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Chemisches Zentralblatt : vollständiges Repertorium für alle Zweige der reinen und angewandten Chemie, Jg. 98, Bd. 2, Nr. 25

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Chemisches Zentralblatt.

1937 Band II. Nr. 35. 21. Dezember.

A. Allgemeine nnd physikalische Chemie.

N. Stepanow, A b riß der Geschichte und des gegenwärtigen Standes der Chemie im Berginstitut. E s h a n d e lt sich um das B e rg in s titu t zu S t. P etersb u rg , g eg rü n d et 1774.

(A nn. In s t. A nalyse physico-chim ., L en in g rad [ross.] 3. 510— 24.) BlKERMAN.

R udolf W egseheider, Svante A rrhenius f . (G eb . 19/2. 1859; g e s t. 2/10. 1927.) N a c h r u f a u f d e n D ir e k to r d es N O B E L -F o rs c h u n g s in s titu ts f ü r p h y s ik a l. C h em ie in

S to c k h o lm , ( ö s te r r . C h e m ik e r-Z tg . 30. 180— 82.) Ju n o. G. D. Lieber, J u liu s B aum ann f . G/7. 1859— 17/8. 1927. N achruf auf den P ro ­ fessor d er ehem. Technologie a n d er U niv. In n sb ru ck . (Chem .-Ztg. 51. 813— 14.) Ju n g. H enry W igglesworth, J . B . F rancis Herreshoff. E ino kurze L ebensbeschreibung.

(In d . engin. Chem. 19. 1205—06.) W lI.K E .

N. S. Kurnakow, Die chemische Verbindung u n d der B aum . A llgem eines üb er die Ä hnlichkeit d er physiko-chem . A nalyse m it d er analysis situ s (vgl. C. 1925. II . 1578).

(A nn. In s t. A nalyse physico-chim ., L eningrad [russ.] 3. 525—52.) Bi k e r m a n. W. N ikolajew , N eue singuläre E lem ente: die Fläche u n d die Baum kanle. (A nn.

In s t. A nalyse physico-chim ., L eningrad [russ.] 3- 553— Gl. — C. 1927. I. G.) Bk m. R. Lemyre, E in neuer G esichtspunkt der Ionentheorie. N ach den neueren röntgen- spektroskop. U nterss. befinden sich in den G itte rp u n k te n d er K ry sta lle von E le k tro ­ ly te n n ic h t A tom e oder Moll, sondern Io n en . D ie Io n isa tio n p rä e x is tie rt d an ach in den K ry sta lle n u. w ird n ic h t e rs t d u rch A uflösung erzeugt. Diese A uffassung e rk lä rt au ch das elek tro ly t. V erh. geschm olzener Salze, d ie R k k . a u f trockenem W ege u. a.

(R ev. gén. M atières colorantes, T e in tu re etc. 1927. 255—57.) Kr ü g e r. F. 0 . R ice u n d M. L. K ilpatrick, D ie photochemische Zersetzung von W asserstoff­

superoxydlösungen. Bei d er Zers, des H202 d u rch L ich t ergaben sich bei den früheren Verss. ste ts A bw eichungen von dem E rw a rte te n ; es zersetzten sich pro eingcstrahltcs Q uant m ehr als 100 Moll. D iese Z ahl schw ankte sehr, d ie geringste Z ahl w ar jedoch n u r 24 Moll. Vff. glauben m it R e c h t d ie U rsache dieser abw eichenden Ergebnisse in der U n rein h eit d er verw endeten Lsgg. suchen zu m üssen. Sie fanden u n te r A nw endung stau b freien W assers u. m öglichst stau b freiem H „ 0 2, das ab er keine K onservierungs­

m itte l e n th ie lt, d a ß pro Q u an t n u r ein B ru ch teil des frü h e r gefundenen zersetzt w urde.

D ie Messungen d rücken die entw ickelte Oa-Menge nach einer bestim m ten Z eit aus.

So ergab die staubfreie Lsg. n u r 1 ccm, w äh ren d die unreine 300 ccm 02 in gleicher Z eit entw ickelte. D urch S ch ü tteln d er verschlossenen Gefäße kon n te schon eine sta rk e V erschlechterung d er reinen Lsg. festgestellt w erden. Vff. schließen aus diesen Verss., d aß die Zers, des H202 n ic h t seh r von dem photochem . Ä quivalentgesetz abw eichen

w ird. (J o u rn . physical Chem. 31. 1507—10.) Ha a s e.

F. O. R ice u n d D orothy Getz, E ine Untersuchung über die thermische Zersetzung von Stickstoffpenioxyd. D ie Zers, des Sticksloffpentoxyds g ilt b eu te als einzige m ono­

m olekulare R k ., w ährend die an deren frü h er als m onom olekular angesehenen sich bei g enauer U n ters, als heterogen oder m ultim olekular erwiesen. Vff. w ollten feststellen, ob bei d er Zers, des N205 n ic h t ebenfalls d er S tau b eine Rolle sp ielt, w ie in d er A rb eit üb er d ie Zers, des H202 (vgl. vorst. R ef.). Vff. k o n n ten a b er keinen E in flu ß des S taubes feststellen, d er in diesem F alle h ier n u r von dem P205 h errü h ren konnte. D ie V erm utung h a t n ahe gelegen, d er eventuell anw esenden H N 03 die S chuld beizum essen, doch is t es d en Vff. a b er noch n ic h t geglückt, den E in flu ß der H N O a m it Sicherheit feszustellen.

D ie A ngaben von Lu e c k (C. 1922. I I I . 472) über die Zers, v on N205 in organ. Lösungsm m . w urden b e stä tig t m it ganz an d eren M ethoden. (J o u rn . physical Chem. 31. 1572— 80.

B altim ore.) Ha a s e.

F. R aschig, Über die Am m oniakverbrennung. K ritik a n den A u sführungen An d r u s s o w s (C. 1 9 2 7 .1 . 1546) u. Bo d e n s t e i n s (C. 1 9 2 7 .1. 1547). F ü r die A n n ah m e des Z erfalls des O N H in H2 u. 2 NO b e ste h t keine B egründung in dem b isher B ek an n ten .

IX . 2. 173

(2)

2642 192?. H . Die A nnahm e von An g e l i üb er die H a ltb a r k e it des O NH h a t Vf. (vgl. Sclnvcfel- u.

S tickstoffstudien, 83) bereits w iderlegt. D as vom Vf. als Zw ischenprod. angenom m ene Im id N H w urde d u rch d as m it N H3 gebildete N2H., nachgew iesen. Vf. besch reib t die V ersuchsanordnung zum N achw eis. A uch in dem m assenhaften A u ftre te n v on H2 u. N , den Z erfallsprodd. des N H , d a rf m an ein In d iciu m fü r das vorherige V orh an d en ­

sein sehen. (Z tschr. angew . Chem. 40. 1183— 85.) Ju n g.

Friedrich Ebel, Über die B ildung von Additionsverbindungen als Vorstufe chemischer Umsetzungen. D ie U m setzung des A n ilin s m it p-Toluolsulfochlorid zu p-Toluolsulf- a n ilid u. A nilinchlorhydrat w ird m it H ilfe der k in ct. A nalyse u n te rsu c h t. D er V erlauf d er R k . w urde a n der gebildeten A nilinchlorhydratm enge, dessen CI titr im e tr. bestim m t w urde, verfolgt. D ie E rgebnisse lassen sich n ic h t d u rch eine einfache R k ., sondern n u r d u rch ein S ystem von F olgerkk. erklären. Als R k.-G leichung w urde folgende Gleichung e rm itte lt: d x /d t = k f/1 ]1- [iS]', w obei \A ] u . [»S] die K onzz. des A nilins bzw. Sulfochlorids zur Z eit t sind. D aß d ie R k . von 5. O rdnung is t, w ird d u rch Folgerkk.

v o rg etäu sch t. A m w ahrscheinlichsten is t, d aß die R k. n ach folgendem Schem a v e rlä u ft:

D ieses Schem a w ird d a d u rc h g e stü tz t, d a ß das 4. nach G leichung b) v e rb rau ch te A nilin­

m ol. au ch d u rch eine an d ere B ase, die a n sich n ic h t m it p-T oluolsulfochlorid zu reagieren verm ag, wie D im ethylanilin u. P y rid in e rs e tz t w erden k an n , u. zw ar is t die B eschleu­

nigung der R k . d u rch Z u satz von D im eth y lan ilin p ro p o rtio n al der 1. P o ten z d er K onz, des D im ethylanilins. D ie R k . zw ischen T oluolsulfochlorid u. einem Gemenge von A nilin u. D im eth y lan ilin g e h t also so v o r sich, d a ß sich zuerst eine A dditionsverb., Sulfo- chlorid-A nilin3, bildet, die zum Teil m it A nilin u n te r Bldg. von Sulfanilid, A nilin­

c h lo rh y d ra t u. 2 freien Anilinm oll, reag iert u. zum T eil u n te r Bldg. von D im eth y l­

an ilin c h lo rh y d ra t s t a t t des A nilin ch lo rh y d rats. D ie R k. s te llt also einen F all von n eg ativ er A u to k ataly se d a r u. zw ar zeigt sich, d aß ein K a ta ly s a to r n ic h t notw endiger­

weise au f die Ü berw indung einer einzigen R k .-S tu fe b e sc h rä n k t zu sein b ra u c h t, sondern d a ß er m ehrere zugleich erm öglichen kann. — A uch P y rid in a n s t a tt D im eth y lan ilin beschleunigt die R k ., es e n ts te h t dabei derselbe F arb sto ff, d en K Ö NIG (J o u rn . p ra k t.

