• Nie Znaleziono Wyników

H. J. Krase, V. L. Gaddy und K . Gr. Clark, Ein direktes Hamstoffsynthese-verfahren. NH, u. C02 werden für sich verflüssigt u. im Verhältnis! 2: 1 in einem dampf- beheizten Autoklaven zur Rk. gebracht. Aus dem Harnstoff u. W. enthaltenden fl.

Rk.-Prod. weiden NH3 u. C 02 abgetrieben u. in einem Regenerator nach Kr a s e u.

HETHERINGTON (C. 1927- I. 2589) getrennt, um wieder verflüssigt zu werden. Die Schmelze wird durch ein auf 150— 160° gehaltenes Ventil aus Ni-Cr-Si-Stahl abgelassen u. in einem starkwandigen Al-Rohr durch Dest. aufgearbeitet. Bei 153° u. 100— 110 at werden etwa 35— 37°/0 der Komponenten in Harnstoff umgewandelt, die mit fast 100°

abgelasseno wss. Lsg. enthält 35—40°/o Harnstoff. Die Rk.-Wärme beträgt bei 40%ig.

Umwandlung 6020 cal./g-Mol C 02. Mit der verwendeten Anlage läßt sich eine Tages­

produktion von 79,4 kg Harnstoff erreichen. (Ind. engin. Chem. 22. 289— 93. März 1930.

Washington, Bureau of Chemistry and Soils.) R. K. MÜLLER.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M ., Oxydation von Kohlenwasser­

stoff eil mit O-haltigen Gasen in der Weise, daß in dem Maße, wie die Oxydation fort­

schreitot, die Arbeitsbedingungen gemäßigt werden, insbesondere durch Herabsetzung der Temp., des Gasdruckes u. der Geschwindigkeit des Zuleitons oder der Konz, der Gase. — 100 kg Rohparaffin (F. 54°) werden zunächst bei 90° mit NO, oxydiert.

Sobald 50% des Paraffins oxydiert worden sind, wird die Temp. auf 70° u. die Ge­

schwindigkeit des oxydierenden Gases vermindert, ebenso sobald 80% oxydiert worden sind, wobei die Temp. auf 50° herabgesetzt wird. Dabei werden 115 kg eines Oxydations- prod. erhalten mit der SZ. 245 u. VZ. 280 u. mit 8 % Unvcrsoifbarem. Der Geh. an PAe. uni. Oxysäuren beträgt 3%> während derselbe bei unverminderter Rk.-Temp.

ca. 30% beträgt. (F. P. 678 823 vom 22/7. 1929, ausg. 4/4. 1930. D. Prior. 29/8.

1928.) M . F. Mü l l e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M ., Oxydalion von höheren aliphati­

schen Kohlenwasserstoffen, insbesondere von Paraffin u. Montanwachs mit N 0 2 unter Druck. Z. B. wird N 0 2-Gas aus N20 4 bei 60° unter 4 at in geschmolzenes Paraffin eingeleitet. Dabei wird ein gelbliches Prod. (SZ. 160, VZ. 230) mit weniger als 12%

Unverseifbarem erhalten. Es dient z. B. als Emulgierungsmittel für Asphalt. (F. P.

677 859 vom 4/7. 1929, ausg. 15/3.1930. D. Prior. 24/7. 1928.) M . F. Mü l l e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M ., Darstellung von Oxydations­

produkten aus rohen Paraffinkohlenwasserstoffen oder aus teilweise gereinigtem Paraffin durch Oxydation mittels Luft oder anderer 0 2-haltiger Gase, denen Stickoxyde zu­

gesetzt worden sind. — Durch Paraffin wird bei 150° ein Luftstrom mit 7 % Stick­

oxyden durchgeleitet. Nach 6 Stdn. hat das Prod. SZ. 60, VZ. 242 u. 15% Unverseif- bares. Als Zusätze dienen z. B. die NH3-Verbrennungsgase. (F. P. 672 936 vom 11/4. 1929, ausg. 8/1. 1930. D. Prior. 25/4. 1928.) M . F. Mü l l e r.

I. G. Tscherbakow, U. S. S. R . , Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Gewinnung von CIICl^ und NaOH aus NaCl. Die Elektrolyse erfolgt jn Ggw. von A.

n. Aceton unter Anwendung einer Kathode, die teilweise aus einem festen Metall u.

teilweise aus Hg besteht, bei einer Temp. oberhalb oder unterhalb des Kp. des CHC13.

