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schleunigung durch Tierkohle. Die Beschleunigung der Gärung durch Kohle kann als

R esultante mehrerer Wrkgg. angesehen werden, von denen folgende bekannt sind:

1. Acetaldehyd; 2. die durch Kohle verursachte Verdrängung der C 02 u. die dam it verminderte Konz, der C 02 in der Gärfl., 3. die Adsorption des entstehenden u. die Gärung hemmenden A. durch Kohle. (Biochem. Ztschr. 183. 451—60. Zagreb,

Univ.) He s s e.

Heinrich Zeller, Wirkung von oberflächenaktiven Stoffen a u f die Hefegärung. VII.

(VT. vgl. Biochem. Ztschr. 176. 142; C. 1926. II. 3061.) U ntersucht wird der Einfluß von lipoidlösliehen oder oberflächenaktiven Stoffen auf die Gärung. Aceton, A., Terpentinöl sind ohne Einfluß. Formamid steigert die Gärung. Methylalkohol, A., Paraldehyd, Amylalkohol, Amylenhydrat hemmen in Konzz. von 1: 4 0 bis 1 :8 0 ; kleincro Dosen aktivieren. Als weitero Hemmungskörper wurden erkannt: Chinin, Chloralhydrat, Chloralamid bei 1:4 0 0 ; Campher bei 1 :8 0 0 ; Guajakol, Bromofonn bei 1 :1600; Benzol, Anilinöl bei 1: 3200; Toluol, Kreosot, Chloroform, Psicain bei 1: 4000;

Thymol, Kresol bei 1:8000; Lysol bei 1:1600; Hexeton bei 1 :8 0 0 ; Naphthalin u.

Naphtliol hemmen bei 1: 16 000, A m ylnitrit u. Natriumnitrit hemmen bei 1: 8000, kleinere Dosen der letzten 6 Körper aktivieren. Cantharidin hemmt bei 1: 400 000.

(Biochem. Ztschr. 183. 369— 88.) He s s e.

Heinrich Zeller, Untersuchung über die kombinierte Wirkung zweier Substanzen a u f die Hefegärung. V III. (Vgl. vorst. Ref.) Es wird über eine große Anzahl von Hemmungen der Gärung berichtet, ohne daß die Ergebnisse in einfacher Weise zu­

sammengefaßt werden können. Die Verss. zeigen, daß hier nicht einfache m it Auf­

schließung der Lipoidhülle verbundene Salzwrkgg. vorliegen, welche durch die Theorie von Bo a s (Biochem. Ztschr. 176. 349; C. 1926. II. 2821) verlangt werden. (Biochem.

Ztschr. 183. 389—407. Königsberg, Univ.) He s s e.

Hans v. Euler und Hermann Fink, Über das Cytochrom in Hefezellen. Vorläuf.

Mitt. Zur Best. von Cytochrom in Hcfezellen (vgl. S. 2555) wird die spektrophoto- metr. Methode von ODENCRANTS (Svensk. Kem. Tidskr. 33. 157; C. 1922. I I. 176) angewandt. Die Methode wird ausführlich beschrieben. In Vorverss. wird gezeigt, daß das Hämochromogen der Hefe in P yridinextrakt nach dieser Methodo unter Be­

nutzung von Häm in in Pyridin als Standard genau bestimm t werden kann. (Ztschr.

physiol. Ch. 164. 69—76. Stockholm, Univ.) He s s e.

S. Kostytschew und G. Medwedew, Uber die Inaklivierung einiger Hefefermente durch Zink- und Cadmiumsalze. (Vgl. Ko s t y t s c h e w, Biochem. Ztschr. 64. 237 [1914].) Die Inversion von Rohrzucker u. die Verarbeitung von Acetaldehyd durch Trockenhefo werden durch Zusatz von Zn- u. Cd-Salze in gleicher Weise beeinflußt:

