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Chemisches Zentralblatt : vollständiges Repertorium für alle Zweige der reinen und angewandten Chemie, Jg. 102, Bd. 1, Nr. 26

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Academic year: 2022

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Chemisches Zentralblatt.

1931 Band I. Nr. 26. 30. Juni.

A. Allgemeine und physikalische Chemie.

M. F. Soonawala, Die Häufigkeit des Vorkotnmens der Elemente. Vf. liatte an­

genommen, daß einige Elemente durch Synthese aus zwei Edelgasen entstanden sind (vgl. C. 1929. II. 1375). In jeder Gruppe des Period. Systems gibt es wenigstens ein Isotop, das durch Vereinigung der Edelgasatome allein ohne Zuführung von Elektronen entsteht. Für diese Isotopen wird nun die Wärmetönung der Synthese berechnet, unter Benutzung der AsTONschen Werte für die Isotopen-Geww, bzw. der durch Intrapolation der Packungsbruchkuxve berechneten Isotopengeww. Z. B. für Mg24 wird ein At.-Gew.

von 23,99 376 berechnet; aus der Bildungsgleichung: Ne + He = Mg24 + A m, d. i.

20,004 + 4,002 16 = 23,993 76 + 0,0088 ergibt sich eine Rk.-Wärme von 1,3- 10- s Erg, die bei der Synthese ausgestrahlt wird. Weiter wird — unter der Annahme, daß die Synthese im Innern der Sterne erfolgt — die Entropieänderung berechnet. Diese ist klein, daher kann die Wärmetönung der Rk. selbst als Maß für die Wahrscheinlichkeit der Rk. verwendet werden. Soweit die wenigen zur Verfügung stehenden Zahlen einen Schluß zulassen, ist Wahrscheinlichkeit der Synthese u. Häufigkeit auf der Erde symbat.

(Indian Journ. Physics 5. 681— 84- 31/12.1930. Jaipur, Maharagas College.) Lo r e n z. Frederick Mason Brewer, Koordinationsverbindungen der Alkalimetalle. Teil III.

(II. vgl. SlDGWICK u. Br e w e r, C. 1926.1 .1171.) In Fortsetzung früherer Unterss. (1. c.) werden nun die Koordinationsverbb. der Alkalimetalle mit Salicylaldehyd (Sa) unter­

sucht. Darst. u. Eigg. derVerbb. SaLi, Sa; SaNa, Sa (vgl. Ha n t z s c h, Ber.Dtsch. ehem.

Ges. 39 [1906]. 3089); SaK, 2 Sa; SaRb, Sa; SaRb, 2 Sa; SaCs, Sa; SaCs, 2 Sa werden beschrieben. Alle Alkalimetalle gehen also mit Sa Koordinationsverbb. ein, u. zwar mit folgenden Kovalenzzahlen: Li 4, Na 4, K 4 u. 6, Rb 4 u. 6, Cs 4 u. 6. Die 4-ko- valenten Verbb. des Na u. K sind die stabilsten der Reihe; die Stabilität der 4- u. der 6-kovalenten Verb. des Cs ist annähernd gleich, während bei R b die 6-kovalente Verb.

etwas stabiler als die 4-kovalente Verb. zu sein scheint. Drei Einflüsse bestimmen die Stabilität der Verbb.: Mit wachsender Atomnummer nimmt die elektropositive Natur u. die Leichtigkeit der Ionisation zu; dadurch wird die Neigung zu koordinieren vermindert. Der wachsende Abstand des Kernes von den koordinierenden Elektronen vermindert dio Möglichkeit, zusätzlich Elektronen zu binden. Bei den Elementen höherer Ordnungszahl wird die maximale Koordinationszahl größer. — Zum Schluß wird eine Übersicht der bisher bekannten Koordinationsverbb, der Alkalimetalle ge­

geben. (Journ. ehem. Soc., London 1931. 361— 68. Febr. Oxford, Univ. Museum.) Lo r. M. A. Rakusin, Ammoniakate von Salzen sauerstoffhaltiger Säuren. Vf. will daran erinnern, daß schon H. Ro s e u. auch andere Autoren eine Reihe von Ammoniakaten anderer als halogensaurer Salze untersucht u. beschrieben haben, z. B. M nS04-4 N H 3;

ZnS 04- 5 NH3, CuSOi’ 5 NH3, N iS04-6 N H 3, CoS04-6 N H 3, CdS04-6 N H 3, Ag2S 04- 2 NH3. (Bull. Soc. chim. France [4] 49. 363— 66. März 1931.) El s t n e r.

Carl Neuberg und Fritz Weinmann, Zur Theorie der Hydrotropie. Das opt.

Verh. opt.-akt. hydrotrop. Systeme wurde daraufhin untersucht, ob in Fällen, in denen keine Krystallisation der Reaktionsprodd. stattfindet, bestimmte, wenn auch lockere ehem. Verbb. möglich sind. Die Salze der opt.-akt. Säuren wurden in verschiedenen Konzz. gel., jede dieser Fll. wurde einerseits mit W ., andererseits mit oberflächenwirk­

samen u. zugleich opt.-akt. Nichtleitern auf das gleiche Volumen verd. u. polarisiert.

Verwendet wurden die K-Salze der d-, l- u. d,l-Campholsäure, der verschiedenen Valerian- säuren, der l- u. d,l-Methylessigsäure, der Isovaleriansäure, der Chaulmoograsäure u. der Abietinsäure. Die Campholsäuren erwiesen sich wegen ihrer starken opt. Aktivität u.

großen hydrotrop. Kraft als besonders gut geeignet. Als oberflächenakt. Nichtleiter wurden herangezogen: n-Butanol, gewöhnlicher u. racem. Amylalkohol, fast opt. reiner d-Amylalkohol u. 1,3-Methylcyclohexanon. In allen Fällen trat gegenüber der einfachen Superposition eine deutliche Änderung der Drehung ein, die teilweise 1,5% betrug u.

X III. 1. 234

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3646 A . Al l g e m e i n e u n d p h y s i k a l i s c h e Ch e m i e. 1931. I.

10% des gesamten Drehwertes erreichte. Mit steigender Salzkonz., also mit Erhöhung der lxydrotrop. Leistung, bzw. mit Vermehrung der auf den oberflächenakt. Nichtleiter einwirkenden Salzmoll, erfolgte eine unverhältnismäßig starke Zunahme der Drehungs­

änderung. Homologe Nichtleiter von kleinerem Mol.-Gew. verursachten eine ver­

gleichsweise größere Drehungsänderung als solche von hohem Mol.-Gew. Mutarotation, d. h. nachträglicher Wechsel der einmal eingetretenen Drehungsänderung wurde in keinem Fall beobachtet. Für die Deutung der vorliegenden Befunde hat man außer einer ehem. u. physikal. auch eine strukturchem. Komponente in Betracht zu ziehen.

Es zeigt nämlich z. B. d-Amylalkoliol in d- bzw. 1-campliolsaurem K eine Ablenkung, die verschieden ist von der Drehung, die sieh nach der Addition des Rotationsvermögens der benutzten Salzlsgg. u. des akt. Amylalkohols ergeben würde; derselbe opt.-akt.

