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B. D. Varma, Die Erzeugung von unlöslichen Azofarbstoffen auf Textilfasern

XVI. Nahrungsmittel; Genußmittel; Futtermittel

H. L. Bungenberg de Jong und W. J. Klaar, Beitrag zur Kenntnis der Koüoid- chemie des Klebers. I. u. II. Eine Lsg. von Kleber in verd. HCl (pH = 4,6; 113,4 mg Protein in 10 ccm) wird bei Zusatz von NaOH opalisierend, trübe, opalisierend u.

wieder klar. Mkr. betrachtet enthält das opalisierende System kleine Teilchen in lebhafter BROWNscher Bewegung, das trübe System größere Teile mit geringerer Bewegung. Kolloidchem. bedeutet dieses Verh.: Abnahme der Hydratisierung infolge Abnahme bis zum isoelektr. Punkt u. wieder rückwärts. Die trübe Lsg., ein System zweier fl. Phasen, setzt nach einigen Tagen ein fl. Sediment ab, analog dem System Phenol-W. Erhitzen klärt, Abkühlen trübt die Lsg. wieder. Acetonzusatz verschleiert die Umrisse der mkr. erkennbaren Teilchen. Die ursprüngliche Fl. läßt sich bei kon­

stantem pn durch Elektrolyte ausfällen. Die Einw. der Elektrolyte wird viscosimotr.

verfolgt. Da das Protein bei dieser ph positiv geladen ist, wirkt von der lyotrop. Serie S04, CI, Br, N03, J, CNS das S04-Ion am schwächsten, das J-Ion am stärksten aus­

salzend. Zur Klärung der Erscheinung des Absetzens einer Fl. aus dem System zweier fl. Phasen wird zunächst die Lsg. eines Weizenproteins, des Gliadins, in A. viscosi- metr. verfolgt. Die Darst. des Gliadins geschieht nach M. J. Bl i s h u. R . M. Sa n d­ s t e d t (C. 1926. II. 835) mit der Vorsichtsmaßregel, daß der Ausgangskleber zur Erhaltung seiner kolloidalen Eigg. nicht über 40° im Vakuum getrocknet wurde. Die Viscosität der salzsauren positiven Gliadinlsg., die mit verschiedenen Mengen A. ver­

setzt wurde, wurde im OSTWALD-Viscosimeter bei 25° gemessen. Das Ansteigen der relativen Viscosität des Gliadins bei verschiedenen A.-Konzz., ausgedrückt in Prozent der Viscosität der wss. Lsg. minus 1 bezeichnen Vff. als Prozentzunahme der relativen Viscosität. Bis zu einer A.-Konz, vo n 48 Gewichtsprozent steigt die relative Viscosität, bei höheren A.-Konzz. fällt sie schnell ab sowohl bei positivem als bei negativem Gliadin. Daher vermuten Vff., daß das Maximum der relativen Viscosität mit dor Bldg. einer Alkoholhydratschicht um die Teilchen zusammenhängt. Das plötzliche Abfallen bei höheren A.-Konzz. wird dann durch Einschrumpfen dieser Schicht ver­

ursacht. Wechselt man bei dem Maximum der Hydration der wss. Lsg. den pH, so zeigt sich eine sehr hohe Prozentzunahme der relativen Viscosität, was mit einem Gebiet der Abscheidung aus der Lsg. zusammenfällt. Diese Abschcidung muß mit wechselndem pn genau so stufenweise eintreten, wie sich die Prozentzunahme der relativen Viscosität period. ändert. Aus diesen Ergebnissen leiten V ff. eine Theorie der Abscheidung ab, nämlich, daß die isoelektr. Hydratation (d. h. die Monge W., die von den Proteinen in ungeladenem Zustand gebunden wird) u. nicht die von der Ladung abhängige Hydratation allein verantwortlich ist für die Erscheinungen der Abscheidung, Ausflockung u. des Verbleibens in Lsg. durch Entladen der verschiedenen Proteinsole. Daher ist es möglich, durch Änderung dor isoelektr. Hydratation jedes Protein unter besonderen Bedingungen für sich abzuscheiden. (Cereal Chemistry 6. 373—78. 7. 222— 44. Mai 1930. Utrecht, Holland, Maatschappy de Korenschoof.) Ha e v.

