• Nie Znaleziono Wyników

A. Bratasano und C. Manzini, Untersuchung über die Kuhmilch mittels Neutrali

XVII. Fette; Wachse; Seifen; Waschmittel

Karl Braun, Forschungsergebnisse der Fett-, Öl- und Seifenindustrie 1930. (Vgl, C. 1930. I. 2183.) (Dtsch. Parfümerieztg. 17. 47— 49. 73—74. 10/2. 1931.) Sc h ö n f.

E. I. Better, Uber Ausbeutedifferenzen in der Ölmühlenpraxis. Differenzen in der Ölausbeute des Betriebes beim Pressen in 2 Stufen u. der nach der Ä.-Extraktions­

methode berechneten werden auf Änderung der Löslichkeit der Phosphatide zurück­

geführt. (Chem. Umschau Fette, Öle, Wachse, Harze 38. 33—34. 11/2. 1931.) ScHÖNF.

Alph. Sieger und H. W. S c h e iîe is, Intramolekulare Umlagerungen bei Hydrierung von Estern einfach ungesättigter Fettsäuren. Es wurde der Geh. an festen Fettsäuren von partiell hydrierten Estern der Ölsäure, Elaidinsäure u. Ölsäure-Linolsäuregemischen bestimmt, zwecks Unters, der bei der Hydrierung stattfindenden Umsetzung der 9-Ölsäure zur Elaidinsäure u. der Isomérisation der 9-Ölsäurc zu Isoölsäuren unter Versetzung der Äthylenbindung. Die Best. der festen Fettsäuren erfolgte nach T w i t 7 CHELL. Untersucht wurde der Einfluß der Temp. u.- der Katalysatormenge (Ni-Kiesel- gur, Pd) auf die Hydrierung von Olivenöl u. der Äthylester der fl. Fettsäuren des Oliven­

öles. — H y d r i e r u n g v o n 01 i v e n ö l : Bald nach beginnender Hydrierung werden viel feste Fettsäuren gebildet. Hydrierung bei höherer Temp. ergibt mehr ungesätt. feste Fettsäuren; der Geh. an festen ungesätt. Fettsäuren erreicht bei allen Tempp. zwischen JZ. 50—60 ein Maximum. Je höher die Hydrierungstemp., desto schneller verschwindet die Linolsäure, die primär in eine einfach ungesätt. Fettsäure verwandelt wird. — Der Einfluß der Katalysatormenge auf den Hydrierungsverlauf von Olivenöl bei 120° ist gering; bei 180° entstehen bei Anwendung größerer Katalysator­

mengen etwas mehr ungesätt. feste Fettsäuren. *— Aus Verss. mit den Äthylestern der fl. Olivenölfettsäuren folgt, daß Pd mehr ungesätt. feste Fettsäuren bildet als N i.

Bei Hydrierung von Äthylestern werden mehr ungesätt. feste Fettsäuren gebildet, als bei Hydrierung der entsprechenden Glyceride. — H y d r i e r u n g v o n G e ­ m i s c h e n v o n Ö l s ä u r e - u. L i n o l s ä u r e ä t h y l e s t e r : Es wird keine nennenswerte Menge gesätt. Fettsäuren gebildet, solange noch größere Mengen Linol­

säure vorhanden sind. Stearinsäure bildet sich erst nach Herabsinken des Linolsäuregeh.

auf ca. 10%. Es ist wahrscheinlich, daß Linolsäure primär zur fl. einfach ungesätt.

Säure reduziert wird, die sich dann in das feste Isomere verwandelt. — H y d r i e ­ r u n g d e r Ä t h y l - , G l y k o l - , G l y c e r i n - u. E r y t h r i t e s t e r v o n 9, 1 0 - Ö l s ä u r e u. v o n 9, 1 0 - E l a i d i n s ä u r e ä t h y l - u. - g l y c e r i n - e s t e r . Zwischen dem Äthyloleat u. den Ölsäureestern mehrwertiger Alkohole besteht der Unterschied, daß ersterer bei der Hydrierung mehr feste^ ungesätt. Fettsäuren bildet. Bei der Hydrierung von Elaidinsäureestern entstehen umgekehrt fl. Fettsäuren, u. zwar wiederum mehr aus dem Äthylester. Während die festen ungesätt. Fettsäuren der Hydrierung von Oleaten bei einer JZ. ± 2 0 verschwinden, bleiben die fl. Säuren der Elaidinsäurehydrierung längere Zeit in gleichem Prozentsatz bestehen. (Chem. Um ­ schau Fette, Öle, Wachse, Harze 38. 45— 53. 26/2. 1931.) Sc h ö n f e l d.

