©innen, ab 233ocbe auf 2Socf)e oergmg uno fein

W dokumencie Die Sklavin des Herrn : Roman. (Stron 134-141)

^ rie f oon 3i>nen eintraf."

23erßöcf flufierie icl): „ 3 $ Eonnfe mcf)t fcfyretben."

ff© ie Eoimien mcbi?. . . 2lcb, mo ein 3!Ciüe, ifi aucf) ein 235eg . . . (Sr l>affe fernen anberen ©ebanfen ab an ©le. ©te Ratten nur feine fraurigen 2iugen fcfjen foKen . . . 3 $

§ a tie

fold^eö JRMeto mit if>m, baß ich ißm fcblteßltcfj erflärie: „©näotger ¿perr, laffen ©te ftcb nicht ju feljr geben. 2S5enn ©te fo meifermacben, m:rb eö balb mu 3 & nen auö fc,n- JHein '$raulrm ifl gar mcßf roerf, baß ©ie mit fo einem ©eficEjt berumlauren. ¿petltge DItuffergoffeö, ab ob fonfi feine §rau mefjr auf ber 225elf roare!. . . 2lber er gab mi- mcbi einmal 2lntroorf. JIta n fenni i>aö ja: 233enn ein DItann ficf) eine erff mal in ben Äopf gelebt hat, fte^t unb börf er ntcbfö anoereö. . . Uub bann t>*eß eö hier in £a (Sorunna, ¿rjerr 9ITeiraö

1

3 °

märe m if 3 ^ nen fla m m e n unb 23afer molle

© ie ourcBaud m it ibm oerbeirafeu . . . 2 lm fcBlimm=

(len mar eö, alö man ibn eineö \d)'onen Sageö nach Gorboba oerfe|eu moHte. 3 uccß fc^rout et Bei allen jpeiligen, er mürbe £a Gorunna nicht oerlaffen, unb foÜte er ficb baburcb feine gange £aufbabn oerberben;

ale er bann bocb ge^en muffte, fagte er, er mürbe noch einmal ^erfommen, um © ie gu toten unb äfm=

lieben IXnfinn m ebr."

3

n biefem Slugenblicf Börten m ir iDotma J Ita ri=

quifa auf bem # Iu r , unb ¿^lociba brach ih r oerfang*

IicBeö ©efpräd) ab Gin ©facbel Blieb m ir im fe rse n gurücf. 3Iuö £iebe gu meinem

2

Safer, bem ich neueö

£eib erfparen mollfe, Batte icB auf Gurique eergicBfef.

J t u n aber quälte mich ber ©ebauBe, bajj aucB G nn que um meinetmillen gelitten Batte, unb

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I? ifle ib unb

©elbfioorm ürfe eutfacBten bae Jieber meiner £eibeu«

fcbaft oon neuem.

Giuige Sage fpäter flu jie rie m ir ^ Io rib a B «n t- lich gut „©uäbiged ^räulem , id^ muß

2

$ nen etmaö ergäBIeu."

„£affen © ie mich- 3 $ nibbtö Bören."

„2ß5ie, © ie mollen nicht? © ie fiu b alfo fo graufant unb mollen oon bem nidt>fö meBr miffen, ben über*

baupt n u r uocb bie H o ffn u n g , © ie gu befigeu, am

¿eben erhält? jpören © ie fdbneli, beoor jemanb fommt. G r B af m ,r gefcbrieben, unb ich fott © ie fragen, ob © ie ibn oergeffeu baten."

9

*

*3*

„2lnfw orten (¿¡e ih m : ja ."

„5)aö glaube ich ntebf. © te ^ttfern ta, © te ftnb ja ganj blaß. 2S5enn ich bm baö fage, weiß er genug."

,,^ rb oerbiefe

3

fönen • •

•“

„Verbieten © te m tr lieber uicbfö. 2 S e n n © ie es attcb uicf>f gefieben wollen, ich lefe eö boeb in 2lugen, baß © ie ibu nicbf »ergeffen haben."

„2lber id^ werbe »hu pergeffen. Hub nehmen © ie fidb n u r in acbf, § lo rib a . iß e n n © te noch einmal

»on biefer ©acbe m it m ir gu reben wagen, fage td? eö IDonna 3 It a riq u if a, unb © te muffen auö bem ¿paufe."

„D^un, teb I;abe ferne 2 In g fl, baß © ie r-’'db oer=

ra frn werben. 2lber ich febe, ich falle m if meinen Ü B o rfe n Iä fiig . 23erj;et&ett ©Je. rcerbe gewiß mebfö mehr fagen."

