• Nie Znaleziono Wyników

H. Angewandte Chemie

VI. Glas; Keram ik; Zement; Baustoffe

Paul Nicolardot, Veränderung optischer Gläser. Vf. bespricht an Hand der ein­

schlägigen Literatur, welcher A rt die Veränderungen sind, die opt. Gläser erleiden können u. wie man ihre Widerstandsfähigkeit gegen die verändernden Einflüsse prüfen kann. (R ev. g6n. Colloides 5. 445—49.) Go t t f r i e d.

G. Agde und H. F. Krause, Untersuchungen über das Verhalten von Fluorid­

zusätzen zu Gläsern und Emails. I. M itt. Zur K lärung der Frage des Mechanismus der Fluoridtrübung von Emails u. Gläsern wurden selbst hergestellte Schmelzen krystallograph. untersucht. Als Trübungsmittel wurde hauptsächlich NaF, zum Teil auch K ryolith, Calciumfluorid u. Alum inium fluorid den Schmelzen zugesetzt.

Ein Teil der Schmelzen wurde in kleinen Mengen in einem elektr. Ofen, ein anderer Teil in größeren Mengen in einem Gasofen hergestellt. V on den Proben wurden Dünn­

schliffe gemacht u. diese untersucht. Bei sämtlichen Schliffen war unverkennbar, daß die Trübung bew irkt wurde durch die Ausscheidung e i n e r im festen Aggregat­

zustande befindlichen Substanz. Gleichmäßig verteilte kleine Blasen, wie sie auf- treten m üßten bei Herleitung der Trübung durch eingeschlossene Gase, konnten an keiner Stelle beobachtet werden. Der F orm nach können diese Ausscheidungen als Globulite bezeichnet werden. Alle Ausscheidungen waren opt. isotrop u. zeigten haupt­

sächlich W ürfelflächen, vereinzelt auch Octaederfläehen. Ihre Brecliungsindices waren sämtlich gleich, u. zwar kleiner als die der Grundgläser. Eine Ausnahme hiervon bestand nur bei den Schmelzen, denen CaF2 zugesetzt w ar; diese Gläser enthielten außer den als N a F erkannten K rystallen u. Globuliten auch Ausscheidungen, deren Habitus u. Brechungsindex auf CaF2 schließen ließen, was durch röntgenograph.

Unters, bestätigt wurde. — Ferner zeigte die mkr. Unters., daß sich das Fluorid­

trübungsm ittel bei schneller Abkühlung durchweg sehr fein verteilt abscheidet, ohne in diesem Zustande bestimmte äußere Umrisse zu zeigen. (Ztsclir. angew. Chem.

40. 525— 33.) G o t t f r i e d .

A . Salmony, Herstellung der Glühlampenkolben au f rein maschinellem Wege. Be­

schreibung der bei der Osram-Gesellschaft aufgestellten Westlake-Glasblasemaschinc.

(Chem.-Ztg. 51. 389— 91. Berlin.) Ju n g.

Arnaldo Mauri, Jodymetrische Messung der Acidität und Alkalität von Gläsern mit H ilfe des Luersschen Chinhydronpotentiometers. (Vgl. Giorn. Chim. ind. appl. 9. 129;

C. 1927. I. 3020.) Es wird die pn verschiedener Gläser mit dest. W . in der Kälte u.

nach 1 Stde. b ei 134° m it H ilfe des L ü E R Sseh en Chinhydronpotentiometers gemessen.

D ie relativen Ergebnisse sind dieselben wie in der früheren M itt. Phiolengläser für Einspritzungen unter die H aut sind zurückzmveisen, wenn pn nach der SÖRENSEN- schen M ethode g 5 ist. (Giorn. Chim. ind. appl. 9. 168-— 69. Venedig, Scuola di

Chim. Ind. Vetraria.) Kr ü g e r.

Friedrich Wecke, Verminderung des Wassergehaltes von Portlandzementschlamm durch Filtrieren. (Tonind.-Ztg. 51. 667.1 Sa l m a n g.

F. Killig, Umschläger und wasserlösliche Kalisalze im Zement. IV . (III. vgl.

Zement 16. 1; C. 1927- I- 1204.) Der Sulfidgehalt der Zemente ist seit 1907 von 0,61 auf 0,17°/o gefallen. K 2S wirkt auf die Abbindung u. die Festigkeit immer ungünstig, CaS w irkt auf die Abbindung ungünstig, auf die Festigkeit uneinheitlich ein. (Zement 16-

4 2 2 -2 3 .) Sa l m a n g.