Amylalkohol erfährt in d,l-Campliolat nur eine minimale Drehungsänderung, während der racem. Amylalkohol die Drehung der opt.-akt. Campliolatc ebenfalls stark beein­

flußt. — Änderungen des Drehvermögens sowohl der opt.-akt. hydrotrop. Salze, als des akt. Amylalkohols durch Faktoren des variierten pH, der Viscosität u. des Assoziations­

grades waren dabei durch die Versuchsanordnungen ausgeschlossen. — Zugunsten der ehem. Theorie der Lsgg. spricht auch die Beobachtung der Vf f., daß der Zusatz einer starken Lsg. von Theobrominkalium die spezif. Drehung einer Lsg. des campholsauren K beträchtlich ändert. Eine doppelte Umsetzung zu KOH u. campholsaurem Theo­

bromin findet dabei nicht statt. Für die beschriebenen opt. Befunde, insbesondere für die Antipodenverss., ist somit die Annahme einer Bldg. von Anlagerungsprodd. aus hydro­

trop. Salz u. gel. Stoff eine befriedigende Erklärung. (Biochem. Ztschr. 229. 467— 79.

24/12. 1930. Berlin-Dahlem, Kaiser-Wilhehn-Inst. f. Biochemie.) Ko b e l. William Kenneth Hutchison, Gleichgewichtskonstanten der Ammoniumdicarbonat- y Zersetzung. Die Partialdrucke von CO„, NH3 u. W. im Gleichgewicht mit gesätt. Lsg.

/ von NH4HC03 werden bei 10° u. bei 20° bestimmt. Die Gleichgewichtskonstante K — pco-i'pm i3-pH->0 ist bei 10° 253, bei 20° 3000; die allgemeine Gleichung für K ist log K = '3 3 ,8 8 — 40 600/2,303 RT. (Journ. ehem. Soc., London 1931. 410— 12. Febr.

London. The Gas Light and Coke Co.) Lo r e n z.

F. A. Freeth und T. T. H. Verschoyle, Physikalische Konstanten des Systems Methan— Wasserstoff. Die Isothermen von reinem Methan werden bei 0 u. bei 20°

bis zu Drucken von 200 at bestimmt; sie können nicht durch die übliche dreikon- stantige Formel wiedergegeben werden, die Einführung eines 4. Terms ist notwendig.

Das erwartete Minimum der p v-Werte liegt bei 160— 165 at. Der mittlere E x­

pansionskoeffizient 0— 20° geht durch ein Maximum bei etwa 140 at. Der Tripel­

punkt liegt bei — 182,46° u. 8,737 cm. Die Dampfdrücke des festen Methans werden bis — 208“ gemessen. Die Schmelzpunktskurve wird bis — 181° bestimmt; die Ergeb­

nisse lassen sich durch t — — 182,46 + 2,65-10~2 p wiedergeben. — Die Dreiphasen- kurve von H 2-GH4-Mischungen wird bei Tempp. zwischen — 182,5 u. 184°, u. Drucken bis 192 at, sowie die p ^-Isotherme des Gemisches bei — 182,5° aufgenommen.

(Proeeed. Roy. Soc., London Serie A. 130. 453— 63. 3/2. 1931.) Lo r e n z. L. L. Schmidt, Studium des Gleichgewichts zwischen Dämpfen und Flüssigkeiten im System Essigsäure-Essigsäureäthylester. Die Gesamtdampfdrucke sowie die Partial­

drucke im System Essigsäure-Essigsäureäthylester wurden nach der Methode von W r e w s k i u. Mitarbeitern (C. 1928. I. 1006) bei 42,00 u. 59,96° gemessen, u. die Zus.

des Dampfes bei denselben Tempp. bestimmt. D ie Anwendbarkeit der GlBBSsclien Dissoziationstheorie auf dio Essigsäure- bzw. Essigsäure-Essigsäureäthylesterdämpfe wurde bestätigt, u. das Mol.-Gew. der Dämpfe errechnet. Ein Vergleich der Ver­

änderungen der Assoziatiönskoeffizienten in den Systemen Essigsäure-W. u. Essigsäure- Essigsäureäthylester zeigt, daß W. die Dissoziation der (CH3C 0 0 H )2-Moll. stärker begünstigt als der Äthylester. (Journ. Russ. phys.-chem. Ges. [russ.] 62. 1847— 58.

1930.) Gu r i a n.

Frederick James Wilkins, Die Kinetik der Reduktion von Kupferoxydul. Teil I.

Die Reduktion bei niedrigen Drucken, mit einem Anhang: Die Resultate weiterer Mes- sungen über die Oxydation von Kupfer bei niedrigen Drucken. (Vgl. C. 1931. I. 2432.) Die Red. von Cu20 durch H2 wird bei Drucken von 10"2 mm u. bei Tempp. zwischen 150 u. 250° in gleicher Apparatur untersucht u. in gleicher Weise ausgewertet wie früher (vgl. W i l k i n s u. R i d e a l , C. 1930. II. 2480) die Oxydation von Cu. Die Grenzfläche Cu20/Cu bleibt prakt. konstant; das gebildete W . wird mit fl. Luft ausgefroren.. Die Beziehung zwischen Druck u. Rk.-Zeit kann wiedergegeben werden durch log p j p = k t (p,) = Anfangsdruck H 2, p = Druck bei der Zeit t). Die Aktivierungswärme er-

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1931. I. A . Al l g e m e i n e u n d p h y s i k a l i s c h e Ch e m i e. 3647 gibt sich zu 18 000 oal, überraschend groß im Vergleich mit den 10 000 cal Aktivie­

rungswärme der Oxydation (1. c.). Es ist anzunehmen, daß die einzelnen Stufen der Reduktion ähnlich wie die bei der Oxydation sind: 1. Kondensation des H 2 an der Grenzfläche H 2/O xyd; 2. die Verdampfung des H 2 von dieser Grenzfläche in das Oxyd;

з. die Diffusion dos H 2 durch das Oxyd u. 4. die Rk. zwischen H 2 u. Oxyd an der Oxyd- Metallgrenzfläche; bei der Red. treten nun noch folgende Vorgänge hinzu: 5. die Diffusion des W. von der Rk.-Zone durch die Oxydschicht, u. 6. die Desorption des W. Bei niedrigen Drucken könnte die Red.-Geschwindigkeit durch die Geschwindig­

keit des Vorganges 1. bestimmt sein. Diese stimmt mit der Gleichung für p u. t über­

ein, reicht aber nicht zur Erklärung der hohen Aktivierungswärme u. der fünfmal ge­

ringeren Geschwindigkeit der Reduktion aus. Vf. nimmt daher an, daß bei niedrigen Drucken die Red.-Geschwindigkeit von der Geschwindigkeit der Verdampfung des an der Grenzfläche H«/Oxyd adsorbierten H 2 in das Oxyd bestimmt ist. Bei niedrigen Drucken ist die adsorbierte Menge proportional dem Druck, infolgedessen auch die Verdampfungsgeschwindigkeit u. damit die Reduktionsgeschwindigkeit. Die gefundene Beziehung zwischen ¡i b . I wird durch diese Annahme gegeben; nach ihr ist also dio Adsorption von H 2 an Cu20 fester als die von 0 2. — Im Anhang werden Messungen der Oxydationsgeschwindigkeit von Cu bis zu 10~2 mm mitgeteilt; die Ergebnisse dieser Messungen schließen sich an die früheren im Druckbereich 2— 10 mm (1. c.) an.