© ie ipielfe bte © e frä n fie , unö eö nerging ein S a g um ben anberen, obne baß fte baö 253orf an mtdj riebfefe. aber bac^fc n u r an (Snrique unb baffe weiß © o ff mehr aüeö barum gegeben, baffe tjbJtabereö über ihn erfahren Eonnen. ß b er wobl noch in Gor=

boba wetlfe? ß b er ruhiger geworben w ar? ß b er mebf mebr an mich baebfe? 2 iu s en rnbfen ipbfftfcb auf m tr, wenn w ir unö begegnefen, unb eö enwörfe micb, baß fie in meinem 3 t * ncren roi e *tt einem offenen ¿Buche laö unb wnßfe, baß n u r mein

© f o lj micb binberfe, fie ju fragen.

„2lcb waö," la 6 fe fte ploültcb **neä Sageö

tyt--i 3 2

auö, alö (i

*1

m it n u r allem im ¿«m nier w a r, »fpredien

© ie n u r frifd ) Don Der £eber meg, gnäbigeö ^ rä ule-n,

© ie quälen fid> ja fcfjon fo lange, ob © ie eö tun foDen ober nicf)i.

3

$

® e>6

n i^ f , roarum © ie füc^

fcfeamen. ©lauben © ie benn, baß © ie bie erfle (inb, bie gegen ben QGSiHen ber S lie r n einen 31ia nn gern bat? . . . ©cbließlid) fü lle n bod) bie feinen S a m e n , nehmen © ie m ir eö n id )i übel, nict>f anberö rose unfereinö, Kenn (ie etfl m al ofjne ibre fcbönen S jit t f , feibenen Äleiber unb feinen © pi$en baflefyen. U nb icb, roenn micb fo ein fdböner, fraitlicfjer 3 Ita n n , wie ber .iperr ^aupim ann, m ii folgen 3iugen an*

fä^e . . ., icb . . . @ö überläufi mid> f>eiß, roenn icb bloß baran benfe. . .

3 4

> würbe inö 3Kee r fpringen, wenn er barin bie 3 Irm e nacb m ir auöfirerf ie ."

Vergeblich fämpfie icb gegen bie Verfncfmng.

© ie w ar fiä rfe r alö id). V o n jeüi an fucbie icb (iänbig nad) einer ©elegenbeit, roo id) mid) m ii bcm Dliabchen roie m it ber Derirauiefien 5 ceunCn* *n biefer 3lngelegenbeii unterhalten Eonnie, n>enn id>

mid) nachher auch meiner ©cf>n>ä<f)e fcbäntte.

(Sineö Sageö reichte fie m ir aufgeregt einen 23rie f bin.

3

d) woHie if>n gurücfroeifen, ^ielt ibn aber in ber ^)anb, ehe ich mußte, roie m ir gefdf>af>.

3

d) Iaö if>n giiiernb unb bebenb.

6

r mar Eurg unb euf^ieif n u r bie Ieibenfd)afilid)e ißeieuerung, baß (Snrique mid) nie oergeffen mürbe unb baß fein £eben ohne micf) feinen 2G3eri fü r if)n

habe-13.1

3< b befcbloff, feine 3 e*lcn u n b e a n tw o rte t ju Iaffen, febrieb b an n aber boeb- S n r c b ^ or,t>ad -®cr5 m tffelung faufebten m ir nodb m eh rere ^Briefe; nH=

m äbltcb erroeicbien feine Ä la g e n unb gärtlicben 225orfe m em iper^, uno eö gehörte ihm m ebr alö je.

©d>Iief5Iidb forOerte e t, teb folle en b g u ltig ü b et fein

© c b n ffa l enffcbciben: © nfroeber rcoUfe e t, m it ober gegen oen 2A$iHen ntpineö 2 3 a fe r, a n m einet © etfe baö boebffe 'totfebe © Iü cf genießen ober alö 5 tei w illig er nacb G u b a geben, u m borf im jp anbgem enge m it ben 2iufftdnbifcben einen ru b n tlo fen 2!ob gu fud^en.

233aö e t m it febrieb, fduen m ir oerflänbig uno rtebiig. S e r ü ß u n f c b meineö iG aferö hingegen, icb folle ihm md^i Die jp a n o reichen, obw ohl »cb >bn Iiebie, erfdEjien n u r wie © f a r r f m n uno u nerfrag=

liebe S p r a n n e i. 253farum , o © o tf im ¿rjim ntei, w a r u m ? 3 I te in © eltebfer febrieb m ir m ieberbolt:

„¿G erbetrafen m ir unö, roenn ficb S e m ¿G afer aueb bagegen firä n b f; roenn er Dann u n fer © Iü d f ftebf unb nief)i n u r eine gärfIidE>c, tbn um forgenbe S ie b te r , fonbern auc^ einen liebe&oHen © o fm b a i > ro k b cr glücfltdber fein alb je^f." U n b er fcbw nr bet allen

^ e ilig e n , er wolle ibn roie feinen eigenen G a f e r adbien unb el>ren. 3< b flbet Eonnfe feinen (Snffcbluß faffen unb It-ß tbn obne befliinm fe 2 In fro o rf.