H. Hall, Eine vergleichende Untersuchung der Nichtkleber-Bestandteile von Weich- und Hartweizenmehlen. Die Nichtkleberbestandteile von Weichweizenmehlen haben verhältnismäßig höheres Quellvermögen u. W.-Aufnahmefähigkeit als die von Hart­

weizenmehlen; dementsprechend zeigen die gelatinierten Nichtkleberbestandteile, hauptsächlich die Stärke, der Weichweizenmehle höhere Viscosität. Hierzu Back- verss., Gesamtanalysen u. vergleichende Quellkraft u. W.-Aufnahmebestst. (Cereal Chemistry 7- 270—80. Mai 1930. Guelph, Canada, Trent Inst., Ontario Agricultural

Coll.) Ha e v e c k e r.

Truman A. Pascoe, Ross Aiken Gortner und R. C. Sherwood, Einige Ver­

gleiche zwischen handelsüblich und experimentell ermahlenen Mehlen. Die zum Ver­

gleich benutzten Mehle waren Patent- u. Straightgrade Mehle der Minnesota State Experimental Flour Mill aus Hard red spring No. 1, Hard red spring No. 3, Hard red spring No. 2, Manitoba IV, Manitoba I u. einer Mischung von 55% Hard red spring No. 1 u. 45% Hard red spring No. 2. Die experimentell erhaltenen Mehle wurden auf der

XH. 2. 83

1298 Hx„. Na h r u n g s m i t t e l; Ge n u s z m i t t e l u s w. 1930. II.

Versuchsmühle aus 6 Schrotungen aus den Durchgängen von Gaze Nr. 10XX als 75%ige Ausmahlung gesammelt. Die diastat. Kraft der Handclsmehle lag stets be­

deutend höher als die der Laboratoriumsmehle, da letztere größere Partikelchen ent­

hielten; nach deren Zerkleinerung in einer Kugelmühle bis zu 20 Stdn. stieg die diastat.

Kraft bis um 35,2%. Diastat. Kraftbestst. sämtlicher Mehlpassagen ergab ferner die Abhängigkeit derselben vom Keimgeh. In den Backproben zeigten die Laboratoriums­

mehle durchschnittlich 10% niedrigere W.-Absorption als die entsprechenden Han­

delsmehle. Der Beziehungskoeffizient zwischen Gebäckvol. u. Proteingeh. betrug bei den Laboratoriumsmehlen r = +0,797 ± 0,041, bei den Handelsmehlen r — —0,018 ± 0,164. Eine deutliche lyotrop. Reihe konnte in der peptisierenden Wrkg. der K-Halo­

genide auf die Mehlproteine aufgestellt werden: KF > KCl > KBr. Die Koeffizienten der Variabilität wurden hieraus errechnet u. für die KBr-Serien trotz höchster Pepti- sationswrkg. am niedrigsten gefunden. Die Beziehungskoeffizienten zwischen ge­

samtem Proteingeh. u. dem Prozentgeh. peptisierten Anteils schwankten bei den Handelsmehlen zwischen 0,839—0,877. Die Beziehung zwischen einer Variablen u.

der Abweichung einer abhängigen Variabein von ihrem wahrscheinlichen Wert betrug für KBr + 0,369, für KCl + 0,555, für KF + 0,606 u. für MgSO^-Lsgg. (0,5 N) + 0,548.

