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M. Webb, Ziegel und Mörtel für die chemische Industrie bei langdauernder Ver

V . Anorganische Industrie

A. M. Webb, Ziegel und Mörtel für die chemische Industrie bei langdauernder Ver

wendbarkeit. Die keram. Werkstoffe für die verschiedenen Verff. der chem. Industrie werden besprochen. (Chem. metallurg. Engin. 36- 565— 66. Sept. 1929. Charlotte,

N. C., Chem. Construction Co.) SALMANG.

Axel Ekwall, Verschlechterung von Beton bei Wasserbauten. Zerstörung trat nur bei solchen Bauten ein, bei denen der Beton einseitigem W.-Druck ausgesetzt war.

Diese Wrkg. t r a t ein bei reinen u. bei wenig reinen W ässern, auch der pH -W ert war ohne Einfluß. Die Ursache der Zerstörung muß in der Auslaugung des Ca(OH)2 gesucht werden, das etwa 13—17% des hydratisierten Zements ausmacht. Es wird von dem unter Druck in die Poren eindringenden W. ausgelaugt. Nach soiner Entfernung wird durch Zers, der Ca-Verbb. neues Hydrat gebildet, welches ebenfalls entfernt wird, bis der Beton zusammenbricht. Geringe Porigkeit ist nur bei fettem Beton von 1 Zement zu 4V2 Zuschlägen gew ä h rleistet. Humus ist gefährlich, wenn er die Sandkörner über­

zieht, da er die Körner von den Bindestoffen trennt. Solche Sande sollen in geringen Mengen oder gar nicht verwendet werden. Humus als eingesprengte Körner ist harmlos.

Zuschläge von Traß, Schiefermehl o. dgl. bis zu 25% hatten keine porenmindernde Wrkg. 10% Ca(OH)2 oder 5% CaCl2 wirkten günstig, wenn auch der W.-Zusatz erhöht werden mußte. Auch viel feinster Sand wirkte förderlich. Pyrit, Ton, Kalle oder Glimmer im Sand hatte keine nachteiligen Wrkgg. Hochwertige Zemente ergaben denselben Porenraum wie gewöhnliche Zemente. (Concreto 35. Nr. 4. 21—22. Okt. 1929.

Stockholm, Roy. Board of Waterfalls.) SALMANG.

Wemekke, Kieselgur als Beimengung zum Beton. Vf. berichtet über die von Amerika kommende Propaganda für Cclit, das nur ein reines Kieselgur darstellt. Es bindet den Kalk im Beton wirksam ab u. wirkt dadurch dichtend u. erhöhend auf die Festigkeit. Magerer Beton braucht mehr als fetter Beton. (Tonind.-Ztg. 5 3 . 1556— 57.

4/11. 1929.) Sa l m a n g.

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Walter Obst, Über neuere Kaltasphullverfahren im Straßenbau. E s w erden ein ige neuere meist auslän d. V e rff. (Colas Kaltasphalt-Ges. D resden , Mi c h a e l P . Co u g h l i n, Chcm. Fabrik B u ck a u , A m m e n d o rf, I . A . Mo n t g o m e r i e, G lasgow , Fr. L . Ca r s o n, B erk eley , C a liforn ien , S. A . des E ta b lissem en ts A . Le n d o r n e y; Soc. d ’ E tu d es Ghimiques pour l ’ In d u strie, S ch w eiz; G . Ba u m e, P a ris ; L . Ki r s c h b r a u n, Chicago;

Mi c h e l Tr u x, Frankreich; R ü tgersw erk e A . G.) krit b esproch en . (T eer u. Bitumen

27. 377— 79. 1/8. 1929.) " Na p h t a l i.

H. Burchartz, Bas Verfahren zur Prüfung von Mauerziegeln auf Druckfestigke.it.

Aus zahlreichen Verss. ging hervor, daß die Druckfestigkeit nicht an Proben festgestellt werden kann, die aus 2 Hälften von Normalsteinen hergestellt werden. Sie kann auch nicht an Zylindern festgestellt werden. Sie läßt sich nur an Würfeln feststellen, welche aus einem Stein herausgeschnitten werden. Die Ursache des Versagens von gemörtelten Proben ist in der zu geringen Festigkeit der Mörtelschicht zu suchen. (Dtsch. Ton-

Ziegel-Ztg. 6. 646—50. 22/11. 1929.) Sa l m a n g.