(Journ. ehem. Soc., London 1931. 330— 35. Febr. Cambridge, Labor, of Physical

Chemistry.) L o r e n z .

J. A. M. van Liempt, Zur Theorie der Rekr yslallisation. Vf. versucht — unter Beschränkung auf die sogenannte „Bearbeitungsrekrystallisation“ — eine mathemat.

Theorie der Rekrystallisation zu entwickeln. Bei einer seiner Formeln, die experimen­

teller Prüfung einigermaßen zugänglich ist, sind die Ergebnisse des Experiments in recht guter Übereinstimmung mit den Forderungen der Theorie. Die Annahme, daß die Rekrystallisation sprungweise verläuft, weist Vf. zurück; nach ihm liegt ein Ex- ponentialgesetz zugrunde, das einen sprunghaften Verlauf vortäuscht. — Bezüglich aller Einzelheiten u. der mathemat. Deduktionen muß auf das Original verwiesen werden. (Ztschr. anorgan. allg. Chem. 195. 366— 86. 7/2. 1931. Eindhoven (Holland), Physikal.-chem. Lab. der Ph i l i p s-Gl ü h l a m p e n f a b r i k A .-G .) Hä r t n e r.

Karl Przibram, Rekrystallisation und Verfärbung des Steinsalzes. II. (I. vgl.

C. 1930. I. 1594; vgl. auch C. 1931. I. 3086.) Das begonnene (vgl. I, 1. c.) Rekrystalli- sationszeit-Druck-Temp.-Diagramm des gepreßten Steinsalzes wird weiter ausgebaut, и. es wird nachgewiesen, daß nach geringer Pressung (200 kg/cm2) die Ablösearbeit der Ionen wesentlich größer ist als bei hohen Drucken (2000 u. 5000 kg/cm2). Dio lineare Rekrystallisationsgesehwindigkeit bei verschiedenen Tempp. zwischen Zimmer- temp. u. 200° wird direkt mikrometr. gemessen. Sie ist bei Zimmertemp. oft tage­

lang konstant, ändert sich aber auch sprungweise (wahrscheinlich wegen inhomogener Beanspruchung der Stücke). Der nach der direkten Methode erhaltene Koeffizient G der v a nt H oF F sclien Gleichung ln 1/i = B — G/T (wo t = Rekrystallisationszeit) hat dieselbe Größe wie der nach der ersten Methode bestimmte (Beobachtung der Zeit, nach welcher sichtbare gelbe Höfe auftreten). Eine einfache Überlegung zeigt in der Tat, daß beide Methoden die l i n e a r e Rekrystallisationsgesckwindigkeit messen. — Der früher vermutete beschleunigende Einfluß schwacher Bestrahlung auf die Rekrystallisation mäßig gepreßter Stücke besteht nicht, hingegen konnte der hemmende Einfluß sofortiger starker Bestrahlung auf stark gepreßte Stücke stets be­

stätigt werden. — In Übereinstimmung mit der Auffassung der Rekrystallisation als

„empfindlicher“ Krystalleig. nach Sm e k a l, verhalten sich Schmelzflußkrystalle u.

hochgetempertes natürliches Steinsalz nach dem Pressen so, als enthielten sie im Ver­

gleich zu natürlichem, ungetemperten Steinsalz viel mehr Rekrystallisationskeime, die aber weit geringere Wachstumstendenz zeigen. (Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien Abt. Ila . 139. 255— 70. 1930. Inst. f. Radiumforschung.) Sk a l i k s.

E. Rexer, Diffusion von Natrium in Steinsalz. In der Höhlung einer durch­

bohrten Steinsalzplatte befindet sieh Na, das bei entsprechend hoher Temp. in die beiderseits angepreßten Krystallproben diffundiert (genau reproduzierbare Diffusions­

bedingungen). Nach beendeter Diffusion werden die Krystalle in Platten gespalten, welche makroskop. (Farbe, Eindringtiefe) u. ultramkr. untersucht werden. — U n - g e t e m p e r t e Krystalle zeigen nach der Diffusion charakterist. (meist braune bis grüne) Färbungen. Die Farbintensität nimmt mit zunehmender Entfernung von der Eindringfläche stetig ab. In der Nähe der natürlichen Begrenzungsflächen tritt nach

234*

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3 6 4 8 A , . A t o m s t b ü k t u b . R a d i o c h e m i e . P h o t o c h e m i e . 1931. I.

dem Abfall der Intensität auf Null plötzlich eine im allgemeinen scharf begrenzte, stark rot gefärbte Grenzschicht auf. Ultramkr. zeigt sich eine sehr unregelmäßige Anordnung der kolloiden Na-Komplexe (dichte Besetzung längs innerer Kanäle u.

Spalten, wolkenförmigc Anordnungen usw.). Die Farbe der Teilchen ist sehr ver­

schieden. — H o c h g e t e m p e r t e Krystalle sind wesentlich gleichmäßiger u.

intensiver (meist rot bis violett) gefärbt. Die Eindringtiefe kennzeiohnete sich durch eine sehr scharfe Grenze u. ist bedeutend geringer. Die Teilchen sind fast durchweg gleicher Farbe u. äußerst regelmäßig verteilt. — Die Verss. sprechen dafür, daß keine reine Diffusion des Na im reinen Grundmaterial vorliegt, sondern daß das Na im Krystall- inneren irgendwo reagiert u. erst dann weiterdringt, werm die Rk. örtlich beendet ist. Nach den Ergebnissen von Ma t t h ä i (C. 1931. I. 3086) ist die Anwesenheit von weißen Ultramikronen (auch im mechan. u. opt. vollkommensten Krystall) bedeutungs­

voll. Die Regelmäßigkeit der Färbung von hochgetemperten Krystallen erklärt sich dann durch die beim Tempern eintretende Homogenisierung der räumlichen Ver­

teilung der Verunreinigungen. (Physikal. Ztschr. 32. 215— 16. 1/3. 1931. Halle (Saale),

Inst. f. theoret. Physik.) Sk a l i k s.

Yoichi Kidani, Krystallographische Untersuchung einiger mechanischer Eigenschaften der Metalle. III. (II. vgl. C. 1930. II. 1274.) An im Vakuum schwingenden j4Z-Ein- krystallen wird die Abhängigkeit des logarithm. Dekrements von der Amplitude der Schwingung, der Krystallorientierung u. dem Deformationszustand der Probe unter­

sucht. Das logarithm. Dekrement wächst mit wachsender Amplitude. Ein Einfluß der Krystallorientierung wird nur bei großer Amplitude beobachtet. Von größtem Einfluß sind die inneren Veränderungen des Metalles, besonders der Übergang vom elast. zum plast. deformierten ZuBtand. (Journ. Fac. Engin. Tokyo Imp. Univ. 19.

107— 13. Febr. 1931. Tokyo, Univ.) Hü n i g e r.

Yoichi Kidani, Krystallographische Untersuchung einiger mechanischer Eigen­

schaften der Metalle. IV. (III. vgl. vorst. Ref.) Einige mechan. Eigg. von Metallen werden diskutiert unter dem Gesichtspunkte, daß bei Belastung eines Krystallaggregats Gleitung in den einzelnen Körnern in verschiedenem Maße eintritt entsprechend ihrer Krystallorientierung. Es werden weichgeglühte Metalle wachsender Belastung aus­

gesetzt u. nach der Methode der gedämpften Schwingung untersucht. Durch das Nebeneinander von plast. u. elast. deformierten Körnern werden elast. Hysterese, elast. Nachwrkg. u. Kaltbearbeitungseffekt erklärt. (Journ. Fac. Engin. Tokyo Imp.