Die Vorr. besteht aus mehreren übereinander angeordneten Kammern, die einen schwach gewölbten Boden aus Gußeisen sowie eine Rinne zur Aufnahme des Hg haben u. mit Rohren zum Absaugen des H 2 u. der CHC13-Dämpfe versehen sind. (Russ. P. 7181 vom 5/2. 1923, veröff. 31/12. ~1928.) Ri c h t e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Herstellung eines insbesondere wasserabspaltenden und freie Phosphorsäure enthaltenden Katalysators. 100 Teile wasser­

freies NaH2P 0 4 u. 7 Teile prim. n-Butylaminphosphat in 40 Teilen W. gel. werden teilweise von W . befreit u. bei ca. 100° werden 20 Teilo Graphit in die Schmelze ein­

getragen. Die abgekühlte M . wird zerkleinert u. granuliert. Dieser Katalysator ist besonders zur Darst. von Butadien aus 1,3-Butylenglykol bei 230° geeignet. — 100 Teile Mg(H2P 0 4)2 worden mit 1 Teil H 3P 0 4 in 100 Teilen W. gel. u. die Lsg. wird bei 60°

mittels eines Luftstromes auf 100 Teile feinkörnigen Koks versprüht. Die M. wird dann bei Tempp. bis 400° entwässert. Dieser Katalysator eignet sich besonders zur Darst.

von Äthylen aus A. bei 480°. In der Patentschrift sind noch weitere Beispiele aufgeführt.

(E. P. 326185 vom 27/10. 1928, ausg. 3/4. 1930.) M . F. Mü l l e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Herstellung von Äthylen aus Acetylen durch katalytische Hydrierung. 5— 20% W.-Dampf sollen dem Gasgemisch

1930. n. H 1X. Or g a n i s c h e Pr ä p a r a t e. 133 zugesetzt werden, um die Bldg. von Polymerisationsprodd., die den Katalysator ver­

giften, zu verhindern. Man bewirkt den Zusatz, indem man das Rk.-Gas über auf 95— 96° erhitztes W. leitet. Geeignete Katalysatoren sind Ni, Co, Cu, Cr u. Pd mit oder ohne Zusatz von Oxyden odor Silicaten. Ein geeigneter Pd-Katalysator wird hergestellt, indem man 1 Teil PdCl3 zu einer Suspension von 300 Teilen Kieselgur in 4000 Teilen W . gibt u. mit H 2 reduziert. Das Prod. wird abfiltriert, getrocknet u. mit 250 Teilen Wasserglas auf 780 Teilen granuliertem Bimsstein befestigt. Ein geeigneter jVt'-Katalysator wird durch Fällen von 20 Teilen Wasserglas mit Ca(N03)2, Mischen der Fällung mit 10 Teilen NiO, Aufträgen auf Bimsstein u. Reduzieren mit H 2 hergestellt. (E. P. 325152 vom 23/3. 1929, ausg. 6/3. 1930.) De r s i n.

Charles J. Leyes, V. St. A., Herstellung von 1,3-Butadien. Man leitet bei Tompp.

von 100— 400° Vinylverbb., wie Haloide, Sulfid u. Oxyd, über oin Metall, das bei der Rk.-Temp. fl. ist. Man führt z. B. Vinylbromid in Dampfform in Abwesenheit von Luft durch ein Bad von geschmolzenem Sn. Dabei bildet sich Zinribromid, das zeit­

weise entfernt wird, u. 1,3-Butadien. (F. P. 672 210 vom 28/3. 1929, ausg. 24/12.

I. G. Farbemndustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Herstellung von komplexen organischen Metallverbindungen durch Einw. von aromat. m-Dioxyverbb., welche salzbildende Gruppen enthalten, auf Metallverbb. in Ggw. von Äthylendiamin (I).

Z. B. wird AgNOz in W. gel., mit I bis zur Lsg. des zuerst ausgefallenen Ag20 versetzt u. dann eine Lsg. von l,3-dioxybenzol-4,6-disulfonsaurem K zugegeben. Aus der er­

kalteten Lsg. wird durch Fällung mit CH3OH die Komplexverb, als farbloses, in W . 11. Pulver abgeschieden. — In gleicher Weise läßt sich Thalliumchlorid, umsetzen.