L. Litinsky, Welche A nforderungen hat man an das feuerfeste M aterial von Kammer- öfen zu stellen? Vf. fordert für feuerfeste Baustoffe hohen F ., Widerstandsfähigkeit gegen starke Belastung u. Volum beständigkeit bei hohen T em pp., genaue Abmessungen, geringe therm. Ausdehnung, Unempfindlichkeit gegen Salze u. Schlackenansätze, hohe Wärmeleitfähigkeit, Beständigkeit gegen schroffe Wechsel der Tem p., geringe Porosität, also hoho D . u. mechan. Festigkeit. Der W ert dieser Eigg. in der Praxis, ihr Zusammenhang m it der A rt der analyt. Bestandteile, das Verh. von Silica- u.

Schamottmaterial verschiedener H erkunft u. die vorzunehm enden Prüfungen werden eingehend erörtert. (H et Gas 47- 310— 21. Leipzig.) WoLFFRAM.

J. Grösser, D ie Feuchtigkeit der Gebäude und eine neue Methode ihrer Austrocknung.

Vf. schlägt vor, innerhalb des Mauerwerks eine vierfache isolierende Schicht zu schaffen (Asphaltfilz, Blei, Asphaltfilz, Zement), um das Aufsteigen von Feuchtigkeit hintan­

zuhalten. (Asphalt-Teerind.-Ztg. 27- 502.) Fr i e d m a n n. H. J. van Royen, D ie chemische Untersuchung von feuerfesten Stoffen. I. Es werden ein Riclitverf. zur ehem. Unters, von Quarziten u. Silicasteinen (Glühverlust, Kieselsäure, Tonerde -f- Titan dioxyd -f- M anganoxyduloxyd, Eisenoxyd, Titantri- chloridverf., Tonerde Titandioxyd, Titandioxyd, M anganoxyduloxyd, K alk, Magno- sia), ein Schnellverf. für die Unters, von Silica-Rohmassen, ein Richtverf. zur ehem.

Unters, von Schamotte u. T on (Glühverlust, Kieselsäure, Abscheidung des P t, Eisen­

oxyd, K alk, Magnesia, Tonerde, Titandioxyd, Chrom oxyd, M anganoxyduloxyd, Alkalien) u. die Titanbest, in feuerfesten Stoffen angegeben. Versuchsergebnisse beschließen die Arbeit. (Ber. d. Fachausschüsse d. Vereins deutscher Eisenhütten-

lcute 1926. 9 Seiten Sep.) Wi l k e.

Carl Adolphe Klein und Robert Skirving Brown, England, Wasserdichte Schleifmittel. D ie Grundstoffe, Papier oder Leinwand, werden durch ein mindestens 100° h. Bad von Leinöl, dem zweckmäßig eine geringe Menge Paraffin, W achs o. dgl.

7,ugesetzt ist, u. dann durch ein W alzenpaar gezogen, welches überschüssiges Leinöl abquetscht. Hierauf führt man sie über ebenfalls mindestens 100° h. Platten, W alzen o. dgl., wo sie m it K lebstoff, mit Gummi oder Harz gemischtem Sikkativ, synthet.

Harz o. dgl., beladen werden, schließlich wird das Schleifmittel, Sand, Glaspulver, Schmirgel o. dgl., u. gegebenenfalls eine weitere K lebstoffschicht aufgebracht. (F. P.

619 748 vom 2/8. 1926, ausg. 7/4. 1927. E. Prior. 26/8. 1925.) Kü h l i n g, Alfred Bryant Fisher, New Y ork, Poliermittel, bestehend aus M etallstaub, Bimsstein, Öl u. gegebenenfalls Faserstoffen. Es kann zu Stücken gepreßt werden.

Zu diesem Zweck verm ischt man es m it etwas festem Fett. Das Mittel ist besonders zum Polieren der zu photomeehan. Zwecken gebrauchten Zink- oder Kupfererzplatten bestimmt. Der Metallstaub besteht zweckmäßig aus demselben Metall wie das zu polierende. (A. P. 1 6 2 4 783 vom 14/4. 1924, ausg. 12/4. 1927.) Kü h l i n g.