Hieraus geht hervor, daß der Betrag des peptisierten Anteils der Proteine von dem Prozentgeh. an Gesamtprotein abhängt; am geringsten ist dieser Einfluß bei den KBr-Serien. (Cereal Chemistry 7■ 195—221. Mai 1930. Div. of A'grieult. Biochemistry,

Univ. of Minnesota.) Ha e v e c k e r. v

W. F. Geddes, Chemische und physikochemische Umwandlungen in Weizen und Weizen­

produkten infolge erhöhter Temperaturen. III. Der Einfluß von Keimlingsbestandteilen auf die Backfähigkeit und ihre Beziehung zur MMverbesserung durch Hitze und chemische Mehl- veredelungsmittel. (II. vgl. C. 1930. II. 642.) Unbehandeltes, mittels Ageneverf. (NC13) u. mit Bromat behandeltes Mehl wurden bei 6 8° % —10 Stdn. behandelt, wodurch ledig­

lich bei den unbehandelten Mehlen eine Backverbesserung erzielt wurde. Vf. schließt daher, daß die Mehlverbesserung durch Hitze auf gewisse Bestandteile des Mehles in der gleichen Weise wirke wie bei Behandlung mit Chemikalien. Diese Bestandteile des Mehles liegen im Ä.-Extrakt, da Ä.-extrahiertes Mehl, mit Hitze behandelt, keine wesentliche Backverbesserung mehr zeigt. Zur Unters, dieser Frage wurden die Ä.- löslichen Bestandteile des Mehles künstlich durch Hinzufügen von Keimlingsbestand­

teilen vermehrt, wodurch ohne weitere Behandlung die Backfähigkeit abnahm bei verlängerter Gärzeit. Durch Hinzufügen von KBr03 oder Erhitzen der Keimlinge wurde die Backfähigkeit bei n. Gärzeit wieder verbessert. Nichtorhitzte Keimlinge, zu überhitzten Mehlen hinzugefügt, verbesserten deren Qualität beträchtlich. Vf. nimmt daher im Gegensatz zu Ke n t-Jo n e s (Cereal Chem. 5. [1928]. 235) an, daß bei Zusatz von überhitztem Mehl die erhöhte W.-Aufnahmefähigkeit nicht auf die teil­

weise koagulierten Kleberproteine des überhitzten Mehles zurückzuführen ist, sondern für diese ist die Hitzebehandlung schädlich hinsichtlich des Klebers, u. nur die für die Backfähigkeit schädlichen Keimlingsanteile verlieren durch Hitzebehandlung teilweise ihre unangenehme Wrkg. Überhitzung ist natürlich wie Überoxydation durch KBr03 zu vermeiden. (Canadian Journ. Res. 2. 195—213. März 1930.) Ha e v.

Natalie P. Kosmin, Beitrag zum Einfluß der erhöhten aktuellen Acidität auf die Teigbeschaffenheit. Untersucht wurden verschiedene russ. Mehle, deren Baekeigg. von der Qualität des Klebers abhängig gefunden wurden. Durch Erhöhung der aktuellen Acidität, z. B. durch Behandeln des Mehles mit 7i<rn- bis l/«o_n? HCl konnten die schlechten Kleber so weit gehärtet werden, daß Mehle stark verbesserter Backfähig­

keit resultierten. Vf. weist auf die Bedeutung der proteolyt. Aktivität der Mehle hin, deren Einfluß auf das Verh. der Teige noch nicht völlig geklärt ist. (Ztschr. ges. Müh­

lenwesen 7, 19—21. 33—36. Juni 1930. Moskau, Lomonosow-Inst.) Ha e v e c k e r.

Emily Grewe und Alice M. Child, Die Wirkung von saurem Kaliumlartrat als Zusatz zu „angel cake“. „Angel cake“ ohne Kaliumbitartrat ist gelb u. grobporig, mit diesem Zusatz weiß u. feinporig, was auf Steigen der Wasserstoffionenkonz, bei Ver­

wendung von Kaliumbitartrat zurückzuführen ist. Erhöhung der Wasserstoffionen­

konz. durch Citronensäure, Weinsäure u. Hühnereiweiß ergab die gleichen Wrkgg.

hinsichtlich Farbe u. Porung. (Cereal Chemistry 7. 245— 50. Mai 1930. Home Eco­

nomics Dep. Univ. of Minnesota.) Ha e v e c k e r.