Selbst ganz schwache Konzz. der Salze bewirken eine bedeutende Herabsetzung der K onstanten der Reaktionsgeschwindigkeit, ohne das Wesen des Reaktionsverlaufes zu ändern. Die Reaktionsgeschwindigkeit steht im umgekehrtlinearen Verhältnis zum Logarithmus der betreffenden Konz, der Salze. Die Wrkg. von Zn u. Cd ist spezif.;

die Anionen sind ohne Einfluß. Mg, Ca, Sr, Ba haben keine oder nur eine ganz un­

bedeutende Wrkg. — Die Spaltung von Brenztraubensäure wird durch die zweiwertigen Metalle nicht gehemmt; es wird aber die anfängliche „Inkubationsperiode“ verlängert (Ztschr. physiol. Chem. 164. 77— 102. Russ. Akad. d. Wissensch.) He s s e. Robert Muir and James Ritchie, Manual of bacteriology. Rev. with the co-operation

of C. H. Browning and T. J. Mackie. 8th ed., rev. London: Oxford Univ. Pr.

1927. (845 S.) 8°. 16s . net .

K5. Tierphysiologie.

Léon Binet, Henry Cardot und B. Fournier, Splenokonlraktion und Polyglobulie durch Adrenalin und Ginsterextrakt. Adrenalin u. Ginsterextrakt, welche beide in vitro eine beträchtliche Splenokontraktion bewirken, lösen in vivo eine merkliche, intensive

u. frühzeitige Polyglobulie aus. Yohimbin, das in vitro die splenokontraktive Fähigkeit beider Substanzen aufhebt, verhindert auch in vivo die Entstehung einer Polyglobulie.

(Compt. rend. Soe. Biologie 96. 521—24. Paris, Physiol. Lab. d. med. F akultät.) Ha m b.

Raymond-Hamet, Antagonismus von Hydrastin und Adrenalin. (Vgl. auch S. 1971.) Die hypertensive Fähigkeit des Adrenalins wird durch H ydrastin unter­

drückt, wenn nicht umgekehrt. (Compt. rend. Acad. Sciences 184. 774—76.) Ha m b.

A. Baltzer, E. Grafe und Fr. Partsch, Beiträge zur Kenntnis der Insulinwirkung.

11. Mitt. Untersuchungen bei diabetischen Tieren. (I. vgl. Gr a f e, S. 1175.) Beim Pankreas- u. Phloridzindiabetes des Hundes ist nach Insulininjektion der Zuckeransatz in der herausgeschnittenen Leber (Schnitte nach WARBURG) besonders in 0 2 aber auch in N2 erhöht. Die Sauerstoffaufnahme ist manchmal etwas gesteigert, ebenso die Glykolyse in N2. (Arch. exp. Pathol. Pharmakol. 120. 359—70. Rostock.) Me i e r. L. Caimavö, Die Wirkung des Insulins auf die Magensekretion bei Diabetikern.

Vf. benutzte Insulin Liddy u. fand keine Einw. desselben auf die Säurekonz, der Magen­

sekrete bei DiabQtikern. (Arch. Farmaeol. sperim. 42. 134—38. 1926. Rom.) O tt.

F. Fischler, Zur Kenntnis des Traubenzuckerabbaues bei der toxischen In su lin ­ wirkung. Vorläuf. Mitt. U nter der tox. Insulinvrrkg. geht ein abnormer Zerfall von Traubenzucker vor sich, wobei Methylglyoxal in vermehrter Menge gebildet wird. H ier­

auf sind die tox. Wrkgg. zurückzuführen. Vf. h ält die nach Insulinvergiftung auf­

tretende, abnorme Muskclreizbarkeit spezif. für Methylglyoxal, da Milchsäure, Brenz­

traubensäure, Dioxyaceton, Aceton u. Traubenzucker sie nicht hervorrufen u. da ein genügender Gehalt an Traubenzucker oder Dioxyaceton sie ebenso verhindert, wie auch durch die genannten Substanzen die tödliche Wrkg. von M ethylglyoxalininjektionen auf der Höhe der Insulinvergiftung verhindert wird. Sowohl aus dem Blute, wie aus den Muskeln insulinvergifteter Tiere konnte bei der Extraktion u. nachheriger Dest.

des E xtraktes eine jodoformbildendo Substanz, wenn auch nur in Spuren, nachgewiesen werden, wodurch obige Ansicht gestützt wird. Der Muskel dürfte in bezug auf seine gesteigerte Erregbarkeit ein biolog. Reagens auf Methylglyoxal nein. (Münch, med.