Fritz Eissenlöffel, Pforzheim, Herstellung von Gläsern mit geringer Ritzbarkeit, dad. gek., daß das Glas wenigstens 5°/0 oder höchstens 2 0 % BcO, wenigstens 1 0 % AL,03, höchstens 1 0 % Alkalien u. 0— 2 5 % B 20 3 enthält, während man die Gesamt­

menge der zweiwertigen Glasbasen so bem ißt, daß ein Kieselsäuregehalt von wenigstens 33°/0 SiO, übfigbleibt. — D ie Erzeugnisse sind besonders zur Herst. künstlicher E del­

steine geeignet. (D. R. P. 444 749 K l. 32 b vom 29/8. 1924, ausg. 28/5. 1927.) K ü h l . H. C. Fry Glass Co., übert. v o n : Ralph F. Brenner, Rochester, V. St. A ., Glas enthaltend 65— 8 0 % SiO„, 10— 2 0 % H 3B 0 3, 2— 1 0 % A120 3, 5— 1 0 % Alkalioxyde u. 0,5— 2 % MgO u. CaÖ. D ie Gläser werden W'enig von W . angegriffen, sind hitze­

beständig, durchscheinend u. verhältnismäßig beständig gegen schroffen Temperatur­

wechsel u. meclian. Einflüsse. (A. P. 1 623 301 vom 9/5. 1922, ausg. 5/4. 1927.) K ü h . Edouard Bouchaud-Praceiq, Seine, Frankreich, Unzerbrechlicher nicht blind werdender Glasersalz. Man verwendet Platten aus Celluloseacetat oder -äthem , die durch Gauffrieren mit Rinnen, dio von oben nach unten laufen, versehen sind. (F. P.

607 642 vom 18/3. 1925, ausg. 6/7. 1926.) Fr a n z. General Electric Co., New Y ork , übert. v on : Henry A . Wayringer, Schenec- tady, V. St. A ., Hohlgefäße aus Quarzglas. Eine Öffnung eines in üblicher Weise her- gestellten Zylinders aus Quarzglas wird m it einer Scheibe aus Quarzglas von passender Größe verschmolzen. (A. P. 1 624 699 vom 3/11.1926, ausg. 12/4.1927.) Kü h l i n g.

W . Gourdjian und G. L. Jones, Stoke-on-Trent, Keramischer Stoff. T on wird mit einer wss. Lsg. v on Gummi arabicum gemischt, die Mischung zu Ziegeln, Töpfen

° ' dgl. geformt u. gebrannt. (E. P. 268 204 vom 30/7. 1926, ausg. 21/4. 1927.) Kü h l. Coming Glass Works, V. St. A ., Herstellung hitzebeständiger Massen. A120 3 11 ■ Si02 enthaltende Stoffe, wie Ton, Kaolin, B auxit werden, gegebenenfalls unter Zusatz von Sand u. Z r 0 2 in drehbaren, m it seitlichem Ausguß versehenen Liehtbogen- öfen geschmolzen, durch Drehen des Ofens in eine zweckmäßig aus Sand u. einem Bindemittel hergestelltc Form gegossen u. die geform te M. sehr langsam abgekühlt, z. B. dadurch, daß sio nach genügendem Erhärten ihrer Oberfläche aus der Form entfernt, wieder erhitzt, mehrere Stdn. auf der Erhitzungstem p.. erhalten u. dann im Laufe von etwa 24 Stdn. auf gewöhnlicho Temp. herabgekühlt wird. Die Erzeug­

nisse sind nicht porig u. rissig, sind sehr dicht u. sehr beständig gegen hoho Tem pp.

u. zerstörende Einflüsse, wie Ein w. schmelzenden Glases, fl. Schlacke, ätzender Gase u. dgl. (F. P. 619 489 v om 19/7. 1926, ausg. 2/4. 1927.) Kü h l i n g.

Arno Andreas, Münster, W estf., Brennen von Zement, K alk u. dgl. in einem Schachtofen, in welchem das fein gemahlene Gut den im Schachte aufsteigenden Heiz­

gasen entgegenfällt, 1. dad. gek., daß das Gut im oberen Teil des Ofens an verschiedenen Stellen des Ofenumfanges durch Düsen tangential eingeblasen wird. — 2. Vorr. zur Ausführung des Verf. nach Anspruch 1, dad. gek., daß die in bekannter Weise durch K anäle im Ofenmauerwerk vorgewärm te Verbrennungsluft mittels eines Ventilators abgesaugt u. m it dem Brennstoff von unten in den Ofen geschickt wird. — Man kann dem Brenngut auch unmittelbar Kohlenstaub zusetzen. (D. R. P. 445 014 K l. 80 c

vom 5/8. 1924, ausg. 1/6. 1927.) Kü h l i n g.