Sergius Iwanow, Zur Erkenntnis der Pflanzenöle der U .d .S .S .R . V lI. Komjiositen- öle. (VI. vgl. C. 1931. I. 1988.) Unters, der Eigg. der ö le aus den Samen der Com- positae. Öl aus: Cirsium arvense (L.) scop., JZ. 71,0 (I = Ölgeli. der Samen: 21,9%).

Solidago virga aurea L ., I = 14,4%; VZ. 189— 191; JZ. 110— 119. Carduus nutans L., I = 41— 44%; D.1S15 0,9242; E. — 13°; n D25 = 1,477; JZ. 119. M adia saliva M ol., 1. (Poltawa): JZ. 117— 134; 2. (Zentralafrika): JZ. 81,5. Madia corymbosa, I = 30,7%;

np20 = 1,47 46;JZ. 129,1. Taraxacumofficiralis, Knaut (Moskau), I = 19,9%; VZ. 193,1 bis 194,7; JZ. 121,6. Leucanthemum vulgare Lam. JZ. 121— 124,6. Centaurea sp., JZ . 127,1. Helianthus annuus L ., I = 36—56%; D.15I5 0,929; E. — 16 bis — 18°;

nD'10 = 1,468; VZ. 186— 199; JZ. 118— 144. Helianthus Maximilianexis, JZ. 131.

XanthiumStrumarium L ., JZ. 131,6. Echinops ritro, I — 27,5%; D.1515 0,930; VZ.189,2 bis 196; JZ. 138— 141,1; stark trocknend. Carthamus tinctorius L ., JZ. (Taschkent) 124,2; (Zentralafrika) 115,1. Carthamus oxyacantha, JZ. 135. — Samen der Stech­

pflanze Kangal, I = 30,45%, VZ. 177,05, JZ. 114,68. — Öl von Onopordon acantum (Turkestan), I = 15,86— 17,01%; VZ. 183,97— 184,90;. JZ. 136,28— 136,74. (Chem. Um ­ schau Fette, Öle, Wachse, Harze 38. 53— 55. 26/2. 1931.) SCHÖNFELD.

3 3 0 6 H x n n . Fa s e r- u. Sp i n n s t o f f e; Pa p i e r u s w. 1 9 3 1 . I L. Margaillan, Öl von Whrightia cmnamensis Dubard-Eberhardt, ein an Ricinusöl erinnerndes Öl. Die aus Tonkin stammenden Samen von Wrightia annamensis enthalten '36,1% eines Öles, das große Ähnlichkeit m it Ricinusöl zeigt. Das grünlichrote Öl ist in jedem Verhältnis 1. in A.; D.20 0,966; Viscosität 20°: 220 = 6,76; nn20 = 1,480; Ent­

flammungspunkt 320°; Verbrennungswärme 8720 cal; VZ. 184; .Ölsäure 2,7%; JZ.

( Hü b l) 85; AZ. 127; Unverseifbares 1%; kein Trockenvermögen. Die Ähnlichkeit des acetylierten Öles mit acetyliertem Ricinusöl ist eine absolute. Beim Sch wofein verhält es sich genau wie Ricinusöl, gibt m it SCla einen Faktis gleicher Art. Jedoch ist das Öl von Wrightia leichter 1. in PAo. als Ricinusöl. Hauptbestandteil des Öles ist eine Oxyölsäure, wahrscheinlich ident, mit Ricinolsäure. Durch fraktionierte Krystallisation der Ba-Salze u. der Säuren in der Kälte wurde Ggw. einer Oxylinolsäure nachgewiesen. (Oompt. rend. Acad. Sciences 1 9 2 .373— 74.9/2.1931. Marseille.) Sc h ö n f.