Univ. 19. 115— 29. Febr. 1931. Tokyo, Univ.) Hü n i g e r. A ,. A tom struktur. R ad ioch em ie. P h otoch em ie.

E. Schrödinger, Spezielle Relativitätstheorie und Quantenmechanik. (Sitzungsber.

Preuß. Akad. Wiss., Berlin 1931. 238— 47. 16/4. 1931. Berlin.) Le s z y n s k i. L. Landau und R. Peierls, Erweiterung des Unbestimmtheitsprinzips fü r die relativistische Quantentheorie. Im relativist. Gebiet sind alle in der Wellenmechanik auftretenden physikal. Größen im allgemeinen nicht mehr definierbar. (Ztschr. Physik 69. 56— 69. 23/4. 1931. Zürich, Eidg. Techn. Hochsch., Physikal. Inst.) Le s z y n s k i.

W. Elsässer, Zur relativistischen Wellenkinematik. I. (Ztschr. Physik 69. 1—18.

23/4. 1931. Berlin.) Le s z y n s k i.

Sisirendu Gupta, Momenten- und, Virialgleichung in der Diracschen Wellen- mechanik. (Ztschr. Physik 68. 573— 76. 7/4.1931. Caleutta, Univ. Coll. of Science.) Le s z.

H. Ludloff, Zur Frage der Nullpunktsentropie des festen Körpers vom Standpunkt der Quantenstatistik. I. Diskussion des experimentellen Materials über die Nullpunkts­

entropie. (Ztschr. Physik 68. 433— 45. 7/4. 1931. Breslau.) Le s z y n s k i. H. Ludloff, Zur Frage der Nullpunktsentropie des festen Körpers vom Standpunkt der Quantenstatistik. II. Die Formeln für die Entropie des festen Körpers in der Fermi- statistik. (I. vgl. vorst. Ref.) (Ztschr. Physik 68. 446— 59. 7/4. 1931. Breslau.) Le s z.

H. Ludloff, Zur Frage der Nullpunktsentropie des festen Körpers vom Standpunkt der Quantenstatistik. III. Zur prinzipiellen Frage der Mekrfachheit des untersten Energie­

zustandes. (II. vgl. vorst. Ref.) (Ztschr. Physik 68. 460— 92. 7/4. 1931. Breslau.) Le s z. Erik Rudberg, Energieverluste von Elektronen in Kohlenmonoxyd und Kohlen­

dioxyd. I n Fortsetzung früherer Unterss. (vgl. C. 1931.1. 891) wurden die charakterist.

Energioverluste von Elektronen in CO u. C02 untersucht. Die Energieverteilung der Elektronen nach Passieren dieser Gase zeigt mehrere deutliche Maxima, die für ver­

schiedene Spannungen u. Drucke gemessen wurden. (Proceed. Roy. Soc., London Serio A. 130. 182— 96. 2/12. 1930. Stockholm, N oB E L -In st.) Wr e s c h n e r.

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1931. I. At. A t o m s t b u k t u e . R a d i o c h e m i e . P h o t o c h e m i e . 3649 J. Chadwick, J. E. R. Constable und E. C. Pollard, Künstliche Zertrümmerung durch a-Teilchen. Mittels Röhrenverstärker (vgl. O e t n e e u. S t e t t e e , C. 1929.

II. 830) werden die Protonen beobachtet, die beim Beschießen dünner Folien oder auf Goldfolie aufgestäubter Pulver mit a-Teilchen von Po in Richtung der einfallenden Strahlen u. senkrecht dazu ausgelöst werden. Untersucht werden: Li, B, 0, N, 0 , F, Na, Mg, Al, Si, P u. S. Mit Sicherheit werden Protonen beobachtet bei B, N, F, Na, A l u. P. Da aber nur Protonen großer Reichweite untersucht wurden, so besagt dieser Befund noch nicht, daß die ändern untersuchten Elemente durch a-Teilchen nicht zertrümmert werden können. Außer bei F u. Na wurden zwei bestimmte Gruppen von Protonen gefunden. Die anschließenden theoret. Erörterungen (Emission von Protonen ohne u. mit Einfangen von a-Teilchen) sind bereits C. 1930. II. 1944 referiert.

Nun ist im vorliegenden Falle wegen der experimentellen Bedingungen die Entscheidung zwischen kontinuierlichem u. Linienspektrum nicht einfach zu treffen. Unter der wahrscheinlichen Annahme, daß die Protonen des Linienspektrums nahezu gleich­

mäßig nach allen Richtungen emittiert werden, wird die Erkennung des Linienspektrums ermöglicht. Die genaue Messung der oberen Grenze des kontinuierlichen Spektrums u. die des Linienspektrums erlaubt nun eine Schätzung der Werte der Energie­

niveaus des Protons u. des a-Teilchens im Kern. — Unter der Annahme, daß der Atom ­ kern aus einer — möglichst hohen — Anzahl von a-Teilchen, von Protonen u. Elek­

tronen besteht, ergibt die Auswertung der Vers.-Ergebnisse in Anlehnung an Gedanken von Gamow (vgl. C. 1930. I. 3527) folgendes: Bei B müssen die beobachteten Atom­

zertrümmerungen dem B 10 zugeschrieben werden; wenn B u zertrümmert werden kann, so sind jedenfalls die emittierten Protonen in den Beobachtungen der Vff.' von den Protonen des B 10 nicht zu trennen. Die B 10-Keme geben bei der Zertrümmerung Be9 (ohne Einfangen des a-Teilchens) bzw. unter Einfangen des a-Teilchens C13. Da zwei verschiedene Arten des Einfangens beobachtet werden, müssen zwei verschiedene C13-Kerne gebildet werden. Es wird angenommen, daß die Atomzertrümmerung, die mit einer Energie-Änderung von 0 ,2 -108 E-Volts, verknüpft ist, zu einem angeregten C13-Kern führt, der unter Ausstrahlung einer y-Strahlung von h v = 3 -108 E-Volts (wie sie von B o t h e u. B e c k e e , C. 1930. II. 2486 auch beobachtet wurde) in den stabilen Kern übergeht, der bei der Zertrümmerung mit einer Energieänderung von з ,2 -108 E-Volts entsteht. Bei der Zertrümmerung ohne Einfangen eines a-Teilchens, beträgt die Energieänderung — 1,4-108 E-Volts. Falls bei der Zertrümmerung keine Änderung der Kemniveaus eintritt, so ist das Protonenniveau des B 10-Kems bei

— 1,4-108 E-Volts. Vff. nehmen an, daß beide Protonen sich in diesem Niveau befinden.