Ludwig Kern, Baltimore, V. St. A ., Zement. Mischungen von Stoffen, welche CaO u. S i0 2 in geeigneten Mengenverhältnissen enthalten, gepulvert, hydratisiert u. mittels Dampfes oder C 0 2 gehärtet sind, werden grob zerkleinert, bei 400— 600°

erhitzt u. auf Zementfeinheit vermahlen. (A. P. 1 6 2 3 876 vom 23/12. 1925, ausg.

5/4. 1927.) Kü h l i n g.

J. S. Fasting, V alby, Dänemark, Drehofen fü r die Zemcntlierstellung. An der Beschickungsseite sind an der Außenseite des Ofens eine Anzahl von Röhren oder K am m ern angeordnet, welche in den Ofen münden u. bezwecken, die Berührungs­

fläche zwischen Brenngut u. Heizgas zu vergrößern. Der R oh stoff w ird zum Teil dem Ofen unmittelbar, zum Teil zunächst den Röhren oder Kam m ern zugeführt, die Heiz­

gase strömen in der entgegengesetzten Richtung. (E. P. 268 868 v o m 6/1. 1926, ausg.

5/5. 1927.) " Kü h l i n g.

Bubblestone Company, V. St. A ., Poröse Zementmassen. Zur Herst. verwendet man in Schaum verwandelte kolloidale Lsgg. Man versetzt eine Leimlsg. mit einer CHoO-Lsg. u. gibt unter lebhaftem Rühren eine Lsg. von Harz in A. oder Aceton u.

CH20 zu, an Stelle des Harzes kann man auch Lsgg. von Celluloseestern, Phenol- form aldchydkondensationsprodd., Kautschuk usw. zusetzen; an Stelle des Leimes kann man Gelatine, Casein, Albumin, D extrin, Melasse, Glucose, Sirup, Stärke usw.

benutzen. Man verm ischt z. B. oine Lsg. von Celluloseacetat in A ceton m it einer Lsg.

von Casein in N H 3 u. schlägt zu Schaum, dann gibt man CH20-L sg. zu ; zur Verbesserung des Schaumes kann der Mischung Saponin, Seifen, usw. zugegeben werden. Eine Lsg. von Viscose wird mit einer Lsg. von Harz in N H 3 verm ischt u. der Schaum dann m it einer Lsg. von A1C13 usw. versetzt. Der erhaltene Schaum w ird m it Zement, Gips usw. vermischt, geform t u. erhärten gelassen, man erhält hiernach Platten, Ziegel usw.

die gegen W ärm e oder Schall isolieren. (F. P. 606 042 vom 27/10. 1925, ausg. 5/6.

1926.) Fr a n z.

J. Agerup, London, Magnesiazement. MgO wird mit w a s s e r f r e i e m FcCL oder CuCl2 u. gegebenenfalls Füllm itteln bekannter A rt gemischt. Die Massen sind nicht hygroskop. Zum Gebrauch werden sie mit W . gemischt. (E. P. 268 989 vom

17/5. 1926, ausg. 5/5. 1927.) ~ KÜHLING.

Wladimir Kyber, Deutschland, Schlackenzement und phosphorhaltige Destillate aus liohphosphaten. Teilref. nach E. P. 256 622 vgl. C. 1926. II. 2746. Nachzutragen ist: Bei Verwendung aluminiumreieher Phosphate kann der Zusatz von A120 3 ent­

haltenden Stoffen, wie Bauxit, ganz unterbleiben oder entsprechend verringert werden.

Gegebenenfalls muß der M. CaO, zuweilen auch als Flußm ittel ein alkalihaltiger Stoff zugesetzt werden. Führt man das Verf. bei Ggw. alkalihaltiger Stoffe, wie Feldspat, K C l o. dgl. aus, so verflüchtigen sich die Alkalien u. bilden mit den übergehenden phosphorhaltigen Gasen Alkaliphosphate. Die rückständige Schlacke kann unter Umständen auch zur Herst. von reinem A l dienen. (F. P. 619 755 vom 2/8. 192G, ausg. S/4. 1927. D. Priorr. 4/8. u. 10/12. 1925, 29/1. u. 8/2. 1926.) » KÜHLING.

S. Michelsen, W itkow itz, Tsehechoslovakei, Schlackenzement. Geschmolzene Schlacke w'ird unter reduzierenden Bedingungen mit CaSO,, oder anderen Schwefel- verbb. versetzt, w obei in der Schlacke vorhandenes Mn20 3 in MnS verwandelt wird.

Fehlender CaO w ird als CaC03 zugesetzt. (E. P. 267 539 vom 10/3. 1927, Auszug

veröff. 4/5. 1927. Prior. 10/3. 1926.) KÜHLING.