W. H. Simmons, Toiletteseifenfabrikation. Fortschrittsbericht. (Manufacturing Chemist 2. 95—99. 107. April 1931.) Sc h ö n f e l d.

Albert H. Grimshaw, Textilseifen: Kurze Beschreibung ihrer Herstellung. (Vgl.

C. 1931. I. 1852.) Vf. beschreibt die Herst. von Textilseifen nach dem k., dem halb­

heißen u. dem Kochverf. Bei dem ersten wird das 38° w. ö l m it k. Lauge gemischt, 3 Stdn. durchgcarbeitet, in einem Rahmen zum Absitzen gebracht u. in Formen ge­

schnitten. Bei dem halbheißen Verf. wird die Temp. auf 60—90° gebracht. Am ge­

bräuchlichsten ist der Kochprozeß. Man erzeugt danach harte Seifen ohne Glycerin, solche m it Glycerin u. Kalischmierseifen. Vf. schildert dann im einzelnen Verff. u.

Apparaturen der Seifengroßfabrikation. Als gutes Rezept für eine Textilseife nennt Vf.

700 engl. Pfund Talg, 75 Pfund Palmöl u. 185 Pfund Ätznatron. (Canadian Textile Journ. 48. Nr. 12. 23—24. 19/3. 1931.) Fr i e d e m a n n.

— , Die Wasseraufnahmefähigkeit tierischer Fette, insbesondere des Wollfettes. Be­

sprechung der Unterss. von Li f s c hÜTZ. (Ölmarkt 12. 385—87. 394—96. 16/12.

1930.) Sc h ö n f e l d.

K. P. Kardaschew, Über einheitliche Methoden fü r die Analyse vcm ölen und Fetten. Vorschläge für einheitliche Unters.-Methoden, die teilweise von den „Einheits­

methoden“ der Wizöff übernommen worden sind. (Ber. Zentral. Wissenschi. For­

schungsinst. Nahrungs-, Genußmittelind, [russ.: Iswestija zentralnogo nautschno- issledowatelskogo Instituta pischtschewoi i wkussowoi Promyschlennosti] Serie 1.

Nr. 1. 1— 68. 1 9 3 0 . ) ____________________Sc h ö n f e l d.

Stanley Hiller, Oakland, V. St. A., Gewinnung von Fetten und Ölen aus Fischen, Fischabfällen u. dgl. Man behandelt die betr. festen Stoffe kontinuierlich unter hohem Dampfdruck, um die Öle u. Fette in ihnen zum Schmelzen oder Lösen zu bringen, worauf das Prod. im Vakuum bis zu einem Feuchtigkeitsgeh. von unter 20% entwässert wird. Die in Freiheit gesetzten Fette und Öle werden abgezogen u. die Fett- u. Ölreste aus dem Rückstand ausgepreßt. (A. P. 1 7 8 9 751 vom 26/5. 1925, ausg. 20/1.

1931.) Sc h ü t z.

XVHI. Faser- und Spinnstoffe; Papier; Cellulose;

Kunststoffe.

R. Burgess und E. J. Poole, Beobachtungen über die. Empfindlichkeit tierischer Fasern gegen Beschädigung durch die Larve von zwei Arten von Kleidermotten, Tineola biseniella Hummel und Tinea pellionella L. Auf Grund eingehender Unterss. kommen Vff. zu folgenden Schlüssen: Baumwolle und Seide werden von den erwähnten Motten­

arten nicht angegriffen; die verschiedenen Wollsorten sind sehr empfindlich, entfettete Schafwolle mehr als rohe; vegetabile Öle schützen die Wolle erheblich, aber nicht völlig, dasselbe gilt für Fettsäuren. ,,Eulan“, „Larvex“ u. Paradichlorbenzol gewähren völligen Schutz. (Journ. Textile Inst. 22. Transact. 141— 57. März 1931.) Fr i e d e. Ryugo Inouye, Hisashi Yamazaki, Teitoku Miwa, Koshi Sakamoto und Sato Yamakoshi, Weitere Untersuchungen über die Fluorescenzfarben von Kokons des veredelten Seidenwurmes in Beziehung zu den verschiedenen Methoden der Zucht und Pflege. (Vgl. C. 1930. II. 1303.) Vff. finden, daß die Aufzucht der Seidenraupen bei Feuchtigkeiten bis zu 75% die Fluorescenz der Kokons vor der Quarzlampe nicht beeinflußt, daß dies aber bei 85% eintritt. Weiterhin untersuchen Vff. auch den Ein­

fluß der Temp. u. der Fütterung. (Bull. Sericulture and Silk-Industry, Japan 3- 3— 4.