Chem. [2] 69. 105 [1904]) aus A nilin u. P y rid in m it B rom cyan erh alten h a t. F ü r den v o llstän d ig en V erlauf der R k . g ib t Vf. folgendes S chem a: 1. A uflockerung des Sulfo- chlorids d u rch E inlagerung v on 2 A nilinm oll. 2. A nlagerung des gelockerten Sulfo­

chlorids a n den A nilin-Stickstoff. 3. A bspaltung vo n H Cl aus diesem K om plex d u rch A nilin oder D im eth y lan ilin (geschw indigkeitsbestim m end). 4. V erlust zweier A nilin­

moll. D ie E rgebnisse ü b er die K a ta ly se der R k. v on A nilin m it p-Toluolsulfochlorid in Ggw. vo n D im eth y lan ilin erk lären au ch d ie T atsac h e, d aß A cylierungen besonders g u t in P yridinlsg. v o r sich gehen, w obei das P y rid in dem D im eth y lan ilin dieser U nters, en tsp rich t. (Ber. D tsch . chem . Ges. 60. 2079—88. Z ürich, Techn. H ochsch.) E . J o s .

Max Brunner, über die Verhinderung der A u loxydalion des Benzaldehyds. (Vgl.

Re i f f, C. 192?. I . 690.) U nveröffentlichte Verss. von R ideal ergaben, daß Benzaldehyd n u r bei A nw esenheit eines positiven K a ta ly s a to rs 0 au fn im m t. D u rch das a n d er O ber­

fläche des K a ta ly s a to rs (G efäßw and, B im ssteinpulver u. dgl.) a d so rb ierte W . w ird die C—O -G ruppe des B enzaldehyds d e ra rt a k tiv ie rt, d aß sie m it einer in ähnlicher

B enzoesäure. D ie G eschw indigkeit der O -A ufnahm e einer Lsg. von B enzaldehyd in Bzl. bei Ggw. v on B im ssteinpulver oder Glaspulver ste ig t e rs t zu einem scharfen Maxi-, m um u. fä llt d a n n rasch a b ; schon die O berfläche des Q uarzkolbens allein is t bei d er O x y d atio n w irksam , die e rh alten en M axim a sin d a n n äh ern d p ro p o rtio n al d en a n ­ g ew an d ten B im ssteinm engen. D ie A k tiv itä t des B im ssteinpulvers is t etw a v on d er­

selben G rößenordnung w ie diejenige des Quarzglases, n u r 0,04—0,15°/0 der G esam t- oberfläehe des B im ssteins is t bei d er O xydation w irksam . D ie F o rm d er K u rv e n der O xydationsgeschw indigkeit is t c h a ra k te rist. fü r eine R k ., die in 2 P h asen v e rlä u ft, von denen die 1., die P eroxydbldg., rascher erfolgt, als die 2., die R k . des P ero x y d s m it B enzaldehyd; 1 is t o b erfläch en k ataly t. b eschleunigt; 2 sch ein t dagegen in hom ogener P h ase zu erfolgen. S c h ä rf e n . H öhe des M axim um s hängen s ta rk v on der R ein h eit des B enzaldehyds u. vo n der Menge u. A r t des Lösungsm . ab. Ggw. v o n Benzoesäure er­

n ied rig t das M axim um u. b ew irk t das A u ftre te n einer In d u k tio n sp erio d e. C yclohexan C61 V C ^ 5 _ 0

Ol 10

I.

W eise a k tiv ie rte n 02-Mol. eine V erb., vielleicht ein instabiles

„M oloxyd“ (I.) b ild et, das rasch in die stab ilere F o rm des Benzoyl- w asserstoffsuperoxyds ü b e rg e h t; letzteres re a g ie rt in größeren K onzz. so fo rt m it u n v erän d ertem B enzaldehyd u n te r B ldg. vo n

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1Ö27. II. 2643 h a t einen stä rk e re n oxydationshem m enden E in flu ß als Bzh D ie L änge d er In d u k tio n s ­ periode w ird offenbar h au p tsäch lich d u rch d ie zur D iffusion des B cnzaldehyds u. des 02 a n die a k tiv en S tellen erforderlichen Z eiten b estim m t. D ie antioxygene W rkg.

d er B enzoesäure u . äh n lich er In h ib ito re n (P alm itinsäure, Essigsäure) is t d u rch selektive A d sorption b e d in g t; der In h ib ito r b ra u c h t n ic h t a u to x y d ab e l zu sein. W äh ren d der In d u k tio n sp erio d e w ird w ahrscheinlich ein T eil des In h ib ito rs allm ählich d u rch 0.2 v on d er O berfläche v e rd rä n g t. Bei den A u to x y d atio n cn in Bz.-Lsg. bilden sich infolge O x y d atio n des Bzl. d u rc h B enzaldehydperoxyd kleine Mengen Phenole. J , Hydrochinon u. D iphenylam in sin d viel stä rk e re In h ib ito re n u. ru fe n viel sch ärfer ausgeprägte I n ­ d u k tio n sp erio d en herv o r als B enzoesäure; w äh ren d einer vom V erh ältn is d er In h ib i­

torenm enge zu r G röße d er a k t. O berfläche abhängigen Z eit fin d e t p ra k t. keine oder n u r seh r geringe O -A ufnahm e s t a t t ; d a n n t r i t t fa s t plötzlich d ie H a u p to x y d a tio n ein u . d a n n ebenso wie ohne In h ib ito r rasch er A bfall d er O xydationsgesehw indigkeit.

W ä h re n d des M axim um s kön n en re la tiv große Mengen J zum R k.-G em iseh zugefügt w erden, ohne d aß d ad u rch die O -A ufnahm e besonders s ta rk ab n im m t. T em p.-E r- höhung v e rk ü rz t die In d u k tio n sp erio d e; d er T em p.-K oeffizient (20— 30°) d er m ax i­

m alen O xydationsgesehw indigkeit in Ggw. von J b e tr ä g t 2,40. W ä h re n d der O xydation des B enzaldehyds in Bzl.-Lsg. e n ts te h t u n te r dem E in flu ß des B enzaldehydperoxyds Jodbenzol. S obald infolge langsam er V erdrängung des J d u rch 02 w äh ren d der I n ­ d uktio n sp erio d e einige a k t. Stellen d er O berfläche frei gew orden sind, t r i t t Bldg. von P ero x y d ein, u. es w erden d a n n w eitere J2-Moll. a n d er O berfläche u. in der Lsg. d u rch R k . m it P ero x y d u n w irk sam g em ac h t bzw. in eine w eniger s ta rk ad so rb ierte J-V erb . u m gew andelt, infolgedessen w ieder erh ö h te P eroxydbldg. etc. (A utokatalyse). I n Ggw.

von a k t. F lo rid a-Bleicherde w ar die O -Aufnahm o d u rch B enzaldehyd in Bzl. s ta rk v e r­

m in d e rt; in Ggw. zunehm ender Mengen Blutkohle w urden die In d u k tio n sp erio d en rasch länger u n te r langsam er E rh ö h u n g der M axim a, w obei n ach dem M axim um d ie O xy­

dationsgeschw indigkeit n u r seh r allm ählich fiel. Vf. n im m t an, daß es an der K ohle­

oberfläche a u ß er Stellen, d ie fü r die P eroxydbldg. a k t. sind, auch Stellen g ib t, die d er Zers, des p rim äre n P ero x y d s in B enzaldehyd u. 02 k a ta ly t. beschleunigen; vielleicht m üssen die le tz te re n w äh ren d d er In d u k tio n sp erio d o e rs t v e rg ifte t w erden, d a m it d ie W rkg. d er erste re n h e rv o rtritt. V on dem V erh ältn is d er verschiedenen A rten a k t.

S tellen h ä n g t es a b , ob ein uni. K ö rp er „p ro o x y g en “ oder „ a n tio x y g e n “ w irk t. (H elv.

chim . A c ta 10. 707— 28. C am bridge, U niv.) Kr ü g e r.

C. From ageot, Über die Verhältnisse, welche die O xydation der organischen M ole­

küle beeinflussen. (Vgl. C. 1927. I. 61.) Vf. u n te rsu c h te die E inw . vo n F e '" , T P ", C e '" ', H C103 u. K M n 04 auf Essigsäure, Acetaldehyd, A ., Propionsäure, Propionaldehyd, Propylalkohol, Brenztraubensäure, Glykokoll u. A la n in au f elek tro m etr. Wege. A ußer B ren ztrau b en säu re w irk t keine d er u n te rsu c h te n V erbb. au f F e " ', T I " u. C e "" m erklich ein. HCIO3 u. KMnO., w erden d u rc h d ie A ldehyde, die A lkohole u. B ren ztrau b en säu re, n ic h t a b er d u rch die S äuren u. A m inosäuren red u ziert. D ie E inw . d er O x y d an tien s te h t in keiner B eziehung zu ih re n O x y d atio n sp o ten tialen ; ein E in flu ß der P o te n tia le is t n u r bei der O x ydation v o n CH3-C O -C 0 2H d u rch die M etallkationen festzustellen.

HC103u. IvM n04 oxydieren A ldehyde leich ter als A lkohole, S äuren k a u m ; es i s t deshalb schw ierig, bei d er O x ydation von A lkoholen zu S äu ren die A ldehydstufe nachzuw eisen.

V ergleiche d er O x y d ierb ark eit verschiedener Stoffe h ab en n u r Zweck, w enn sie sich au f das gleiche O x y d atio n sm ittel beziehen. — A llgem eine E rö rteru n g en üb er d ie O xy­

dationsvorgänge im lebenden O rganism us u. im L ab o rato riu m , sowie E inzelheiten d er Verss. vgl. O riginal. (Jo u rn . Chim. p h ysique 24. 513— 44.) OSTERTAG.

Rudolf Ruer u n d Johann K uschm ann, Über die R eduktion des durch Wägung in L u ft ermittelten Gewichtes pulverförmiger Substanzen a u f den leeren R aum . I I . M itt.

(I. vgl. C. 1926. I I . 972.) I n der in der I. M itt. (1. c.) beschriebenen W eise w erden nu n a u ß e r O xyden Salze u. M etalle u n tersu ch t. — CuO, e rh a lte n d u rch E rh itz e n von bas.