Rhenania-Kunheim Verein Chemischer Fabriken Akt.-Ges. (Erfinder: Fritz Rothe und Hans Brenek), Berlin, Verarbeitung von Gips gemäß Patent 438 172, 1. dad.

gek., daß man die Feuergase, bevor sie auf das zu glühende Material zur Einw. gelangen, von schwer verbrennlichen Bestandteilen befreit. — 2. dad. gek., daß man eine mit Vorkam mer zur Abscheidung der störenden Bestandteile versehene Beheizungsvorr.

verwendet. — D ie Ggw. schwer verbrennhclicr Bestandteile in den Feuergasen bewirkt gelegentlich Ausbleiben des angestrebten Erfolges. (D. R. P. 440 301 K l. 80 b vom 29/1. 1926, ausg. 19/5. 1927. Zus. zu D. R. P. 438172; C. 1927. I. 1207.) KÜHLING.

Ellis Roberts, East Palestino, V. St. A., Bausteine u. dgl. 2 Teile gemableno Schlacke, 1 Teil Holzmehl, 1 Teil Portlandzement, gegebenenfalls etwas Calcium- stearat u. Farbstoff werden gemischt u. m it W . zum Abbinden gebracht. D ie E r­

zeugnisse sind leicht, wasser- u. feuerfest u. nagelbar. (A. P. 1 623 442 vom 22/6.

1925, ausg. 5/4. 1927.) . Kü h l i n g.

Maximilian E. von Mach j r ., D etroit, V. St. A . , Bausteine u. dgl. Gegebenen­

falls mittels Säuren von zersetzlichen Sulfiden u. mittels W . v on 1. Bestandteilen be­

freite, u. grob zerkleinerte Asche w ird mit Zement, Holzmehl, CaO u. C a S 04 gemischt u. die Mischung in üblicher Weise zu Kunststeinen verarbeitet. Die Erzeugnisse zeichnen sich durch Leichtigkeit, Feuersicherheit u. Schalldichtigkeit aus u. sind nagel- u. sagbar. (A. P. 1 623 985 vom 13/4. 1922, ausg. 12/4. 1927.) KÜHLING.

J. W . Dougal, Edinburgh, Oberflächenbehandlung von Steinen, Mauern, Blöcken, Röhren o. dgl. D ie zu imprägnierenden, vorzugsweise gegen W . zu dichtenden Gegen­

stände werden zunächst mit W . oder Wasserglaslsg. besprüht oder der Einw. von Dampf ausgesetzt u. dann w ird ein trockenes hydraul. abbindendes Pulver, wie P ort­

land- oder Sorelzement oder CaO für sich oder in Mischung mit nicht metall. Füll­

mitteln, wie Sand oder Ziegelmeld aufgestäubt u. die aufgestäubte M. gedämpft. Die Bestäubung usw. wird, wenn erforderlich, wiederholt. Dem Pulver können F arb­

stoffe zugesetzt werden. (E. P. 268 016 vom 21/12. 1925, ausg. 21/4. 1927.) KÜHLING.

V. Lefebure, London, Herstellung von Ziegeln u. dgl. Syrupöse Mischungen von Wasserglas oder kolloider S i0 2 mit Oxyden, wie ZnO, S n 0 2, Fe20 3, oder Salzen, wie ZnCl2 oder F e P 0 4, werden m it Portlandzement oder MgCl,, MgO, A l(O H )3 oder CaF2 sowie Füllstoffen, wie Asbest, u. gegebenenfalls Farbstoffen gemischt, geform t u.

durch Erhitzen gehärtet. (E. P. 268 851 vom 7/12. 1925, ausg. 5/5. 1927.) Kü h l i n g. I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., übert. v o n : Badische Anilin- & Soda- Fabrik), Frankfurt a. M., Säurefeste Bindemittel. Wasserglaslsg. w ird m it einer pulver­

förmigen Verb. des Si gemischt, welche bei 2-stdg. K ochen ndt der 25-fachen Menge einer 15°/0ig. Lsg. von NaOH zu wenigstens 4 0 % 1. ist. Kieselfluorwasserstoffsaure Salze des Na, K , Ca u. Al, Opal, Chalcedon, Feuerstein u. dgl., sind geeignet. (E. P. 267 396 vom 13/8. 1926, ausg. 7/4. 1926. Prior. 25/3. 1926. Zus. zu E. P. 256258, F. P. 619555 vom 30/7. 1926, ausg. 5/4. 1927. Prior. 30/2. 1925 u. 25/3. 1926.) KÜHLING.

