• Nie Znaleziono Wyników

Rhenania V erein Chemischer Fabriken A ktien-G esellschaft, Z w eig

M. Freiberger, Allgemeine Betrachtungen über chemische, technische und kauf

XI. Harze; Lacke; Firnis; Klebemittel; Tinte

Aus der Geschichte der Lackharze im vorigen Jahrhundert. Auszug aus Berichten über Londoner Ausstellungen 1851 und 1862 bzgl. Lackharze, fl. oder

NH, N O , - / \ _ N : X - / \

¿ 0 , - O H - / \

"so,-256 X I . Ha s z e; La c k e; Fi b n i s; Kl e b í í i t t e l; Ti n t e. 1923. II.

Weichharze, natürliche Balsame u. Gummiarten. (Farbe u. Lack 1922. 355. 9/11.

368. 23/11. 1922.) Sü y e b n.

J. B., Zaponlack aus CeUuloidfilmen und Abfallcelluloid sowie mehrfarbige Dekors mittels Spritzlacktangierverfahren. Filmabfälle, die von ihrer Schicht befreit sind, und Celiuloidabfälle, in einem Gemisch von Amylacetat und Aceton gel., er­

geben einen Zaponlack, der sich mit allen gebräuchlichen Lack- und Farbenspritz­

app. auf die zu lackierenden Gegenstände aufspritzen läßt. Auch farbige Dekors lassen sich mittels Schablonen aufspritzen. (Gummi-Ztg. 37.165. 8/12. 1922.) P i e c k .

Hans W olff und Ch. Dorn, Untersuchung kleiner Lösungsmittelmengen, speziell der für Öllacke gebräuchlichen. Geeignete Mittel zur Identifizierung kleiner Lösungs- mittelmengen sind Refraktion, mittlere Dispersion, Peroxydrk., Best. der Ver- dunstungsieit und des Siedeverh. in der Capillare. Einzelheiten über die Art dieser Bestst. "werden erläutert. (FaTben-Ztg. 28. 330—31. 1/12. 1922. Berlin.) Sü.

0 . Gem gross und H. A. B rech t, Hydrolytischer Abbau des Glutins und Leimprüfungsverfahren. Vff. untersuchten unter besonderer Berücksichtigung tech­

nisch interessierender Präparate den schwach sauren Abbau an 25°/0ig. Gelatine von ph = 4,7 bei 100° und den sehr schwach alkal. Abbau der gleichen Gelatine von p a = 7,3 bei 55° und bei 100°. pg bleibt bei saurem Abbau innerhalb 24-std. Hydrolyse konstant, nimmt dagegen bei alkal. Bk. zunächst etwas zu, dann wieder ab. Die Verfolgung der Hydrolyse mit der Formoltitration bietet große Schwierigkeiten und ist bei alkal. Abbau infolge Entweichens von NH, vollkommen unbrauchbar. Vff. beschreiben ein Verf., bei dem die aus der Gallerte in eine für Gelatine isoelektrisch gepufferte Fl. hinausdiffundierenden und mit Mikrokjeldahl bestimmten N-Mengen das Maß für den Abbau abgeben und die sich bei saurer Hydrolyse gut bewährt, bei alkal. dagegen infolge Verlusts an NH, zu niedrige W erte gibt. Die bekannte Tatsache, daß höhere Erhitzung den Abbau fördert, aber die Viscosität und besonders die Gallertfestigkeit schädigt, wird bestätigt.

Die Klebkraft einer guten Gelatine steigt bei fortschreitendem Abbau auf ein Maximum u. fällt dann wieder. Bei alkal. Hydrolyse erfolgt dann nach gewisser Zeit wieder ein Anstieg. Es besteht zwischen Abbau u. Viscosität einerseits und zwischen Gallertfestigkeit und Klebkraft andererseits kein unmittelbarer, regel­

mäßiger Zusammenhang. Bei Vergleich der Viscosität und Gallertfestigkeit ver­

schiedener Leimsorten muß deren [H‘] berücksichtigt werden, da jene Eigenschaften z. B. nahe beim isoelektrischen Punkt viel geringer sind als nahe beim neutralen Punkt, während die Klebkraft nur unwesentlich von pH abhängig, beim isoelektri- sehen Punkt jedoch höher als beim neutralen zu sein scheint. (Collegium 1922.