N itr a t u n te rh a lb 850°, zeigt, w enn d ie E v ak u ieru n g bei Z im m ertem p. sta ttg e fu n d e n h a tte (K altv ers.), eine geringere G ew ichtszunahm e m it L u ft, als w enn beim E v ak u ieren e rh itz t w orden w ar (H eißvers.). V iel größer — etw a 10-m al so groß — is t d as A dsorp­

tionsverm ögen fü r L u ft v on d u rch F ällen von K u p fe rn itra t m it K alilauge erh alten em CuO. M it der allm ählichen A bnahm e des A dsorptionsverm ögens is t auch eine äußerlich bem erk b are V eränderung des gefällten CuO v erb u n d en ; seine F a rb e g e h t vo n d u n k el­

b ra u n (T rockentem p. 110°) in b raunschw arz u. d a n n blaustichig schw arz (Trocken- tem p . 800°) ü b e r; gleichzeitig v e rrin g e rt sich sein V olum en bis auf etw a die H älfte des u rsprünglichen B etrages. Bei 600° u. 800° geglühtes, d u rch F ällu n g erhaltenes CuO

173*

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2644 192?. II.

zeigt ein m erklich höheres spezif. G ew icht (6,484), als d u rch G lühen von bas. N itr a t bei etw a d er gleichen Tem p. hergestelltes (6,325). — Gerioxyd. D ie aufgenom m enen G asm engen w aren bei d en K altv erss. geringer als bei den H eißverss., das A b sorptions­

verm ögen v on bei 600° geglühtem C e 02 n im m t d u rch G lühen bei 800° u . bei 1000° ab.

Bei 600° geglühtes C e 02 ab so rb iert N2 s tä rk e r als 02 (V erhältnis 3 : 2). Bei m it E r ­ h itzu n g v erb u n d en er E v ak u ieru n g zeigt sich — auch beim CuO u. C erosulfat — ein G ew ichtsverlust — w ohl infolge A bgabe v on beim . E in fü llen in das E v ak u ierg efäß a u f­

genom m enem W. —, dieser is t m it E rh ö h u n g d er A u fnahm efähigkeit fü r L u ft bei n a c h ­ folgenden K altv erss. verbunden.

S i 0 2 zeigt, bei 600° g eglüht, d as g rö ß te A dsorptionsverm ögen, bei 1200° geglüht, h a t sie dieses V erm ögen fa s t v o llstän d ig verloren; bei 600° geglüht, ad so rb iert sie , /e m eh r 02 als N 2.

K C l, geschm olzenes, zeigt seh r geringes A dsorptionsverm ögen fü r L u ft. D ie E v a ­ k u ierung bei erh ö h te r T em p. is t ohne w esentlichen E in flu ß au f das Ergebnis. D as Gleiche g ilt fü r P bSO it u. fü r w asserfreies Cerosulfat.

K u p fer u. E isen, in der F orm , w ie sie durch R ed. aus den O xyden bei 750° im H 2- S trom e rh a lte n w aren, zeigten, w enn sie im V akuum au f 440° e rh itz t w aren, n ach dem E rk a lte n kein nennensw ertes, 1 m g Gas au f 100 g M etall übersteigendes A ufnahm e­

verm ögen fü r N2 u. Argon, ein w eit stärk eres jedoch fü r L u ft (Cu 10 mg, F e 18 mg Gas au f 100 g S ubstanz). D as verschiedene V erhalten gegenüber L u ft einerseits, N2 u. A rgon andererseits b e ru h t d arau f, d aß die M etalle d u rch den 02 d er L u ft O xydation erleiden. J e länger das M etall n ach erfolgter H eiß ev ak u ieru n g in tro ck en er L u ft bei Z im m ertcm p. belassen w urde, um so m eh r n ah m es d av o n auf, jedoch w urde d ie Ge­

schw indigkeit dieser A ufnahm e m it w achsender Z eit im m er geringer; das auf der Ober­

fläche gebildete Oxyd ü b t eine schützende W rkg. au f das d aru n terlieg en d e M etall aus.

D urch E rw ärm u n g im V akuum au f 440° d iffu n d ie rt das O xyd v o n d er O berfläche in das In n e re des M etalls. (Ztsolir. anorgan. allg. Chem. 166. 257— 74. A achen, Techn.

H ochschule.) B l o c h .

Sergius G. Mokrushin, Über die M olekülkontraktion in flüssigem Zustande. Vf.

le ite t m a th em at. ab, d aß bei dem Ü bergang aus dem gasförm igen Z u stan d in den fl.

Z u stan d die Moll, sich k o n trah ieren u. eine andere F orm annehm en. D ie anfangs sphär.

F o rm soll im fl. Z u stan d hexagcnal sein. (Jo u rn . p hysical Chem. 31. 1581— 83. Sverdlosk,

R u ß lan d , Chem. L ab .) Ha a s e.

D . Vorländer, Über die N a tu r der Kohlenstoffkelten in krystallin-flässigen S u b ­ stanzen. D as vom Vf. frü h er beo b ach tete Oszillieren der k ry st.-fl. Eigg. in homologen R eihen organ. V erbb. w ird a n den E ste rn des p-Anisolazophenols (I) u. des p-Phenetol- uzophenols (II) u n te rsu c h t. D ie B est. des 1. F . (Ü bergang von der k ry st.-fl. zu r am orphen P hase) u. dos 2. F . (bei c n an tio tro p o n k ry st.-fl. S u b stan zen d er Ü bergang von der k ry s t. festen zur k ry st.-fl. P hase, bei m onotrop k ry st.-fl. S ubstanzen die U m w andlung d er k ry st. festen P hase in die am o rp h fl.) erg ib t bei d en Estern von I w. I I m it d e n g e s ä tt., a lip h a t. S äu ren : Essigsäure, Propionsäure, n-Buttersäure, n-Valeriansäure, n-Capron- säure, n-H eptylsäure, n-Caprylsäure, n-N onylsäure, n-Caprinsäure, n-U ndecylsäure, n-Laurinsäure, n-Tridecylsäure, n-M yristinsäure, n-Pentadecylsäure, n-P alm itinsäure, n-M argarinsäure (s y n th e t.), n-Stearinsäure Folgendes: D er 1. F . lieg t bei S äu ren m it g erad er C-Zahl bis C]2 höher als bei S äuren m it ungerader, v on C13 ab bei u n g erad er höher als bei gerader. D er V erlauf d er 2. F F . is t ähnlich, vom 5.— 7. C-A tom a b lä u f t die O szillation entgegengesetzt d er d er 1. F . B ei d en A nisolestern schneiden sich von C16 ab beide K urven, so daß m onotrop k ry s t. F o rm en au ftre te n . D as schw ächere k ry st.- fl. A u ftre te n d er E s te r von I gegenüber denen v on I I w ird aus der S teuerw rkg., die sich bei d er A nnahm e eines stu m p fen W inkels zwischen den V alenzen des Ä thersauerstoffs erg ib t, e rk lä rt. U nregelm äßigkeiten im V erlauf der F .-K u rv e n verschw inden zum T eil bei d er Z usam m enstellung d er E xistenzgebiete (in G raden C.). Aus d e n K u rv e n erg ib t sich, d aß die in dem sta rre n Azobenzol h aften d en beweglichen S äuren m it 2— 4 C-A tom en die k ry s t. fl. E igg. entsp rech en d ih re r G liederzahl oszillierend v e rstä rk e n , die höheren infolge ih re r größeren B ew eglichkeit sie verm indern u. im Z usam m enhang m it dem E influß der R ingbldg. u. V erzweigung d er K e tte , d aß die unverzw eigten a lip h a t.

C -K etten in ih re r bevorzugten R ich tu n g bew eglich lin ear u. zickzackförm ig, n ic h t kreisförm ig oder spiralig g e b a u t sind. — Von Estern von I u. I I m it verzw eigter oder cycl. K e tte w urden u n te rsu c h t: n-Butlersäure, Isobutter säure, n-Valeriansäure, Iso- valeriansäure, Äthylmethylessigsäure, Trimethylessigsäure, Monochloressigsäure, D i- Chloressigsäure, n-H eptylsäure, Hexahydrobenzoesäure. — I n d er R eihe d er Ester von I

(5)

1927. II. 2645

u . I I m it den g e sä tt. e n d su b stitu ie rte n P h e n y lfe ttsä u re n (Benzoesäure, Phenylessig­

säure, ß-Phenylpropionsäure, y-Phenylbuttersäure, d-Phenylvaleriansäure) w ird durch das endständigo P h en y l das Oszillieren d er k ry s t. fl. Eigg. sehr v e rs tä rk t. E benso sin d bei den Estern d er g e s ä tt. a lip h a t. zw eibas. S äu ren (Kohlensäure, Oxalsäure, M alon- säure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, A dipinsäure, Pim elinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure) die O szillationen au ß ero rd en tlich . — D er Vergleich d er E s te r von .n-Buttersäure m it Crotonsäure u. Isobullersäure, v on n-U ndecylsäure m it Undecylensäure, v on Stearinsäure m it Ölsäure u. Elaidinsäure, von H ydrozim tsäure m it Zim tsäure, von p-M elhoxyhydrozim tsäure m it p-M ethoxyzim tsäure, v on y-Phenylbuttersäure m it Phenyl- isocrolonsäure, v on d-Phenylvaleriansäure m it ß-Ilydrocinnam enylacrylsäurc u. C inn- am enylacrylsäure, v on Bernsteinsäure m it Fum arsäure zeigt, d aß eine zur Carboxyl- g ruppo in a-S tellu n g befindliche D oppelbindung die k ry s t. fl. Eigg. steig ert, w ährend die /1-y-Doppelbindung u. die ond- oder m itte lstä n d ig e D oppelbindung sie w enig be­

einflussen oder schw ächen. — D ie U n tersch ied e in d en k ry s t. fl. E igg. bei d en eis- u.