Abraham Khouvine, Frankreich, Behandlung hydraulischer Bindemittel. Die Bindemittel, CaO, natürlicher oder künstlicher Zement, wrerden m it seltonen Erden, der Verb. eines Elementes der vierten Gruppe des period. Systems u. gegebenenfalls anderen Stoffen in einem beliebigen Zeitpunkt ihrer Verarbeitung vermischt, Zemente vorzugsweise bei ihrer Vermahlung. Z. B. mischt man Zement m it seltenen Erden, geringen Mengen, z. B. 0 ,3 % T i0 2 u. C aS 04. D urch das Verf. kann die Dauer des Abbindens u. die Festigkeit der Erzeugnisse geregelt u. ihr Treiben verhütet werden.

(F. P. 619 346 vom 28/7. 1926, ausg. 31/3. 1927. Big. Prior. 25/7. 1925.) Kü h l i n g. I. F. Shellard, Taunton, England, Mörtelmischung. Gesiebter, Staub u. Sand enthaltender Ton wird mit Stcinklein gemischt u. zu der Mischung Portlandzement gegeben. (E. P. 268 633 vom 27/8. 1926, ausg. 28/4. 1927.) Kü h l i n g.

K. P. Billner, Westminster, Mörtelmassen. Zement w ird m it gepulverten Metallen, wie Fe oder Zn, gegebenenfalls gepulverter Asche, Sand, oder Schlacko, Farbstoffen u. so viel W . gemischt, daß die M. einen Brei bildet, welcher auf Gebäudeteile auf­

gebürstet oder aufgespritzt werden kann. Er kann auch mit Füllstoffen wie H olz­

mehl oder Steinklcin gemischt oder als Bindem ittel für Bausteine u. dgl. verwendet werden. (E. P. 268 893 vom 12/1. 1926, ausg. 5/5. 1927.) Kü h l i n g.

Anson G. Betts, K inderhook, V. St. A ., Hitzebeständige Baustoffe. Ziegelmehl o. dgl. wird mit einem 1. Bindemittel, wie bas. A1C13 gemischt, Metalldrähte, -stäbe o. dgl. in die Mischling eingetragen, die M. geform t u. auf Tempp. erhitzt, bei denen die Metalleinlagen nicht stark angegriffen werden. (A. P. 1 624 386 v om 6/4. 1925,

ausg. 12/4. 1927.) ‘ K ü h l i n g .

H. D, Robertson, Ambleside, England, Straßenbelag. Auf geteerte Straßen- oberflächen wird Asbest in loser oder zusammenhängender Form , gegebenenfalls in Mischung mit Teer oder Bitumen aufgewalzt. H olzm ehl kann gleichzeitig aufgebracht werden. (E. P. 268 615 vom 19/7. 1926, ausg. 28/4. 1927.) Kü h l i n g.

Asphalt Block Pavement, Belgien, Straßenpflasier. M it Tcermacadam (aus grobem Stcinklcin u. Teer bestehendo Schicht) belegte Straßen werden m it ein oder mehreren weiteren Schichten bedeckt, welche aus kleineren Steinstiickehcn u. einem nicht oxydierbaren Bindem ittel bestehen, vorzugsweise aus Asphalt oder den asphalt- artigen Rückständen von der Mineralöldcst. Es w ird der N achtcil des Tecrmacadams vermieden, daß der Teer durch Lu ftoxydation seine Bindekraft verliert. (F. P. 619 345 vom 27/7. 1926, ausg. 31/3. 1927. Big. Prior. 5/6. 1926.) Kü h l i n g.

A n a lysen gan g fü r P ortlan dzem en t. Charlottenburg: Zomcntverlag 1927. (16 S.) gr. 8°.

M. 1.50.

R ichard Grün, Der Zement. Herstellung, Eigenschaften u. Verwendung. Berlin: Julius Springer 1927. (IX , 173 S.) gr. 8». Lw. M. 15.— .

G ustav H a egerm an n , Darf Naturzement zu Eisenbetonbauton verwendet werden ? Char- iottenburg: Zementverlag 1927. (7 S.) gr. 8°. M. — .50.

In ternationale N orm en tabelle fü r P ortlan dzem en t nach dem Stande vom Mai 1927. 2. Aufl.

Charlottonburg: Zementverlag 1927. (III S.) gr. 8°. M. 2.50.

W ilh elm P ukall, Keramisches Rechnen auf chemischer Grundlage an Boispielen erläutert.