262—81. 2/9. Berlin, Chem.-techn. In s t d. Techn. Hochschule.) La u f f m a n n. G esellschaft für Chemische Industrie in B asel, Basel, Schweiz, Verfahren zur Herstellung von Harzen. (E. P. 186107 vom 9/6. 1921, ausg. 19/10. 1922. — C. 1922. IV. 1088 [ A l e x a n d e r E. B l u m f e l d t ] . ) S c h o t t l ä n d e e .

Franz Fischer, Mülheim, Ruhr, Verfahren zur Extraktion frischer, vermoderter oder vertorfter Pflanzen und Hölzer oder Teile und Beste von solchen mit organi­

schen Lösungsmm., dad. gek., daß die Extraktion unter höherem als Atmosphären­

druck und bei einer über dem Kp. der Lösungsm. liegenden Temp., gegebenenfalls bei Ggw. von W., ausgeführt wird. — Die Extraktion wird zweckmäßig bei etwa 250° mit Lösungsmm., die unter 100° sieden, Bzl., ausgeführt; man erhält eine er­

heblich höhere Ausbeute an Extraktstoffen, die auf dem Gebiete der Harze und Wachse verwendet werden können. (D. R. P. 364916 Kl. 22h vom 18/7. 1918,

ausg. 4/12. 1922.) F b a n z .

Rudolph P tu n m e re r, München, Verfahren zur Herstellung von harzartigen

1923. H . XI. Ha r z e: La c k e; Fi r n i s; Kl e b m i t t e l; Ti n t e. 257

Oxydationsproduikten aus Phenolen. (E. P. 537 335 vom 23/6. 1921, aueg. 20/5.

1922. D. Prior. 23/6. 1920. — C. 1921. IV. 1014.) S c h o t t l ä n d e r . F elten & Guilleaum e Carlawerk Akt.-Ges., Köln-Mülheim, Verfahren zur Herstellung unlöslicher und unschmelzbarer Isoliermassen und dgl. darin bestehend, daß man dem Kondensationszwischenprod. aus Phenolen und Formaldehyd noch Furfurol und gegebenenfalls Kontaktkörper zusetzt und die M. sodann erhitzt. — Da man Furfurol ohne Verdünnung anwenden und in der M. gleichmäßig verteilen kann, so erhält man völlig homologene MM. (D. E. P. 363917 Kl. 39b vom 13/3.

1919, ausg. 14/11. 1922.) F r a n z .

Farbwerke vorm. M eister Lucius & B rüning, Höchst a. M., Verfahren zur Herstellung von Lacken, dad. gek., daß an Stelle des zur Lsg. der Harze gebräuch­

lichen A. hier Paraldehyd allein oder in Mischung mit A ., Acetaldehyd, Aceton, KW-stoffen und deren Halogenderivv. Verwendung findet. — Als Harze kommen Natur- oder Kunstharze beliebiger Art in Frage. Die Herst. der Lacke erfolgt in der für Spritlacke üblichen Weise. Man löst z. B. 10 Teile Kolophonium oder Cumaronharz oder Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprod. in 100 Teilen Paraldehyd oder Gemischen aus 60 Teilen Paraldehyd u. 40 Teilen Aceton, A. oder Äthyliden- chlorid oder in einer Mischung aus 15 Teilen Bzl. und 15 Teilen Paraldehyd oder einer solchen aus 10 Teilen CC1« und 10 Teilen Paraldehyd. (D. E . P. 364347 Kl. 22 h vom 25/6.1919, ausg. 21/11.1922.) S c h o t t l ä n d e r .

Carl T hiem e, Zeitz, Prov.'Sachsen, Weichmachungsmittel zur Erhöhung der Elastizität von Lacken, Kautschuk- und Linoleumwaren, bestehend aus Lsgg. von Chlorkautschuk in nicht flüchtigen Lösungsmm., insbesondere höheren Chlor­

paraffinen. Der Chlorkautschuk kann ganz oder teilweise durch Chlorierungsprodd.

der Guttapercha oder der synthetischen Kautschuke ersetzt werden. — Die Prodd.

dienen zur Herst. von Fangleimen und Klebpflaster, durch Zusatz zu Lacken wird deren Elastizität erhöht. (D. E. P. 364831 Bll. 22 h vom 3/6. 1920, ausg.

1/12. 1922.) F r a n z .