(E. P. 326 209 vom 4/12. 1928, ausg. 3/4. 1930.) Al t p e t e r. I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Herstellung von komplexen Antimonsalzen durch Einw. von O-Verbb. des 5-wertigen Sb auf aliphat. Oxysäuren. — Z. B. wird weinsaures K in wss. Lsg. einige Stdn. mit frisch hergestellter H3Sb04 erwärmt, die Lsg. dann filtriert u. mit verd. KOH neutralisiert. Durch Fällen mit CH3OH erhält man die Komplexverb, als farbloses Pulver. — Eine wss. Lsg. von Weinsäure (I) wird mit H3S b04 kurzo Zeit erwärmt, die erkaltete Lsg. filtriert, mit verd. KOH neutrali­

siert u. mit CH3OH gefällt. — Eine Lsg. von I in NaOH wird mit Diäthylaminoäthyl- antimoniat versetzt, die Lsg. mit Diäthylaminoäthanol neutralisiert u. mit CH3OH gefällt. — Eine Lsg. von Gluconsäure wird mit H3Sb04 bis zur völligen Lsg. erwärmt u. nach Filtrieren mit NaOH neutralisiert. In gleicher Weise läßt sich Schleimsäure umsetzen. (E. P. 326176 vom 5/12. 1928, ausg. 3/4. 1930.) Al t p e t e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Herstellung von komplexen Metallsalzen durch Einw. von Oxydationsmitteln auf komplexe Metallsalze aliphat.

Oxycarbonsäuren. — Z. B. wird eine wss. Lsg. von Anlimonylkaliumtarlrat mit über­

schüssiger H 20 2-Lsg. versetzt, nach einiger Zeit die Lsg. mit verd. KOH neutralisiert, filtriert u. in CH3OH eingetragen, wobei das Komplexsalz als weißes, in W- 11- Pulver ausfällt. — In gleicherweise lassen sich oxydieren: Kaliumzinntartrat, Antimon-(III)- gluconsaures Na sowie das saure Salz der Antimon-(III)-schleimsäure mit Diäthylamin. — Die Oxydation läßt sieh auch mit Mg- sowie Na-Peroxyd durchführen. Die Prodd.

sollen therapeut. Verwendung finden. (E. P. 326 231 vom 6/12. 1928, ausg. 3/4.

1930.) Al t p e t e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges,, Frankfurt a. M ., Gewinnung organischer Säuren durch Extraktion aus den Oxydationsprodd. von Paraffin-KW-stoffen, Wachsen etc. Die Oxydationsprodd. werden zunächst in wss. Suspensionen mit Erdalkalien, einschließ­

lich MgO, in geringem Überschuß verseift, die Salze abgetronnt, getrocknet. Nach dom Extrahieren der Salze mit Bzn. (Rp-,60— 100°) wird der Rest des Lösungsm.

durch Erhitzen.von Salzen abdest., die dann mit einer Mineralsäure zersetzt werden. — 100 Teile oines Paraffin-Oxydationsprod. mit 36% Unverseifbarem werden in einem Autoklaven 2 Stdn. bei 160° u. 5 at Druck mit einer Kalksuspension, die ca. 8 % Kalk­

überschuß enthält, erhitzt. Die wss. Schicht wird abgesaugt, der Rückstand getrocknet u. bei 40° mit Bzn. extrahiert, wobei das Unverseifbare in das Bzn. übergeht. Die ge­

trockneten Salze werden mit einer Mineralsäure zersetzt u. dabei die freien Carbon­

säuren mit 1— 2 % Unverseifbarem erhalten. (F. P. 677 998 vom 8/7. 1929, ausg.

17/3. 1930. D. Prior. 8/8. 1928.) M. F. Mü l l e r. Compagnie de Bethune, Frankreich, Herstellung von Ameisensäuremethylester aus Methylalkoholdampf durch Einw. eines Dehydrierungskatalysators, insbesondere von Cu, bei Tempp. von 150 bis 250° nach der Gleichung: 2CH3-OH = H-COO-CH3 + 2H2

1929.) De r s i n.

134 HIX. O r g a n i s c h e P r ä p a r a t e . 1930. IL Die Rk. w rd durch Überleiten in einem elektr. beheizten Raum durchgeführt. An Hand einer Zeichnung ist eine App. beschrieben. (F. P. 673 337 vom 30/7. 1928,

ausg. 14/1. 1930.) M . F. Mü l l e r.

