fe“ wird in der üblichen Weise ausgeführt. (Chemicke Listy 25. 25—30. 25/1. 1931.) Ma u t n e r.

A . Benedetti-Pichler und Frank Schneider, Gravimetrische Mikroanalyse von Berylliumsilicaten. Die Bestimmung und Trennung von P^O^, Al, Fe, Mg und Be.

Vff. führen mikrogravimetr. Bestst. aus, die als Vorarbeiten für eine Gesamtanalysen­

methode von Berylliumsilicaten gedacht sind. Phosphatbest.: Die Methode von Li e b

(vgl. Pr e g l, Die quantitative organ. Mikroanalyse) wurde etwas modifiziert. Statt

der PREGLschen Filterröhre wurden Mikrobecher u. Filterstab benutzt. Der Nd.

wurde nach dem Waschen mit A. u. Ä . in der von Be n e d e t t i-Pi c h l e r (vgl. G. 1930.

I. 1180) beschriebenen Trockenröhre getrocknet. Der für die Berechnung des Resultats erhaltene Faktor ist etwas höher als bei der Methode von Li e b, aber nicht weniger konstant. Angewandt wurden Mengen von 3,124 bis 5,109 mg KH 2P 0 4. Als Mittel von 4 Bestst. ergab sich, daß der Ammoniumphosphorsäuremolybdat-Nd. 3,367% Po05 enthielt. Al-Best.: Nach der im 0. 1930. I. 1180 beschriebenen Methode wird aus A1K(S04)2- 12 H20-Lsgg. mittels 8-Oxychinolin Al ausgefällt. Drei Bestst. ergaben bei Anwendung von 3,623 bis 4,168 mg Alaun 10,72, 10,77 u. 10,79% A120 3 (theoret.

10,77%). Fe-Best.: Es wird vorgeschlagen, das Fe zusammen mit dem Almittels 8-Oxychinolin zu fällen. In einer gesonderten Probe soll außerdem das Fe volumetr.

10,77%). Fe-Best.: Es wird vorgeschlagen, das Fe zusammen mit dem Almittels 8-Oxychinolin zu fällen. In einer gesonderten Probe soll außerdem das Fe volumetr.