• Nie Znaleziono Wyników

rungen von Kühl. Vgl. vorst. Referat. Antwort von Kühl. (Tonind.-Ztg. 55. 366— 68.

26/3. 1931.) Sa l m a n g.

Ernst Rissei, ÜberGütebewertungenvonZement. Eine krit.Nachprüfung allerNormen der verschiedenen Länder ist unerläßlich, um dieselben mit den Bedürfnissen dos Zementverbrauchers in Einklang zu bringen. Die jetzigen Normen entsprechen nicht immer den wissenschaftlichen, noch weniger don prakt. Anforderungen. (Tonind.-Ztg. 55.

411. 6/4. 1931.)

--- ç

Sa l m a n g.

Kali-Chemie Akt.-Ges., Berlin, Bindung von schwefelsauren Salzen in Tonen u. Tonmassen durch Bariumverbb., wie BaC03 o. dgl., 1. gek. durch einen weiteren Zusatz von NaCl oder anderen Alkalichloriden, insbesondere bei Verwendung von BaCOa. — 2. dad. gek., daß als Bariumverb. BaSiF0 verwendet wird. — Die Umsetzung

3 1 5 8 H vu. Ag r ik u l t ü r c h e m ie; Dü n g e m it t e l; Bo d e n. 1931. I . der uni. Bariumverbb. mit den im Ton enthaltenen schwefclsauren Salzen wird durch die Chloride stark beschleunigt. (D. R. P. 487299 K l. 80 b vom 28/1. 1927, aüsg.

28/3. 1931.) Kü h l i n g.

Carl Pontoppidan, Holte, und Svend Buntzen, Kopenhagen, Herstellung von Zement, welcher Gips beigemischt enthält, 1. dad. gek., daß der Gips entweder in tot­

gebranntem Zustande dom Zement beigemischt wird bzw. unter Temp.-Bedingungen, daß er im Endprod. totgebrannt ist, oder daß die Beimischung von Gips zum Zement im Zustande von Rohgips bzw. einem Gemisch aus Rohgips u. totgebranntem Gips erfolgt, u. zwar unter solchen Bedingungen, daß beim Vermischen oder gemeinsamen Vermahlen die Temp. niemals bis zur Brenntemp. steigt zum Zweck, das Endprod.

frei von Gips in gebranntem Zustand zu halten. -— 2. dad. gek., daß die Kühlung der Gemischkomponenten durch Berieselung der äußeren Mühlenwandung oder durch Verdunsten von in das Mühleninnere in Form von Tropfen oder in Form eines Sprüh­

regens eingeleitetem W . erfolgt. — Die zum Mahlen erforderliche Zeit ist geringer als bei Verwendung von bei den üblichen Tempp. gebrannten Gips. (D. R. P. 521 712 K l. 80 b vom 4/1. 1927, ausg. 26/3. 1931. E . Prior. 4/1. 1926.) Kü h l i n g.

Adolf Schraner-Weiss, Basel, Imprägnierungsmasse für Sandstein, bestehend aus einer Lsg. von Schwefel in CS2, gekochtem Leinöl u. Wasserglas. Die genannten Stoffe werden innig gemischt u. der Sandstein mit der Mischung bestrichen. Sie schützt ihn vor Verwitterung. (Schwz. P. 138 271 vom 2/2. 1929, ausg. 1/5.

1930.) Kü h l i n g.

Frederick R. Hazard, übert. von: Trevor M. Caven, New York, Fugenlose Wandbekleidungen. Hitzebeständige Oxyde, wie AI20 3, Z r02, MgO oder, besonders, S i0 2, werden teils zu gröberem, teils zu feinerem Pulver u. teils zu kolloider Feinheit verarbeitet. Die Einzelteile werden im Verhältnis 5 Kolloid : 10 feines u. 85 Teile grobes Pulver gemischt u. geschmolzen bzw. aufgeschmolzen. (A. P. 1 7 9 1 5 9 1 vom

9/2. 1927, ausg. 10/2. 1931.) KÜHLING.

