E . E . B a s c h , Bemerkungen zu r H ärte u n d E n th ärtu n g von Wasser. V f. be­

spricht die Vorschläge Hu n d e s h a g e ns (S. 294) im allgem einen zustimmend. Es em pfiehlt sich, an S telle der deutschen Härtegrade die französischen anzugeben, so­

w ohl im H inblick a u f E inheitlichkeit der Darst. der Ergebnisse als auch a u f

Ein-fachheit bei der Berechnung. D ie direkte Best. der Carbonathärte durch T itration m it Vio-m S. nach Wa b t h a- Pf e i f f e e (vergl. Pf e i f f e b, Ztschr. f. angew . Ch. 15.

193; C. 1 9 0 2 . I. 895), die bereitB von Hu n d e s h a g e n (Chem.-Ztg. 18. 505. [1894]) kurz erwähnt worden ist, zeichnet sich durch die Sicherheit und Schnelligkeit ihrer Ausführung vor der indirekten Best. aus. Sind näm lich neben Sulfaten und Car- bonaten auch N itrate vorhanden, so nehmen diese s t e t s an der B. der H ärte teil, da die H N O , in der R eg el nicht an A lkalien, sondern an Erdalkalien gebunden ist, und es wäre som it falsch, nach Best. der gebundenen H ,S O , den R est der H ärte­

bildner als Carbonate zu berechnen. A ls A nhang gib t Vf. einige ihm zugegangene weitere Ausführungen HUNDESHAGENs zur Sache an, denen er ein ige Erwiderungen anschließt. (Ztschr. f. Sffentl. Ch. 1 4 . 1 2 4 - 3 3 . 15/4. [31/3.] Köln.) RÜHLE.

S h e r m a n L e a v i t t u. J . A . L e C lerc, B estim m ung von Phosphor bei der Aschen­

analyse (vgl. S. 1574). W eitere Verss. der Vff. haben ergeben, daß der Phosphor- verlust n ich t, w ie angenom m en w urde, au f eine V erflüchtigung organ. P-V erbb.

zurückzuführen ist, sondern daß der P nur in ein e durch Ammonium m olybdat nicht fällbare Form übergeführt wird. A uch einstündiges K ochen m it H N O , gen ü gt n ic h t, um allen P nachw eisen zu können. Sobald b ei hoher Temperatur verascht worden ist, muß der Phosphorsäuregehalt der Asche nach der NEUMANNschen Methode (D igerieren m it 5— 10 ccm eines G em isches gleich er T eile konz. H aSO , u. HNO,) be­

stim m t werden. (Journ. A m eric. Chem. Soc. 3 0 . 617— 18. April. W ashington.

Bureau o f Chem., Lab. o f V egetable P h ysiological Chem.) Al e x a n d e e. T. G eo r g e T im b y , Trennung von K ieselsäure u n d Tonerde in Eisenerzen. A u f Grund vergleichender U nterss. komm t V f. zu dem R esu ltate, daß die von De a n

(Journ. Am eric. Chem. Soc. 2 8 . 882; 2 9 . 1208; C. 1 9 0 6 . H . 819; 1 9 0 7 . II. 1445) angegebenen V eraschungsm ethoden für die genaue B est. von K ieselsäure u n d Ton­

erde in E isenerzen, nich t allgem ein anwendbar sind, w enn die Sodaschm elzm ethode als N orm alm ethode für die Best. von K ieselsäure angesehen wird. (Journ. Americ.

Chem. Soc. 3 0 . 614—15. A pril. Stevenson, Mass.) Al e x a n d e e. A. Chwala, Z u r W ertbestimmung des B arium peroxyds. D ie W ertbest, des BaOH durch T itration des m it Ferricyankalium entstehenden D oppelsalzes K9B a F ea (CN)ij liefert zu niedrige W erte. V f. erhielt relativ genaue W erte bei der gas- analytischen Best. des bei der Rk. BaO , + 2 K ,F e(C N) 8 = K9B aF es(CN),, -f- 0 , freiwerdenden 0 nach QUINCKE. Zu g u t angenäherten W erten führt auch die direkte Titration des B aO , in sehr schwach salzsaurer L sg. m it KM nO, (Löß, Chem.- Ztg. 3 0 . 1275; C. 1 9 0 7 . I. 587). Eine exakte Best. ist folgende: Man rührt 0,1 g BaOa in einen Erlenm eyerkolben m it eingeschliffenem Stopfen m it 200 ccm W . auf, läßt 100—150 ccm einer titrierten Ferricyankalium lsg. [65,9 g K ,Fe(C N ), im 1] aus einer Bürette zufließen und erwärmt nach A b lau f der ersten lebhaften Rk. langsam unter Schütteln au f dem WaBserbad, dann 1— 2 Min. zum Sieden. D ie etw as ab­