Wchschr. 74. 680—82. München, Forschungsanst. f. Lebensmittelchemie.) Br a u n s.

Edgard Zunz und Jean La Barre, Über die Ursachen der Vermehrung des Insulingehaltes im venösen Pankreasblut bei durch Dextroseinjektion hervorgerufener Hyperglykämie. Methode: Pankreatico-Jugularis Anastomose beim Hunde. Vago- tomie u. Atropinisation hindern die Vermehrung des Insulingehalts im nervösen P an ­ kreasblute bei der durch Dextroseinjektion hervorgerufenen Hyperglykämie. Die Hyperinsulinämie ist also vagalen Ursprungs. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 708—10.

Brüssel, Univ. Inst, de therapeut.) Ge s e n i u s.

Edgard Zunz und Jean La Barre, Über die Vermehrung des Insulingehaltes im venösen Pankreasblut nach Adrenalininjektion. (Vgl. vorst. Ref.) Intravenöse Adrenalininjektion verursacht kompensator. Hyperinsulinämie, doch scheint die Adrenalinhyperglykämie die Insulinsekretion anzuregen u. von dem Adrenalin-Insulin- Antagonismus abhängig zu sein. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 710— 11.) Ge s.

J. F. Heymans und C. Heymans, Über das Verschwinden des Insulin-s aus dem Blute nach intravenöser Injektion. Methodik: Carotis- Jujularis Anastomose, Wägen des Empfängerkaninchens zur Best. der transfundierten Blutmenge. Selbst 15 Insulin­

einheiten schwinden nach 2—4 Minuten aus dem Blute. Das Insulin verhält sich hier ähnlich wie As, N itrite u. Diphtherietoxin. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 719

bis 720.) Ge s e n i u s.

William F. Petersen und Em st Friedrich Müller, Über Änderungen in der Permeabilität nach Insulin. Schlüsse auf die Permeabilitätsveränderungen der Endothel­

zellen aus Verss. an Hunden m it Ductus thoracieusfistel, Best. der Lymphmenge, ihres Zucker-, Protein- u. Ca-Gehalts unter gleichzeitiger Feststellung des Blutzuckers, Bluteiweiß- u. Ca-Gehalts u. der Leukocytcn. Intravenöse Pepton- u. ProietJiinjektion

IX. 1. 204

bewirkt Zunahme der Endotheldurchlässigkeit im Splanchnicusgebict. /7wuii«injektion (subcutan u. intravenös) führt zur Perm eabilitätsabnahm c im gleichen Gebiet. E r­

örterungen über den Mechanismus der Insulinwrkg. im Anschluß an die Versuchs­

ergebnisse. (Ztschr. ges. exp. Medizin 54. 415— 38. Chicago, Univ. of Illinois, Abt. f.

Alldré Roche und Jean Roche, Veränderungen des Blut-pjj im Laufe der Gly­

kolyse. Die Blutsäuerung wird bei n. Glykolyse u. bei Glykolyse, die durch Ver­

änderung des Ph beschleunigt bzw. verlangsam t wird, untersucht. Ein Zusammenhang zwischen Blut-pn u. Glykolyse (je geringer pn je schneller die Glykolyse) wird sehr wahrscheinlich gemacht, u. das spontane Verschwinden der Blut-C 02 auf Kosten gebildeter Milchsäure erklärt. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 359— 61. Kopenhagen,

Physiolog. Inst.) HAM BU RG ER.