1930. Sep.) ■" Fr i e d e m a n n.

1931. I. H xniI. Fa s e r- u. Sp i n n s t o f f e; Pa p i e r u s w. 33 0 7 Foster Dee Snell und Cyril S. Kimball, Das Einweichen der Seide. (S ilk Journ.

Rayon World 7. Nr. 82. 29—30. 20/3. 1931. — C. 1931. I. 2284.) Sü v e r n. Hermann Wenzl, Über Zellstoffbleiche. Im Anschluß an reaktionskinet. Be­

trachtungen über die Vorgänge in Hypochlorit-iJJeic/ibädern werden die Vorteile der Maschinenbleiche des Zellstoffs in kontinuierlichem Arbeitsgang in Bahnform nach I. G . Fa r b e n i n d u s t r i e Ak t.-Ge s. u. We n z e l u. der „stabilisierten Bleiche“ be­

handelt. Verss. an Sulfitzellstoff ergeben bei der üblichen Bleiche zeitlich fortschreitende Zunahme der Acidität u. damit parallelen Anstieg der Kupferzahl; bei der mit stabili­

sierter Acidität u. gleichwertiger katalyt. Beschleunigung unter sonst gleichen Be­

dingungen durchgeführten Bleiche bleibt die Acidität während des ganzen Prozesses im alkal. Gebiet, u. die Kupferzahl nimmt mit fortschreitender Bleiche stetig ab. Ähn­

liche Ergebnisse-bei bleichfähigem Natronzellstoff; bei der üblichen Bleiche charakte­

rist. linearer Anstieg der Viscosität u. der Kupferzahl. Tabellen über die Bilanz bei' beiden Arten der Bleiche, ausgedrüekt durch die erhaltenen Konstanten dès gebleichten Zellstoffs, die Mahlungsdauer u. den erzielten Weichgeh., sowie Diagramme über den Verlauf der Mahlungskurven während des Bleichprozesses für verschiedene Mahlgrade im Original. (Papierfabrikant 29. Nr. 4. Verein d. Zellstoff- u. Papier-Chemiker u.

-Ingenieure 49—55. 25/1. 1931. Gretesch.) Kr ü g e r. . J. H. Ross und C. R. Mitchell, Studien über das Natronverfaliren. III. Einwirkung von Allcalilösungen auf Sulfitstoff. (II. vgl. C. 1930. II. 1799.) Gebleichter Sulfit-- Zellstoff wurde im Kugelkocher 3 Stdn. bei Tempp. von 150— 180° m it Laugen von 1—7% NaOH behandelt; es zeigte sich, daß unter 160° die Alkalikonz, wenig an Aus­

beute u. Eigg. des erhaltenen Stoffes änderte, daß aber oberhalb dieser Tempp. die Einw. sehr von der Stärke der Lauge abhing. Jeder Temp. entspricht eine optimale Laugenkonz. Die Viscosität fällt mit der Intensität der Einw. der Kochlauge. Für die Verfilzungsfähigkeit gibt es ebenfalls optimale Laugenkonzz., die je nach der Koch- temp. verschieden sind. (Pulp Paper Magazine Canada 31. 402— 14. 19/3. 1931.) F r .

— , Nitrierung der Baumwolle oder des Baumwollpapiers ? Die früheren Vorteile der Bearbeitung von Baumwollpapier zur Nitrierung im Verhältnis zu Baumwolle sind heute durch die bessere Vorbereitung der Baumwolle u. die Vereinfachung des' Nitrierprozesses aufgehoben. Die Vorteile der Baumwolle berechtigen unzweifelhaft deren Vorzug gegenüber der Verwendung von Papier. (Rev. gén. Matières plast.