Destilacija Drva D. D., Agram, Jugoslawien, Verfahren zur Herstellung kon­

zentrierter Essigsäure aus verd. Essigsäure unter Verwendung von Teerkresolen etc.

als Extraktionsmittol, dad. gek., daß man die dem Extraktionsapp. entweichenden, von Essigsäure befreiten W.-Dämpfe kondensiert, den bei der Kondensation sich ab­

scheidenden Anteil des mitgeführten Essigsäureextraktionsmittels abtrennt u. den in dem wss. Kondensat gel. bleibenden Anteil desselben mittels solcher wesentlich höher als die benutzten Extraktionsmittel sd. Lösungsmm. extrahiert, die, wie fetto ö le oder fl. Fettsäuren hoher C-Atomzahl (Ölsäure) oder hochsd. Teeröle (Anthracenöl) u. Mineralöle, in W. von gewöhnlicher, erniedrigter oder mäßig erhöhter Temp. prakt.

uni. sind, worauf man die Trennung des Extraktionsmittels von dem zu seiner Ent­

ziehung aus dem W . verwendeten Lösungsm. auf dem Wege der kontinuierlichen Dest. im Vakuum durchführt. Vorr. zur Durchführung der Trennung des Extraktions­

mittels u. des Lösungsm. mittels kontinuierlicher Dest. im Vakuum nach dem vorher beschriebenen Verf , dad gek., daß die Sammelgefäße für das Extraktions- u. das Lösungsm. einerseits durch Robre mit einer Vakuumpumpe in Verb. stehen, während jedes Sammelgefäß mit einer besonderen Pumpe ausgestattet ist, mittels welcher die Rückforderung der betr. Fll. in die Essigsäureextraktionskolonne bzw. in die Kolonne zur Rückgewinnung des Extraktionsmittels erfolgt. An Hand mehrerer Abb. ist die App. beschrieben. (D. R. P. 494416 Kl. 12 o vom 3/3. 1925, ausg. 27/3. 1930. Zus.

zu D. R. P. 451 179; C. 1927. II. 2785 [S. ui d a ].) M. F. Mü l l e r. I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M ., Gewinnung von konzentrierter Essigsäure aus verd. wss. Lsg. durch Extraktion mit einem Lösungsm., das als Lösungsm.

für die Essigsäure dient, u. gleichzeitig mit einem Zusatzlösungsm., wie Ligroin, Pe­

troleum, Bzl., Tetrahydronaphthalin, Trichloräthylen. — Z. B. wird ein Lösungsm.

von niedrigem Kp., z. B. bis zu 90°, oder ein Lösungsm. mit höherem Kp., evcntl.

unter Zusatz eines solchen mit niedrigem Kp. verwendet. (E. P. 302174 vom 10/12.

1928, Auszug veröff. 6/2. 1929. D. Prior. 8/12. 1927.) M . F. Mü l l e r. Henry Dreyfus, England, Gewinnung von konzentrierter Essigsäure aus verd. wss.

Lsg., insbesondere aus Holzessig, durch Extraktion in mehreren Phasen. — Z. B.

wird eine 15— 30%ig. Essigsäure, die bei der Herst. von Celluloseacetat angefallen ist, mit Ä. extrahiert u. der Extrakt dest. Die dabei erhaltene 70%ig. Säure wird dann mit Methylenchlorid extrahiert, wobei eine 97— 98°/oig. Essigsäure gewonnen wird, u. zwar zu 90— 95%- Die restlichen 5— 10% fallen als 30%ig. Säure an. Oder die 70%ig. Essigsäure wird mit einem Gemisch von 2 Vol. A. u. 1 Vol. PAe. extrahiert, wobei 90— 95% als 92— 95%ig. Säure bei der Dest. erhalten werden. (F. P. 677882 vom 4/7. 1929, ausg. 15/3. 1930. E. Prior. 11/7. 1928.) M . F. Mü l l e r. Hermann Suida, Mödling b. Wien, Verfahren zur Gewinnung von konzentrierter Essigsäure aus verdünnter Essigsäure durch Extraktion in fl. oder dampfförmiger Phase mit einem in W. schwer oder uni., für Essigsäure aber ein hohes Lösungsvermögen besitzenden, über 150° sd. Lösungsm., dad. gek., daß man als Lösungs- bzw. Kon­

zentrationsmittel die rohen über 150° sd. Öle oder deren Fraktionen, welche bei der Dest. von Holzteerweichpech oder Holzlignin bis auf Koks erhalten werden, verwendet.