F. M. Boyles, Äthylvanillin und Vanillin. Es wird über vergleichende Verss.

berichtet, die den Wert von Äthylvanillin u. Vanillin, dem Äthyl- u. Methyläther des Protocatechualdehyds, betreffen. Äthylvanillin hat 31/,-mal so viel geschmack­

1930. II. Hxti. Na h r u n g s m i t t e l; Ge n u s z m i t t e l u s w. 1299 gebende Stärke als Vanillin. Bzgl. der Geschmacksqualität erhält man die besten Resultate, wenn beide Äther gemischt verwendet werden. Der Verwendung von Äthylvanillin steht vom nahrungsmittelgesetzlichen Standpunkt nichts im Wege.

(Amer. Perfumer essential Oil Rev. 27. 243—44. Juni 1930. Brooklyn, N. Y.) Ju n g.

Maximilian Ehrenstein, Über die neuere Entwicklung der Chemie und Biochemie des Tabaks. Übersichtsreferat. (Arch.’ Pharmaz. u. Ber. Dtsch. pharmaz. Ges. 268.

430—43. Juli 1930. Berlin, Pharmazeut. Inst. d. Univ.) Ko b e l.

Jan Micka und Karel Vrana, Möglichkeiten der Standardisierung des Feinheits­

grades von Mehl. Vff. bestimmen die Zuverlässigkeit von Siebanalysen hinsichtlich Zeit, Menge, relativer Feuchtigkeit, Temp., Form u. Maschenweite der Siebe. Nach ihren Unterss. machen sie folgende Standardisierungsvorschläge: 1. Verwendung von Mehlen mit 13,0—13,5% Feuchtigkeit. 2. Methode der fortlaufenden Sichtung mit 100 g Mehl als Ausgangsmaterial. 3. Weizen als Reiniger. 4. Ausführung der Siclit- verss. bei 21,1° u. 70% relativer Feuchtigkeit. 5. Mehl u. Weizen sollen ebenfalls 21,1°

haben. 6. Berechnung der Durchgänge u. Überschläge in Prozenten nach einzelnen Sieben u. verschiedenen, festgelegten Sichtzeiten. (Cereal Chemistry 7. 280—306.

Mai 1930. Guelph, Ontario, Canada, Trent Inst, of Baking Technology, Ontario Agri­

cultural Coll.) Ha e v e c k e r.

E. Berliner und R. Rüter, Mehlmikroskopie. VI. Über die Erkennung und Auszählung von Keimlingsteilen in Getreidemehlen. (V. vgl. C. 1930. I. 1867.) Zur Erkennung der im Mehle vorhandenen Keimlingsteilchen wird Mucikarmin u. Chloral- hydrat verwende*, welches die sehr dicht beisammen liegenden Zellkerne rot färbt.

Hierdurch ist ein leichtes Mittel, durch Auszählen den Geh. an Keimlingsteilchen fest­

zustellen, gegeben. Die Unters, ist deshalb von Wichtigkeit, da die Keimlingsteile im Mehl dessen Backfähigkeit verschlechtern. (Ztschr. ges. Mühlenwesen 7- 36— 38.

Juni 1930. Frankfurter Forschungsinst. f. Getreidechemie.) Ha e v e c k e r.

Hugo Kühl, Die Eisenchloridreaktion wässeriger Getreideauszüge, ein Verfahren zum Nachweis von Roggenmehl in Weizenmehl. FeCl3-Lsg. reagiert mit verschiedenen Eiweißlsgg. verschieden, wobei 1. Kohlehydrate die Rk. wesentlich beeinflussen.