Henri Rotiert Bourgouin, Frankreich, Mittel zum Einfeilen von Forinen für keramische Erzeugnisse. Die Mittel bestehen aus Mischungen von pflanzlichen oder tier. Fetten, Alkali, ockerhaltiger Erde u. gegebenenfalls Colcotar. Die Anwendung der Mittel sichert leichte Entfernbarkeit der keram. Gegenstände aus den Formen u. gleichmäßige Färbung der Gegenstände. (F. P. 667 854 vom 21/1. 1929, ausg.

24/10. 1929.) Kü h l i n g.

Hydraulic-Press Brick Co., übertr. von: Sidney H. Ivery, St. Louis, V. St. A., Glasieren keramischer Gegenstände. Die Oberflächen der ungebrannten Gegenstände werden mit Mischungen von Kaolin, Kieselstein, einem Alkalialuminiumsilicat, wie Feldspat, einer Fritte u. einem Farbstoff überzogen, zunächst den Ofengasen ausgesetzt, dann gebrannt u. bei der Höchsttemp. des Brennens mit Salz behandelt. (A. P.

1 735167 vom 24/2. 1928, ausg. 12/11. 1929.) Kü h l i n g. Alfred Pott, Berlin, Einschmelzen von Rohstoffen oder Gemischen solcher, insbesonders für die Glaserzeugung, bei dem das Rohgut in feiner Verteilung u. in freiem, gegebenen­

falls beschleunigtem Fall fortlaufend in eine von den Heizgasen durchspülte Schmelz­

kammer eingespeist wird, 1. dad. gek., daß man das Rohgut in breitem Strom der Einw. gegen diesen gerichteter Heizgasstrahlen aussetzt u. mit diesen im Gleichstrom weiterfließen läßt, bis es vollständig geschmolzen ist. Die Durchtrittsgeschwindigkeit kann durch Änderung der Fallhöhe oder Erteilung einer geeigneten Anfangsgeschwindig­

keit geregelt werden. — 2. Einrichtung zur Ausübung des Verf. nach Anspruch 1, gek.

durch eine oder mehrere geneigte als Schmelzkanäle dienende Führungen, in welche die Heizgase oder die Brennerflamme u. die zu schm. Stoffe eingeleitct werden. (D. R. P.

486 447 K l. 32a vom 30/6. 1923, ausg. 25/11. 1929.) KÜHLING.

Soc. Anon. des Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de St. Gobain, Paris, Sicherheitsglas. Zum Vereinigen von zwei Glasscheiben mit der Celluloidschicht verwendet man als Bindemittel Lsgg. der teilweise polymerisierten Kunstharze aus CH,0 u. Phenol oder Harnstoff oder aus Glycerin u. Phthalsäureanhydrid. (E. P.

317369 vom 11/7. 1929, Auszug veröff. 9/10. 1929. Prior. 14/8. 1928.) Fr a n z. British Celanese Ltd., London, übert. von: V/. H. Moss, Cumljerland, Maryland, Herstellung von Celluloseestennassen und Sicherheitsglas. Die Plastizität von Cellulose­

estermassen wird durch den Zusatz von 1— 6°/0 W. erhöht. Das Formen von Pulver aus Celluloseacetat, einem Weichmachungsmittel, wie Triacetin, Füllstoffen kann bei geringerem Druck erfolgen, wenn man der Mischung kleine Mengen W. zugibt. Das Verf. eignet sich besonders zur Herst. von Sicherheitsglas. Man taucht die als Zwischen­

schicht dienende Celluloidschicht in W., das Lösungsmm. u. Weichmachungsmittel enthalten kann, u. preßt dann die Glasscheiben zusammen. Verwendet man Gelatine oder Leim als Bindemittel, so erleichtert das in dem Celluloid befindliche W. das Haften an den Glasscheiben. (E. P. 317 443 vom 1/8. 1929, Auszug veröff. 9/10.

1929. Prior. 16/8. 1928.) Fr a n z.

Fernand Parentani, Brüssel, Reinigung von Ton und anderen Erden oder Gesteinen mit Hilfe gasförmigen Schwefelwasserstoffes bei gewöhnlicher Temperatur. (D. R. P.