Andrée Roche und Jean Roche, Über Veränderungen in der Schnelligkeit der Glykolyse von menschlichem Blut in vitro als Funktion des pa. Die Schnelligkeit der Glykolyse wird an B lut untersucht, das einerseits m it C itrat behandelt w’orden ist, andererseits defibriniert ist; ph wird variiert. Die Verss. zeigen die große Empfindlich­

keit des glykolyt. Enzyms gegenüber der H'-Konz. Änderungen im pH von 0,5 be­

wirken eine Variation von 30—40°/o in der Schnelligkeit der Glykolyse. Bei pn = 5,5 liegt der H altepunkt für die Reaktionsfähigkeit des glykolyt. Enzyms, bei 8,2— 8,4 das Optimum. C itratblut verhält sich ebenso wie defibriniertes Blut, so daß Fibrin an der Glykolyse keinen Teil hat. Bei stärker alkal. Rk. hört der Parallelismus zwischen C itratblut u. defibriniertem Blut auf, weil die Gelifizierung nur des Citratblutes bei Ph= 8,5 beginnt. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 361—63. Kopenhagen, Physiol.

Inst.) Ha m b u r g e r.

J. ciuzet und T. Kofman, Hämolysierende Wirkung des Ultravioletts a u f iso­

tonische Lösungen von Blutkörperchen. Die Unterss. zeigen, daß U ltraviolett eine deut­

liche, hämolysierende Wrkg. auf isoton. Suspensionen von Blutkörperchen hat, jedoch der photochem. Effekt, welcher die gleichzeitige Ggw. von gel. Ionen u. Blutkörperchen während der Bestrahlung voraussetzt, nicht nur durch die direkte Wrkg. der Strahlung auf die Blutkörperchen erklärt werden kann. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 539—41.

Lab. d. physik. Biologie, Radiologie u. Physiotherapie.) Ha m b u r g e r.

Edgard Zunz und Jean La Barre, Die Veränderungen der Gerinnbarkeit, Glykämie und Calcaemie unter dem E influß von Radium. Die im Titel genannten Ver­

änderungen sind den durch harte Röntgen- u. y-Radium strahlen hervorgerufenen völlig analog. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 712—13. Brüssel, Univ., Inst, de théra-

peut.) Ge s e n i u s.

W. Fleischmann und Fritz Kubowitz, Über den Stoffwechsel der Leukocylen.

Untersuchungsobjekt: weiße Blutzellen der Gans, Exsudatzellen von Kaninchen nach Injektion von Ringerlsg. oder Paraffin. Die Unterss. m ußten wegen des Verklebens der Leukozyten in Citratlsg. vorgenommen werden. Manometr. Best. des Stoffwechsels anaerob u. aerob nach dem von W A RBU RG für Serum angegebenen Verf. Die Citrat- ringerlsgg. waren mit 5 Vol.-% C 02 gesätt. Bein anaerober Gärung bilden Leukozyten 2,8—1 2 ,8 % ihres Trockengewichts Milchsäure, was schon nahe an die anaerobe Gärung embryonalen oder Geschwulstgewebes heranreicht. Dio Atmung ist in den aeroben Verss. kleiner als die Gärung, Schwankungen sind auf das verschiedene Alter der Zellen zurückzuführen. Es ist anzunehmen, daß bei jungen Zellen analog den roten B lut­

zöllen die Atmung größer ist. F ü r den Fall, daß der Citratzusatz den Stoffwechsel schädigen sollte (ein A nhaltspunkt dafür fand sich bisher nicht), gelten die gefundenen W erte als Minimalwerte. (Biochem. Ztschr. 181. 395—99.) Sc h n i t z e r.

Maurice Piettre, I n einem hämolytischen Serumalbumin ist die spezifische A k ­ tivität nicht an die Totalität des Proteins gebunden. Durch Hämolysin wird nur ein

Pathol.) Op p e n h e i m e r.

Teil des gesamten Eiweiß zerstört, 32—41% behalten ihre spezif. Fähigkeit. (Compt.

rend. Acad. Sciences 1 8 4 . 952—54.) Ha m b u r g e r. W. H. Jansen und A. M. Loew, Die Mineralstoffe des menschlichen Blutes.