Mischungen von Eiweißlsgg. verhalten sich ähnlich, wobei zuweilen Fällungen auf- treten, die im Uberschuß von FeCl31. sind. Pepton flockt bei Anwendung überschüssiger FeCl3-Lsg. im Gegensatz zu Gelatine u. Albumin aus, bei Einhaltung gewisser Mengen­

verhältnisse erhält man charakterist. Färbungen ohne Ausflockung. Verss. mit Eiweiß­

baustoffen zeigten ebenfalls die Notwendigkeit des Einhaltens bestimmter Mengen­

verhältnisse zur Erzielung charakterist. Farbrkk. Weitere Verss. ergaben die Mög­

lichkeit einer schätzungsweisen Unters, auf Weizen- oder Roggenmehl. bzw. einer Mischung derselben. Je stärker ein mit FcC13 versetzter Mehlauszug nach 2 Minuten langem Erhitzen im W.-Bad sich trübt, desto höher ist der Geh. an Roggenmehl.

(Ztschr. ges. Getreidewesen 17. 122—28. Juni 1930. Berlin, Inst. f. Müllerei.) Ha e v.

J. G. Malloch und W. H. Cook, Apparat zur Volumenbestimmung kleiner Gehäcke. Beschreibung eines neuen Vol.-Bestimmers für kleine Gebäcke nach dem Verdrängungsverf. mit kleinen Sämereien als Verdrängungsmittel. Dauer der Best.

2 Minuten, Genauigkeit gegen W. ± 2 ccm. (Cereal Chemistry 7. 307— 10. Mai 1930.

Edmonton, Canada. Univ. of Alberta.) ' Ha e v e c k e r.

C. W. Herd und A. J. Amos, Fett: Seine Bestimmung in Weizenprodukten.

Nach 2 Stdn. Erhitzen des Ä.-Extraktes der Fettbest, hört der Gewichtsverlust auf;

längeres Erhitzen verändert die physikal. Konstanten des Fettes. Zwischen den mit Ä. u. PAe. extrahierten Fetten scheint kein Unterschied zu bestehen. Höhere Werte als mit der direkten Extraktion erhält man mit den Hydrolysemethoden. Die Alkali- Hydrolysemethode gibt bei Kleie zu niedrige Werte, die bei Verwendung größerer Mengen Analysenmaterials u. Verlängerung der Extraktionsdauer steigen. Im Gegen­

satz Zur Säure-Hydrolysemethode u. zur direkten Extraktion erhält man nach der Alkali-Hydrolysemethode Fettextraktionen, die Stickstoff u. Phosphor enthalten.

Vff. geben hierzu eine Mikrobest.-Methode u. Apparatur an. Nur die Säure-Hydrolyse- methode gibt vergleichbare Werte für den Fettgeh. des Mehles u. des daraus her- gestellten Biotes. Hiernach muß man annehmen, daß die direkte Ä.-Extraktion den Geh. an freiem Fett angibt, die Säure-Hydrolysemethode den Geh. an Gesamtfett, d. h.

freies Fett u. gebundenes Fett nach seiner Entfernung aus der Bindung. (Cereal Che­

mistry 7- 251—69. Mai 1930. Dover, England, Wo o d l a n d s Ltd.) Ha e v e c k e r.

F. C. van Eekhout, Die Methode von Uglow und Schapiro zur Bestimmung des Coffeingehaltes im Tee. Vf. vergleicht die von Ug l o w u. Sc h a p ir o (vgl. C. 1928.

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1300 HXVI. Na h r u n g s m i t t e l; Ge n u s z m i t t e l u s w. 1930. II.