486 910 Kl. 80b vom 5/12. 1925, ausg. 27/11. 1929. — C. 1926. II. 1784.) K ü h lin g.

Isaac Harter, Dougan Hills und Anthony M. Köhler, Jersey City, V. St. A., Hitzebeständige Gegenstände. Aluminiumreiche Mischungen von Al u. SiO, enthaltenden Stoffen, vorzugsweise Mischungen von Bauxit u. Kaolin werden bis zum Zusammen­

backen geglüht, die erhaltenen Massen fein gepulvert, gegebenenfalls mit gepulvertem 728 HVI. Gl a s; Ke r a m i k; Ze m e n t; Ba u s t o f f e. 1930. I.

Abfall früherer gleicher Vorgänge o. dgl. gemischt, geformt u. bis zum Verglasen der Oberflächen der geformten Gegenstände erhitzt. (A. P. 1734726 v o m ,25/5. 1923,

ausg. 5/11. 1929.) Kü h l i n g.

Doherty Research Co., New York, iibert. von: Jon D. Morgan, Mapplewood, V. St. A., Feverfeste Gegenstände. Mischungen von kleinkörnigem Zr02 oder anderen Verbb. bzw. Erzen des Zr werden mit Monazitsand u. einer Mineralsäure, besonders H2S04 gemischt u. die Mischungen auf 600— 1250° erhitzt. Das dabei entstehende P20 5 bewirkt festen Zusammenhalt der Masse. (A. P. 1734 595 vom 17/2. 1927,

ausg. 5/11. 1929.) Kü h l i n g.

Verein für chemische und metallurgische Produktion, Aussig, Herstellung keramischer Magnesia- und Kalk-Magnesiamassen. (D. R. P. 486 856 K l. 80b vom 11/6. 1925, ausg. 26/11. 1929. — C. 1927- II. 160.) Kü h l i n g.

A. N. P. Jacobs, Kopenhagen, Gefärbte Magnesiazementformstücke. Die Stücke werden zunächst in eine Lsg. von KMn04, (NH4)2Cr04 oder von anderen oxydierenden Prodd. eingetaucht u. dann in eine Lsg. von CoCl2 oder Co(N03)2. Oberflächenteile, die nicht gefärbt werden sollen, werden mit einem öligen Stoff überzogen. (E. P. 315 126 vom 14/8. 1928, ausg. 1/8. 1929.) M. F. Mü l l e r.

Thomas Rigby, London, Herstellung von Zement in einem Drehrohrofen, wobei Schlamm fein verteilt in den Ofen hinein zerstäubt wird, und Ofenanlage dazu. (D. R.P.

486 948 K l. 80c vom 26/9. 1925, ausg. 28/11. 1929. E. Priorr. 25/7. u. 12/8. 1925. —

O. 1928. I . 1997.) Kü h l i n g.

Vulcan-Feuerung Akt.-Ges., K ö ln , Beeinflussung des Ganges von Kalk- und Dolomitbrennöfen durch in die Brenn- oder Sinterzone des Ofens eingefiihrtes Wasser, gek. durch eine derartige Herabkühlung des einzuführenden W., daß dieses in fl. Zu­

stande auf den Kalkstein u. den Koks auf trifft. — Außer der Beschleunigung des Ganges wird auch Verminderung des Koksverbrauches erreicht. (D. R. P. 485 981

K l. 80c vom 27/11. 1928, ausg. 8/11. 1929.) KÜHLING.

J. Ter Smitte, J. C. Ter Smitte und J. P. Ter Smitte, Rotterdam, Kunst­

marmor. Die Innenwände einer Form werden mit fl. oder pulverförmigen, gleich- oder verschiedenfarbigen Farbstoffen bedeckt, die steinbildende M. wird in breiförmigem Zustande anteilweise in die Form eingebracht u. nach jedesmaligem Einbringen wird die Form zwecks Verteilung des Farbstoffs geneigt oder gerüttelt. (E. P. 315 799 vom 18/7. 1929, Auszug veröff. 11/9. 1929. Prior. 18/7. 1928.) KÜHLING.