H. de Gaillard et Cie. (Soc. à Responsabilité Ltd.), Frankreich, Saurer Zement oder Beton. Schmelzzement mit wenigstens 3 0 % A l20 3 wird mit wechselnden Mengen gewöhnlicher oder kolloider S i0 2 natürlicher oder künstlicher Herkunft gemischt.

D ie Mischungen werden als Bindemittel der Bestandteile von hitzebeständigen Gegen­

ständen oder unmittelbar zur Herst. solcher Gegenstände verwendet. (F. P. 684 915

vom 15/2. 1929, ausg. 2/7. 1930.) KÜHLING.

Betonit-G. m. b. H ., Deutschland, und N. V. Hollandsche Betonit Maat- schappij, Holland, Betongegenstände. Die geformten Gegenstände, z. B . Kanalisations­

röhren, werden nach kurzem Erhärten in zweckmäßig mit C 02 gefüllte, dicht schließende Behälter gebracht, letztere nach einiger Zeit mit fl. Bitumen gefüllt, die Behälter unter Druck gesetzt, nach vollständiger Durchtränkung der Gegenstände das nicht aufgenommene Bitumen entfernt u. die Gegenstände auf mehr als 100° erhitzt. Die Fertigstellung erfolgt erheblich schneller als bei dem üblichen freiwilligen Erhärten­

lassen. (F. P. 698 636 vom 8/7. 1930, ausg. 2/2. 1931. Holl. Prior. 17/6. 1930.) Kü h l. Roman Grengg und Annemarie Schmölzer, Wien, Wasserbeständiger Straßen­

belag. Mischungen von Steinklein u. Wasserglas werden mit einem gekörnten oder fein gepulvertem Stoff, wie Sintermagnesit, eisenreichem Abfall der Aufbereitung von Sintermagnesit, in einer Atm. von C 0 2, gelagerter Holzkohle u. dgl. vermischt, welcher mit Wasserglas langsam reagiert. (Oe. P. 121773 vom 10/8. 1929, ausg.

10/3. 1931.) __________________ Kü h l i n g.

B uilding R esearch B oard, T e ch n ic a l p a p ers. 3, T h e p c r m e a b ilit y o f P o r t la n d ce m e n t con crete. R e v . ed . L o n d o n : H . M . S. O. 1931. 1 s. 6 d . n et.

V II. Agrikulturcliem ie; Düngem ittel; Boden.

K . Entres, Ein vergleichender Gefäßdüngungsversuch mit Nitrophoska I . G. I I I . Verss. in MiTSCHERLiCH-Gefäßen auf saurem u. alkal. Boden m it Hafer. N itro­

phoska I. G. I I I erwies sich gegenüber allen anderen Düngerzusammenstellungen als gleichwertig. (Ztschr. Pflanzenernähr. Äüngung Abt. B. 10. 103— 08. Febr. 1931.

W ien, Landwirtschaft!.-chem. Bundesvers.-Anst.) W . ScHULTZE.

. A- Draghetti, A. Curini-Galle tti und C. Vicini, Untersuchungen über diel direkte Stickstoffdüngung des Getreides mit besmiderer Berücksichtigung der Methode nach Gibertini. Die Verss. ergaben die gute Wrkg. der wiederholten Winterdüngung. (Annali

193!.. I. HVII. Ag r ik ü l t u r c h e m ie; Dü n g e m it t e l; Bo d e n. 3159

R. Stazione sperimentale Agraria Modena Neue Serie 1. 31— 68. 1930. Modena.

Sep.) Gr i m m e.

— , Düngungsversuch bei Hevea. (Tropical Agriculturist 76. 94— 99. Febr. 1931.

—-C. 1930. II. 3657.) Gr o s z f e l d.