Der gesamte Energiedefekt des B 10-Kems ist etwa 6 -108 E-Volts. Die Differenz zwischen dem totalen Defekt u. dem Defekt der Protonen wird den beiden a-Teilchen zu­

geschrieben werden; über das Verh. der Elektronen im Kern ist nichts Sicheres aus­

zusagen. Die a-Teilchen des B 10-Kerns sind also in einem Niveau von — 1,6 • 10° E-Volts anzunehmen. — Die Zertrümmerung des B-Kem s unter Einfangen des a-Teilchens kann so beschrieben werden: Das a-Teilchen wird in das stabile a-Teilchenniveau des B 10-Kerns eingefangen. Einmal kann nun unmittelbar nach dem Einfangen ein Proton unter Abgabe von 0 ,2 -108 E-Volts emittiert werden, bevor eine Niveauänderung im Kern eingetreten ist. Im anderen Falle tritt diese Niveauänderung vor der Emission des P ro to n s ein, wobei mehr Energie abgegeben wird. Diese Auffassung trägt tr o tz ihres sp ek u la tiven Charakters den B eob a ch tu n gen R ech n u n g . — Bei S tick s to ff wird eine Protonengruppe beobachtet, die einer Energieänderung von etwa — 1,3-108 E-Volts (in Übereinstimmung mit Ergebnissen von R u t h e r f o r d u. C h a d w i c k ) entspricht;

diese ist der Zertrümmerung unter Einfangen des a-Teilchens zuzuschreiben. Vff.

nehmen an, daß das Protonenniveau viel tiefer als das a-Teilchenniveau liegt. Die N-Zertrümmerung ohne Einfangen des a-Teilchens scheint solten zu sein u. führt zu C13. Der Übergang N u -C13 scheint einen Energieaufwand von etwa 3,9-108 E-Volts zu erfordern. Die Struktur des N-Kems wäre dann: 3 a-Teilchen in einem Niveau von etwa — 2 bis — 2,5-108 E-Volts u. zwei Protonen in einem niedrigeren Niveau von etwa — 3,5 bis — 4 -108 E-Volts. Dies Schema ist im Einklang mit dem ge­

messenen Massendefekt des N-Kems. — Bei Al wird im Anschluß an P o s e (C. 1930.

I. 2225) die Protonengruppe großer R e ich w eite der Resonanz zwischen a-Teilchen и. „falschen“ Kemniveaus zugeschrieben. Es ist nicht mit Sicherheit zu entscheiden, ob ein a-Teilchen nur bei Resonanz eingefangen werden kann. Bei vorsichtiger Aus­

wertung der Beobachtung ergibt sich unter Berücksichtigung des Massendefektes folgendes Bild des A l-K em s: Es bestehen zwei „falsche“ Niveaus mit 4,8 u. 3 ,9 -108

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3650 A , . A t o m s t r u k t u r . R a d i o c h e m i e . P h o t o c h e m i e . 1931. I .

E-Volts (Pose); das erste Protonenniveau ist wahrscheinlich niedriger als — 2 ,5 -10s E-Volts, das a-Teilchenniveau bei etwa — 5 -106 E-Volts. — Die Erklärung der A b ­ sorptionskurven der Zertrümmerungsprotonen von F u. Na ist schwierig. Es ist an­

zunehmen, daß die diskreten Gruppen unter den Vers.-Bedingungen nicht aufgelöst wurden. Unter der Annahme, daß die maximale Reichweite der Protonen von der Zertrümmerung durch a-Teilehen — nicht von Resonanzerscheinungen — herrührt, ergibt sich, daß im Palle des P der Energiegewinn bei der Zertrümmerung 1,8-10® E-Volts entspricht, bei Na 1,0-108 E-Volts. In beiden Fällen ist das aTeilehen eingefangen worden, entsprechend den Übergängen F 19-N22 bzw. Na23-Mg2G. — Bei P erfolgt die Zertrümmerung unter Einfangen eines a-Teilehens u. einer Energieänderung von +0,5-10° E-Volts. — Die aus den Verss. berechneten Massendefekte sind in einem Diagramm zusammengestellt; einzig bei Ne22 ist der Vergleich zwischen dem be­

rechneten Massendefekt u. dem von Aston (vielleicht nicht ganz sicher) bestimmten Wert möglich; beide Werte differieren stark. — Schließlich wird versucht, aus den Massendefekten der leichtesten Elemente Schlüsse auf die Atomzertrümmerungs­

möglichkeiten zu ziehen. Es ist noch ungewiß, ob Li u. Be zertrümmert werden können;

allgemein wäre zu erwarten, daß die Zertrümmerung um so leichter sein müßte, je leichter das Element ist. Li besteht zu 93% aus dem Isotop Li7; dies müßte bei der Atomzertrümmerung unter Einfangen des a-Teilcliens (die leichter zu beobachten ist) Be10 geben. Der Übergang Li7 — Bo10 kann nur unter Absorption einer sehr großen Energiemenge — etwa 8 -106 E-Volts — vor sich gehen. Selbst mit den schnellsten a-Teilchen ist daher die Zertrümmerung nur schwierig zu beobachten. Der Übergang Li6 — Be9 erfordert etwa 1,1-106 E-Volts. Unter günstigen Bedingungen müßte dieser Übergang beobachtbar sein. Die Sicherheit dieser Aussage ist nicht hoch, da die Massen­

defekte nicht genau genug bekannt sind. Der Übergang Be° — B 12 erfordert die Zufuhr von wenigstens 2-10° E-Volts. (Proceed. R oy. Soc., London Serie A 130. 463— 89.

3/2. 1931.) _ Lo r e n z.

R. de L. Kronig und W . G. Penney, Quantenmechanik von Elektronen in Krystall- gittem. (Procced. Roy. Soc., London Serie A 130. 499— 513. 3/2. 1931. Groningen,

Univ.) Lo r e n z.

B. M. Sen, ß-ümwandlung. Auf relativist. Grundlage läßt sich mit Fe r m i- D iR A C -S tatistik berechnen, daß die Zahl der Teilchen innerhalb des Atomkerns, die die zur Überwindung der Potentialschwelle nötige Energie besitzen, mit der Temp.

innerhalb des Kerns anwächst, u. — mit gewissen Einschränkungen — daß die radio- akt. Eigg. eine direkte Folge der wachsenden Ordnungszahl sind. (Nature 127. 523.

4/4. 1931. Bengal, Rajshalis Coll.) Lo r e n z.

P. Curie, Vier die Beziehung zwischen der Emission von a-Strahlen großer Reich­

weite und von y-Strahlen. Theoret. Unterss. über die Entstehung der a-Strahlen über­

normaler Reichweite bei RaC" u. ThC'. Im Anschluß an Unterss. von GaMOW (vgl.

C. 1931. I. 1236) wird eine erweiterte Formel abgeleitet. Theorie u. Erfahrung sind noch nicht in befriedigender Übereinstimmung. (Compt. rend. Acad. Sciences 191.

1055— 58. 1/12. 1930.) Wr e s c h n e r.

Alois F. Kovarik, Actinouran und das Verhältnis von Actinium zu Uran in Mineralien. (Vgl. C. 1931. I. 1066.) Auf Grund der vom Vf. (C. 1929. II. 2656) zur Berechnung des Alters radioakt. Mineralien gegebenen Gleichungen gelangt Vf. zu dem Schluß, daß AcU wahrscheinlich ein unabhängiges U-Isotop mit einer Halbwertszeit von 2 ,7 -108 Jahren ist; es scheint ein bestimmtes Mengenverhältnis A c U :U zu be­

stehen, das mit zunehmendem Alter der Mineralien abnimmt. (Science 72. 122— 25.

1/8. 1930. Yale Univ., Sloane Lab.) Lo r e n z.