Leitf. f. d. Unterricht in keram. Fachschulen, zum Selbstunterricht u. zum Gebr. in gewerbl. Betrieben. 4., verb. u. verm. Aufl. Breslau: Eerd. Hirt 1927. (204 S.) gr. 8°.

M. 7.50.

[ru ss.] U. d. S. S. R . R at fü r A rbeit und V erteidigung. [K o m ite e fü r Standardisierung, Der Schamotteziegel. Moskau 1927. (5 S.)

V III. Metallurgie; M etallographie; Metallverarbeitung.

Fritz Wüst, Über den E influß von Oxydationsvorgängen auf den Ilochofcnprozeß.

(Mitt. Kaiser-W illi.-Inst. Eiscnforsch., Düsseldorf 8. 11725. 1926. C. 1926. II.

2484.) ' Lü d e r.

Osann, D ie Wirkungsweise des Flußspats als Kuppelofenzuschlag in der Eisen­

gießerei. Im Gegensatz zu Wi l k e- Dö r f u r t u. Kl i n g e n s t e i n (Stahl u. Eisen 47.

41; C. 1927. I. 1515) hält Vf. daran fest, daß C aF2 im K uppelofen sich als sekundäres Entschwefelungsmittel eignet, da dasselbe auf die Ausbildung einer dünnfl. Schlacke hinwirkt. — Im Anschluß daran schwächt Wi l k e- DöRFURT seine früheren Aus­

sagen insofern ab, als er Fälle zugibt, w o ein Zuschlag v o n CaFa gewisse „Verdauungs­

störungen“ des K uppelofens beheben u. auch die Entschwefelung durch Verschiebung des Schwefels aus dem F e in die Schlacke befördern kann; aber die radikale Ent­

schwefelung wird von ihm verneint. (Stahl u. Eisen 47- 881— 84. Clausthal.) Eis n e r. E. F. Northrup, Das Lohe sehr schnelle frequenzinduklive Heizen. Das hochfrequenz- induktive Heizen gestattet v o r allem eine fast unbegrenzte Schnelligkeit des Heizens einer gleichmäßig leitenden Masse. Ein neuer 136-kg-Schmelzofen für handelsübliche Legierungen wird beschrieben. D ie K ra ft w ird einem Generator m it 1920 Umdrehungen u. 900 V entnommen. Das selir schnelle Heizen gibt eine hohe Schmelzleistung.

Verschiedene Beispiele m it Wirksamkeitsberechnungen werden angegeben. Ni— Cr erfordert 462 k W /st je t. (Trans. Amer. electrochem. Soc. 51. 17 Seiten Sep. Trenton

[N. J .], A ja x Eleetrothermic Corp.) W iL K E .

Franz Wever und Wilhelm Fischer, Zur Kenntnis des Hochfrequenz-Induktions­

ofens. I. Über Theorie und Bau eisenloser Induktionsöfen. (Vgl. Stahl u. Eisen 46.

533; C. 1926. I. 3624.) V ff. geben eine Darst. der geschichtlichen Entw ., der Theorie des Fe-losen Induktionsofens u. der Brauchbarkeit von Näherungsgleichungen für prakt. Verhältnisse. Ferner werden die für den Bau solcher Öfen grundlegenden Ge­

sichtspunkte erörtert u. Anlagen beschrieben. (M itt. Kaiser-W ilh.-Inst. Eisenforsch.,

Düsseldorf 8. 149— 70. 1926.) LÜDER.

Franz Wever und Heinz Neuhauß, Z u r Kenntnis des Hochfrequenz-Induktions­

ofens. ü . Über die Metallurgie des eisenlosen Induktionsofens. (I. vgl. vorst. Ref.) Vff. beschreiben die beim Frischen u. Desoxydieren im eisenlosen Induktionsofen beobachteten metallurg. Eigenheiten, u. zeigen an H and von Beispielen die Erzeugung hochwertiger Stähle mit geringem sowie mit höherem C-Gehalt. Die Vorzüge des Hochfrequenzofens liegen hauptsächlich in der starken Bewegung des Bades. (Mitt.

Kaiser-W ilh.-Inst. Eisenforsch., Düsseldorf 8. 171— 79. 1926. Düsseldorf.) LÜDER.

Michael Pawlow, Abmessungen von 100-l-Sicmens-Marlin-Öfen. (Stahl u. Eisen

/ I1'? 0 ^ 9 K K T ___• ____ .1 \ J _

47. 953-—55. Leningrad.) Ei s n e r.