Samuel Joseph Ingram , Darlington, Sydney, New South W ales, Australien, Flaschengelatine, dad. gek., daß die das Verkapselungsmaterial bildende wss. Gela­

ng. Soda, Zucker, Schlemmkreide und gegebenenfalls Talkum enthält. An Stelle der Soda und der Schlemmkreide kann man Glaubersalz und Tripolite verwenden.

Zur Erhöhung des Glanzes kann man die VerkapseluDg mit Gummi arabicum über­

ziehen. (D. E . P. 364833 KI. 22h vom 15/4. 1921., ausg. 1/12. 1922. Austral.

Prior. 15/4. 1920.) F r a n z .

Hugh L. Campbell, Nashville, Tenn., Verfahren zur Herstellung eines Kleb­

mittels. Gepulverte Fischschuppen und -blaseD, wss. CH,COOH und Mehl werden vereinigt. (A. P. 1435377 vom 2/3. 1921, ausg. 14/11. 1922.) K ü h l i n g .

Chemische F ab rik Mahler & Dr. Supf, K om m anditG esellschaft, Berlin, Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes aus Kartoffelstärke, dad. gek., daß Kartoffelmehl unter Vermeidung von Milchbildung mit alkal. reagierenden P er­

oxyden oder Persalzen oder neutralen Persalzen oder Peroxyden unter Zusatz alkal. reagierender Stoffe in ätzalkalifreiem Medium behandelt wird in solchen Mengen, daß eine vollständige Umwandlung in 1. Stärke nicht stattfindet. — Das Erzeugnis besitzt die schmalzartige Eigenschaft des aus Weizenstärke erhältlichen Kleisters. (D. E. P. 364314 Kl. 22i vom 26/10. 1916, ausg. 20/11. 1922.) Kü.

Hugo Stoffel, Freiburg i. Br., Verfahren zur Herstellung eines Auffrischungs­

und Reinigungsmittels fü r Streichmusikinstrumente in fester P'orm, darin bestehend, daß zuerst 36 Tie. Wachs, Stearin, Talg, Paraffin, Ceresin oder ein sonstiger Wachs­

e rsa tz nebst 8 Tin. Kolophonium geschmolzen werden, welcher M. nach Entfernung des Gefäßes vom Feuer folgende Mischung: 64 Tie. geruchloser Petroleumterpentin­

ersatz oder Terpentinöl, 16 Tie. rohes Leinöl oder ein anderes fettes Öl, 1 Tl.

Erd-258 XII. Ka u t s c h u k; Gu t t a p e r c h a. ; Ba l a t a. 19^3. II.

beer-, Himbeer-, Apfel- oder sonstiger wohlriechender Äther, 0,5 Tie. Oitronenöl u.

0,2 Tie. Lavendelöl unter stetem Bühren bis zum Stocken beigefügt wird. — Die M. dient zum Entfernen der Kolophoniumschicht von Streichinstrumenten. (D .R.P 364832 Kl. 22h vom 16/8. 1921, ausg. 1/12. 1922.) F r a n z .

XD. Kautschuk; Guttapercha; Balata.

W illiam C. Geer, Neuere Entwicklung in der Chemie des Gummis. Abriß der Entw. der Gummiindustrie seit der Entdeckung des Kohgummis durch Columbus.

Geschildert werden Eigenschaften und Gewinnung des Latex, Koagulationsverff., Anlage von Plantagen. Sodann spricht Vf. über die ehem. Zus. des Rohkautschuks und des Kautschuk-KW-stoffs und über die Herst. synthetischen Kautschuks in Deutschland. Das Verhältnis der Kolloidchemie zum Kautschuk, Einw. des Lichts auf Kautschuk und sein Verh. gegen Gase werden besprochen. Die Streitfrage, ob die Vulkanisation ein chemischer Prozeß oder eine bloße Adsorption bedeute, möchte Vf. dahin entscheiden, daß wohl beide Vorgänge gleichzeitig eine Bolle spielen. Zum Schluß weist er auf die Verschiedenheiten im mechan. Verh. der Mischungen hin, die durch die verschiedenen Füllmittel hervorgerufen werden, und betont die Notwendigkeit, von sämtlichen Mischungen Alterungsverss. anzustellen.

(Journ. Ind. and Engin. Chem. 14. 369—75. Mai 1922. Akron [Ohio], The B. F. GOOD­

RICH Co.) P i e c k .