(Oe. P. 117057 vom 7/9. 1927, ausg. 25/3. 1930.) M. F. Mü l l e r. Société des Usines Chimiques Rhône-Poulenc, Frankreich, Herstellung von Essigsäureanhydrid und Acetaldehyd durch Spaltung von Äthylidendiacetat in Ggw. von Katalysatoren, wie Alkali- oder Erdalkalisalzen von organ. Säuren, insbesondere essig­

sauren Salzen, oder organ. Basen. (F. P. 674 392 vom 13/9. 1928, ausg. 28/1.

1930.) M . F. Mü l l e r:

Canadian Elektro Products Comp. Ltd., Canada (Erfinder: Frederik William Skirrow und George Osman Morrison), Herstellung von■ Vinylestern, besonders der Essigsäure, durch Einloiten von C M „ in die Säure in Ggw. eines Katalysators, dor durch Einw. von Acetylschwefelsäure auf Hg-Acetat erhalten wurde. Der gebildete Vinylester wird möglichst bald von der Säure u. dem Katalysator durch Verwendung eines großen Überschusses von C2H 2 getrennt, da das überschüssige C2H 2 die gebildeten Vinylesterdämpfe mit fortführt. Beispiel: Man löst 10 Teile HgO in 2000 Teilen Eis­

essig u. setzt bei 85° C 276 Teile des Fällungsmittels zu, das durch Einw. von 30 Teilen S 0 3 auf 246 Teile Eisessig bei 20° C gebildet wird. Man erwärmt das Gemisch auf 25° C u. leitet C„H2 im Überschuß hindurch, wobei die Temp. auf 35° C steigt. Es

1930. II. H tx. Or g a n i s c h e Pr ä p a r a t e. 135 bildet sich Vinylacetat neben wenig Äthylidendiacetat. D ie Hauptmenge des ersteren wird mit dem C2H2 abgeführt u. nebst etwas Essigsäure in einem Kühler kondensiert.

Das Kondensat wird in einer Kolonne getrennt u. die Essigsäure in die Rk. zurück­

gegeben. Nach 10— 12 Stdd. läßt die Rk. nach, die Ausbeute an Vinylaeotat beträgt 70% der Essigsäure u. 78% des C2H„. — 4 weitere Beispiele. (F. P. 671 558 vom 16/3. 1929, ausg. 14/12. 1929. A. Prior. 17/3. 1928.) De r s i n.

Canadian Electro Products Comp. Ltd., Canada (Erfinder: Frederik William Skirrow und George Osman Morrison), Herstellung von Vinylacetat. Man leitet C„FI2 in Essigsäure in Ggw. eines Katalysators bei Tempp. von 20— 60° u. entfernt das gebildete Vinylacetat fortlaufend aus dem Rk.-Gemisch, so daß die Bldg. von Äthylendiacetat vermieden wird. (F. P. 671 557 vom 16/3. 1929, ausg. 14/12. 1929.

A. Prior. 17/3. 1928.) ’ De r s i n.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Darstellung von Estern von a-Oxycarbonsäuren, ausgehend von den Nitrilen, die in Ggw. von Alkoholen u. der entsprechenden Menge W. in Ggw. eines indifferenten Lösungsm. verseift werden, wobei die dabei intermediär gebildete Säure sofort verestert wird. Als Lösungsm, sind geeignet solche, die die Rk.-Komponenten u. die Rk.-Prodd. zu lösen vermögen, in denen aber die gebildeten NH4-Salze uni. sind, z. B. Dioxan, CC14, Ä., CHC13, Hexa- hydrobenzol. — 27 kg fl. oder gasförmige HCN werden allmählich in oin Gemisch, von 100 Litern Dioxan, 67 Litern Acetaldehyd (90%ig.) u. 12 Litern V10 -n. Natron­

lauge unter Eiskühlung eingeleitet. Das Rk.-Gemisch wird dann auf 70— 80° erwärmt, wobei sich Milchsäurenitril bildet. Dann werden 120 kg Cycloliexanol zugesetzt u.