gekühlte L sg. versetzt man m it ca. 5 ccm H C l (D. 1,15) bis zu deren entschiedenem Vorwalten, dann m it einer gesättigten L sg. von 1,3—1,5 g Z n S O ,-7 H aO, schließlich m it 2 —3 g K J-K rystallen , sch ü ttelt und läßt verschlossen bei 4 0 —45° ca. 90 Min.

stehen; dann nim m t man das ausgeschiedene Jod in schw ach saurer L sg. mit Thio- sulfat oder in schw ach alkal. L sg. m it arseniger S. au f und titriert m it 7io'n- J°d - lsg. zurück. — F ür die Praxis ist das rasche Verf. von LÖB vorzuziehen. (Ztschr.

f. angew. C h . 21. 589—92. 27/3. [23/1.] Mailand. Lab. d. Stabilim ento C a b l o E b b a .) Hö h n. J o s e f M a y r h o fe r , B estim m ung der M agnesia in M agnesiten. B ei d e r F ällung nach Po z z i- Es c o t (Ann. Chim. analyt. appl. 7 . 1 2 6 ; C. 1 9 0 2 . 1 . 1175) ist d ie

Kon-X H . 1. 125

das Ammoniumchlorid nicht das A usfallen eines normalen AmmoniummagnesiumpboB- phats. Zur Erzielung einer gleichm äßigen Zus. des letzteren, sow ie zur Verhinderung des E inschließens anderer Salze und des A usfallens basischer F e-S alze eign et sich (N H ,),SO ,. D ie beste Methode zur direkten M g-Best. ist folgende: Man schließt 5 g des staubfeinen Minerals mit K önigsw asser au f, entfernt die SiO, und fü llt zu 1 1 auf; 40 ccm (bei R ohm agnesiten) oder 20 ccm (bei gebrannten Magnesiten) dieser L sg. versetzt man m it 5 ccm konz. H ,S O ,, 100 ccm einer L sg., die im L iter 100 g Citronensäure und 333 ccm A m m oniak (D. 0,91) enth ält, 20 ccm 1 0 % ig . Natrium- phosphatlsg. u. 15 ccm konz. N H „ rührt 5 Minuten ohne Berühren der W andungen, filtriert nach 2-»tdg. Stehen und glüht. (Ztschr. f. angew . Ch. 21. 592—93. 27/3.

[30/1.].) Hö h n.

K in d e r , Über den E in flu ß der das E isen begleitenden fremden Metalle a u f die E isen titration nach C. R einhardt. (Bericht der Chemikerkommission des Vereins deutscher Eisenhüttenleute.) Von den in den Eisenerzen neben dem F e in Betracht kommenden Metallen, die beim L ösen der Erze in H Cl m it in L sg. gehen, üben Cu, A s, Cr, N i, Co, T i u. Pb keinen Einfluß a u f die Titration aus, w ohl aber A n t i m o n , und zwar is t der Mehrverbrauch a n P e r m a n g a n a t der vorhandenen Antim on­

m enge direkt proportional, w enn das Sb als Trichlorid vorhanden ist; befindet es sich als Pentachlorid in L sg., so tritt ein Mehrverbrauch an Perm anganat erst dann eiD, w enn der Überschuß an SnC l, so groß genomm en worden w ar, daß ein T eil des SbCle zu SbCl3 reduziert werden konnte. In den m eisten F ällen braucht indes a u f Sb k ein e R ücksicht genom m en zu w erden, da sein Vorkommen in Eisenerzen sehr beschränkt ist. Ist A r s e n in L sg. vorhanden, so muß die Eisenlsg. vor A us­

führung der Titration m it KCIO, oxydiert werden. B is zu einem G ehalte von 3%

Cr als C h r o m c h lo r i d ist die R eduktion des F eC l, durch SnC l, noch scharf zu erkennen; bei höheren G ehalten an Cr, die zu den Seltenheiten gehören, ist das Verschwinden der G elbfärbung infolge der grünen Farbe des CrCl8 nicht mehr genau zu beobachten. Ist das Cr als C h r o m s ä u r e vorhanden, so muß au f deren vollständige Reduktion durch SnC l, geach tet werden. (Stahl u. E isen 2 8 . 508— 13.