7. 145— 49. März 1931. KÖNIG.

— , Ersatzstoffe fü r Nitrierbaumwolle. Bericht über Nitrierverss. mit Cellulosen aus Fichtenholz, Hanf- u. Leinstroh. (Industria chimica 5. 1010—14. Aug. 1930.) G ri.

A. J. Hall, Die Wirkung von Hypobromiten auf Baumwolle und ihre Anwendung bei der Prüfung von Baumwolle. Best. der Zeit, innerhalb derer Hypochlorithgg. von verschiedenem pn in Berührung mit Baumwolle die Hälfte ihres akt. Cl verlieren, ergibt,- daß Hypochlorit bei pH = 7 am aktivsten ist. Neutrale Hypobromitlsgg. sind in Be­

rührung m it Baumwolle sehr unbeständig, eine an NaOH VlO -n. Hypobromitlsg. ist dagegen zur Oxydation von Baumwolle unter standardisierten Bedingungen sehr ge- eignet. Die Prüfung der Rk.-Fähigkeit mittels Hypobromit ist leichter reproduzierbar auszuführen als die Best. der Hydrolysierzahl nach Sc h w a l b e. 2,5 g lufttrockene.

Baumwolle werden mit 100 ccm Hypobromitlsg. in einer 200-cem-Stöpselflasche 1 Stde.

bei 25° im Thermostaten unter gelegentlichem Schütteln behandelt, durch eine Sieb­

platte abfiltriert, der Rückstand m it W., verd. H20 2-Lsg., W., Vio-n - H 2S 0 4 u. W. ge­

waschen, so trocken als möglich abgepreßt u., ohne zu trocknen, die Cu-Zalil der oxy­

dierten Baumwolle bestimmt. Zur Herst. der Hypobromitlsg. wird in einem Kolben mit Marken bei 1000 u. 1100 ccm 220 ccm Bromatbromidlsg. (14,4 g K B r03 u. 60 g KBr im 1) rasch m it 220 ccm 2-n. H2S 0 4 versetzt, über Nacht stehen lassen, 275 ccm 2-n..

NaOH unter Kühlung zugesetzt u. auf 1100 ccm aufgefüllt; Hypobromitgeh. durch- Titration von 20 ccm mit l/10-n. Na-Arsenitlsg. in Ggw. von-1—2 g NaHCOa u. Jod­

stärkepapier als äußerem Indicator bestimmen; zur Best. des Alkaligeh. 20 ccm mit 2 ccm neutraler 10-vol.-%ig. H20 2-Lsg. versetzen u. mit 1/ 10-n. H2S 0 4 in Ggw. von Methylrot titrieren; danach durch Verdünnung m it W. den Hypobromit- u. Alkaligeh.

auf Vio_n- einstellen. Veränderung des Hypobromitfaktors um 0,1 verursacht einen Unterschied von ca. 0,1 in der Cu-Zahl; eine Veränderung des Faktors der Alkalikonz, zwischen 0,9 u. 1,10 ist zulässig. Bei verschiedenen Tempp. (15—25°) wird dasselbe Maximum der Cu-Zahl erreicht, bei den niedrigen Tempp. jedoch in längerer Zeit. Eine größere Zahl gebrauchter ü. gebleichter Baumwollen gab nach der Hypobromitbehand- lung eine Cu-Zahl von durchschnittlich ca. 1,5, mercerisierte-Cellulose > 1 ,5 .

Das-33 0 8 H XTm. Fa s e r- u. Sp i n n s t o f f e; Pa p i e r u s w. 1931. I.