I. Mitt. Der Gehalt des normalen Blutserums an Kationen und Anionen. Das mensch­

liche Blutserum enthält: 320 m g% Na (315—350 mg% ), 20 m g% K (18— 22 mg% ), 10,2 mg% Ca (9,4— 11,0 mg%), 2,34 mg% Mg (1,8—2,8 mg%). Trotz der Schwan­

kungen um den Gesamtm ittelwert des Kations kann man von einer Isoionie, einer Konstanzerhaltung der Kationen im normalen Blutserum sprechen. Der Alkali­

quotient N a : K beträgt 16,5, der Erdalkaliquotient Ca: Mg 4,0—5,0, das Verhältnis K : C a 2,0. Bzgl. der Anionen sind folgende W erte festgelegt: für CI 360 m g% (335 bis 370 mg%), für P 13 m g% (10,1— 14,5 mg%), für S 141,5 m g% (117— 166,6 mg% ).

Dio Kohlensäurekapazität beträgt bei einer m ittleren C 02-Spannung von 40 mm Hg 60 Vol.-% (57— 63 Vol.-%), bzw. 118,G m g% C 02 oder 164,4 m g% H C03. Der Chlorid-Bicarbonatquotient beträgt 2,2; eine Verschiebung des Quotienten ist kein pathognostisches' Zeichen, sondern nur der Ausdruck eines veränderten Regulations- mechanismus zur Aufrechterhaltung der Blutrk. Die verwandten analyt. Methoden werden genau beschrieben; hier sei nur kurz die Best.-Art erwähnt: Fällung des Na als Na-Pyroantim oniat, des K als K -K obaltinitrit, des Ca als Ca-Oxalat, des Mg als Mg-Ammoniumphosphat; die Best. des CI nach V oL L H A R D , des P nach P r e g l , des S nach H a m b u r g e r, der C 02 nach B a r k r o f t . (Dtsch. Arch. klin. Med. 154. 195

bis 220. München, 2. med. Univ.-Klin.) HA M BURGER.

A. Siegler, Eigentümliche Wirkung des metallischen Nickels a u f menschliche Sera.

F iltriert man menschliches Serum m it Hilfe einer vernickelten Filterkerze, so erhält man ein Serum, das eine positive WASSERMANNsche Rk. gibt. Die Wrkg. des Ni m acht sich nur in der L uft bem erkbar; Sera im vac. m it Ni-Metall behandelt, werden nicht positiv. Daher verm utet der Vf. im Ni einen K atalysator für oxydative Vor­

gänge. (Compt. rend. Acad. Sciences 184. 954—56.) Ha m b u r g e r. Elizabeth Lee Hazen, Allgemeine und örtliche Immunität gegen M ein. Das M ein wurde durch E xtraktion m it Kochsalzlsg. aus Castorbohnenmehl gewonnen, w ar stark tox. für Kaninchen u. besaß starke agglutinierende Fähigkeiten gegen rote B lut­

körperchen. Vf. immunisierte Kaninchen rectal bzw. intraderm al u. prüfte die Im ­ m unität gegenüber rectaler, venöser u. dermaler Vergiftung. Rectale Immunisierung führt nur zu rectaler Im m unität, ebenso sind intraderm al vorbehandelte Tiere auch nur gegen rectale Vergiftung immun. Eine starke örtliche Im m unität der H aut en t­

wickelt sich nach Injektion von Ricin-Antiricingcmischen. (Journ. Immunology 13.

171—218. New York, Columb. Univ.) SCH N ITZER.

M. B. Osman, Immunisierung mit durch Goldchlorid entgifteten Bakterien, lstd.

Behandlung von Bakterien m it 2% wss. Lsg. von Goldchlorid führt zu einer E n t­

giftung der Bakterien, die zur Immunisierung von Kaninchen verwandt wurden.

Zu den Verss. dienten Tj'phus- u. Ruhrbazillen, Choleravibrionen, Pneumokokken, Streptokokken u. B. melitensis. Als Folge der Immunisierung stellt sich eine kräftige aktive Immunität ein, auch treten reichlich agglutinierende Antikörper dann auf, wenn der Behandlung m it Goldchloridbaktcrien eine Injektion lebender Organismen folgt.