Arkadjusz Musierovicz und Ladislav Smolik, Ist der orthokinetische Koagulations­

grad des Lehms eine Funktion des pjj des Sedinientationsmediumsl Mit steigender H-Ionenkonz. des Sedimentationsmediums scheint die orthokinet. Koagulations- gesehwindigkeit zu steigen, jedoch nicht in allen Fällen gleichartig. Bei gleichem pH wirkt Essigsäure weit stärker als Salzsäure. Das Gleichgewicht zwischen dem pn der zugefügten Fl. u. der dekantierten Fl. nach der Sedimentation stellt sich bei niedrigem Ph a m schnellsten ein. Wenn der p h des natürlichen Bodens fällt, verringert sich auch der Geh. an Lehmbestandteilen. (Vfistnik Öeskoslovenskö Akad. Zemüdelskö 7. 255— 61.

1931.) M a u t n e r .

Rudolf Jirkovsky, Beziehungen der Bodenradioaktivität zur Bonität des Bodens.

Der Zusammenhang zwischen der Güte des Bodens u. seiner Radioaktivität läßt deren Messung als Maß für die Güte des Bodens in gewissen Fällen als möglich erscheinen.

(Vestnik Üeskoslovenske Akad. ZemSdelskö 7. 264— 67. 1931.) Ma u t n e r. Amar Nath Puri, Wechselwirkung zwischen Ammoniak und Boden als neue M e­

thode zur Charakterisierung der Bodenkolloide. (Vgl.. C. 1931. I. 1345.) Die durch Säuren entbasten Bodenbestandteile (Acidoide) reagieren bis zur völligen Absättigung mit starken Basen (Na(OH), Ba(OH)2), sehr langsam. Bei Absättigung mit N H , u.

Trocknen im Vakuum über konz. H 2S 0 4 wird bei Böden, die vor der Auslaugung mit verd. Säuren hohen Kalküberschuß hatten, nach 48 Stdn. der gleiche Sättigungs­

zustand w'ie vor der Entbasung wieder erreicht. (Soil Science 31. 93— 97. Febr. 1931.

Lahore, India, Univ., Chem. Lab.) W . Sc h u l t z e. Alfred Harder, Beiträge zur Kenntnis der Nitrifikation. I. Die Salpeterbldg. im Lichte der Jahreszeiten. II. Über die Gestaltung u. Physiologie der Nitritbildner, besonders einer neu isolierten Sarcina dieser Gruppe. (Botan. Arch. 31. 312— 48.

1931. Königsberg.) W . Sc h u l t z e.

— , Die Bedeutung der Acidität des Waldbodens. Einfluß der Acidität auf die Vegetation u. auf die physikal. Eigg. des Waldbodens. Bedeutung der Kalkung für die Verbesserung des Bodens bei zunehmender Acidität. (Internat, landwirtseh.

Rdsch. 21. 468— 76. Nov. 1930.) W . Sc h u l t z e.

— , Gebrauchte Gasreinigungsmasse als Unkrautvertilgungsmasse. Die Verwendung gebrauchter Gasreinigungsmasso als Unkrautvertilgungsmittel dürfte nur bei kosten­

loser Abgabe durch die Gaswerke wirtschaftlich sein. Zu prüfen ist noch, ob Erneuerung der M. naeli gewisser Zeit erforderlich ist u. ob keine unerwünschten Nebenerschei­

nungen zu befürchten sind. (Chem.-Ztg. 55. 190— 91. 11/3. 1931.) R. K . MÜLLER.

C. M. Smith und C. W . Murray, Die Zusammensetzung von Calciumarsenal des Handels. Zusammenstellung der Unters, von 16 Proben als Schädlingsbekämpfungs­

mittel in den Handel gebrachten Calciumarsenats, dio im Durchschnitt 80-—85°/0 eines wahrscheinlich aus 3C a0-A s20 6 u. 4C a0-A s20 5 bestehenden Gemisches u. je ca. 6 ,5 % Ca(OH)2 u. CaC03 neben zufälligen Verunreinigungen enthielten. Die ein­

zelnen Prodd. zeigen von diesen Durchschnittswerten teilweise größere Abweichungen.