tran s-A lk o x y zim tsäu reestern sin d n ic h t gro ß ; u n te rsu c h t w urden die E s te r von I m it p-M ethoxyzim tsäure, p-Ä lhoxyzim lsäure, p-B utyloxyzim tsäure u. den entsprechenden aWo-Verbb. — D u rch H ä u fu n g v on b e n a c h b a rte n C : C -D oppelbindungen w erden die k ry st.-fl. E igg. v e rs tä rk t: Zim tsäure, Cinnam enylacrylsäure, Phenylheptalriensäure, CaH5-C H : C H -C H : C H -C H : C H -C O Q H {dargestellt aus P henylpcntadienal-M alonsäuro u . E ssig säu rean h y d rid od er P y rid in ), A nissäure, p-M elhoxyzim tsäure u. p-M ethoxy- cinnam enylacrylsäure. — D er E in flu ß der a lip h a t. A lkohole au f die k ry st.-fl. Eigg. w ird a n den den A cylphenetolazophenolen isom eren Phonetolazobenzoesäurealkylestern u n te r­

su c h t. D ie O szillationen sin d sehr klein. Dio Azoxyzim tsäurealkylester w urden entw eder d a rg e s te llt aus S äurechlorid u. A lkohol, oder aus dem A g-Salz u. Jo d alk y l, A lkyl = M ethyl-, Ä thyl-, P ropyl-, Isopropyl-, A lly l-, B u ly l-, Isobulyl- (prim .), sek. B u tyl-, A m y l-, Iso a m yl- (prim .), akt. A m y l-, sek. A m y l- (M ethylpropylcarbinol), H exyl-, Cyclohexyl-, H eplyl-, B enzyl-, Oktyl-, Decyl-, Dodecyl- u. Cetyl. — Z u r U n ters, d er D iphenylparaffine w urden deren p,p'-D icarb o n säu ro n , p ,p '-D in itro - u . p ,p '-D iam in o d eriv v . v erw an d t.

D iese w urd en m it a ro m a t. A ldehyden zu B isarylidenam inen u m g esetzt: E s w urden die K ond en satio n sp ro d d . d arg esto llt vo n : Benzaldehyd m it p,p'-D iam inobiphenyl (III), p,p'-D iam inodiphenylm ethan (IV), p ,p '-D iam ino-l,2-diphenylälhan (V), p,p'-D iam ino- 1,4-diphenylbutan (VI), p ,p '-D ia m in o -l/i-d ip h en ylp en ta n (V II); Zim taldehyd m it I I I , IV , V, V I; A nisaldehyd m it I I I , IV , V, V I, V II u . p ,p ‘-D iam ino-l,3-divhenylpropah (V III);

p-Ä thoxybenzaldehyd m it III, V, VI, V III; p-M ethylbenzaldehyd m it II I, IV , V, V I, V II;

p-Nilrobenzaldehyd m it I I I , IV , V, VI, V II, V III. D er V erlauf d e r O szillation d er k ry st.-fl.

E igg. e n ts p ric h t etw a dem d er a lip h a t. D icarbonsäuron. — Dio U n ters, von Derivv. von i n p-Stellung verknüpften Benzolkernen ergab eine Steigerung des kry st.-fl. Z u stan d s m it d e r Z ahl d er P henylkerne, jedoch ohne O szillation, w oraus Vf. schließt, d a ß die V alenz­

rich tu n g en d er p -S tellung in einer L inie u. in d er E b en e des B enzolkernes liegen. U n te r­

su c h t w urd en dio D erivv. v on Benzol (IX ), B ip h en yl (X), p-D iphenylbenzol (X I), p-D i- biphenyl (X I I ) : p,p'-D inilro-, p,p'-D iam ino-, D ibenzal-p,p'-diam ino- u. D izim ta l-p ,p '- diam ino- v on IX , X, X I, X I I ; D ianisal-p,p'-diam ino-, Bis-p-m ethylbenzaldiamino- u.

B is-p-nitrobenzal-p,p'-diam ino- m it IX , X, X I. — K ry st.-fl. K W -sloffe. W äh ren d die in p -S tellu n g verb u n d en en a ro m a t. K W -stoffe bis zum p,p'-D ibiphenyl keine k ry s t. fl.

P h a se n bilden, besitzen das Q uinquiphenyl u. das H exiphenyl k ry st.-fl. E ig g .; dieses s tä rk e r als jenes. (10 T abellen u. 9 K u rv e n ta fe ln im Original.) (Z tschr. p hysikal. Chem.

126. 449— 72. H alle, U niv.) Mi c h e e l.

W. K ast, E ine Berichtigung „Über den A ufb a u der nemalischen Schmelzen“. (Vgl.

C. 1927. I I . 2034.) D er vom Vf. darg etan e Z usam m enhang im A ufbau nem at. Schmelzen u. dem d er K ry sta lle b ezieh t sich n u r auf SMEKALsche G itterblöcke (vgl. V erhandl.

D tsch . physikal. Ges. [3] 6. 50 [1925]), n ic h t a b er au f d ie M osaikteilchen d er K ry stalle (vgl. M a r k , C. 1926. I. 1757.) (Ann. P h y sik [4] 83. 1200—01.) E . Jo s e p h y.

A dolf Smekal, Über die Größenordnung der ideal gebauten Gitterbereiche in Real- krystallen. Vf. w eist noch einm al au f die im vorst. R ef. w iedergegebene B erichtigung ü b er den v on Ka s tgefundenen Z usam m enhang zw ischen dem A ufbau nem at. Schm elzen u. dem der K ry stalle hin. Vf. n im m t an , daß auch die DARWIN-EwALDschen M osaik­

steinehen noch eine b estim m te „ R e a ls tru k tu r“ besitzen u. aus seh r vielen (10°!) w esentlich kleineren „G itte rb lö c k e n “ bestehen. E s w ird sogar noch w eiter gefolgert, d aß sich die K ry sta lle u n te r geeigneten B edingungen in d ie einzelnen G itterblöcke dispergieren lassen m üssen. A nzeichen d a fü r w erden in dem V erh. der L enardphosphore u. in den topochem . R kk. von Ko h l s c h ü t t e r (C. 1920. III. 530) erblickt. M it der

(6)

G itterblockvorstellung m ü ß te sich auch d ie F rag e n ach d er S tr u k tu r d er „hochm ole­

k u la re n “ organ. V erbb. entscheiden lassen. (Ann. P h y sik [4] 83. 1202—-06. W ien,

U niv.) E . Jo s e p h y.

J. Dëdek u n d J. Novaöek, D ie K rystallisalion von Zuckerlösungen. Vff. be­

stim m en die K ry sta llisa tio n sfä h ig k e it v on Rohrzuckerhgg., indem sie gleiche Mengen bei gew öhnlicher Tem p. schw ach u n te rs ä tt. Zuckerlsgg. in gleiche K ry stallisiersch älch en einw ägen, im E x sicca to r ü b er CaCl2 ein d u n sten u. d a n n d u rch Im p fen m it in d er L u ft v e rte ilte m feinen Z u ek erstau b die K ry sta llisa tio n ein leiten ; die M enge au sk ry stalli- sie rtc n Z uckers d ie n t als M aß der K ry stallisatio n sfäh ig k eit. D ie aus techn. Z ucker­

lsgg. d u rch D ialyse gew onnenen K olloidsubstanzen hem m en die K ry sta llisa tio n u.

bew irken eine V eränderung im A ussehen d er K ry sta lle . A us d er bei d en Verss. b eo b ­ a c h te te n hohen K ry stallisatio n sg esch w in d ig k eit en tlan g d er F lüssigkeitsoberfläche w ird a u f eine geordnete S tr u k tu r dieser S ch ich t geschlossen. D ie krystallisatio n sh em m en d e W rkg. d er K olloide b e ru h t w ahrscheinlich teils au f ih re r A n häufung au f d en K ry sta ll- flächen — die K ollo id su b stan zen kön n en aus d en Zuckerlsgg. d u rch m akroskop. Zucker- k ry sta llc e n tfe rn t w erden — teils d a ra u f, d aß die K olloidsubstanzen gegenüber den in ü b e rs a tt. Lsgg. v o rh an d en en K om plexen aus m eh reren R ohrzuckerm oll, als S ch u tz­

kolloide u. P e p tisa to re n w irken. (K olloid-Z tschr. 42. 163— 67.) Kr ü g e r. A ,. A t o m s t r u k t u r . R a d io c h e m ie . P h o to c h e m ie .

A. Ferrari, Über die K ryslallslruklur der zweiwertigen Chloride. D ie wasserfreien Chloride des Kobalts u nd N ickels. (Vgl. B r u n i u. F e r r a r i , C. 1 9 2 6 . I I . 2143.) R ö n t- g enograpli. U n ters, v o n M gClv CoCU u. N iC l2. N iCl2 u. CoCl2 h ab en dieselbe S tr u k tu r wio MgCl2, rhom boedr., p sc u d o k u b .; K o n sta n te n d er E lem entarzello seh r ä h n lich ; c /a = 2 , 4 5 . Bei MgCl2 w erden im w esentlichen d ie frü h eren E rgebnisse ( B r u n i u. F e r r a r i , C. 1926. I. 1924) b e stä tig t. K an ten lä n g e a des E lem entarrhom boeders m it 16 Moll.: MgCl2 10,16 A; CoCl2 10,02 A; N iC l2 10,00 A; u. d a ra u s D. 2,41; 3,43 bzw.

з,45. — E s e x is tie rt also eine R eihe isom orpher C hloride (MgCl2, N iCL, CoCl2, FeCl2, MnCL, CdCl2) vom „M gCl2-T y p u s“ , in d er c /a m it w achsendem R a d iu s des M etallions regelm äßig ab n im m t. (A tti R . A ccad. Lincei [R om a], R end. [6] 6. 56— 59. M ailand,

P olitécnico.) Kr ü g e r.

W. Jancke, Röntgenographische Beobachtungen an einer technischen Probe der Acetylcellülose. E in P r ä p a r a t vo n Acetylcellulose d er F a b rik fü r chem. P ro d d ., F ra n k ­ f u r t a. M. zeigte u. Mk. au ß er d en gew öhnlichen, schw ach n eg ativ doppelbrechenden a c e ty lie rte n B aum w ollfasern einzelne s ta rk glänzende, b ed eu te n d b reitere u. längere F a se rn ohne innere S tr u k tu r u. m it schw ach po sitiv er D oppelbrechung. R ö ntgenograph.