Franz Wever, Uber die Walzstruktur kubisch krystallisierender Metalle. (Mitt.

Kaiser W iL H .-In st. Eisenforsch., Düsseldorf 5. 69— 77. — C. 1924. II. 2554.) W iL K E . Franz Wever, Zur Thermodynamik der Unmandlungen des Eisens. (Vgl. Plivsikal.

Ztechr. 2 6 . 698; C. 1 9 2 6 . I. 1633.) V f. gibt Definitionen für die Begriffe der Phasen­

umwandlung u. der polym orphen Umwandlung als einem speziellen Fall der Phasen­

umwandlung u. kritisiert die Umwandlungen des Fe. D ie -/^-Umwandlung ist im Gegensatz zu den A 3- u. ^4.,-Punkten keine polym orphe Umwandlung. Der A rbeit sind Schliffbilder u. Röntgendiagramm e beigefügt. (Mitt. Kaiser-W ilh.-Inst. Eisen- forsch., Düsseldorf 9. 151— 55. Düsseldorf.) Lu d e r.

H. P. Evans und Anson Hayes, Graphitieren von Eiscncarbid in reinen Eisen- Kohlenstofflegierungen im kritischen Bereich. D ie A rbeit gibt zuerst eine theoret. B e­

handlung der W rkg. von C 0 -C 0 2-Misehungen beim Katalysieren der Grapliitbldg. von Eisencarbid in Fe-C-Legierungen. Eisencarbid ist in Fe-C-Legierungen von großer Reinheit u. etwa 2 ,3 0 % C unter 700° metastabil u. ebenfalls über 850° in Ggw. dieser Gasmischung, wrenn sio mit 5 at. D ruck angewandt wird. Das zur Unters, benutzte Fe hatte 0,025% S, 0 ,0 22% Si, 0,0045% P , 0 ,0 45% Mn u. 2 ,3 4 % C. (Trans. Amer.

Soc. Steel Treating 11. 691— 710. (Am es [Iow a], Iow a State College.) Wi l k e. H. A . Schwartz, Bemerkungen Über die stabile A 3-Transformalion. Ein Beitrag zum Gegenstand der Graphitausscheidung. D ie beobachteten Tatsachen u. die Folgerung, daß Aj-stabil deutlich unter A 3-metastabil ist, sind nach des Vfs. Auffassung hin­

reichend durch Beweise gestützt. D ie Vermutung, daß A 3-stabil sich A 2 in reinen Fe-C-Legierungen nähert entsprechend w ie sich die K onzentration des Elementes, das Graphitausscheidung hervorruft, vermindert, muß als spekulativ bezeichnet werden, obgleich sie aus den bisherigen Verss. scheinbar zu folgern ist. (Trans. Am cr. Soc. Steel Treating 11. 767— 80. Cleveland, National Malleable and Steel Castings Co.) W lL K E .

F. Wüst, jDie direkte Erzeugung des Eisens. Vgl. den Bericht dos Vf. über das Bassetverf. (Stahl u. Eisen 4 1 . 1841; C. 1 9 2 2 . I I . 567). Gegenüberstellung des W ärm e­

aufwandes bei der direkten u. indirekten R ed. der Eisenerze. Das E d w in - u. W i b e r g - Verf. werden eingehend beschrieben, deren Stoff- u. Wärmebilanzen angeführt u. beide Verff. miteinander verglichen. Beide Verff. sind Gasum laufverff.; man hat es hierbei bei der Red. durch CO nicht m it einer indirekten, sondern m it einer verkappten direkten Red. zu tun. Technolog. Prüfungen verschiedener aus Edwin- u. aus Wibergschlamm hergestellter W erkstoffe ergaben im Vergleich m it n. hergestellten gute W erte. Als Beispiel der Tieftem p.-Red. mittels festen C erläutert V f. das Verf. des B u r e a u o f M i n e s (vgl. D ü r r e r , Stahl u. Eisen 4 5 . 589 [1925]) u. das von HOMSEY. D ie R ed.

durch festen C geht hierbei stets über die Gasphase. D ie beschriebenen Verff. werden in bezug auf einige Betriebszahlen dem H ochofen gegenübergestellt. Vf. weist darauf hin, daß die Verff. gewisse Anforderungen an die Erze stellen, w odurch ihre Verwendungs­

möglichkeit für deutsche Verhältnisse sehr beschränkt wird. (Stahl u. Eisen 4 7 . 905

möglichkeit für deutsche Verhältnisse sehr beschränkt wird. (Stahl u. Eisen 4 7 . 905

Powiązane dokumenty