(Ind. engin. Chem. 23. 207— 08. Febr. 1931.) R. K . Mü l l e r. L. Meyer, Beeinflussung der Lösungsverhältnisse der Bodenphosphorsäure durch die zwei Faktoren Kohlensäure und Kalk. (Vgl. C. 1931. I. 1506.) Best. des CO„-Einflusses auf die P20 5-Löslichkeit bei steigendem C 0 2-Geh. u. bei C 0 2-Bcgasung des Bodens nach der Extraktionsmethode von v. Wr a n g e l l. In C 0 2-gesätt. W . (p h = 3,8— 3,9) wurde gegenüber gewöhnlichem W . bei 7 5 % von 56 untersuchten Böden amerikan.

u. europäischer Herkunft eine positive Wrkg. gefunden. In erster Linie wird der 11.

Anteil u. die Nachlieferungsgeschwindigkeit erhöht; nur in 5 0 % der untersuchten Böden trat mit der Erhöhung des 11. Anteiles auch eine Erhöhung der Gesamtmenge an wasserlöslicher Phosphorsäure ein. Die Wrkg. des Kalkes ist derjenigen der Kohlen­

säure entgegengesetzt. Kalk setzte den 11. Anteil der Bodenphosphorsäure herab, in vielen Fällen auch die Gesamtmenge an 11. Phosphorsäure. Nach Ansicht des Vf.

liegt keine Veranlassung vor, die Einführung der Faktoren Kohlensäure u. Kalk in die Extraktionsmethode nach V . Wr a n g e l l z u empfehlen. (Wiss. Arch. Landwirt­

schaft. Abt. A : Pflanzenbau 5. 585— 612. 17/3. 1931. Hohenheim, Inst. f. Pflanzen­

ernährung d. Landw. Hochschule.) W . S c h u l t z e .

3 1 6 0 HV11I. Me t a l l u r g ie; Me t a l l o g r a p h ie u s w. 1931. I.

Richard Edge, Bestimmung von Schwefel in Insekticiden und Fungiciden durch Extraktion mit Schwefelkohlenstoff. 1— 3 g Substanz werden in kleinem Becherglas mit 10— 15 ccm A . (1: 3) durchfeuchtet, nach Zugabe von 15 ccm H N 0 3 ( 1: 4) bis zur Rk. gerührt, nach Nachlassen der Rk. u. abermaligem Zusatz von 40 ccm HNÖ3 ( 1: 2) 5 Min. stehen gelassen. Fl. durch kleines Filter in kurzstieligcm Trichter geben, Ungel. nochmals mit 20 ccm H N 0 3 (1 : 2) behandeln u. Lsg. filtrieren. Ungel. auf dem Filter dreimal mit W . auswaschcn, Filter + Nd. 4V2 Stdn. bei ca. 107° trocknen, darauf mit CS2 extrahieren, Lsg. in gewogenem Becherglas auf dem W.-Bade verdampfen, noch 1 Stde. auf dem W.-Bade trocknen, evtl. W.-Tropfcn abgießen, über Nacht im Exsiccator stehen lassen u. wägen. (Ind. engin. Chem. Analytical Edition 2. 371— 73.

15/10. 1930. Washington [D. C.].) Gr i m m e.

Hubert Martin, Die Untersuchung von Teer und Mineralöl enthaltenden Insekticiden.

Zur Wertbest, sind D ., Viscosität, Flüchtigkeit, Geh. an ungesätt. u. aromat. KW-stoffen.

Oxydierbarkeit u. Schwefelgeh. der isolierten Teer- u. Mineralölanteile zu bestimmen.