Perrin & Tuscher, Genf, Bindemittel. Gekörnte Schlacke, besonders Hochofen­

schlacke, CaO, vorzugsweise nicht hydraul. tonhaltiger Zement u. 1— 10°/o NaOH, K2SO.j, BaCl2, Gips oder mehrere dieser Stoffe werden gemahlen. Die Erzeugnisse dienen zur Regelung der Abbindezeiten von Schlackenzementen. (Schwz. P. 129818

vom 1/2. 1928, ausg. 1/4. 1929.) Kü h l i n g.

Urbain Chandeysson, Frankreich, Mörtelmassen. Fein gepulverter Kalkstein, Sand, Bauxit, Eisenerz o. dgl. wird mit fein gepulvertem Na2C03, K„CO:) oder NaCl gemischt. Beim Verrühren mit W. entstehen formbare Massen. (F. P. 665 657 vom

14/3. 1928, ausg. 21/9. 1929.) Kü h l i n g,

Raymond Bourgeois, Belgien, Geformte Massen. Tonbrei wird mit aufgestäubtem Zement zu einer gleichmäßigen Mischung verarbeitet, diese geformt u. abbinden gelassen.

(F. P. 666 504 vom 28/12. 1928, ausg. 2/10. 1929.) Kü h l i n g. I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Deutschland, Porige Baustoffe. Die Rohstoffe werden mit W. u. schaumbildenden Stoffen, besonders organ. Sulfosäuren, ihren Estern oder Estersalzen bis zur Schaumbldg. geschlagen, es werden gegebenenfalls vor, während oder nach der Schaumbldg. Stoffe zugesetzt, welche, wie Zement oder andere schwach sauer oder schwach alkal. reagierende Massen, die Beständigkeit des Schaumes erhöhen, u. es werden die Mischungen getrocknet u. gebrannt. (F. P. 667 821 vom 21/1. 1929, ausg. 24/10. 1929. D. Prior. 23/1. 1928.) Kü h l i n g.

Oesterreichisch-Amerikanische Magnesit Akt.-Ges. und Konrad Erdmann, Radenthein, Bauplatten. Aus Holzwolle u. Sorelzement hergestellte Bauplatten werden mit einem aus Zement- oder Asbestzementbrei bestehenden Bindemittel bestrichen, ein etwas steiferer Asbestzement, der etwa die Beweglichkeit von feuchter Pappe besitzt, aufgebracht u. die M. unter mäßigem Druck zusammengepreßt. (Oe. P.

113 003 vom 6/2.1928, ausg. 25/4.1929.) Kü h l i n g. Franz Winkler, Bruck, Österreich, Dachplatten u. dgl. Aus dickbreiigen Mischun­

gen von Ton, Lehm u. dgl., Asbestfasern u. W. oder Wasserglas hergestellte Form­

stücke werden so lange mit kammartigen Werkzeugen bearbeitet, bis die

Asbest-Hvn. Ag r i k u l t u r c i i e m i e ; Dü n g e m i t t e l; Bo d e n. 1930. I.

fasern in paralleler Längsrichtung liegen, gepreßt u. gebrannt. (Oe. P. 113143 vom 23/9. 1925, ausg. 10/5. 1 9 2 9 . ) ___ ______________ K Ü H L IN G . Adolf Kleinlogel, Einflüsse auf Beton. U nter Mitarb. von Franz Hundeshagen, Otto Graf

hrsg. 3. Aufl. Lfg. 5. 'B o g . 25— 30>. (S . 385— 480.) B erlin : W . Ernst & Sohn 1929.

gr. 8°. J e L fg. M. 6.— .

VII. Agrikulturchemie; Düngemittel; Boden.

Walter Thomas, „ Gleichgewichtsdüngung“ und Liebigs Gesetz vom Minimum.

Diskussion der Arbeiten von M i t s c h e r l i c h , L a g a t u u . M a u m e . Durch Fehlen eines der Dünger von N, P, K wird die Pflanze veranlaßt, von den anderen beiden mehr aufzunehmen. D a d u r c h wird das Gleichgewicht gestört u. der Ertrag herab­

gesetzt. Aus diesem Grunde ist Vf. der Ansicht, daß das „Gesetz vom Minimum“

nicht aufrecht erhalten werden kann. (Science 70. 382—84. 18/10. 1929. Pennsylvania,

State College.) _ T r e n e l .