8/4. [23/1.].) Rü h l e.

G. F r e r ic h s , D ie B estim m ung des E isen s im F errum reductum. V f. hat die von den verschiedenen Arzneibüchern für die B e s t des m etallischen F e im Ferrum reductum vorgeschriebenen Methoden — E in w. von H g C l,, Jod oder CuSO, — nachgeprüft u. g efu n d en , daß von den 3 Verff. nur das Kupfersulfatverf. geeign et is t, den G ehalt an m etallischem F e w enigstens m it annähernder G enauigkeit zu bestim m en. D ie gew ichtsanalytische Ausführung dieser M ethode, der Vf. vor der m aßanalytischen den Vorzug gibt, m acht indessen eine doppelte A usfüllung des F e notw endig. N ach A nsicht des Vfs. gen ü gt jedoch die gew ichtsanalytische B est. des G esam teisens vollständig zur W ertbest, des Ferrum reductum. B eh ält man die jetzig e Forderung von 90% m etallischem F e b e i, so würde das Ferrum reductum unter der A nnahm e, daß bis zu 1% säureunlöslicher R ückstand und außer F e nur F e sO, zugegen is t, 96,47% G esam teisen enthalten, da 9% F e , 0 , = 6,4746% F e sind. Mit der B est. des F e kann man eine Best. des in H Cl uni. A nteils, der 1%

n ich t übersteigen so llte, verbinden. (Arch. der Pharm. 2 4 6 . 190—205. 8/4. Bonn.

Chem. Inst. d. U niv.) DüSTEBBEh n.

J. P ie r a e r t s , Nachweis der Lävülose in Gegenwart anderer natürlicher Zucker­

arten. Lävülose reduziert alkal. K upferlsgg. im allgem einen schneller als die übrigen natürlichen Zuckerarten; a u f diese E igenschaft läßt sich ein e Methode zum N

ach-1855

weis der freien Lävulose neben anderen Zuckern, insbesondere auch neben Saccharose, Raffinose und Fructosanen gründen, w as keines der bisher vorgeschlagenen Verff.

m it Sicherheit gestattete. — Zur Unters, wurden 10 Zuckerarten (l-A rabinose, l-X ylose, d-Glucose, d-Mannose, d-Galaktose, Lävulose, Saccharose, Maltose, Lactose, und Kaffinose) herangezogen und deren Verhalten für sich und in Gem engen m it­

einander hei w echselnden Tem peraturen (13—16, 30, 35, 40, 45, 50, 60 u. 70’) und Konzentrationen gegen acht verschiedene alkal. Kupferlsgg. geprüft. Besonderer W ert wurde in den V ergleichsverss. auf die E inhaltung genau derselben B edingungen gelegt. Von den R esultaten sei folgendes angeführt: E ine etwa« modifizierte OST- sche Lsg. (15 g Kupfersulfat, 140 g K ,C 0 3, 100 g KHCOs im Liter) gestattet die Er­

kennung der L ävulose in Ggw. von Pentosen, w enn m an 10 ccm de« R eagenses mit 1 ccm Zuckerlsg. bei Zimmertemperatur l 1/, Stde. stehen läßt oder bei A bw esenheit der Pentosen 1 Stde. auf 35° erwärmt. Ist L ävu loie vorhanden, so bildet sich ein Nd. von C u ,0 . N och besser eign et sich eine K u pferh ydroxydlsg., w elch e man durch Schütteln von 6 g Cu(OH), m it einer 60—70® warmen L sg. von 100 g K aCOs und 50 g KHCOs in etw a 800 ccm W ., Filtrieren und A uffüllen zum L iter erhält.

P entosen greifen dieses R eagens nur sehr langsam an , während L ävulose bereits nach 3 Stdn. in der K älte einen Nd. von Cu20 hervorruft. — K u pfer- Glykokolllsg.

(12 g G lykokoll, 6 g Cu(OH), und 50 g KjCOs im L iter enthaltend) wird nur von freier L ävulose in der K älte binnen 12 Stdn. reduziert; keine einzige andere Zucker­

art ist im stande, unter den angegebenen B edingungen eine R eduktion zu bewirken.