unter Kühlung gasförmige HCl durchgeleitet, schließlich wird dio M. bis zur vollständigen Veresterung erhitzt. Nach dem Abfiltrioren vom NH4C1 wird dest., wobei bei 95 bis 110° bei 7 mm der Milchsäurecyclohexylester übergeht._ Ausbeute 165 kg = 95% der Theorie. In gleicher Weise wird aus Aldol, HCN u. Äthylenchlorhydrin in Ggw. von von CHC13 der oL,y-Dioxyvaleriansäurechloräthylester gewonnen, der bei 10 mm zwischen 120 u. 135° übergeht. — Cyclohexanon u. HCN werden kondensiert u. das gebildete Cyanhydrin mit Äthylenchlorhydrin in Ggw. von Dioxan als Lösungsm. in den Cyclo- hexanol-l-carbonsäurechloräthykster übergeführt, der bei 6 mm bei 134° siedet. (E. P.

325 531 vom 20/10. 1928, ausg. 20/3.1930. Zus. zu E. P. 300040; C. 1929. I.

2584.) M . F. Mü l l e r.

I. G . Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M ., Darstellung von Harnstoff und seinen Sübstitutionsprodukten aus C02 u. NH3 oder Aminen in Ggw. von Carbiden als Katalysator. — 4 Volumina CO» u. 10 Volumina NH3 werden bei 500° über Li- Carbid geleitet. Dabei bildet sich reiner Harnstoff. — 6 Volumina CO, werden mit 10 Volumina NH3 bei 450— 500° über Fe-Carbid geleitet, wobei sich im Kühler reiner krystallin. Harnstoff abscheidet. — Ein Dampfstrom von 1 Vol. Anilin u. 2 Vol.

CO, bei 500° über Ca-Carbid geleitet liefert Diphenylhamstoff. (F. P. 678742 vom 19/7. 1929, ausg. 3/4. 1930. D. Prior. 22/8. 1928.) M . F. Mü l l e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M ., Darstellung von Harnstoff aus COS u. NH3, wobei wenigstens eine der beiden Komponenten sich in fl. Zustande befindet, durch Erhitzen auf 80 bis 120° unter Druck. — 7 Teile NH3-Gas u. 4 Teile COS werden in einer Eisenapp. unter hohem Druck verflüssigt. Nach dem Anheizen auf 120° in einem ölbade wird diese Temp. 3 Stdn. eingehalten. Der Druck beträgt dabei 36,4 at. Nach dem Abkühlen wird der H 2S-Druck abgelassen u. die M . in W.

gel. Die Lsg. wird filtriert u. der Harnstoff daraus abgetrennt. Dabei sind ca. 70%

des NH3 in Harnstoff umgesetzt worden. In gleicher Weise kann man von verflüssigtem NH3 ausgehen u. COS in Gasform einleiten. (E. P. 327 026 vom 15/4. 1929, ausg.

17/4. 1930.) M . F. Mü l l e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M. (Erfinder: Otto Siebert, Dessau und Max Raeck, Dessau-Ziebigk), Darstellung von Hamstoffderivaten, dad.

gek., daß man äquivalente Mengen negativ substituierter l-Keto-l,2-dihydrobenzoxazole (Carbonyl-o-aminophenole) u. Arylamine für sich oder in Lösungsmm. erhitzt. — 18 Teile Carbonyl-i-nitro-2-aminophenol (F. 228°) werden mit 9,3 Teilen Anilin auf etwa 130° erhitzt, wobei die Verbb. zusammenschmelzen. Beim weiteren Erhitzen auf 145 bis 150° erstarrt die Schmelze. Es entsteht 2-Oxy-5-nitrodiphenylhamstoff (F. 212° aus Eg.). — 22,5 Teile Carbonyl-iß-dinitro-2-aminophenol (F. 220°) werden mit 14,3 Teilen 1-Aminonaphthalin in 200 Teilen A. 8 Stdn. unter Rückfluß gekocht.

Es entsteht 2-Oxy-3,5-dinitrophenyl-l-naphthylhamstoff (F. 230° aus Eg.). In gleicher

136 Ha . Or g a n i s c h e Pr ä p a r a t e. 1930. II.

Weise wird erhalten 2,3'-Dioxy-5-nitrodiphenylhamstoff u. 2-Oxy-3-nitro-5-chlordiphenyl- harnstoff. (D. R. P. 487 014 Kl. 12 o vom 23/10. 1927, ausg. 9/12. 1929.) M. F. Mü.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M. (Erfinder: Wilhelm Lommel, Wiesdorf, Hermann Friedrich und Theodor Goost, Leverkusen), Verfahren zur Darstellung von Dithiocarbamaten mit alicyclischen Resten, dad. gek., daß man auf sekundäre Basen alicycl. Yerbb. etwa % Mol. CS2 einwirken läßt. — 13 Teile Hexa- hydroäihylanilin werden mit Eis u. unter Rühren allmählich mit 4 Teilen CS2 versetzt.