Methode im Original, desgl. Winke zur prakt. Ausprobierung auf Wirksamkeit. (Journ.

Soc. chem. Ind. 50. Transact. 91— 94. 3/3. 1931. Wye [Kent].) Gr i m m e. Ignaz Kreidl, Wien, Saatguttrockenbeize, aus uni. oder wl. Fungiciden, denen zur Vermeidung des Stäubens an sich nicht fungicide hygroskop. Substanzen, ins­

besondere solche, die das Fungicid leichter 1. machen, zugesetzt sind. — Z. B. ver­

wendet man ein Gemisch von 75 Teilen CuC03 u. 25 Teilen Ca(N03)2 oder CoCl2.

(Oe. P. 119 968 vom 10/9. 1928, ausg. 25/11. 1930.) Th i e l. Maurice Bourderionnet, Frankreich, Schädlingsbekämpfungsmittel, bestehend aus einem Gemisch von vorflüssigtem IICN mit Zusatz von 3— 6° /0 Oxalsäure als Stabili­

sierungsmittel u. 2— 5 % BrCN als Reizmittel. Das Gemisch kann ohne Gefahr in verschlossenen, gläsernen oder lackierten, metall. Gefäßen auf bewahrt u. transportiert werden. (F. P. 694139 vom 18/4. 1930, ausg. 28/11. 1930.) Th i e l.

Standard Oil Development Co., V. St. A ., Insecticides Mittel, bestehend aus einem Erdöldestillat, dessen Siedebeginn nicht unter 205° liegt u. das vorzugsweise zwischen 205 u. 280° sd., mit oder ohne Zusatz einer insecticiden Substanz, z. B . eines Pyrethrumextraktes. — Z. B. extrahiert man 50— 300 g getrocknetes Pyrethrum, be­

rechnet auf 1 1 des fertigen Mittels, mit Erdöl u. dest. die unter 205° sd. Bestandteile ab. (F. P. 692 568 vom 22/3. 1930, ausg. 7/11. 1930. A . Prior. 29/4. 1929.) Th i e l.

V III. Metallurgie; M etallographie; Metallverarbeitung.

George E . Rose, Entwicklung des modernen Hochofens. Es wird die Entw. des Hochofenprofils vom Jahre 1880 bis heute kurz skizziert. Im 1. Abschnitt wurde die Höhe der Rast stark vermindert, im 2. Abschnitt erfolgte eine Vergrößerung des Gestell­

durchmessers bei gleichzeitiger Vergrößerung des Rastwinkels. Die Vergrößerung des Gestelldurchmessers wird heute noch weiter getrieben, wodurch Tagesleistungen von 1000 t erzielt werden können. (Blast Furnace Steel Plant 19. 255— 57. Febr. 1931.

Chicago, Wisconsin Steel Co.) Ed e n s.

S. P. Kinney, Durchgang von Gas und Beschickung durch den Hochofen. Es werden die Ergebnisse der Verss. zusammenfassend besprochen, die von dem U . S. Bureau of Mines ausgeführt worden sind, um den Verlauf des Durchganges der Beschickung durch den Hochofen zu verfolgen, ferner um an Hand von Gasanalysen in verschiedenen Ebenen des Hochofens den Verlauf des Gasstromes zu untersuchen, außerdem um die Veränderungen der Temp. u. der Gasgeschwindigkeit im Hochofen zu erfassen. (Blast Furnace Steel Plant 19. 407— 11. März 1931.) Ed e n s.

H. C. Wood, Siemens-Martinofenstahlwerke. Ein Vergleich zwischen englischen und festländischen Anlagen und Arbeitsweisen. Ausführliche Wiedergabe der C. 1931. I. 349 referierten Arbeit. (Journ. Iron Steel Inst. 122. 111— 74. 1930. London.) Ed e n s.