J. H. Jeans, Über den Ursprung der kosmischen Strahlung. Die Frequenz v der Strahlung kann abgeleitet werden von deren Absorption /t mittels der Formel von Kl e i n u. Ni s h i n a. Nach dieser Formel wird Absorption erzeugt durch Streuung an freien Elektronen, im Falle der "/-Strahlen muß man alle Außenkemelektronen als frei behandeln, da ihre Oscillationsperiode lang ist im Vergleich zur Periode der ein­

fallenden Strahlung. Die Kernelektronen u. Protonen haben „Oscillationsperioden“

in Größenordnung der y-Strahlen, sie sind daher nicht als frei zu betrachten, es sei denn, daß die einfallende Strahlung von weit kürzerer Periode ist als y-Strahlung.

Solche Strahlung ist die kosm., daher werden alle Elektronen in Rechnung gezogen, der Einfluß der Protonen ist sehr gering. Die Absorption des W. für kosm. Strahlung ist etwa als 80% höher anzunehmen als man üblicherweise berechnete. Vf. prüft die Annahme von Mi l l i k a n, nach der die beiden härtesten Strahlen der kosm. Strahlung

(7)

1931. I . A t . A t o m s t r u k t d b . R a d i o c h e m i e . P h o t o c h e m i e . 3651 ihren Ursprung in der Synthese des Eisens haben. Dann müßten diese beiden Strahlen aber wesentlich weicher sein. Nach Auffassung des Vf. kann nur die Vernichtung von Materie der Ursprung kosm. Strahlung sein. (Nature 127. 594. 18/4. 1931.

Dorking.) ÜARDTMANN.

P. Clausing, Über dieSlrahlformungbei der Molekularströmung. (Vgl.C. 1930.1. 3401.) Vf. behandelt die Theorie der Molekularströmung durch eine kurze Röhre in ein leeres Gefäß. Vorausgesetzt wird, daß die freie Weglänge groß gegen die Abmessungen der Röhre ist, u. daß die M oll, an den Wänden diffus reflektiert werden. Dio Verss. von Ma y e r (C. 1930. I. 170) sind mit den Rechnungen nicht in Einklang. Vf. schließt, daß diese Vers.-Ergebnisse (ihre Realität vorausgesetzt) dadurch zustande gekommen sind, daß die Moll, an den Wänden spiegelnd reflektiert werden. (Ztschr. Physik 66.

471— 76. 17/12. 1930. Eindhoven, Natuurkundig Labor, d. N. V. Philips Gloeilampen-

fabriken.) ElSENSCHlTZ.

G. Wataghin, Über das Abfangen von Elektronen durch Ionen. Quantentheoret.

Betrachtungen zu den Verss. von Da v i s u. Ba r n e s (vgl. C. 1930. I . 3003.) (Atti R. Accad. Lincei [Roma], Rend. [6] 11. 993— 97. 1930.) Wr e s c h n e r.

Johann Fischer, Beiträge zur Theorie der 'Absorption von Röntgenstrahlen. Dio Arbeit behandelt: 1. dio Riehtungsvertoilung der emittierten Elektronen, die durch den winkelabhängigen Bestandteil der gestörten Eigenfunktion bestimmt ist, u. 2. die Gesamtwahrscheinlichkeit der Anregung (Berechnung der Absorptionskoeffizienten).

Die Retardierung der elektromagnet. Kräfte wird berücksichtigt. Dio Absorption in der K - u. L-Scliale wird berechnet u. mit der Erfahrung verglichen. (Ann. Physik [5] 8. 821— 50. 1/4. 1931. Zürich, Inst. f. theoret. Physik, d. Univ.) Sk a l i k s.

Adolf Karlsson, Die Qitierkonstante hochmolekularer, gesättigter Fettsäuren nebst den 'Röntgenspektren innerhalb der K - und L- Reihen, bei einigen niedrigeren Elementen.

Im Vakuumspektrometer wurden die Gitterkonstanten folgender Verbb. gemessen:

Laurostearinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Cerotinsäure, Pb(C21H(sl0 2)2, Pb- (C32He30 2)2, Pb-Laurat, Pb-Palmitat. — In einem Hochvakuumspektrographen neuester Konstruktion wurden die ¿-Serien folgender Element© bestimmt: Zn, Cu, Ni, Co, Fe, Mn, Cr, V, ferner die /ia-Linien von Na, F, O, N. (Ark. Matemat. Astron. Fysik Serie A. 22. Nr. 9. 23 Seiten. 1930. Uppsala, Pliysikal. Inst.) Sk a l i k s.

Ina Wennerlöf, Präzisionsmessungen in den K - und L-Serien an den Elementen 29 Cu, 50 Sn und 68 Er bis 75 Re. Die Messungen bilden eine F orts, der Arbeiten von Fr i m a n (C. 1927. I. 850) u. We n n e r l ö f (C. 1928. I. 2349); sie werden aus­

geführt mit dem Si e g b a h nsehen Tubusspektrometer, das mit einem neuen Tubus (Abb.) versehen ist, um auch Messungen im Vakuum ausführen zu können. Bestimmt werden die ¿-Serien von Re, Ta, Cp, Ad, Er u. Sn, ferner einige Linien der l i -Serie von Cu. (Ark. Matemat. Astron. Fysik Serie A. 22. Nr. 8. 20 Seiten 1930. Uppsala,

Physikal. Inst. d. Univ.) Sk a l i k s.

J. S. Foster, Energieniveaus von Atomen im elektrischen Feld. Die Beobachtung von Is h i d a (C. 1930. II. 3114), daß Aufspaltungsniveaus im St a r k-Effekt bei gleichem m sich nicht überschneiden, sondern sich nähern u. dann zurückgehen, wird bestätigt.

Bei gleichem m (me — 0) u. gleichem n, den Ne-Linien 2 p9— 7 d\ u. 2 p9— 7 ss zeigt sich derselbe Effekt nach einer maximalen Annäherung auf 25 cm-1 . — Die Beob­

achtungen von Is h i d a über Durchbrechung d er Auswahlregel A m = 0 ± 1 werden störenden Effekten (Feidverzerrungen) in d er L o SuR D O -R öh re zugeschrieben. Ferner wird das Erscheinen v o n Linien bei hohen F old e rn als Fortsetzung von bei mittleren Foldstärken verschwundenen gedeutet, nicht neuen Kombinationen. (Nature 126.

845. 29/11. 1930. Montreal, Mc Gill Univ.) Be u t l e r. Robert S. Mulliken, Beziehungen der j-Werte der Atome zu den Quantenzahlen der Moleküle, mit Anwendungen auf die Halogene, die Erdalkalihydride und die Alkalimetall­

moleküle. (Betreffs der Bezeichnungen siehe C. 1931. I. 739.) Die Vereinigung zweier Atome mit gegebenen J-Werten u. stark gekoppeltem L u. S zu einem Mol. nach dem Schema des Fall c) wird untersucht. Regeln werden gewonnen zur Best. der ß-W erte u. der Symmetrieverhältnisse der entstehenden Mol.-Terme. Q entsteht aus den Pro­

jektionen M x (bzw. M 2) von Jx (bzw. J 2) der Atomo auf die Kernverbindungslinie.