Die Behandlung m it den entgifteten Bakterien allein h atte diese Wrkg. nicht. (Journ.

Immunology 13. 243—64. Edinburgh, Univ.) SCH N ITZER.

Lloyd D. Felton und Gladys Kauffmann, Enzymwirkung auf Pneumokokken­

antikörper. Der Antikörper gegen Pneumokokken von Typ I, II u. I I I ist ein in W.

uni. Protein, das von Pepsin, Trypsin, Pancreatin u. Papain angegriffen wird, da nach der Behandlung m it den Fermenten die Schutzwrkg. vermindert ist. Bei Be­

handlung m it Rennin, Ptyalin, Amylopsin, Takadiastase u. Malzdiastase erfolgt nach längerer Einw. ein meist nur geringfügiger Wirksamkeitsverlust. HuN TO O N s

Anti-204*

körper wird durch popt. u. try p t. Verdauung vollständig zerstört. (Journ. Immunology 13. 219— 35. Boston, H arvard med. school.) Sc h n i t z e r.

F. A. Hoppe-Seyler, Über Vorkommen und Nachweis des Arginins im Cystin- urikerharn. Vf. weist zum erstenmal das Vork. von Arginin im Menschenharn nach.

D ie sch w ierig e Best. des Arginins erfolgte d u rc h Fällung mit K E S S E L scher Flavian- säure, Zers, des Flavianates m it Baryt, Ausfällung der Nebenprodd. durch Phosphor­

wolframsäure u. schließlicher Umsetzung des gereinigten F iltrates m it CuC03, unter Bldg. von d-Argininleupfernitrat. D ie Ausscheidung von Arginin im H arn eines Cystinurikers ist für die Cystinurie spezif., eine Folge des gestörten Eiweißstoffwechsels, sei es, daß hier die Arginase, der Spaltungsvorgang in Harnstoff u. Ornithin, gestört ist, oder die nicht in der Leber stattfindende Umwandlung in Kreatin u. event. Histidin.

Im Anschluß an die Feststellung, daß Arginin im Cystinurikerharn vorkommt, wird der Zusammenhang von Cystinurie u. Diaminurie erörtert, ohne eine positive Theorie aufzustellen. (Dtseh. Arch, klin. Med. 154. 97— 10G. Würzburg, Physiol.-Chem.

Inst.) Ha m b u r g e r.

R. Monceaux, Über Cystinurie bei Tuberkulosen. Der Koeffizient

S total ist bei Tuberkulosen sehr vergrößert. Auf Grund der Metabolismusstudien des Schwefels kann man auf verminderte Oxydationsfähigkeit bei Tuberkulosen schließen.

Der neutrale S wird in Cystin umgewandelt u. erscheint als solches im Harn. I11

allen Stadien der K rankheit konnte Cystin auf folgende Weise isoliert werden: Klärung des H arns m it bas. Pb-Acetat, Entfernung des Pb m it H 2S, Konz., Aufnahme mit NH3, nochmalige Konz. u. Krystallisation. Bisweilen erscheint Cystin krystallisiert in den Harnsedimenten. Man spricht von einer Cystinurie, wenn 25% des Total-S als Neutral-S vorhanden ist. Die Feststellung von Cystinurie ist sehr wesentlich bei Ernährungsstörungen dieser Kranken. (Compt. rend. Soc. Biologie 96. 323—24.

Hosp. Cochin.) Ha m b u r g e r.

R. Scheller, Über den Milchsäuregehalt pathologischer Ergüsse. Transsudate der Pleura enthalten den gleichen Milchsäure- u. Zuckergehalt wie das Blut. In sterilen lympho- u. leukozytären Ergüssen findet sich, je nach Lage des Falles, ein wechselnder Milchsäurespiegel von 17—32 mg-°/0. Bei Tuberkulosen der Pleura u. eitrigen Infek­

tionen derselben fanden sich völliger Zuokerschwund u. hohe Milchsäuremengen im Exsudat, ebenso in einem Tumorexsudat. In Ascitesfll. bei Tumoren fand sich ein hoher Milchsäurewert, ohne daß der Zucker wesentlich herabgesetzt war. Transsudate, Exsudate der Pleura, sowie Ascitesfll. weisen, insoweit sie keine Eiterbildner enthalten, keine Glykolyse auf. (Münch, med. Wchschr. 73. 1879—81. München-Schwabing,

Krankenh.) Fr a n k.