Das Kondensationsprod. scheidet sich zunächst in Form eines Harzes ab, das all­

mählich erstarrt. Ausbeute 95% . — Zu einer Lsg. von 19 Teilen Benzylhexahydro- anilin in 30 Teilen A. läßt man unter Rühren u. Kühlen 3,8 Teile CS» zufließen. Das entstehende Benzylhydroanilinsalz der Benzylhydrophenyldithiocarbaminsäure fällt in Blättchen vom F . 94° fast, quantitativ aus. In analoger Weise verhalten sich die Homologen, wie z. B. Hexahydromethylanilin, Hexahydromethyl-o- u. p-toluidin, Hexa- hydroäthyl-o- u. p-toluidin, ac-Tetrahydroäthyl-ß-naphthylamin. (D. R. P. 495 628 K l. 12 ö vom 19/12. 1926, ausg. 9/4. 1930.) M . F. Mü l l e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Herstellung von N-substi- tuierten Aminoarsenoverbindungen. Aromat. Amino- oder Oxyarsinsäuren werden mit Aminoalkyl- oder Alkylaminoalkylhalogeniden oder Bromätkylphthalimid (unter nach­

folgender Abspaltung der Phthalsäure) kondensiert. Auch kann man Arsinsäuren mit Alkylenoxyd oder halogenierten Alkoholen kondensieren u. hierauf die Rk.-Prodd. in die Halogenide u. Amino- bzw. Alkylaminoverbb. verwandeln. — Z. B. wird Arsanil- säure in n-NaOH mitDiäthylaminoäthylchlorid bei 60° zurDiäthylaminoätliylarsanilsäure, Zus. ( A s03H 2)4 • CaH4 ■ [NH ■ CH2 • CH2 • N ^ H ^ ),,]1 umgesetzt; das Na-Salz ist hygroskop., 11. in W ., As-Geh. 22,1%, dio freie Säure fällt nicht aus der Lsg. des Na-Salzes auf Säurezusatz. Durch Red. mit NaH„PO, in Ggw. von MgCl2 bei 45— 55° während 1 Stde. entsteht hieraus die entsprechende Arsenoverb.; blaßgelbes Pulver, F. etwa 120° (Zers.). (E. P. 326 789 vom 13/11. 1928, ausg. 17/4. 1930.) Al t p e t e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Frankfurt a. M., Herstellung von löslichen organischen Antimonverbindungen durch Einw. von Sb20 6, Sb20 3 oder deren Salzen auf aromat. o-Dioxyverbb., welche salzbildende Gruppen enthalten. — Z. B. wird brenzcatechindisulfonsaures K in wss. Lsg. mit einem Überschuß an frisch gefällter H3Sb04 behandelt, die Lsg. abgekühlt, filtriert, das Filtrat mit verd. KOH neutralisiert u. mit CH3OH gefällt; das Prod. bildet ein farbloses, in W. 11. Pulver. — H3S b04 wird in Diäthyhxminoäthanol (I) gel., die Lsg. filtriert, eingedampft u. der Rückstand in W . unter Zusatz von pyrogalloldisulfonsaurem K gel. Die Lsg. wird mit I neutralisiert, eingeengt u. die Verb. mit CH3OH gefällt. Sie ist in W . 11., die Lsg. bleibt auf Zusatz von Säure oder Alkali klar. Aus der sauren Lsg. fällt H 2S das Sb. — Eine frisch her- gestellte Suspension von H3Sb04 wird mit pyrogalloldisulfonsaurem Na am W.-Bad erwärmt, die filtrierte Lsg. mit verd. NaOH neutralisiert u. das Prod. mit CH3OH gefällt. — In gleicherweise lassen sich umsetzen: Protccatechusäure, Alizarhisulfonsäure, Gallussäure. (E. P. 326 533 vom 12/12. 1928, ausg. 10/4. 1930.) Al t p e t e r.