U n ters, erg ib t, d aß es sich bei le tz te re n n ic h t um E in k ry sta lle h a n d e lt sondern um ein m ik ro k ry stallin es Gefüge m it s ta tis t. a x ialer F a s e rs tru k tu r in bezug au f die F a se r­

rich tu n g . (K olloid-Z tschr. 42. 186— 87. B erlin-D ahlem , K aiser W ilhelm -Inst. fü r

F asersto ff chem ie.) Kr ü g e r.

W. B othe, E in Versuch zur magnetischen B eeinflussung des Comploneffekts. V erss., d en Comptoneffekt d u rc h ein M agnetfeld zu beeinflussen, w as n a c h d er D eu tu n g des C om ptoneffekts als S treuvorgang a n einem bew egten E le k tro n m öglich sein kö n n te, verliefen ergebnislos. (Ztsclir. P h y sik 41. 872. C h arlo tten b u rg , Physikal.-T echn.

R eich san st.) E . JO SEPH Y.

S. A oyam a, K. Kim ura u n d Y. N ishina, Die Abhängigkeit der Röntgenabsorptions­

spektren von der chemischen B indung. Vff. messen die R ö n tg en ab so rp tio n ssp ek tren einiger E lem en te in verschiedenen ehem. V erbb. u. setzen die V erschiebung d er A b­

so rp tio n sk an ten in Beziehung zur G itterenergie u 2 u. d er E nergie u„, die aufgew endet w erden m uß, um d ie d u rc h E n tfern u n g eines fv-E lektrons aus einem d er Io n en v e r­

u rsa c h te n V eränderungen des G itte ra b sta n d e s u. d er E lek tro n en h ü lle d er b en ach ­ b a rte n Io n en w ieder rückgängig zu m achen. Die D eform ation sch ein t n u r eine sekundäre R olle zu spielen. Bei geeigneter S chichtdicke w erden s t a t t d er A b so rp tio n sk an ten w eiße L inien e rh a lte n ; es w ird d an n n ic h t dio langw elligste K a n te gem essen, sondern analog w ie beim o pt. S p ek tru m , die M itte d er w eißen A bsorptionslinie, w odurch die erh alten e W ellenlänge un ab h än g ig von d er Spaltw eito w ird. E s w erden tab ellar, dio M eßergebnisse der K x- u. A V L inien a n verschiedenen Ca-, CI- u. S- Verbb. (anorgan.

и. organ.) gegeben m it den entsprechenden R eferenzlinien, m axim aler M essungsfehler ca. 0,5 Á. A us der th e o re t. B ehandlung d e r äu ß eren u. d er inneren A bschirm ung w erden die D ifferenzen A (v/i?)frel zwischen d en n e u tralen freien A tom en u. den verschieden geladenen freien Io n en berechnet. E s is t vJR fü r CI“ = 207,4, CI = 208,2, S 2~ — 181,7,

(7)

S = 1 8 2 , 5 ; K + (nach St e l l i n g, D issertatio n L u n d 1927) = 265,85, K = 265,29.

Si, P , S u. CI sind in ih r e n Sauerstoffsäureresten n ic h t m ehrfach ionisierte einfache Io n en , sondern bilden zu sam m en m it den O -Ionen eine verw ickelte n ichtpolare S tru k tu r.

D as A ussehen der v erschiedenen T ypen v on A b sorptionsspektren k an n vielleicht em pir. zu r B est. d er chem . B in d u n g sart in verschiedenen V erbb. b e n u tz t w erden, so i s t die B in d u n g sart des CI in CrCI3, N iC l2, CuCl2 u . kom plexen Co-Verbb. dieselbe w ie im Cl2-Mol. Z u r E rk lä ru n g d er V erschiebung d er A bsorptionsfrequenzcu bei C hlo­

r id e n w ird ein K reisprozeß m it N aCl beschrieben. D er A nteil d er E nergie u 2 (s. oben) a n dieser V erschiebung is t bei d en A lkalichloriden w esentlich geringer als etw a bei CuCl, AgCl u. E rdalkalichloriden. A us einem w eiteren K reisprozeß w erden Folgerungen fü r die energet. V erhältnisse d er HCl- u. der Cl2-Gasm oll. gezogen. Bei den iS'-Verbb.

zeigen die „ T c tra e d e rv e rb b .“ w ie Z nS u. CdS in ih re n A bsorptionsfrequenzen keinen m erklichen U n tersch ied vo n den E rd alk a lisu lfid en , n u r einen kleineren r/T i-W ert fü r die S 2~-Ionen. (Z tschr. P h y sik 44. 810— 33. K o penhagen, U niv., In s t. f. teoret.

F y sik .) R . K . Mü l l e r.

W. H eisenberg, Über den anschaulichen In h a lt der quantenlheoretisehen K in e ­ m a tik u nd M echanik. (Vgl. C. 1927. I. 2388.) (Ztschr. P h y sik 43. 172— 98. K open­

hagen, U niv.) E . Jo s e p h y.

G. B aiasse, K ontinuierliche E m issionsspektren durch E ntladung ohne Elektroden.

Vf. d e h n t seine frü h eren U nterss. (vgl. C. 1927. II. 215 u . 1437) ü b er die E m ission ko n tin u ierlich er S p ek tren bei einer E n tla d u n g ohne E lek tro d en au f d ie E lem en te P , B i, S u. J aus u. ste llt fest, d a ß auch diese en tsprechende S p ek tren liefern w ie die frü h e r u n tersu ch te n K , R b , Cs, Cd, H g, so d aß die E rscheinung in allen G ruppen des period. S ystem s a u fz u tre te n scheint. (Bull. A cad. R oy. Belg., Classe Sciences [5] 13.

543— 46. B rüssel, U niv.) R . K . Mü l l e r.

R. C. Johnson, Bandenspektren. B e ric h t ü b er den S ta n d d er F orschungen ü b e r B an d en sp ek tren : reine R o ta tio n ssp e k tre n , Schw ingungsrotationsspektren, E lek ­ tro n e n b a n d e n u. deren F e in s tru k tu r, d as K o m b in atio n sp rin zip , allgem einere Ü b er­

legungen, T o talq u an ten zah l, neuere A rb eiten ü b er B an d en sp ek tren , D issoziations- w ärm c d er Moll., Iso to p cn effek t u. In te n sitä tsb e z ic k u n g e n in B an d en sp ek tren . (Science Progress 22. 231— 54. L ondon, K ings Coll.) R . K . Mü l l e r.

M aurice Lambrey, Absorptions- und E m issionsspektrum des S tickoxyds im Ultraviolett. (Vgl. C. 1927. II . 16.) N O , d arg estelit aus H N 0 3 u. FeSO.„ liefert bei schw acher D ispersion e in S p ek tru m m it einer Serie von se h r schm alen D u b le tts (A bsorptionskoeffizient a ~ 1), d eren 32 W ellenlängen m it g e sch ätzten In te n s itä te n ta b e lla r. gegeben w erden. Bei größerer D ispersion e rh ä lt m an einen A b stan d der B an d en v o n 0,57 A, entsprechend einem T rägheitsm om ent 0 ,2 2 -10~39, K ern a b sta n d 0,45 A. Bei einer E rreg u n g d u rch E n tla d u n g ohne E lek tro d en le u c h te t das Gas m alvenfarbig au f u. g ib t ein E m issionsspektrum , das u. a. die 2 ersten A bsorptions- d u b le tts e n th ä lt. (Com pt. ren d . A cad. Sciences 185. 382— 84.) R . K . Mü l l e r.

Takeo Hori, Über die A n a lyse des W asserstoffbandetispektrums im äußersten Ultraviolett. Vf. g ib t eine näh ere S tru k tu ra n a ly se u. w eitere R e su lta te ü b er den Tem p.- u. D ruck effek t d er H 2-B anden v on W ERN ER (Proceed. R oy. Soc., L ondon. Serie A.

113. 107; C. 1927. I. 853). Z ugrundegelegt is t das Term schem a von D lE K E u. Ho p- FIELD (Z tschr. P h y sik 40. 299; C. 1927. I. 2038). D ie m it einem 1 m -S pektrographen erh alten en M eßergebnisse sin d tab ellar. zusam m engestellt, zum Vergleich auch dio L y m an b an d en vo n W lTM ER. I n einer w eiteren Tabelle sin d die D ifferenzen e n t­

sprechender L inien au f P -, Q- u. A-Zweige v e rte ilt. Je d e T eilbande d er W ernerbanden b e ste h t aus P -, Q- u. A-Zweigen, d ie In te n s itä t d er L inien is t fü r d ie Q uantenzahlen l 1/ , u. 3V2 s ta rk , fü r 1/ 2, 2 1/2, 4^2 schw ach Ü /2 Q, 1/ 2 P , U /2 P fehlen). E in e F ig u r g ib t d ie C h a ra k te ristik d er W erner- u. L ym anbanden. Als T räg h eitsm o m en t des H 2- Mol. im N o rm alzu stan d e rg ib t sich 4,6 7 -IO-41 g-cm 2, K e rn a b sta n d 0 ,7 5 -10~8 cm, K ernschw ingungsfrequenz ca. 4415. D er K o m b in atio n sd efek t is t au ffallend groß.

W äh ren d bei dem T om p.-E ffekt eine th e o re t. zu erw arten d e R egelm äßigkeit b e s tä tig t w ird , erw eist sich der D ruckeffekt als se h r k om pliziert. M it H 2-Ar-M ischungen k o n n ten d ie H 2-B anden noch m it Spannungen v on < 2 0 V m it g u te r I n te n s itä t e rre g t w erden;

au ch h ier sin d d ie W ernerbanden in ten siv er als die L y m anbanden. (Ztschr. P h y sik 44.