W. Zielstorff, A. Keller und W . Beutler, Düngungsversuche init städtischen Abwässern im Jahre 1928. Auf Sandböden litten durch Berieselung die Untergräser, während die Obergräser bedeutende Mehrerträge aufwiesen. Auch Sommerweizen, Hafer u. Kartoffeln zeigten Erntesteigerung. Durch die Berieselung wird dem Boden in erster Linie N zugeführt; für Halmfrucht genügt eine Stauhöhe von 25 cm, für Hackfrucht u. Gras sind 35 cm notwendig. Fütterungsverss. mit Hammel ergaben, daß das „berieselte“ Heu gut verdaulich war u. daß durch die Berieselung die doppelte Menge verdaulicher Nährstoffe je Fläche geerntet wird. (Ztschr. Pflanzenernähr.

Düngung Abt. B 8. 481— 501. Okt. 1929. Königsberg, Univ.) T r e n e l . Sante Mattson, Die Gesetze, die das Verhalten der Bodenkolloide bestimmen. I.

Vf. beschäftigt sich mit dem von W lE GN ER u. von G e d r o i z nachgewiesenen Einfluß der „austauschbaren Basen“ des kolloid-dispersen Bodenanteils auf dessen physikal.

Eigg.; teils wurden die Bodenkolloide aus S h a r k e y - u. NORFOLK-Lehm isoliert, teils wurde ein amerikan. Ton von großer Reinheit u. besonderen Eigg. („Bentonit“ ) direkt zur Unters, verwendet. Der „Bentonit“ zeichnet sich durch hohes Quellungs­

vermögen aus, das er bei der elektrodialyt. Entbasung verliert, das jedoch durch Sättigung mit NaOH wieder hergestellt werden kann. Vf. sättigt die elektrodialyt.

entbasten „Bodenkolloide“ mit Li', Na‘, K ‘, Ca" u. Ba u- studiert die Ionenverteilung im Gel u. in der Salzlsg., die durch eine Membran mit dem Gel bis zum Eintreten des Gleichgewichts in Berührung stand., Vf. füllte zu diesem Zweck Pergamentpapier- Dialysatorhülsen mit NaCl, NaN03, Na2S04, Na4Fe(CN)6-Lsgg. u. tauchte sie 3 Tage in das mit der entsprechenden Lsg. aufgeweichte Gel ein. Das Gel wurde bei 110°

getrocknet u. so der Wassergeh. bestimmt. Zur Best. dor Anionenkonz, im Gel wurde mit einer 1-n. Mg-Lsg., deren Anion jeweils so gewählt wurde, daß es die Best. nicht störte, ausgewaschen, die vereinigten -Waschwässer eingedampft u. das gesuchte Anion quantitativ bestimmt. Die Best. der Anionenkonz, in der Dialysatorhülse ergab, daß die Konz, der Anionen im Gel kleiner war, wenn es sich um Ionen handelt, die sich beim

„Basenaustausch“ nicht beteiligen. Diese negative Adsorption von CI' z. B. war am größten im System Na-Bentonit-NaCl u. nahm in der Reihenfolge Na, K, Ca, Ba zum Ba-KoUoid-BaCl2-System ab; bzgl. der Anionen wurde für Na-Kolloide die Reihe CI' = NO.,' S04" < Fe(CN)6" " ermittelt. In Abwesenheit von „freien Elektrolyten“

werden Potentialdifferenz, Quellung u. Viscosität allein vom Dissoziationsgrad der

„eingetauschten“ Basen bestimmt in Übereinstimmung mit der H oFM ElSTERschen Reihe. Bei Ggw. von „freien Elektrolyten“ werden Potentialdifferenz, Quellung u.

Viscosität herabgesetzt u. zwar hängt diese Wrkg. allein von der Valenz ab. Das DONNAN-Gleichgewicht an Membranen wird nicht als Ursache der Erscheinung, sondern als Folge angesehen. Die Ursache ist die Bldg. eines Ionenschwarms um das kolloidale Teilchen. (Soil Science 28. 179—220. Sept. New Jersey, Agric.Exp. Stat.) T r e n e l .