Für Atomo verschiedener Elemente u. Atome gleicher Elemente im selben (in bezug auf a l l e Quantenzahlen n, L, J, M ) Zustande ist: Q — | M x + M 2 | für Q > 0;

für Q — 0 ist zu unterscheiden zwischen 0+- u. 0 “ -Termen u. zwar: entsteht -0 = 0 aus M 1 ~ M 2 = 0, so folgt ein 0 +- oder 0~-Term, entsteht „0 = 0 aus M x = —M 2, so folgt ein.O+- u. ein 0~-Term. Für gleiche Atome ist jeder Term noch als gerade

(8)

3652 A , . A t o m s t r ü k t ü r . R a d i o c h e m i e . P h o t o c h e m i e . 1931. I.

oder ungerade zu bestimmen. Für gleiche Atome in ungleichen Zuständen (nicht 4 Quantenzahlen gleich) zerfällt dagegen jeder der erhaltenen Terme in je einen geraden u. einen ungeraden. — In Tabellen u. Beispielen (J2) werden diese Regeln veranschau­

licht. Es ergibt sich, daß die Zuordnung der Mol. -Terme zu den Zuständen der getrennten Atome von der energet. Reihenfolge der Terme abhängt, also deren Kenntnis voraus­

setzt, dagegen nicht rein theoret. durchführbar ist. Die Zuordnung wird durch Ver­

gleich mit den Regeln von H u n d u. W ig n e r u. W itm e r für die Fälle a) u. 6) durch­

geführt. Dazu wird die Vorstellung verwendet, daß bei Vorliegen dieser Kopplung im n. Kernabstand sich bei r'^>rc der Fall c) einstellt u. umgekehrt ein Fall c) im n.

Abstand für r < rc in a) oder &) übergeht. — Für J 2 wird das Schema der tiefen Terme aufgestellt mit dem 0 'l'-Term aus 3/7u, der für die opt. Absorption wichtig ist. Der Term B von P rin g sh eim u. R o s e n wird einem aus J+ u. J~ gebildeten Mol. zu- geschrieben. Für die Halogenmoll. (z. B. F 2: 1 s o2 2 p a2 2 s a- 3 p o- 2 p n* 3 d o3 3d n*) wird angenommen, daß die letzten 10 Elektronen aus den zweimal p5-Elektronen der n. Atome stammen, von denen nur jedesmal vier (3 d rf1) emporgerückt („promoted“ ) sind u. so das übereinstimmende Verh. bewirken. Für die Hydride des Hg, Cd u. Zn wird die wahrscheinliche Zuordnung gegeben, ebenso für Cs2, K 2, Na2, deren 1S U u.

1JTn aus 2P*/, + "S gebildet werden. Es ergeben sich Schwierigkeiten für die Behand­

lung der Moll, leichter Elemente nach dieser Methode, da dann die (L, 5 )-Kopplung schwach ist; außerdem können stets die U(r)-Kurven durch Kreuzung Komplikationen geben. (Physical Rev. [2] 36. 1440— 50. 1/11. 1930. Univ. of Chicago, Ryerson Physic.

Lab.) B e u t l e r .

S. Meiring Naud6 und Andrew Christy, Die Schwingungs- und Rotationsanalysc der Schwefelbanden (<S'2). Das Absorptionsspektrum des <SVDampfes wird in einer Quarzzello bei 700° mittels H 2-Lampe im H i l g e r ^ - Quarzspektrographen u. in erster Ordnung eines 6 m-Gitters gemessen. Zur Rotationsanalyse dienen Emissions- aufnahmen in 3. Ordnung des 6 m- Gitters. Die Schwingungstermanalyse bestätigt im wesentlichen die Zuordnung von Ro s e n. Prädissoziation beginnt beim Term v‘ = 10, ergibt in Absorption Diffusität, in Emission F eh len der Banden. Auch die 9 — >- 0- Bande fehlt in Emission, wohl infolge geringer Übergangswahrscheinlichkeit gemäß der FRANK-CONDON-Parabel. Von v1 = 10 bis v' — 15 nimmt die Diffusität ab, steigt bei v' = 16 stark an. — Die Analyse der Feinstruktur wird in Emission an den Banden 9-— >■ 1, 7 — y 0, 8 — y 1, 9-—->-2 u. 7 — y 1 mit 0,8 A/mm Dispersion durch­

geführt, viele Linien sind nicht völlig aufgelöst. Für hohe Quantenzahlen sind je 3 P- ii. 3 Q-Zweige erkennbar, die ungefähr gleiche Intensität zeigen u. auf einen 32 ---- 3Z1- Übergang schließen lassen. In Analogie zu den SCHUMANN-RUNGK-Banden des 0 2 wird — y 32 u~ vermutet. Die Konstanten betragen; BJ — 0,319 cm-1 , B r" = 0,414 cm- 1 ; re' — 0,573, rc" — 0,503-10~8 cm. Die Rotationsfolge in v' — 9 ist infolge der nahen Prädissoziation gestört. Die Rotationslinien zeigen „ausfallende“ Inten­

sitäten, dem S32-Atome ist folglich der Kernspin I — 0 zuzuordnen. Im G ru ndterm fallen die Niveaus mit geraden K -Werten aus, im oberen Term die mit ungeradem K - ebenso wie in den analogen 0 2-Banden. Diese Ergebnisse zeigen große Abweichung von der Analyse, die Ro m p e (C. 1931. I . 416) gegeben hat, beanspruchen aber eine größere Genauigkeit. Nur einige schwächere Satelliten-Banden-Köpfe aus Absorptions­

aufnahmen konnten nicht eingeordnet werden — sie gehören vermutlich zu einem anderen Elektronenübergang. — Weitere Banden, die Gi l l e s. (C. 1929. II. 1506) u . VAN Id d e k i n g e (C. 1930. II. 1335) dem S„ zuordneten, gehören dem CS an, das als Verunreinigung dort anwesend war- (Physical Rev. [2] 36. 1800— 1801. 15/12.

1930. Chicago, Univ., Ryerson Physic. Lab.) Be u t l e r. John J. Hopfield, Neues UUravioleUspeldrum des Heliums. (Vgl. C. 1930. II.

1659. 1931. I. 895.) Mit einem Vakuumspektrographen mit 50 cm Konkavgitter von 1180 Linien pro cm werden Aufnahmen im extremen Ultraviolett von einer Ent­

ladung durchgeführt, die in 1 m langem, 1 cm weitem Glasrohr in reinem He oder mit ca. 10~3 mm Beimengung von H 2, N2 oder 0 2 gebrannt wurde. Die He-Linien wurden neu vermessen; vom Grundterm l 1 Sa führen zu: 2 3P : 591,406 A ; 2 1P : 584,328 A ; 3 1P : 537,014 A u. folgend in dieser Serie: 522,186; 515,596; 512,07; 509,97;

508,63; 507,71; 507,08 u. 506,56 zu 11 lP . Die Konstanten des He-Atoms werden dadurch: Seriengrenze 198 314,4 ± 5 cm- 1 ; Ionisierungsspannung: 24,465 V ; Resonanz- Potential 21,112 V ; metastabiler Zustand 2 3S1: 19,726 Volt. Die Linie 601,418 Ä (1 — 2 1<S; 20,518 V) von Kr u g e r wird bestätigt. Die beiden ersten Resonanz­

linien werden selbstumgekehrt in 4 Ordnungen erhalten u. vermessen. Außerdem

(9)