834— 54. K openhagen, In s t. f. teo ret. F y sik .) R . K . Mü l l e r. F. R asetti, Über die Intensität einer verbotenen L in ie des K alium s. U nters, der anom alen D ispersion von A -D am p f n ach d er M ethode von PüC C IA N TI erg ib t fü r die Z ahl N der D ispersionselektronen pro ccm fü r das D u b le tt 7665, 7699 A N = 2,5 ■ 1017,

(8)

2648

fü r die L inie 4642 A N ' = 2 ,7 -IO11. (A tti R . A ccad. Lincei [R om a], R en d . [6] 6. 54

bis 55.) Kr ü g e r.

W. Prokofiew u n d G. Gamow, Anom ale D ispersion an den L in ie n der H a u p t­

serie des K a liu m s ( Verhältnis der D ispersionskonstanten des roten u nd violetten Dublelts).

(Vgl. S. 1669.) Aus M essungen n ach der H ak en m eth o d e e rg ib t sich das V erhältnis d e r D isp ersio n sk o n stan ten d er ro te n u. violetten D u b le tts des K zu 111,5 ± 1,5, u n ab h än g ig von der D D . bis zu dem 65-fachen W e rt einer D D ., u n te rh a lb derer ein sy stem at. A bfall d er V erh ältn isz ah l e in tr itt; dieser w ird au f das V ersagen der Se l l- MElERschen Form el in d er N ähe d er A bsorptionslinien zurückgeführt, (Ztschr. P h y sik 44. 887— 92. L eningrad, U niv., P h y sik al. In s t.) R . K . MÜLLER.

Melvin C. Reinhard, D ie Absorptionsspektren einiger physiologischer F lüssig­

keiten im Ultraviolett. Die A bsorptionsspektren von Galle, Speichel, pericardialer F l., H a m , H arnsäure, A lbtim in, Pseudoglobulin, Euglobulin, B lutserum u. Hämoglobin w erden bis zu 2400 bzw. 2100 A bestim m t u. in K u rv en niedergelegt. (J o u rn . gen.

P hysiol. 11. 1—6. Buffalo, S ta te In s t, fo r tlic stu d y of n ialig n an t disease.) LOHMANN.

R udolf H ilsch , D ie Absorplionsspeklra einiger Alkali-H alogenid-Phosphore m it T I- u nd Pb-Zusatz. W äh ren d bei S ulfidphosphoren die E ig en ab so rp tio n des G ru n d ­ m etalls sich d en selektiven A b so rp tio n sb an d en d er „w irk sam en S chw erm etalle“ stö ren d ü b erlag ert, gelingt deren B est. leich t bei den A lkali-H alogenidpliosphoren, die sich auch in größeren K ry sta lle n herstellen lassen (vgl. C. 1927- I I . 1671). Vf. g ib t A b so rp tio n s­

m essungen a n A lkalihalogeniden m it Z usätzen v on TI- u. P b -Io n e n in d er G rößen­

o rdnung 0 ,1 % 0, bei denen das A bsorp tio n ssp ek tru m d er w irk sam en M etalle erheblich langw elliger lieg t als die E ig en ab so rp tio n des G ru n d m aterials. D er E in b a u d er Tl- u . P b -Io n en g elin g t bei R bC l schw erer als bei den an d eren C hloriden. A uf G estalt u . L age d er A bsorptionsstreifen is t das K a tio n des G rundm etalls v o n geringem E in flu ß , d as A nion versch ieb t in der R eihenfolge C l-B r-J in R ich tu n g längerer W ellen. Die M essungen sin d in einigen F ig u re n u. einer T abelle d arg estellt. (Z tschr. P h y sik 44.

860— 70. G öttingen, U niv., I. P h y sik al. In s t.) R . K . Mü l l e r. A a. E le k tr o c h e m i e . T h e r m o c h e m ie .

Ernesto Denina, Graphische Methoden und empirische Form eln zur Untersuchung der elektrolytischen Dissoziation. D as V ordünnungsgesetz fü r ideale Lsgg. k a n n in 3 F orm en geschrieben w erden: y 0 — K y ; r]0' = K r f ; ?)0" — K - r f [?/ = i]/a —

„ Io n e n v e rd .“ ; rj" = ?]/(! — a) = „V erd. d er n e u tra le n M oll.“ ; r]0 = o r/(l — a ); ?/0' = a /( 1 — a ); ?;0" = (a /jl — «})*]. D ie A bhängigkeit von K vo n d e r V erd. w ird g rap h . zw eck­

m äßig m ittels lo g arith m . D iagram m e, bei denen log 7]0, log bzw. log gegen log ?/, log bzw. l o g ) / ' aufg etrag en w ird, d arg estellt. D ie w ich tig sten em pir. F orm eln fü r d ie B eziehung zwischen K u. d er V erd. sin d M odifikationen d er obigen F orm eln. D ie einfachste M odifikation b e ste h t in d er E in fü h ru n g eines v o n E le k tro ly t zu E le k tro ly t v ariab len E x p o n en ten m: rj0 = K - i ] m ( R u d o l p h i , m = 0 ,5), = K - t f m (STORCH, Ar r h e n i u s, Va nt’Ho f p fü r m = 0,5), p0" = K - r f 'm . E in e w eitere V erallgem eine­

ru n g g elin g t d u rch lineare K o m b in atio n d er v o rst. F o rm eln : j]0 — A x ?j -f- A2 ?/”>; t j f = A , r f + X2 r f »> ( Kr a u s, Br a y, Pa r t i n g t o n fü r m = 0 ) ; p0" = K 1 ? /' + A2 ?/"

(au f diesen T y p lä ß t sich die G leichung von SzYSKOWSKI zurückführen). E s w erden g rap h . M ethoden zur B est. d er K o n sta n te n angegeben. (N otiziario chim .-ind. 2. 491

bis 497. T u rin , R . Scuola d i Ingegneria.) Kr üGER.

Paul B. Taylor, D ie elektromotorische K ra ft der Zelle m it Übertragung u n d die Theorie der Interdiffusion der Elektrolyte. B ereits Ha r n e d (C. 1 9 2 6 . II . 167) h a t v ersucht, die freie E nergie der Io n en m it H ilfe der Elektrodenzclle m it Ü b ertragung, d. h. einer Zelle, die eine V erbindung von zwei verschiedenen E lek tro ly ten e n th ä lt, zu bestim m en. Vf. le ite t aus den Verss. ab , d aß die EM K . d er Zelle m it Ü bertragung eine F u n k tio n der freien mol. E nergien is t; eine Ü bertragung au f die Ionenenergien w ar n ic h t b ek an n t. Vf. h a t n u n au f m ath em at. Wege v ersu ch t, die E nergie der Ionen au s den freien E nergien d er Moll abzuleiten, u. er k o m m t schließlich zu einer Form el, d ie neben der freien E nergie d er Ionen n u r die Ü berführungszahlen u. d ie EM K . von Zellen ohne Ü berführung e n th ä lt. E r schließt daraus, d aß d ie EM K . einer Zelle m it Ü berführung n u r eine F u n k tio n der freien M ol.-Energie is t. E in e K o rre k tu r fü r die Ü berführung des Lösungsm . w ird w eiterh in gegeben. — F ü r die D iffusion zweier E lek ­ tro ly te w ird eine G leichung angegeben, welche zeigt, d aß die D iffusion n u r von der freien Energie der Moll. u. n ic h t der der Io n en abhängig ist. — F e rn e r w ird gezeigt, d a ß die EM K . einer solchen Zelle Yon den freien Ionenencrgien unabhängig ist. M athem at.

(9)

1927. n.

■ Aä. 2649

w erden Beziehungen e rfa ß t, die sich m it der D iffusion u. der V erteilung der K onz, in w eiten V erbb. befassen. D ie Form el HENDERSONs fü r fl. V erbb. w ird au f veränderliche Bew eglichkeiten u. A k tiv itätsk o effizien ten ausgedehnt. D ie A nw endung des gefundenen a u f eine Vio'n * HCl-KCl-Zelle gab bessere E rgebnisse als m it H ilfe von HENDERSONs

F orm el. D ie B etrac h tu n g w urde auch au f die [H '] der e rö rterten Zelle ausgedehnt, besonders bezüglich seiner B est. aus d er EM K . (Jo u rn . physical Chem. 31. 1478— 1500.

U niv. Pennsylvania.) Ha a s e.

R obert Saxon, Paarweise Abscheidung von M etallen. Vf. te ilt Verss. m it, bei denen sich bei d er E lek tro ly se v on g e sä tt. K upfersalzlsg. das Cu zugleich a n d er A node u . a n d er K a th o d e fe sth a fte n d abscheidet, w enn die E le k tro d e n aus „M arm “ (M eldrum ’s A cid R esisting M etal) u. in Serie m it beiden E lek tro d en ein schneckenförm iger D ra h t g esch altet is t, oder w enn ein F e-C -P aar v e rtik a l in d er Cu-Salzlsg. s te h t u. a u ß e r­

h a lb d er Lsg. v erb u n d en ist. (Chem. News 136. 33.) E . Jo s e p h y. W olf Johannes Müller, Über das anodische Verhalten und die P assivität des N ickels. (Vgl. C. 1 9 2 7 . H . 1933.) E s w urde m it A noden aus käuflichem N i g e a rb e ite t in n. H2S 04 als E le k tro ly t, die zu r V erm inderung d er D iffusion m it N iS 04 (200 g im 1) g e sä tt. w ar. D io U n terss. (Tabelle) erg ab en nu n , d a ß die P assivierung des N i (wie au c h des F e u. Cr) ein Z eitphänom en is t, d a sich eine gesetzm äßige B eziehung zwischen Passiv ieru n g sd au er u . . S tro m stä rk e feststcllen ließ. D ie b eo b ach tete A nfangspolari­

sa tio n des N i, dio als anod. Ü b ersp an n u n g bezeichnet w erden k an n , is t ty p . fü r das 2-w ertige, in Lsg. gehende a k t. N i. D ie in ein S tro m d ich tesp an n u n g sd iag ram m ein ­ getragenen, zu verschiedenen Z oiten gem essenen u. zusam m engehörigen W erte vo n i u . eh ergeben ein k lares B ild des V crh. ein er N i-A node. N u r in einem kleinen G ebiet zeigt sich beim N i B edeckungspassivität, d. h. es g e h t bei anscheinend gesteigertem P o te n tia l noch im m er 2-w ertig in Lsg. W irkliche P assiv ieru n g s e tz t n ach A bfallen bei höherer S tro m d ich te, v erb u n d en m it 02-E n tw ., ein. D och is t d er P assiv ieru n g s­

z u sta n d in sta b il, d a P u lsatio n en zw ischen passivem u. a k t. Z u sta n d b e o b a c h te t w erden.