,,Rk.-Fähigkeitsverhältnis“ einer Cellulose ist also c/1,5 (c = Kupferzahl nach der Oxydation), für gewöhnliche mercerisierte Cellulose ~ 1 ,8 . Die Erhöhung des Rk.- Fäiiigkeitsverhältnisses durch Behandlung m it starker H 2S 0 4 bei verschiedener Temp.

u. Säurekonz, wird untersucht. Nach der H 2SOr Beliandlung hat die Baumwolle eine starke Affinität für direkte Farbstoffe. Unter Spannung mercerisierte Baumwolle hat ein niedrigeres Rk.-Fähigkeitsverhältnis als nicht unter Spannung mercerisierte, m it KOH mercerisierte ein niedrigeres als m it äquinormaler NaOH mercerisierte. Die Hypobromitoxydation geschädigter Baumwolle verändert diese in dem Sinne, daß ihre Cu-Zahlen fast gleich werden. (Amer. Dyestuff Reporter 19. 787— 90. 823—24. 22/12.

1930.) __________________ Kr ü g e r.

Brown Co., übert. von: George A. Richter und Milton 0 . Schur, Berlin, New Hampshire, Herstellung von Papierstoff aus Holz m it großem Harzgeh. durch Verkochen m it einer alkal. Fl. in Ggw. einer seifenbildenden Substanz unter Druck bei erhöhter Temp. Dabei muß genügend Ätznatron in der Kochfl. vorhanden sein, um die Harze zu verseifen u. die Fasern davon zu befreien. Als seifenbildende Zusätze dienen z . B . Fcttsäureglyceride, wie Palmöl, Cocosnußöl, Erdnußöl oder andere Öle u. Fette. (A. P. 1790 838 vom 27/6. 1927, ausg. 3/2. 193L) M . F. Mü l l e r.

Mathieson Alkali Works, Inc., New York, übert. von: Donald K. Pattillo, Fulton, N. Y., Verfahren zum Mahlen von Papierstoff. Zu Beginn des Mahlens wird der Papierstoff mit Cl2 behandelt, um die Mikroorganismen abzutöten, u. dann in üblicher Weise ■ geholländert u. zu Papier verarbeitet. (A. P. 17 9 7 789 vom 12/1.

1928, ausg. 24/3. 1931.) M. F. Mü l l e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Waschbare Tapete o. dgl.

Die Tapete wird im Flach-, Hoch- oder Tiefdruck m it lackähnlichen Farben bedruckt, die Ester des Vinylalkohols m it organ. Säuren enthalten. Eine solche Druckfarbe wird z. B. folgendermaßen, •hergestellt: 15 Teile Vinylacetat- werden in 20 Teilen Athylenglykohnonoacetat u. 10 Teilen A. gel., worauf 40 Teile Schwerspat, 13 Teile Zinkweiß u. 2 Teile Preußisch Blau in die Lsg. gerührt werden. (E. P. 344113 vom

24/12. 1'929, ausg. 26/3. 1931.) GrÖTE.

Viktor Bausch, Berlin, und F elix Schoeller & Bausch, Neu-Kaliß, Meeklbg.- Schwerin, Verfahren zur Herstellung biegsamer, durchsichtiger Folien durch fortlaufende Tränkung von Papier- oder Gewebebahnen unter Druck, dad. gek., daß das'Rohpapier Oder Gewebe von einer in dem Druckbehälter gelagerten Rolle o. dgl. abgewickelt, innerhalb deä Druckbehälters getränkt u. durch eine schmale Austrittsvorr. (z. B.

einen Schlitz) herausgeführt wird, durch die ein Überschuß des Tränkungsmittels m it austritt, — oder daß das Rohpapier oder Gewebe von einer außerhalb des ■Druck­

behälters gelagerten Rolle oder dgl. abgewickelt, durch eine schmale Eintrittsvorr., aus der ein Teil des im Druckbehälter befindlichen Tränkungsmittels austritt, in den Druckbehälter hiueingeführt, innerhalb des Behälters getränkt u. durch eine schmale' Austrittsvorr. zusammen m it einem Überschuß des Tränkungsmittels herausgeführt wird. An Hand mehrerer Abb. ist die App. beschrieben. (D. R. P. 521765 K l. 55f vom 23/7. 1927, ausg. 25/3. 1931.) M. F. Mü l l e r.