Rudolf Back, Beiträge zur Klärung der Schlackenfrage im basischen Siemens- Martinofen. Es werden an 19 Schmelzungen im bas. Siemens-Martinofen während des Einschmelzens u. Kochens eingehende Unterss. über den Fe- u. Mn-Abbrand in A b­

hängigkeit vom Basizitätsgrad der Schlacke, gemessen am Verhältnis CaO: S i0 2, ge­

macht. Dabei wird festgestellt, da ß ‘während des Einschmelzens der Fe-Abbrand mit steigender Basizität der Schlacke wächst, während für den Mn-Abbrand keine eindeutige Beziehung festzustellen ist. Während der Kochzeit ergibt sich für beide Elemente ein steigender Abbrand mit steigender Basizität der Schlacke. Ferner wird der Einfluß

1931. I. Hvm. Me t a l l u r g ie; Me t a l l o g r a p h ie u s w. 3 1 6 1

5 verschiedener Schlacken — sauer, mittel, gut, bas. u. hochbas. — auf die Mn-Rück- gewinnung aus der Schlacke untersucht; bei hochbas. Schlacken ist die Mn-Red. sehr ungünstig, am günstigsten dagegen bei Schlacken mittlerer Basizität. Endlich wird auf die Bedeutung der „Schlackenprobe“ eingegangen. (Stahl u. Eisen 51. 317— 24.

351— 60. 19/3. 1931. Witten, Ber. Nr. 204 Stahhverksausschuß V. d. E .) Ed e n s. H. L. Geiger, Flußspat in Siemens-Martin-Schlacken. Nach einer Besprechung des Verh. von P20 5 u. S i0 2 ferner von FeO, Fe20 3 u. MnO bzgl. ihres Einflusses auf die Dünnflüssigkeit von Schlacken, wird darauf eingegangen, daß die Zugabe von Flußspat zu bas. Schlacken insofern günstigen Einfluß hat, als es einen instabilen Zustand der Schlacke bedingt, wodurch FeO aus dem Bad in die Schlacke wandert u. so diese dünnflüssiger macht. (Blast Furnace Steel Plant 19. 412— 14. März

1931.) Ed e n s.

Wilhelm Liesegang und Werner Winkhaus, Über die Anwendung von Tempe­

raturmeßgeräten und Abgasprüfem an Siemens-Martinöfen. Es wird besprochen, wie Temp.-Meßgeräte u. Abgasprüfer am SiEMENS-MARTiN-Ofen eingebaut worden müssen, um eine störungsfreie meßtechn. Überwachung der Ofenbeheizung zu ge­

statten. Es wird ein wassergekühltes Ardometorvisierrohr beschrieben, u. es werden Meßergebnisse der Tempp. an Gas- u. Luftkammern mitgeteilt. Aus diesen Verss.

goht hervor, daß der Regenerator nahezu ein schwarzer Körper ist. Ferner wird fest­

gestellt, daß das Ardometer bei Gasen, die koinen Ruß enthalten, die Steintemp.

angibt; die wahre Frischgastemp. lag etwa 80° unter der Steintemp. Es wird auch ein wassergekühltes Abgasentnahmerohr mit keram. Filter beschrieben u. die Be­

währung desselben im Betrieb erörtert. (Arch. Eisenhüttenweson 4. 421— 29. März 1931. Berlin-Siemensstadt, Mitt. Nr. 148 d. Wärmestelle V . d. E.) E d en s.

F. D. de Vaney und

s.

R. B. Cooke, Laboratoriumsversuche über die Aufbereitung der Missouri-Eisenerze von Iron Mountain und Pilot Knob. Ausführliche Wiedergabe der C. 1 9 3 1 .1. 1814 referierten Arbeit. (Bull. Official Publ. School Mines and Metallurgy Univ. Missouri. 1928. Technical Series 11. Nr. 3. 36 Seiten. Sep.) Ed e n s.