I. 3126) empfohlene Methode zur Best. des Coffeingeh. im Tee mit anderen bekannten Methoden. Im besonderen vergleicht er sie mit der in der Teeprüfstation üblichen Methode von VAN Ro m b u rGH-Na n n i n g a-De u s s. Unterss. an 22 verschiedenen Teesorten ergaben in 8 Fällen einen höheren, in 5 Fällen einen geringeren, in 9 Fällen denselben Coffeingeh. (der nicht getrockneten Substanz) wie die Methode der Tee­

prüfstation. (Chem. Weekbl. 27. 189—91. 29/3. 1930. Buitenzorg,

Theeprocf-station.) DÜSING.

V. D. Anderson Co., Cleveland, übert. von: Raymond Tuttle Anderson, Lake­

wood, V. St. A., Nahrungsmittel. Man unterwirft Getreide einem hohen Druck u. in­

jiziert in die durch den Druck erhitzte M. W. (Can. P. 275 861 vom 10/3. 1927, ausg.

29/11. 1927.) Sc h ü t z.

Otto Leopold, Cincinnati, V. St. A., Nahrungsmittel. Das Prod. besteht aus etwa 45% W., 38% Rohrzucker, 1% Butterfett, 4,5% Casein, 1,5% Albumin, 8% Milchzucker, 0,5% Milchsäure u. 1,5% Asche, u. kann auf Brot, Waffeln u. dgl. verbacken werden.

(A. P. 1767 083 vom 12/2. 1927, ausg. 24/G. 1930.) Sc h ü t z.

George F. Humphrey, Kentville, Canada, Frucht- und Getreidenährmittel. Man mischt unvorbehandeltes Getreide mit Fruchtsäften, trocknet u. zerkleinert die M., bis zu einem W.-Geh. von etwa 5%- (Can. P. 275 794 vom 25/11. 1926, ausg. 29/11.

1927.) Sc h ü t z.

W. D. Smith und B. A. Smith, Michigan, V. St. A., Nahrungsmittel aus Ge­

treide. Man kocht Getreide in W. bei 15 Atm. Druck, fügt k. W. hinzu u. läßt das Korn quellen. Darauf bringt man das Prod. in ein Pflanzenöl, z. B. Cocosnußöl, von einer Temp. von etwa 400° F., bis das W. ausgetrieben ist u. trocknet das Prod. — Schließ­

lich wird der Ölüberschuß durch Zentrifugieren entfernt. (E. P. 327 811 vom 14/2.

1929, ausg. 8/5. 1930.) Sc h ü t z.

Heinrich Jena und Johanna Jena geb. Gassner, Windsbach, Mittelfranken, Verfahren zur Herstellung hochwertiger und leicht verdaulicher Nahrungs- und Genuß­

mittel, insbesondere von Gebacken, dad. gek., daß man Gebäck während des Back­

prozesses mit ultravioletten oder ultraroten Strahlen belichtet. Dem zu behandelnden Gebäck werden in an sich bekannter Weise für den Mineralstoffwechsel \yiclitige Salze, wie Verbb. von Ca, Si, P, Mn, As, S, Br, J od. dgl. zugesetzt. In dom Backofen wird zu diesem Zwecke z. B. eine ultraviolette Lichtquelle eingebaut. — Gewöhnlicher Brotteig wird in die Form von Semmeln gebracht u. diese in einem Backofen, der mit Quecksilberlampen ausgestattet ist, unter gleichzeitiger Belichtung gebacken. (D. R. P.

500 362 Kl. 2c vom 6/1. 1926, ausg. 20/6. 1930.) M . F. M ü l l e r .

Herman Johan Doeleman, Zierikzee, Holland, Backverfahren, dad. gek., daß man beim Anmachen des Mehlteiges demselben gelatinehaltige Pasten zusetzt u. nach geeignetem Durcharbeiten das Treibmittel einmischt. Das Zusatzgemisch besteht z. B. aus 30 Teilen Zucker, 24 Teilen weißem Glucosesirup, 2 Teile Dextrin, 1 Teil Gelatinepulver, 30 Teilen Fott u. 7 Teilen W. (D. R. P. 500 361 Kl. 2c vom 28/8.