W ilhelm Pedersen, Roskilde, Wasserdichte Pappe. Zu der fertigen M. gibt man, bevor sie die Papier- oder Pappenmaschine passiert, geeignete Mengen von Harzen, Chromalaun u. A12(S 0 1)3 nebst den erforderlichen Farbstoffen; die M. bleibt unter Üiurühren längere Zeit stehen u. wird dann weiter verarbeitet. (Dän. P. 38 659 vom

11/7. 1927, ausg. 10/4. 1928.) Dr e w s.

Bradley-Mc Keefe Corp., New York, übert. von: Linn Bradley, Montclair, N . J., und Edwards P. Mc Keefe, Plattsburg, N. J., Aufarbeitung von Sulfitzellstoff- ablaugen, von einem Kocliverf., bei dem die Kochfl. mehr NaOH als N a2S enthält u.

dabei frei von wesentlichen Mengen N a2S 0 3 ist, u. von einem Kochverf., bei dem die Kochfl. wesentlich mehr N a2S 0 3 enthält als Na2S zugegen ist u. dabei weniger NaOH als Na2S vorhanden ist. Die beiden Kochfll. der verschiedenen Kochart werden ver­

einigt u. eingekocht. Das Konzentrat wird dann in einer reduzierenden Atmosphäre abgebrannt. Die Asche enthält hauptsächlich N a2C 03 u. verhältnismäßig viel Na2S u. dient wieder zur Herst. von Kochfl. Das Konzentrat wird evtl. vor dem Abbrennen m it Verbrennungsgasen in Berührung gebracht, um es m it S-Verbb. anzureichern.

Die in den Restgasen enthaltenen S-Verbb. werden zu S 0 2 oxydiert, das von den Ab­

laugen absorbiert würd. (A. P. 1797 678 vom 2/9. 1926, ausg. 24/3. 1931.) M. F. M.,

1933. I. H x m . Fa s e r- u. Sp i n n s t o f f e; Pa p i e r u s w. 3309 John S. Bates, Bathurst, Canada, Aufarbeitung von Kraftzellsioffablaugen- unter gleichzeitiger Gewinnung eines Kalkschlammes von hoher Reinheit. Nach dem Ab- sitzenlassen der Ablauge wird die obere klare Schicht kaustifiziert. Dabei wird wieder eine klare Fl. u. ein fast weißer Kalknd. erhalten. Der beim Absitzen der Ablaugen er­

haltene Bodensatz wird in üblicher Weise zwecks Gewinnung der Alkalisalze auf- geärbeitet. Mehrere ausführliche Beispiele- u. eine schemat. Zeichnung erläutern den Verlauf des Verf. (A. P. 1 691 511 vom 2/3. 1925, ausg. 13/11. 1928.) M. F. MÜLLER.

Cornstalk Products Co., Inc., New York, übert. von: Elton Richmond Darling, Danvillc, IU., Aufarbeitung der alkalischen Kochlaugen von Maisstengeln, Stroh, Flachs u.

dgl. zwecks Gewinnung der darin enthaltenen Pentosane etc. Die Kochlaugen werden bei Tempp. oberhalb 300° einer Crackdest. unterworfen. D ie Rückstände haben einen hohen Pentosan- u. geringen Ligningeh. Die Pentosane werden evtl. durch Ansäuern vorher zum Teil ausgefällt. (E. P. 341861 vom 14/10. 1929, ausg. 19/2. 1931. A. Prior.

13/12. 1928.) M. F. Mü l l e r.

Peebles Processes, Inc., San Francisco, Calif., übert. von: David D. Peebles, Eureka, Calif., Verfahren zur Wiedergewinnung der Chemikalien aus Zellstoffablaugen durch Konz, der Wässer, Schmelzen u. Abbrennen des Konzentrats unter Ausnutzung der Verbrennungswärme zum Konzentrieren. Eine Abb. erläutert eine Einrichtung zur Durchführung des Verf. (A. P. 1 7 9 7 585 vom 28/7. 1926, ausg. 24/3.1931.) M.F.M.

Edge Moor Iron Co., Edge Moor, N . J., übert. von: Fernando Falla, Millburn Township, N . J., Verbrennungsofen fü r eingedickie Zellstoffablaugen. D ie Verbrennungs­

gase werden zum Beheizen eines Dampfkessels benützt u. die anorgan. Aschenrück­

stände, bestehend aus Na2C 03, N a2S u. N a2S 0 4 werden zur Herst. frischer Kochlaugen benutzt. Mehrere Zeichnungen erläutern die App. u. ihre Wirkungsweise. (A. P.