Roy P. Hudson, Die Gewinnung von Ferro-Silicium. Nach einer kurzen Besprechung des Einflusses von höheren Si-Gehh. auf das Roheisen, wird auf die Gewinnung von Ferro-Silicium im Hochofen eingegangen. In einem Bezirk in Amerika wird ,zur Koks-Gicht noch bituminöse Kohle zugesetzt. Hierdurch ist zwar ein geringerer Durchsatz bedingt, was aber gerade bei der Gewinnung von Ferrosilicium von Vorteil ist, da die Si-Red. dadurch vollkommener wird. — Die übliche Ansicht, daß man bei der Gewinnung von Ferrosilicium für eine A l20 3-reiche Schlacke Sorge tragen soll, wird als irrtümlich gekennzeichnet. Je höher der Si-Geh. des Roheisens, um so mehr sinkt der A l20 3-Geh. der Schlacke. (Blast Furnace Steel Plant 19. 399— 401. März

1931.) " Ed e n s.

Gustav Schiile, Aus vorherdlosem Kupolofen hergestelltes Eisen mit niederem Kohlenstoffgehalt. Angaben über zweckmäßiges Gattieren u. über geeignete Ofenführung zur Erzeugung eines Gußeisens mit weniger als 3 % C im gewöhnlichen Kupolofen ohne Vorherd. (Ztschr. ges. Gießereipraxis 52. 108— 09. 5/4. 1931.) Ed e n s.

Léon Thiéry, Untersuchungen über den Einfluß des Nickels und des Chroms neben Nickel auf die Eigenschaften des schmiedbaren Gußeisens. Nach einer Besprechung des europäischen u. amerikan. Temperverf. wird über dilatometr. u. mkr. Unteres, sowie Härtebestst. berichtet, die den' Einfluß von Ni-Gehh. bis 2,46% , ferner eines Cr-Geh.

von 0,34% neben 1 ,3 7 % Ni auf amerikan. Temperguß erfassen. Es wird festgestellt, daß steigende Ni-Gehh. die günstigste Graphitisierungstemp. von 1100° auf 870° bei 2,46% Ni erniedrigt, ferner daß der Arr Punkt um ca. 100° erniedrigt wird. Der geringe Cr-Geh. erhöht sowohl die günstigste Graphitisierungstemp. als auch den Arr Punkt u. bedingt ferner ein sehr feines Perlitgcfiige. — Außerdem werden an dem Material 2 Arten von Glühungen ausgeführt, einmal 75 Stdn. bei 900— 910° u. das andere Mal 70 Stdn. bei 825— 830°. Es wird festgestellt, daß Ni den Zerfall des Zementits befördert, also die Bldg. eines Ferrit-Graphitgefüges stark begünstigt, ferner, daß Ni mit steigendem Geh. eine Verfeinerung des Gefüges zur Folge hat. Durch Cr wird die Wrkg. des Ni z. T. aufgehoben. Es werden auch die mechan. Eigg. — Festigkeitseigg., Kerbzähig­

keit, Härte, Biegeeigg. — des getemperten Materials untersucht. (Rev. Métallurgie 28.

1— 18. 61— 78. Febr. 1931.) Ed e n s.

Paul A . Heller, Festigkeit und Wandstärke bei Gußeisen. Nach einer Besprechung des Schrifttums über die Beziehungen zwischen Festigkeit u. Wandstärke bei

Guß-3 1 6 2 Hvm. Me t a l l u r g ie; Me t a l l o g r a p h ie u s w. 1931. I.

eisen werden die Vers.-Ergebnisse der modernen Autoren dahingehend miteinander verglichen, ob sieh übereinstimmende Gesetzmäßigkeiten aufstellen lassen. Es wird festgestellt, daß die Festigkeitsabfallkurven im wesentlichen den gleichen Verlauf zeigen, ferner daß sieh zwei Gebiete ergeben, eine Hochlage, innerhalb der die Legie­

rungen bei steigender Wandstärke wenig zur Verminderung der Festigkeit neigen, u.