1926, ausg. 20/6. 1930.) M . F. Mü l l e r.

Hans Pelser, Düsseldorf, Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit von Mehlen durch Behandlung mit Säuren, welche ein Halogen in höherer Oxydationsstufe ent­

halten oder mit Salzen solcher Säuren, dad. gek., daß chlorige Säure z. B. in Form ihrer Salze oder solche abgebende oder bildendo Stoffe in beliebigem Aggregatzustand während der Vermahlung oder in Form von dem Mehl oder Teig eii’verleibten Zu­

sätzen zur Anwendung gebracht wird. Eventuell werden die chlorige Säure oder chlorigsaurcn Salze oder solche bildende Stoffe als wirkungssteigernde Mittel in Verb.

mit anderen, die Backfähigkeit fördernden Stoffen verwendet. Auch wird die chlorige Säure in Verb. mit die Backfähigkeit an sich nicht beeinflussenden Stoffen, z. B. saug­

fähigen Stoffen, wie kieselsauren Präparaten oder anderen Füllstoffen, welche die chem.

■wirksamen Agenzien in bezug auf Hygroskopizität, Zersetzlichkeit, Dosierbarkeit, Streufähigkeit usw. günstig beeinflussen, verwendet. (Oe. P. 117 834 vom 19/9.

1927, ausg. 26/5. 1930.) M . F. Mü l l e r.

Woodlands Ltd., übert. von: Charles Woodland Chitty und Douglas William Kent-Jones, Dover, Behandlung von Getreide. Man erhitzt z. B. Weizen bedeutend länger als nötig ist, um das Gluten 1. zu machen, also bei einer Temp. von 170—200° F.

■wenigstens 7 Stdn. (Can. P. 273727 vom 28/6. 1926, ausg. 6/9. 1927.) Sc h ü t z.

California Paeking Corp., übert. von: Charles Seymour Ash, San Francisco, Herstellung von haltbaren Anana#prä,paraten. Man entfernt zunächst aus der Frucht die

1930. II. Hxt„. Fe t t e; Wa c h s e; Se i f e n; W a s c h m i t t e l. 1301 Luft, z. B. durch Einbringen in ein Vakuum, ersetzt die Luft durch ein indifferentes Gas, z. B. C02 oder N2, u. verkocht die Frucht bei über 150° F. auf Sirup, worauf das Prod. in geeignete Gefäße gefüllt u. sterilisiert wird. (A. P. 1764491 vom 17/2. 1926,

ausg. 17/6.1930.) Sc h ü t z.

Hansen Canning Machinery Corp., übert. von: Oswald H. Hansen, Cedarburg, V. St. A., Sterilisierung von Nahrungsmitteln. Man läßt Früchte, z. B. Johannisbeeren, Stachelbeeren u. dgl. schnell über erhitzte Platten rollen, worauf man eine sterilisierte Fl. zwecks völliger Sterilisierung zusetzt u. das Prod. unter sterilen Maßnahmen in geeignete Gefäße bringt. (A. P. 1756 550 vom 15/6. 1929, ausg. 29/4. 1930.) Sc h ü t z.

Ferdinand Tarnawski, Tsehechoslovakei, Konservieren von Pfeffergurken u. dgl.

Die Gurken werden zunächst in konz. Salzlsg. fermentiert u. dann maceriert, worauf man sie in Konservengläser nach Zusatz von Gewürzen u. Übergießen mit Essig sterili­

siert. (F. P. 683567 vom 18/10. 1929, ausg. 13/6. 1930. Tschechoslov. Prior. 18/10.

1928.) Sc h ü t z.