I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges., Franlcfurt a. M., Herstellung yvon Aminoaryl.

arsenanlimonverbindungen durch Einw. von HCHO-Disulfit auf amrnosubstituierte aromat. As-Sb-Verbb., in denen die As- u. Sb-Atome unmittelbar an C oder durch C miteinander verbunden sind. — Z. B. wird frisch gefälltes

3-Amino-4-oxy-4'-amino-arsenostibiobenzol in W. verteilt, mit HCl eben gel. u. einer Lsg. von } ---\ __ A’ H, HCHO-Disulfit-Na versetzt. Manneu-HO y A s— Sb^ ^____ / tralisiert hierauf m itN a2C 03, worauf

\ ^ s __ / \ _OH nach einigem Stehen völlige Lsg.

/ --- \ __ / \ ____ / eintritt. Die filtrierte Lsg. wird mit H O / > - A s — S V CH3OH gefällt. Während der Herst.

ist die Luft abzuschließen. Das Prod.

ist 11. in W . mit neutraler Rk. — In gleicher Weise läßt sich die aus 3-Amino-4-oxy- phenylarsin (3 Moll.) u. anlimonyl-l,2-dioxybenzol-3,5-disulfonsaurem K (2 Moll.) er­

hältliche Verb. vorst. Zus. umsetzen. (E. P. 326 537 vom 13/12. 1928, ausg. 10/4.

1930.) Al t p e t e r.

Winthrop Chemical Co. Inc., New York, übert. v o n : George Wesenberg, Elberfeld, Herstellung beständiger, Salze der Sulfonchloramide liefernder Mischungen.

(Can. P. 274 789 v o m 1 /11. 1926, ausg. 18/10. 1927. — C. 1927- II. 1084 [E. P .

2 4 1 58 0 ].) M . F . Mü l l e r.

1930. II. H IX. Or g a n i s c h e Pr ä p a r a t e. 137

General Aniline Works, Inc., New York, übert. von: Fritz Günther, Ludwigs­

hafen a. Rh., Herstellung von Chinonderivaten durch Einw. diazotierter aromat. Amine auf Chinone. — Eine in üblicher Weise aus Anilin erhaltene Diazolsg. wird nach Zusatz von Na-Acetat zu einer Lsg. von Benzochinon in verd. A. gegeben. Unter N2-Entw.

scheidet sich Phenylbenzocliinon ab. Aus A. gelbe Blättchen, F. 114°. Analog erhält man aus Benzochinon mit diazotiertem p-Chloranilin p-Chlorphenylbenzochincm (gelbes Pulver, 11. in A., violettblau 1. in konz. H2SO.,), mit diazotiertem p-Aminoacetanilid p-Acetylaminophenylbenzochinon (Lsg. in konz. H 2S04 weinrot), mit diazotierter Anthra- nilsäure o-Carboxyplienylbenzochinon (gelb 1. in konz. H 2S 0 4, wird durch NaH S04 zu farblosem Hydrochinonderiv. red.), mit diazotierter p-Aminoazobenzolsulfonsäure ein entsprechendes Kondensationsprod. (braun krystallin., wl. in k. W., mit NaHS03 gelbe Lsg. des Hydrochinonderiv. (A. P. 1735 432 vom 5/10. 1925, ausg. 12/11. 1929.

D. Prior. 22/10. 1924.) Ho p p e.

Schering-Kahlbaum Akt.-Ges., Berlin, Herstellung von Alkylphenolen und deren Hydrierungsprodukten durch Behandlung von Derivv. des .Dioxydiphenylmethans mit H„. — 4,4'-Dioxydiphenyldimethylmethan wird bei 250 bis 280° mit H 2 unter Druck in Ggw. von 3 % eines Hydrierungskatalysators behandelt, bis 2 Atome H 2 auf­

genommen worden sind. Dabei entsteht p-Isopropylphenol u. Phenol. — 4,4'-Dimethyl- 2,2'-dioxydiphenyldimethylmethan wird in gleicher Weise mit H 2 auf 215 bis 220°

erhitzt, bis 2 Atome H 2 aufgenommen worden sind. Es entsteht Thymol u. m-Kresol. — 4,4'-Dimethyl-2,2'-dioxydiphenyldimethylmethan bei 140— 150° mit H» unter Druck

erhitzt, bis 2 Atome H 2 aufgenommen worden sind. Es entsteht Thymol u. m-Kresol. — 4,4'-Dimethyl-2,2'-dioxydiphenyldimethylmethan bei 140— 150° mit H» unter Druck