1 7 9 4 0 0 6 v o m .24/9. 1929, ausg. 24/2. 1931.) M . F. Mü l l e r. . Tubize A rtificial Silk Co. of America, Delaware, übert. von: Emile Bind- schedler, Landsdöwne, und George Juer, Hopewell, Kunstseide. Das Spinnen der Fäden aus einem in A. gel. Nitrocellulosehydrat erfolgt in Bädern, die aus Lsgg.

neutraler Salze, wie CaCl2 u. MgCl2, in verd. A. bestehen. (A. P. 1 5 8 4 0 0 5 vom 1/7.

1924, ausg. 11/5. 1926.) Dr e w s.

Fabriek van Chemische Producten und A. ter Horst, Holland, Herstellung von Celluloseformiatfür die Kunstseidebereitung. (E. P. 260 650 vom 30/6. 1925, ausg.

2/12. 1926. — C. 1928. I. 1600 [A. P. 1 656 119].) M . F . Mü l l e r. Eugen Brill, Berlin, Kunstseidespinndüsen aus Porzellan. Das zu verwendende Porzellan enthält seltene Erden, z. B . des Berylliums oder Zirkoniujns. Die Düsen werden in einem Stück gefertigt u. m it einer dichten Glasur innen, außen u. in den Kanälen versehen. (E. P. 314 381 vom 18/6. 1929, ausg. 21/8. 1929. D . Prior. 26/6.

1928.) En g e r o f f.

Arthur Arent Laboratories, Inc., übert. von: Arthur Arent, £>es Moines, Iowa, Herstellung eines feuerfesten Überzugsmittels, insbesondere für Filme, aus einem säure­

bildenden Metallsalz, z. B. SbCl3, einer säurebindenden organ. Verb., z. B. Harnstoff, ü. einem nicht wss. Lösungsm., das die beiden Substanzen zu lösen vermag, z. B . Äthyl­

acetat. Der Film erleidet durch den Überzug keinerlei Beeinträchtigung hinsichtlich seiner Klarheit u. Biegsamkeit. (A. P. 1 7 9 2 457 vom 8/7. 1926, ausg. 10/2.

1931.) M . F. Mü l l e r.

Pacific Lumber Co., Chicago, 111., übert. von: Elton R. Darling, Danville, Hl., Herstellung von Pappen, Vulkanfiber, Wandbekhidungsmaterial aus Borke von Riesen­

tannen (Mammutbaum) der Gattung Sequoia durch Vermahlen in Ggw. von W., Ab­

lassen des W. u. Verkochen des Fasermaterials m it einer 0,5%ig. Al2(S 0 4)3-Lsg. Der gewaschene Stoff wird geleimt u. zu Pappe etc, verarbeitet. Das Prod. enthält das gesamte Tannin, welches das Fertigmaterial feuerfest u. wasserfest macht u. gegen holzzerstörende Insekten schützt. (A. P. 1 7 9 7 901 vom 22/6. 1929, ausg. 24/3.

1931.) M . F. Mü l l e r.

W. W. Maxorow und P. A. Florenski, U . S. S. R . , Herstellung plastischer Massen. Man vermischt Bitumen oder Pech in Pulverform mit Ledermehl, Ammoniak u. Quark oder Albumin oder Stärke, preßt unter Druck u. trocknet. (Russ. P. 12 363

vom 26/4. 1928, ausg. 31/12. 1929.) Ri c h t e r.

Willy Hoffmann, Sisal und andere Agaven. Die Kultur d. Agaven u. d. Fourcroyas unter' bes. Berücks. d. Ägave sisalanaP . . . Hamburg: Thaden 1931. (60 S.) 8°. = Die Tropen­

reihe. Nr. 34. M. 4.—.

Sonderausg. von: Neues Handbuch d. trop. Agrikultur. I, 37.

33 1 0 H XIX. Br e n n s t o f f e; Te e b d e s t il l a t i o n u s w. 1931. I.