E r s t bei erheblich g esteig erter S tro m d ich te b le ib t das N i n ach A ufhören d er P u ls a ­ tio n e n w äh ren d des Strom schlusscs passiv. D ie n ach d en U n terss. v o n Le b l a n c, Mu t h m a n n u. Fr a u n b e r g e r, Sc h w e i z e r, Sc h m i d t (vgl. Fö r s t e r, E le k tro ­ chem ie wss. Lsgg.) b eobachteto A n fangspolarisation am N i e n ts p ric h t einer anod.

Ü bersp an n u n g des a k t. N i u. h ä n g t m it P assiv itätsersch ein u n g en n ic h t zusam m en, w eshalb die fü r deren E rk lä ru n g hieraus gezogenen Schlüsse hinfällig sind. (M onatsh.

Chem. 4 8. 559— 70. W ien, T echn. H ochsch.) He r z o g.

P. Clausing u n d G. Moubis, Über den elektrischen W iderstand von T ita n und Z irko n bei tiefen Tem peraturen. (Vgl. P h y sica 4. 372 [1924]). Vff. fin d en im G egensatz zu den A nnahm en u. Verss. v on KOENIGSBERGER u. SCHILLING (Ann. P h y sik [4]

32. 179; C. 1910. I I . 57) bei T i u. Z r zw ischen 70 u. 273° absol. k ein M inim um des elektr. W id erstan d es, sondern dieselbe T em p.-A bhängigkeit wie bei an d eren M etallen.

D ie spezif. W id erstän d e v on Ti u. Z r ergeben sich bei 273° absol. zu 0 ,8 0 -10-1 bzw.

0,4 1 0 -10-4, dio T em p.-K öeffizienten zu 0,00 469 bzw. 0,00 438. (P h y sica 7. 245

bis 250.) R . K . Mü l l e r.

Georges Gueben, Untersuchungen über die W irkung der radioaktiven Strahlung a u f die Dielektrizitätskonstante. Vf. beschreibt einen App. z u r U nters, d er D E . u n te r gleichzeitiger B e strah lu n g d e r u n tersu ch te n S ubstanz m it y -S tra h le n ; zum S ch u tz cler S u b stan z au ß erh alb der B estrah lu n g szeit u. des B eobachters v o r den W rkgg. des v erw endeten R a -P rä p a ra ts sin d sta rk e bewegliche Bleiblöcke vorgesehen. V on d en in kleinen P lä ttc h e n u n tersu ch te n S ubstanzen (P araffin, Glas, Celluloid, B akelit,'A krolein- gel, S-haltiges P araffin , p a ta ffin h a ltig e r S, rein er S, gelbes u. weißes W achs, E bonit) zeigte keine u n te r dem E in flu ß d er y -S tra h le n eine ü b er l°/00 (M eßgenauigkeit) h in a u s­

gehende Ä nderung d er D E . (Bull. A cad. R oy. Belg., Classe Sciences [5] 13. 509— 23.

L ü ttic h .) " R . K . Mü l l e r.

Mariano V elasco-D urantez, Ä nderung der D ielektrizitätskonstanten m it der Tem peratur bei einigen organischen Stoffen. Vf. u n te rsu c h t das V orhandensein von D ipolen u. d eren Z usam m enhang m it d er A sym m etrie d er chem. F o rm eln a n einigen organ. V erbb. E r g eh t ausführlich a u f die T heorien d er D E . von CLAUSIUS u. M o s o t t i , L o r e n t z , D e b y e u. G a n s ein. D ie A pp. i s t gegenüber d er von S a l a z a r (C. 1924.

I I . 2451) d ad u rch v erfeinert, daß d er d r itte S trom kreis auch oscillierend u. in R esonanz m it den beiden an deren ist. B eim B zl. e rg ib t sich aus den M essungen d e r D E . zwischen 20 u. 72,9° die G ü ltig k eit des G esetzes v on C l a u s i u s u. M o s o t t i u. d as N ic h tv o r­

h andensein von p erm an en ten D ipolen; die DEBYEsche L in earfu n k tio n w ird b e stä tig t,

(10)

2650 1927. II.

die K o n sta n te n sind a — — 0,6, 6 = 0,3427. F ü r Toluol g ilt dasselbe (a = — 1,1;

b = 0,3703), ebenso fü r X y lo l ( Gemisch v on o-, m- u. p -; a — — 0,4, 6 = 0,3674). Cumol, Chlorbenzol u. Cyclohexanol w eichen v on d er CLAUSIUS-MOSOTTI-Gleichung ab, w ohl a b er genügen die ersteren beiden d er DEBYEschen L in earfu n k tio n (Cumol a = + 3 0 ,3 ; 6 = 0,3595; C hlorbenzol a = 27,99; 6 = 0,4769), d er Cyclohexanol n ic h t folgt. Vf.

schließt, d a ß 1— 2 C H 3-G ruppen im Bzl. kein oder n u r ein verschw indend kleines c lek tr. M om ent ein fü h ren , dagegen d ie Isopropylgruppc, CI u. OH (im Cyclohexanol) ein w ohl definiertes elektr. M om ent geben. D aß das Cyclohexanol dem G esetz von DEBYE n ic h t folgt, i s t m öglicherweise au f d ie Z erreißung d er D oppelbindungen des B enzolkerns zurückzuführen. A usführliche T abellen d er M eßergebnisse u . g raph.

D arstellungen im O riginal. (A nales Soc. E sp añ o la F ísica Quirn. 25. 252— 305.

M adrid.) ~ R . K . Mü l l e r.

J. H. van V leck, Über Dielektrizitätskonstanten u n d magnetische Suszeptibilitäten nach der neuen Quantenmechanik. II . M itt. A nw endung a u f Dielektrizitätskonstanten.

(I. vgl. C. 1927. I I . 548.) Vf. b e h a n d e lt den E influß eines m agnet. Feldes auf die D E . u. g ib t eine F orm el fü r d en Brechungsindex, aus d er folgt, d aß die m olekulare R e fra k tib ilitä t te m p e ra tu ru n a b h ä n g ig is t. E s w ird d er G ültigkeitsbereich d er D E B Y E ­ schen Form el d is k u tie rt, u . es w ird eine allgem eine A bleitung d er DEBYE-LANG EVIN - schen F o rm el n ach d er klass. M echanik gegeben. (P hysical R e v .,[2] 30. 31— 54. U niv.

of M innesota.) Le s z y nSKI.

J. C. Mc Lennan, Richard Ruedy u n d Elizabeth Cohen, D ie magnetische S u s ­ zeptibilität der Alkalim etalle. Besonders sorgfältig gereinigte A lkalim etalle ergaben folgende spezif. S u sz e p tib ilitä t: N a : 0,59 X IO-6 , K : 0,45 X 10-6 , I tb : 0,17 X 10-a u.

Cs: 0,18 X 10“ °. Im A ugenblick g ib t es keine g u te T heorie fü r die vollständige E r ­ k läru n g des P aram ag n etism u s d er A lkalim etalle. (Procced. R oy. Soc., L ondon. Serie A.

J. F. Spencer u n d M. E. John, D ie magnetische Susceptibilität einiger binärer Legierungen. N ach B eschreibung der H erst. d er Legierungen u. d er A usführung der M essungen w erden dio einzelnen Legierungen besprochen. D ie E rgebnisse d er U nters, sin d in F o rm v on T abellen u. K u rv e n w iedergegeben, au f d ie verw iesen w ird. F olgende Legierungsserien w u rd en b e a rb e ite t: A g-P b, A u -P b , A u -S n , A u-C d, A l-S n , B i-S n , C d -S n u . P b -S n . (Proceed. R oy. Soc., L ondon, Serie A. 116. 61— 72. L ondon, U niv.,

B edford Coll.) W lL K E .

G. W. Jones u n d G. St. J. Perrott, Sauerstoffbedarf f ü r die Ausbreitung von Wasserstoff-, K ohlenoxyd- u nd M ethanflam m en. E x a k te V erss. ergaben, d aß G ruben- oxplosionen bei alleiniger Ggw. v on CH4 als entzündliches G as v e rh in d e rt w erden können d u rc h R eduzierung des Oa-G eh. d er L u ft au f 1 2% . I s t gleichzeitig CO u . H2 in d er L u ft vorh an d en , so lieg t die E n tz ü n d lic h k e it des Gasgem isches b ed eu te n d u n te r 1 2 % 02 u. h ö rt e rs t bei 5 % 02 auf. (In d . engin. Chem. 19. 985— 89. P itts b u rg h

[P A .].) Gr i m m e.

J. T. Ward u n d J. B. Ham blen, E in flu ß der D iffu sio n von Sauerstoff a u f den V erlauf der Verbrennung festen K ohlenstoffs. D ie V erss. ergaben, d a ß die V erbrennung v o n C zu C 02 n ic h t en tsp rech en d der A nsicht von Le w i sgem äß d er chem . R k.-G leichung v e rlä u ft, sondern d a ß zur Ü berw indung des C 0 2-D ruckes ein Ü b ersch u ß vo n 02 v o r­

h a n d e n sein m u ß . (In d . engin. Chem. 19. 1025— 27. C am bridge [M ass.].) GRIMME.