Jabez Burns & Sons Inc., New York, übert. von: Joseph L. Kopf, New Jersey, V. St. A., Kaffeepräparat. Man. zerkleinert Kaffeebohnen u. versetzt den zerkleinerten Kaffee nebst den Schalenteilchen mit 55 Gew.-Teilen W. u. 5 Gew.-Teilen Akazien­

gummi, worauf aus der M. Körnchen von etwa gleicher Größe geformt werden. (A. P.

1762 690 vom 30/12. 1926, ausg. 10/6. 1930.) Sc h ü t z.

C. W. Vogt, Louisville, V. St. A., Herstellung von Eiscreme u. dgl. Man spritzt die fl. M. auf ein festes Gefriermittel, welches ohne fl. zu werden, verdampft, z. B. Kohlen- säuresclniee. (E. P. 328434 vom 23/4. 1929, ausg. 22/5. 1930.) Sc h ü t z.

Carl G. Hasselblad, Grosse Pointe, und Aimee J. Catellier, Detroit, V. St. A., Verfahren zum Umhüllen von Würsten und geräuchertem oder gekochtem Fleisch. Man umhüllt die Würste oder Fleisch mit w. fl. Gelatine, kühlt kurze Zeit darauf ab, unter­

wirft darauf das Prod. während etwa 1 Stde. einer Temp. von über 70° F. u. trocknet cs bei etwa 140°F. — Zwecks Herst. von Räucherwaren worden die Würste u.dgl.

nach der Umhüllung mit w. Gelatine zunächst mit k. Rauch behandelt u. dann in h.

Rauch getrocknet. (A. P. 1765 485 vom 28/4. 1928, ausg. 24/6. 1930.) Sc h ü t z.

Pevely Dairy Co., St. Louis, übert. von: Herbert E. Mortland, Glendale, V. St. A., Behandlung von Milch. Man erhitzt Milch auf etwa 145° F., fügt nach dem Erkalten einen alkal. gemachten Zuckersirup hinzu u. hält die Mischung auf 145° F., bis die D. der FI. etwa 173/4 Bö. beträgt. (A. P. 1757 646 vom 6/2. 1928, ausg. 6/5.

1930.) Sc h ü t z.

Louis Georg Leffer, Kapellen-Wevelinghoven und Pieter van Bergen, Bussen, Holland, Abtöten von Krankheitskeimen in Milch und anderen Flüssigkeiten. Man läßt die Milch u. dgl. durch eine Kolonne von kleinen Röhren fließen, die durch einen durch sie fließenden elektr. Strom erwärmt werden. (Holl. P. 21574 vom 21/3. 1928, ausg.

15/4. 1930.) Sc h ü t z.

Vet Products Laboratory Inc., übert. von: Charles Bauer, Westbury, V. St. A., Flüssiges Futtermittel für Jungtiere. Man versetzt k. frische Kuhmilch tropfenweise mit Milchsäure unter Umrühren u. vermischt die M. mit Zucker. (A. P. 1766 590

vom 17/4. 1928, ausg. 24/6. 1930.) Schütz.

Adolphe Schulz, Luxemburg, Futtermittel für Fische und Geflügel. Das Mittel besteht aus 100 kg entwässertem Bluthuchen, 8 kg Maismehl u. 1 kg zerkleinerten Austerschalen; die M. wird auf Pastenform verarbeitet. (F. P. 681921 vom 18/9. 1929, ausg. 21/5. 1930. Luxemb. Prior. 19/8. 1929.) Sc h ü t z.

Horace T. Herrick, Orville, übert. von: E. May und Harry W. Titus, Was­

hington, Futtermittel, besonders für Hühner. Das Mittel besteht aus Ca-Gluconat, gegebenenfalls unter geringem Zusatz anderer Futtermittel. (A. P. 1767178 vom 15/8. 1928, ausg. 24/6. 1930.) ___________________ Sc h ü t z. Arthur W. Knapp, The cocoa and the chocolate industry; the tree, the bean, the beverage.

2nd ed., rev. and enl. London: Pitman 1930. (188 S.) 8°. 7 s. 6 d. net.