W. Schmitt, E in Überblick über Technik, K linik und Theorie der Kolloidreaktionen des Liquor cerebrospinalis. K rit. Besprechung der Goldsol-, Mastix- u. Benzoerk., sowie Angaben über die vom Vf. m it diesen Rkk. gemachten Erfahrungen. In einem klin.

Teil: Deutung der Resultate. (Kolloid-Ztsehr. 41. 261—71. Leipzig, Univ.-Poli-

klinik.) GESENIUS.

H. Reinwein und W. Singer, Studien über Gewebsatmung. III. Mitt. Der Einfluß des physikalisch-chemischen M ilieus auf die Atmung überlebender Warmblüterorgane.

(II. vgl. Gr a f e, Re i n w e i n u . Si n g e r, Biochem. Ztschr. 165. 102; C. 1926. I. 1439.) Es wurde der Einfluß von Milieuänderungen auf die Atmungsgröße überlebender Gewebsschnitte (Leber u. Niere) innerhalb 1—2 Stdn. untersucht. Betreffs der Iso- tonie wird der 0 2-Verbraueh durch Ringerlsg. (nach Wa r b u r g) mit einem A zwischen 0,35 u. 0,75 nicht verändert. Auch die [H ] ist innerhalb der physiol. Grenzen, pn = 6,5— 8,4, auf den 0 2-Verbraueh prakt. ohne Einfluß, wobei ein geringes Optimum bei etwa pH = 8,0—8,4 zu liegen scheint. Die Untors, der Wrkg. von Elektrolyten ergab bei der Niere, daß die Atmung in der von Wa r b u r g angegebenen Fl. am besten ist,

etwas kleiner (etwa 20%) >n einer Lsg. von NaCl -f- N aH C 03 bzw. Ringer ohne CaCl3 bzw. Ringer ohne KCl, noch geringer (50%) in physiol. NaCl-Lsg. E in direkter A nta­

gonismus zwischen K u. Ca konnte nicht gefunden werden; dagegen scheint Erhöhung von CaCl2 immer schädigend auf die Atmung zu wirken, während m it KCl keine ein­

deutigen Befunde erhalten werden konnten. In noch stärkerem Maße als in reiner NaCl-Lsg. wurde die Atmung in reinen KCl- u. CaCl2-Lsgg. auch bei N aIIC 03-Pufferung irreversibel geschädigt. Die Leber scheint gegen Änderung der Elektrolyte viel weniger empfindlich zu sein als die Niere. Das N aH C 03 selbst bewirkte bei diesen Verss. keinen erhöhten 0 2-Verbrauch. (Biochem. Ztschr. 1 8 3 . 315— 27.) Lo h m a n n.

Pierre Belm, Einfluß der Nahrung auf die Zusammensetzung des Reservefettes (veränderlicher Faktor). Kulturverss. m it Mikroorganismen u. Stoffwechselverss. an höheren Tieren, die eine konstante Grundnahrung m it wechselnden Fettm engen u.

-arten erhalten, u. bei denen nach Abschluß der Versuchstage die Gewebe u. F e tt­

depots auf die JZ. untersucht werden. Als wesentliches Ergebnis wird festgehalten, daß die Lipogenese im quantitativen wie im qualitativen Sinn für die verschiedenen Tierarten nicht ident, ist, sondern einen spezif. Charakter bei der einzelnen A rt besitzt.

(Bull. Soc. Chim. biol. 8. 1120—30. 1926. Straßburg, Inst. d. Physiol. g6n.) Opp.