D. Feher und R. Bokor, Biochemische Untersuchungen über die biologische Tätig­

keit der sandigen 'Waldböden auf der ungarischen Tiefebene. Die biolog. Verhältnisse der unfruchtbaren Sand- u. Alkaliböden der ungar. Tiefebene sind verhältnismäßig günstig. Ihre Durchlüftung ist gut, ihre Bodenatmung ist besser als die der schweren Waldböden. Ihre Bakterienflora ist zwar kleiner als die der genannten, dio Anzahl der Nitrifikanten jedoch höher. Die Rk. ist annähernd neutral. Aus diesen Gründen kommen Vff. zu dem Schluß, daß in erster Linie die Regenarmut dieser Gebiete für

die schwierige Aufforstung verantwortlich zu machen ist. (Biochem. Ztschr. 209.

471— 88. 24/6. 1929. Goßron, Techn. Hochsch.) T r é n e l . Nil. P. Remesow, Die oxydierenden und reduzierenden Prozesse in dem Podsol­

boden. Vf. bestimmt das Reduktions- bzw. das Oxydationspotential in Böden mit platinierten Elektroden potentiometr.; Bezugselektrode: gesätt. Calomel. Im Podsol- horizont nimmt die Potential-Differenz stark ab. In Moorböden nimrht die Potential- Differenz im „Humussubhorizont“ mit steigender Versumpfung ab. In der 1. Hälfte des Sommers ist die Potential-Differenz höher als in der zweiten. Die größten Schwan­

kungen der Potential-Differenz zeigt Wiesenboden. Durch Stallmist wird die Potential- Differenz verringert, durch Kalkung erhöht. (Ztschr. Pflanzenernähr. Düngung Abt. A 15. 34— 44. 1929. Moskau, Wiss. Inst. f. Düngemittel.) T r é n e l .

A. N. Murray und W. W. Love, Die Einwirkung organischer Säuren auf Kalk­

stein. Die Bodenbakterien erzeugen Säuren, welche den Kalkstein aufzulösen ver­

mögen. C02 wird sowohl bei der bakteriellen Zers, von Pflanzenresten, als auch durch die Zers, von CaC03 durch die von den Bakterien produzierte Säure gebildet. Diese Bakterien sterben in alkal. Medien ab, vermögen aber im W. in größere Tiefen ein- zudringen. (Bull. Amer. Assoc. Petroleum Geologists 1 3 .1467—75. Nov. 1929.) E n s z .

Károly Schilberszky und Jenö Urbányi, Laboratoriumsuntersuchungen zur Be­

wertung des kuTistdüngerhaltigen Trockenbeizmittels „Triamid“ . Laboratoriumsverss.

mit dem ersten, in Ungarn hergestellten Beizmittel. Die fungicide Wrkg. gegen Weizen­

steinbrand (Tilletia tritici et foelens) ist vollkommen. Die Keimung selbst wird durch das Beizen mit Triamid günstig beeinflußt. (Mezogazdasági-Kutatások 2. 433— 38.

Okt. 1929. Budapest, Univ.) T r é n e l .

P. Diaz Aguirreclie und A. Establier Costa, Über die Methode von Neubauer. I.

Vff. beschreiben eine Reihe von Bodenunterss., die sie nach der Methode von N e u ­ b a u e r (C. 1924. I. 954) ausgeführt haben, u. teilen einige Abänderungen mit, die in ihrem Laboratorium ausgearbeitet worden sind. (Anales Soc. Española Eisica Quim.

27- Techn. Teil. 233— 46. Juli/Aug. 1929.) W i l l s t a e d t . Br. Tacke und Th. Arnd, Zur Bestimmung des Puffervermögens von Böden. Bei der Anwendung der Methode J e n s e n auf Moorböden ergaben sich experimentelle Schwierigkeiten, die beseitigt wurden. Boi Zusatz von 12 ccm 1/30-n. Ca(OH)2 zu einem sauren Lehmboden steigt die Pufferungskurve über die Vergleichskurve hinaus, nach Ansicht der Vff., weil durch Basenaustausch Alkaliionen in Lsg. gehen. (Ztschr.

Pflanzenernähr. Düngung Abt. A 15. 44— 51. 1929. Bremen, Moorvcrs.-Station.) T ré.

J. von Csiky und G. von Eperjessy, Vergleichende Untersuchungen über die

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