— Zum N achw eis von L ävulose in Handelsprodd. (Honig, Früchten etc.) m it H ilfe der neuen M ethode verfährt man folgenderm aßen: 2 0 —25 g Substanz werden in 150—200 ccm W . gelöst; man fällt die Verunreinungen durch tropfen w eisen Zusatz von B leiessig au s, filtriert, entfernt das B lei durch vorsichtiges H inzufügen einer konz. N a jS 04-L»g. und bestim m t annähernd den G ehalt an reduzierendem Zucker.

Schließlich bringt man die L sg. ungefähr au f einen G ehalt von 5% an reduzierendem Zucker und prüft a u f freie Lävulose in der oben angegebenen W eise (Bull, de l’A ssoc. des Chim. de Sucr. et D ist. 2 5 . 8 3 0 — 48. März. U niversität Löwen.)

Me i s e n h e i m e r. G. D e v in und H . S tr u n k , Über den N achweis des Schalenzusatzes in K a kao­

p räparaten. D ie Unteres, sollten U nterlagen für die K enntnis der Zus. von K akao­

kotyledonen gew in n en , um an der Hand derselben die bisher für den Schalen­

nachw eis gem achten V orschläge nachprüfen zu können. Es wurden deshalb aus den verschiedenen Kakaoproduktionsgebieten charakteristische T yp en von Rohkakao analysiert. Vff. fanden den G ehalt an Rohfaser (nach W e e n d e r ) z u 12,715,94%

in der natürlichen Substanz und 15,53— 18,23% in der fettfreien Trockenmasse.

D ie K otyledonen enthielten 2,90—3,91%, entsprechend 6,83—7,78% in der fettfreien Trockensubstanz. M ittels der Phloroglucinm ethode nach T o r l e n s fanden sich in der natürlichen Substanz für K otyledonen 0,71— 1,96% , für Schalen 4,25— 7,35%, und in der fettfreien Trockensubstanz 1,45—3,96% , bezw . 4,85—8,00% Pentosane.

E in Samoakakao enthielt in den Schalen u. den K otyledonen so w enig Pentosane, daß den daraus bereiteten Präparaten 25% Schalen desselben Ursprungs zugesetzt werden können, ohne daß der gleicho P entosangehalt erreicht w ird, der in den K otyledonen des Caracaskakaos nachgew iesen wurde. D er U nterschied zwischen dem Gehalt der Kakaoschalen und K otyledonen au den nach F b o m h e r z (Ztschr.

f. phyBiol. Ch. 5 0 . 219; C. 1 9 0 7 . I. 643) M etbylfurfurol liefernden B estandteilen ist geringer als der an Furfurol liefernden; deshalb kann der Erm ittlung der Me- thylpentosane ein e besondere Bedeutung für den Schalennacbw eis nicht beigem essen werden. — D agegen ist es m öglich, a u f Grund des Gehaltes an 1. SiOj, d. b. jener

in Soda 1. is t, Schalen- 125*

SiO j, die nach dem Behandeln der A sche m it konz. J

zusätze von 10% sicher zu erkennen. (Veröffentl. aus d. G ebiete d. M ilitärsanitäts- wes. 3 8 . 8 —19. Berlin. Hyg.-chem . Lab. d. Kaiser W ilhelm sakad.) PR08KAUER.

J. B r o w in s k i und S. D o m b r o w s k i, Über eine quantitative Bestim m ung des färbenden G rundbestandteils des H arns (cf. S. 657 u. 1407). D ie angegebene Methode beruht au f der Reduzierbarkeit des Urochroms durch wss. HJ. D iese is t nach 4 6 Stunden beendet. D as ausgescbiedene u. m it CS, extrahierte Jod wird durch T itration m it Natrium hyposulfit bestimm t. 0,1319 g Jod entsprechen 1 g freiem Urochrom. — W enn die Harnsäure m it N H tCl entfernt ist, entspricht die R eduzier­

barkeit des Harns ungefähr der des Urochroms. Es wurde m it dieser Methode fest- geBtellt, daß im 24stündigen normalen Harn 0,37— 0,69 g Urochrom enthalten ist.

D ie U rochrom abscheidung ist abhängig von der Ernährung, klein bei exklusiver M ilchnahrung, größer bei ausschließlicher Fleischkost. A uch bei T yphus abd. steigt der Urochromgehalt des HarnB. (A nzeiger Akad. W iss. Krakau 1 9 0 8 .139—41. [2/3.*]

1908. Duopol, biologisch-chem . Lab. d. med. F akultät d. U niv.) Ab d e r h a l d e n.

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