E. Poulsson, Bemerkungen über fettlösliche Vitamine und Sterilität (habituellem Abort). Durch Zufuhr von Lebertran vom 4. Schwangerschaftsmonat an wurden von einer Frau, die bis dahin mehrere Aborte erlitten hatte, 2 gesunde Kinder zur Welt gebracht. (Münch, med. Wchschr. 7 4 . 674. Oslo, Univ.) Fr a n k.

Friedrich Holtz, Die Rachitis und ihre Beziehung zum Ergosterin. Alle Nahrungs­

stoffe, die durch Bestrahlung antirachit. Eig. gewinnen, enthalten als Vorstufe der antirachit. Substanz in geringen Mengen einen Verwandten des Cholesterins, das Ergo­

sterin, das unter Einw. langwelliger ultravioletter Strahlen sich in einen Körper m it antirachit. Wrkg. verwandelt. Das Ergosterin läßt sich leicht aus Hefe gewinnen, seine genaue K onst. ist noch unbekannt, jedenfalls besteht ein Molekül aus denselben Ringsystemen, wie die verschiedenen Cholesterinderivv. u. die Gallensäuren. 3 Doppel­

bindungen erklären das opt. Verh. u. die große Rk.-Fähigkeit des Ergosterins. Seine Löslichkeit in organ. Substanzen ist geringer als die seiner meisten Verwandten, es gelingt nicht, 0,1 %ig. Lsgg. in Paraffinöl herzustellen, während dio Löslichkeit in Provenzeröl bedeutend größer ist. Die Vorgänge, die sich im Ergosterinmolekül bei der Bestrahlung abspielen, also die Aktivierung des Provitamins zum Vitamin, sind noch ungeklärt. Das Vitamin selbst ist äußerst leicht oxydierbar, so daß es durch Lagern an der L uft oder in wss. Lsg. schnell zerstört wird. Vf. verwendet zur Akti­

vierung des Provitamins ausschließlich das Licht einer Magnesiumfunkenstrecke. Die Liniengruppe des Mg bei etwa 280—285 fi/i erweist sich für die opt. Umwandlung der Cholesterinpräparate in ihre antirachit. wirksame Form im Sinne von H e s s u. WEINSTOCK als besonders geeignet. Man erreicht m it 10 Min. Bestrahlung durch eine kleine Funkenstrecke soviel, wie in 1 Stde. m it dem vollen Licht einer Quecksilber­

bogenlampe, das zwischen 300 u. 254 ¡iji keino intensiven Emissionslinien enthält.

Zudem brauchen keine Vorkehrungen gegen eine Erwärmung der Cholesterinlsg. ge­

troffen zu werden. Werden rachit. R atten täglich 0,01 mg bestrahltes Ergosterin, in Paraffinöl oder Olivenöl gel., zugeführt, so werden die Tiere in 2—3 Wochen geheilt.

Die Heilung zeigt sich im Steigen des säurelöslichen Serumphosphorspiegels u. Ein­

setzen einer lebhaften Verkalkung des Knorpelgewebes. R atten, die auf Rachitisdiät gesetzt werden u. als Zulage bestrahltes Ergosterin erhalten, erkranken nicht an Rachitis. Mit der Ergosterintagesdosis kann bei diesen Verss. auf 0,001—0,002 mg pro Tier heruntergegangen werden. Der physiolog. Wirkungsmechanismus des be­

strahlten Ergosterins ist noch völlig ungeklärt. Durch opt. Unterss. wurde bewiesen, daß nicht das Cholesterin, sondern eine in sehr geringen Mengen fast stets vorhandene

Verunreinigung des Cholesterins als Provitam in anzusprechen ist, nämlich das Ergo­

sterin. (Dtsch. med. Wchschr. 53. 70G— 08. Göttingen, Univ.) Fr a n k.

L. Random und R. Lecoq, Qualitative und quantitative Untersuchungen über das wasserlösliche Vitamin B in den Hefen und in den Kulturmedien dieser Hefen. Zur

L. Random und R. Lecoq, Qualitative und quantitative Untersuchungen über das wasserlösliche Vitamin B in den Hefen und in den Kulturmedien dieser Hefen. Zur