Gmeö Slbenbö — ich ro a r gerabe im ¿Begriffe, micb gurüefgugieben — f r a f m eine G e r f r a n f e im f t l u r

t 34

mit ßrablenben ¿lugen auf m:>

1

> ju unb flufle rte n u r ins £ b r : „©näbiges J rä u le in , treten © ie , beoor

© ie zu rS c tt geben, auf ben © f e r ginans, aber i?or=

(icbfig, baß niemanb etmas m e rFf."

2

S a ru m ? " fragte icb m it ßocFenber © fim m e , uns ich fühlte, mie eine unfmnige jpoffnnng in m ir aufftieg.

„ © ie merben ja feben, gehen © ie n u r butans."

S ie '¿eit, ba ich nnbemeglich im S u n F e ln in meinem 23eff faß nnb marfefe, bis S c n n a JIta n = qnua einjcblief, fcbien m ir enblos.

3

<$ gitterte öor

¿lufregung mn' (Sfpenlanb.

3

$ (ollte ihn feben’

SGSie einft mürbe er brüben auf bem ¿^ürgerfleige im £ichffcbem ber £aferne (leben!

3

e mchr m ir fein 23ilb eergegenmärfige, um fo fiä rFe r fcbüt*

feite mich bas Jieber ber © m a rfu n g . ©tblicb ging kb ans Je n fle r. S a s jperz

f

lopfte m ir zum

3 er'

fpringen. 3lber meldje © ttäufebung!

2

t u f ber ß tra ß e jlanb niemanb. ¿3cm 2D3inbe bemegf, frolngen bie trüben Jlam m en ber £afernen zmtfeben oen ©cbeiben b»n unb her, mie ¿3ögel, bie bem Ä ä fig enfflattern moHen. © p o n mollfe ich befiürzt zurücf=

treten, a ls ich aus ber ipöbe eine Ieife © tim m e oernabm.

n^Pß, ßebß S n mich benn nicht?"

3

cb blieffe nacb oben nnb glaubte, t>or ©chrecf umßnfen zu müffen. S o r f jlanb er auf bem © F e r bes briffeu ©focFes bes cJiebenbanfes.

i 3 5

„ U m ©cfieöti tHen, rote fommen © ie ba bm auf?"

„ © ic . . . ? "

„Ober D u , roenn eö fern muß. 3 ^ weiß ja mcbt, roaö ich fpreche. £Gaö fu ji D u boci? 25Jarum biß D u hterbergefommen?"

2K5tr fptachen fcbneE uub leife. @c ßü§te fich auf ötu ¿örtJßung beö ß rfe rö , uub ich beugte mich im D u n U e n , fo rpeu ich Eonnfe, oor, um bte Gntfernuug ju-ifcbcn uns gu oecringern.

„2G3arum icb hierher gefontmen bin? 235eil ich m it D i r erußhaff ju rebeu habe. D u fo Eß ent=

febetoen, ob ich leben ober fierbeu fo E ."

„2lcb, fo fragtfeh finb ötrfe 2Ü5orfe iro b l nicht ju nehmen."

„ D u i r r f l , ich fuchc beti ¿£ob. 3 t h fpteche fein 2 G o rf ju hei. 2G3enn D u nicht meine § ra u roerben ro iE ß , melbe ich mich morgen frü h beim ß b e rß .

3 n

oier Siagett geht ein Siruppenfranöporf nach Guba, unD borf foE eine Äugel oder baö gelbe Riebet meinem D a h in pip Gnbe machen. 3 el f entfehetbe D ic h , aber enbgülitg uno fcbneE. © a g , ro iE ß D u D ic h m ir anoerfraupn ober n u llfi D n Deinem G a ter gehorchen? (Sin 9 Ita n n Eann t icbf e rrtii ber

© pielba E eineö DItäbchenö fein, unb trenn eö noch fo hubfeh iß . "

„D a ö oerßebe ich mobl. 2Iber fo ipalö über Äopf Eann rh D i r feine 3 ln t » o t f geben, ich muß über*

legen . . . "

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