Arrigo M azzucchelli u n d A lice F atta, Über die Ä nderungen der Siedetemperatur von Salzsäure bei Zusatz einer dritten Substanz. Z u satz v on Stoffen m it großer A ffin itä t zu W . b iw . H C l m uß die m axim ale Siedetem p. vo n H C l-W .-G em ischen n ach HC1- ärm eren bzw. H Cl-reicheren G em ischen verschieben. Verss. m it Z usatz von N H f i l , L iC l, Z n C L u. I L ß O i b estätig en diese A nnahm e. D as M axim um rü c k t in allen F ällen n a c h v e rd ü n n te re n Lsgg., d a die V erbb. zw ischen H Cl u. den C hloriden wegen ih re r 1. L öslichkeit auch d ie a k t. M. des W . verändern. D er allgem eine V erlauf der Zus.- T em p .-K u rv e is t in Ggw. v on NH.,C1 u. LiCl fa s t u n v e rä n d e rt, in Ggw. von ZnCl2 fä llt d er K p. m it w achsender H Cl-K onz. langsam er, in Ggw. v on H2S 04 viel schneller als in den b in ären G em ischen; d er absol. W e rt der m axim alen Siedetem p. b leib t fa s t derselbe. (Gazz. chim . ita l. 5 7. 584— 92. Messina, U niv.) Kr ü g e r.

A. Berthoud, E. Briner u n d A. Schidlof, Über das ebullioskopische Paradoxon.

(Vgl. Br i n e r u. Sc h i d l o f, C om pt. rend. Soc. de P h y siq u e e t d ’H isto ire N aturelle de Genève 1927. 41.) D ie E rscheinung, d aß beim E in lciten der D äm pfe des L ösungsm ., die die Siedetem p. des letzteren besitzen, in eine Lsg., die Tem p. d er Lsg. sich au f deren K p . e rh ö h t, b e ru h t n ic h t au f A b sorption der d u rch K o n d en satio n d er D äm p fe gelieferten

1 16. 468— 83.) W lL K E .

(11)

1927. II. 2G51 W ärm e seitens der Lsg. (Wa l k e r, In tro d u c tio n to P hysical C hem istry, 7. A ufl., S. 207).

V ielm ehr g e h t W ärm e v on dem (kälteren) D am pf auf d ie au f höhere Tem p. geb rach te Lsg. ü b er u. das erforderliche Ä q u iv alen t a n äu ß erer A rb eit is t die osm ot. A rb eit, die d er V erd. der Lsg. d u rch das k ondensierte Lösungsm . e n tsp ric h t. Z u r D em o n stratio n des P hänom ens k a n n m an z. B. einen leb h aften S tro m v on W .-D am pf in eine in einem D ew argefäß befindliche konz. N H4N 03-Lsg. le ite n ; le tz te re erw ä rm t sich schnell bis zum K p . u. d er bei 100° ein tre te n d c D am pf t r i t t bei genügender K onz, bei 120° aus.

(H elv. chim . A c ta 10. 585— 88. Genf u. N euchâtel.) Kr ü g e r. A. B outaric u n d Gaston Corbet, D ie kritischen Lösungstem peraluren und ihre Anwendungen. (Vgl. C. 1927. I I . 1326.) Vff. besprechen den B egriff u. die B est. der krit. Lösungstem p. 0 (Tem p. d er vollkom m enen M ischbarkeit v on 2 F ll.), ferner die M ethodik d er E rm ittlu n g von 0 in niedrigem Tem p.-B ereich u . fü r F ll. v on w enig verschiedenem [nn], d u rch Z ufügung einer 3. K o m ponente (z. B. Rüböl) an den M i­

schungen Bzl.-CH3OH, Bzl.-A. u. K W -stoff-A . (96% ), m it besonderem H inw eis der B ed eu tu n g le tz te re r M ischung fü r den n atio n alen B rennstoff (8 0 % K W -stoff u. 2 0% A.

v o n 96% ). N a c h einem Vers. in A nlehnung a n die A rb eiten von C R iS M E R (Bull. A cad.

B oy. B elg., Classc Sciences [3] 30. 97 [1895]) dio W erte v o n 0 zu r U nterscheidung der verschiedenen F e tte u. Öle u n te r V erw endung von absol. A. heranzuziehen, die ab e r w egen zu geringer A bw eichungen keine sicheren Schlüsse g e sta tte n , w erd en die a u f d er B est. v o n 0 beru h en d en U nterss. v o n SlMON u. CHAVANNES (C om pt. ren d . A cad. Sciences 169. 185 [1919]) d er sum m ar. A nalyse v on P etroleum -K W -stoffen (E rm ittlu n g d er aro m at., g e sä tt., cycl. u. P araffin-K W -stoffe) erö rtert. (Tabellen u. K u rv en .) (C haleur e t In d . 8. 565— 68. D ijon.) He r z o g.

A s. K o llo i d c h e m ie . C a p illa r c h e m ie .

P. P. v. W eimarn, Kolloide A uflösung hochmolekularer Verbindungen durch sehr leicht lösliche, stark hydralisierte Substanzen. (Vgl. WEIM ARN u. Ut z i n o, C. 1927.

I. 249.) Vf. te ilt d en kolloiden Z u stan d in d en th erm o d y n am . in stab ilen dispersoiden u. den therm o d y n am . stab ilen solutoiden Z u sta n d ; die U nterscheidung einer solutoiden Lsg. von einer infolge Ggw. eines w irksam en D ispergators se h r sta b ile n dispersoiden Lsg. derselben hochm olekularen S u b stan z is t ä u ß e rs t schw ierig. S ta rk h y d ratisio rte S u b stan zen w irken als D isp erg ato ren , w enn die B indung in ih re n H y d ra te n dynam . is t u. die I n te n s itä t der B in d u n g in n erh alb gewisser G renzen lie g t; d er zu r g u te n D is­

pergierung hochm olekularer S u b stan zen n ö tig e H y d ra ta tio n sz u sta n d is t fü r d ie v er­

schiedenen hochm olekularen Stoffe verschieden. D ie S ta b ilitä t ex trem stab iler dis- persoider Lsgg. b e ru h t h au p tsäch lich au f d e r Ggw. so lv a tisie ite r dy n am . V erbb. au f d er O berfläche d er T eilchen; d as Lösungsm . is t in diesen V erbb. so gebunden, d a ß die A ggregationsgeschw indigkeit gering is t. — Casein, Seide u . Cellulose lassen sich d u rch konz. wss. Lsgg. vo n P olyphenolen dispergieren. M it Casein u. Pyrogallol w-erden bei 108° leich t 10% ig., se h r viscose Lsgg. e rh alten , d ie beim E inb rin g en in k. W . faserigo N d d . liefern ; d ie d u rch W . oder A. g efällten K o ag u la sin d in feuchtem Z u sta n d seh r d eh n b ar. Resorcinhg. d isp erg iert Casein etw as schw ieriger. Seide g ib t m it Pyrogallol- Isgg. (K p. 115— 125°) oder R esorcinlsgg. (K p. 135— 140°) in w enigen M inuten 15 bzw.

10— 12% ig. Lsgg.» aus denen A. flockige, g a lle rta rtig e N d d . abscheidet. Cellulose (F iltrierp ap ier) w urde in Pyrogallollsg. (145— 155°) n u r zu einem kleinen T eil d is­

p ergiert. D ie Pyrogallol- oder R esorcinlsgg. sind in frischem Z u stan d e vollkom m en k la r ; s p ä te r trü b e n sie sich etw as. D u rch V erdünnen m it soviel W ., d a ß bei A bkühlung a u f Z im m ertem p. d as P yrogallol oder R esorcin n ic h t au sfällt, k a n n m an System e mit.

m it verschiedenen T rü b u n g sg rad en u . verschiedenen S ta b ilitä te n herstellc-n. (K olloid-

Z tsch r. 42. 134— 40. K io to .) Kr ü g e r.

R . W intgen u n d M. V öh l, Über die E inw irkung von kolloiden u n d semikolloiden E isenoxydsol a u f wässerige Gelatinelösungen. I I I . (II. vgl. C. 1927. I. 252.) Bei A n­

w endung v on F e20 3-Solen, d ie d u rc h D ialyse w eitgehend v on H Cl b efreit w orden sind, u. n ic h t zu konz. (l% ig .) Gelatinesolen -werden w ie bei C r20 3-Sol im P u n k t m axim aler gegenseitiger F ällu n g v on einem Ä q u iv alen tag g reg atg ew ich t kolloidem F e203 im m er ca. 30000 g G elatine gefällt. W ird die G elatinem engo k o n s ta n t geh alten u. eine steigende M enge F e20 3-Sol zugesetzt, so sin d d ie E rgebnisse den bei Cr20 3-Sol erh alten en voll­

s tä n d ig an alo g ; w erden dagegen gleiche M engen F e20 3-Sol m it steigenden Mengen G elatinelsg. v e rse tz t, so t r i t t n ach Ü b ersch reiten des M axim alfällungspunktes keine vollständige K lä ru n g ein. N ach dem Verf. v on STIASNY u. G u p t a (C. 1925. I I . 508) gereinigte G elatine zeigt ein viel höheres Ä quivalentaggregatgew icht. V orbehandlung

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delphia, Pennsylvania, V. A ., Herstellung von 4-Oxymercuri-3-nitro-2-oxy-l-methyl- benzol und dessen Salzen. Man erhitzt eine wss. in reiner Form abgeschieden. Alsdann wird

tronenwelle, jedoch nur einen geringen der Böntgenwelle. Meissner, Resonanzstrahlung des elektrisch erregten Argons. 1924.) Es wird eine einfache Anordnung zum

interferenzen erhalten will, wie beim natürlichen Kautschuk, so muß man bei niedrigeren Tem pp. schon gelungen, synthet. Luft faserig aufzuspalten. hat dio Verss. festgestellt,

des Salzes durch Anlagerung von CH3B r an die Isothiazolverb. ist aber noch nicht geglückt. Die freien Basen sind scheinbar noch nicht erhalten worden. entstand

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liegender Selbstkomplexbldg. bei den Oxalaten zweiwertiger Schwermetalle, nach dem die anormal niederen Werte des Äquivalentleitvermögens durch Annahme sehr geringer