eine Tieflage, innerhalb der eine starke Festigkeitsabnahme zu verzeichnen ist. Die Lage dieser beiden Gebiete wird natürlich durch die Zus. des Gußeisens, insbesondere durch den C- u. Si-Geh., beeinflußt. Vf. vermutet, daß sich ein Gußeisenfestigkeits­

diagramm aufstellen ließe, das bestimmte Eigg. eines Gußstückes im voraus erkennen läßt. (Gießerei 18. 237— 41. 20/3. 1931. Essen.) Ed e n s.

A . L. Boegehold, Einfluß der Wandstärke auf die physikalischen Eigenschaften von Gußeisen. Es wird der Einfluß verschiedener Wandstärken auf die Zerreißfestigkeit u. Härte, sowie auf das Gefüge von 2 Gußeisensorten untersucht. (Proceed. Amer.

Soe. testing Materials 30. Part 1. 199— 205. 1930. Detroit, Mich., General Motors Res.

Labor.) EDENS.

Em st Peipers, Die Herstellung von Gußeisenwalzen. Es werden die Herst. u. die Eigg. — insbesondere die Härte u. Härtetiefe — von Lehmguß- u. Hartgußwalzen in ihren verschiedenen Abarten besprochen. Die Verbesserung der Eigg. von Hartguß- .walzen durch Legieren werden erörtert, wobei auf die Walzen aus'Phönixmetall —

1,5— 2 % C,' 0,3— 0 ,5 % Si; 0,G% Mn; < 0 ,1 % P ; < 0 ,1 % S; 1 % Cr, 0 ,5 % Ni — u. aus Adamit — -1,25— 3 ,5 % C; 0,5— 2 % Si; 0 ,4 5 % Mn; < 0 ,1 2 % P ; < 0 ,0 5 % S;

0.5— 1 ,5 % Cr; 0,25— 1 ,0 % Ni -— besonders eingegangen wird. (Stahl u. Eisen 51.

345— 51. 19/3. 1931. Meiderich, Vor. Stahhv. A .-G . Hüttenbetrieb Mciderich. Bcr.

Nr. 83. Walzwerksaussch. V. d. E .) Ed e n s.

W . H. Blackburn und J. W . Cobb, Der Einfluß der Atmosphäre auf das Ver­

zundern von Weicheisen. (Blast Furnaee Steel Plant 19. 273— 76. Fobr. 1931. — C. 1931.

1. 1349.) Ed e n s.

F. Sauerwald, B. Schmidt und G. Krämer, über den Sprödigkeitsbereich von Eisen bei tiefen Temperaturen. (Vgl. C. 1930. II. 689.) Es wird über Verss. an einem polykrystallinen Weioheisen mit 0,067% C u. einem Material aus Sonderweicheisen, in dem durch geeignete Rekrystallisation (3 ,5 % Verformung, 70 Stdn. Glühen bei 870°) nach vorheriger Entkohlung durch 48-std. Glühen bei 950° in feuchtem H a Ein- bzw. Zweikrystalle erzeugt wurden, berichtet, wobei der Einfluß von Tempp. zwischen

— 185° u. — 90° untersucht wird. Es wird bei dem techn. Weicheisen eine scharfe Grenze der Sprödigkeit bei — 155° gefunden, gekennzeichnet durch einen starken Abfall der Dehnung, Kontraktion u. Reißfestigkeit. Bei den Zweikrystallsystemen des Sonderweicheisens rückt die Sprödigkeitsgrenze herauf bis — 98°. Der spröde Bruch erfolgt meistens innerkrystallin, im Bereich von — 144° bis — 154°, jedoch auch als Korngrenzenbruoh. (Ztschr. Physik 67. 179—-83. 21/1. 1931. Breslau.) Ed e n s.