1981. I . A i . A t o m s t r u k t ü r . R a d i o c h e m i e . P h o t o c h e m i e . 3653 treten in der Bogenentladung einige schmale Banden ohne Struktur (bei höherem He-Druck stärker) auf: Von 664,3 bis 661,3

A

nach Violett abschattiert, bei 649,5 bis 649,0

A,

von 604,87 bis 598,74 nach R ot abschattiert, bei 584,8 u. bei 537,2 Ä nach Violett abschattiert. Oscillierende Entladung ergibt eine andere Emission: Die Linien treten zurück, das bekannte He2-Bandenspektrum erscheint; im Ultraviolett treten die Bandenmaxima bei 600, 649 u. 642 Ä u. das „erste Kontinuum“ , das von 662 Ä bis zu 537

A

verfolgt werden kann, zurück. Dagegen wird das „zweite Kontinuum“ , das von 750 A nach R ot (in der Bogenentladung) sich erstreckte, viel intensiver u.

reicht von 1125 A bis über 537 A hinaus.. Aufnahmen dieser Spektren u. der A b­

sorptionen von H 2 u. 0 2 auf dem Kontinuum sind zwischen 500 u. 1900 A reproduziert, teilweise mit Photometerkurven. Die Ergebnisse wurden C. 1931. I. 895 referiert.

Als Deutung des „ersten Kontinuums“ u. der dabei erscheinenden Banden wird eine lose Verbindung von angeregten He-Atomen mit normalen angegeben. Dagegen sei das „zweite Kontinuum“ , mit dem die sichtbaren He2-Banden erscheinen, durch eine Mol.-Verb. zwischen 2 angeregten (2 3S ?) He-Atomen verursacht. Dieses werde aus­

gestrahlt, wenn das angeregte Mol. in den unstabilen Endzustand übergeht. Dabei könnten 39 V (300 Ä entsprechend) emittiert werden, der Betrag an kinet. Energie der Atome beim Zerfall erzeugt die nach R ot liegenden Teile. Es wird vermutet, daß das violette Ende des Kontinuums bei ca. 600 A nur durch das begrenzte Reflexions­

vermögen des Gitters bewirkt wird. (Astrophysical Journ. 72. 133— 45. Okt. 1930.

Univ. of California.) B e u t l e r .

C. J. Humphreys, Interferenzmessungen in den Bogenspektren von Krypton und Xenon. (Journ. Franklin Inst. 210. 823— 24. Dez. 1930. Washington, Bureau of

Standards. — C. 1931. I. 419.) Be u t l e r.

Bengt Edl&a und John Stenman, G IV-Linien im sichtbaren und nahen ultra­

violetten Spektralgebiet. Das Termsystem von G I V . (Vgl. C. 1931. I. 2722.) Das in C. 1930. II. 2995 aus den Linien im extremen Ultraviolett aufgestellte Termschema des C IV-Spektrums wird dadurch geprüft u. präzisiert, daß die Kombinationen zwischen den 4-, 5- u. 6-quantigen Termen im Sichtbaren u. Ultraviolett aufgenommen u. ver­

messen werden. Lichtquelle ist ein Vakuumfunken zwischen Stäben aus Ac h e s o n- Grapbit, der mit (durch Ventilröhren) gleichgerichteter Spannung von 60 000 V bei 0,035 Amp. mit 0,18 M F Kapazität betrieben wurde. Die Ionisation in der Funkon- strecke (1 mm) wurde durch Einschalten einer Selbstinduktion variiert u. so die Unter­

scheidung von C II-, C H I- u. C IV-Spcktrallinien durchgeführt. Aufnahme mit Hi l g e r E 1-Quarzspektrograph in 5— 30 Min., Vermessung auf 0,2 A Genauigkeit in Rot, 0,02 A im Ultraviolett. Zwischen 5812 A u. 2404 Ä werden 11 Linien nach Wellenlänge u. Zuordnung angegeben; am intensivsten sind 2529,97 A 4 2F— 5 2G u.

2524,40 A 4 -D— 5 *F, folgend 4658,64 A 5 2G— 6 m u. 5801,51 A 3 2£'V,— 3 -P>/..

Das Termsystem wird genauer festgelegt, als es aus den Linien zwischen 300 u. 1550 A möglich war. Die niedrigsten Terme liegen bei den Werten:

2S‘i,: (Grundterm) n = 2: 520 187,2 c n r 1; 3 : 217 339,7 cm "1; 4 : 118 869,8 cm“ 1

"P lh-. n = 2: 455 703,3 cm“ 1; n = 3 : 200 139,1; re = 4: 111 861,5 c m '1 2jPV»: n = 2 : 455 595,6 cm“ 1; n = 3 :2 0 0 107,6; n = 4:1 1 1 848,4 cm“ 1

•D : re = 3: 195 298,6 cm- 1 ; re = 4 :1 0 9 853,9; n = 5 : 70 284,8 c m -1

“F : re = 4 :1 0 9 743,7 cm“ 1; re = 5: 70 229,4; re = 6: 48 773,3 c m -1 2Ö :re = 5 : 70 229,4 c m -1; re = 6 : 48 770,3;

2H : n = 6: 48 769,9 cm-1 .

Aus diesen Termen werden weitere noch unbeobachtete Linien als Kombinationen berechnet u. in einer Tabelle angegeben. Die Spektren zwischen 6500 u. 2200 A mit verschiedener Selbstinduktion sind in Reproduktionen wiedergegeben. Die Spektro- gramme zeigen zahlreiche Linien von C I I u. C H I, deren Einordnung noch nicht möglich ist. (Ztschr. Physik' 66. 328— 38. 3/12. 1930. Uppsala, Physik. Inst. d.

Univ.) Be u t l e r.

M. N. Saha und S. C. Deb, Farben anorganischer Salze. Die Absorptionsspektra von CrCl3- u. FeCl2-Dämpfen werden bei 1000— 1400° aufgenommen. CrCl3 zeigt eine Anzahl Banden bei 4100

A,

FeCl2 bei 4350

A.

Diese Banden werden dem Cr+++- bzw. Fe+++-Ion zugeschrieben u. rühren von magnet. Übergängen in den dz- u. # - Gruppen her. Die kontinuierliche Absorption erstreckt sich bei beiden Salzen von 3000 Ä bis zur Grenze des untersuchten Gebiets (2200 Ä). Diese Absorption wird im Gegen­

satz zu der Ansicht von F r a n c s der kontinuierlichen Absorption des Cl_ -Ions zu- geschrieben. (Nature 127. 485. 28/3. 1931. Allahabad, Univ., Dept. of Phys.) L o r e n z .

(10)

3 6 5 4 A , . A t o m s t r u k t ü r . R a d i o c h e m i e . P h o t o c h e m i e . 1931. I .

H. Ley und B. Arends, Die Absorption des Carbonylchromophors im kurzwelligen Ultraviolett. (Vgl. C. 1929. II. 1134.) Im Anschluß an die in der vorläufigen Mitt.

beschriebenen Verss. zur Festlegung der Absorption der Carboxylgruppe im kurz­

welligen Ultraviolett messen Vff. die charakterist. Absorption der Carbonylgruppe zu­

nächst an Aceton im kurzwelligen Ultraviolett. Für homogenes Aceton wird in Über­

einstimmung mit Messungen von R ic e im langwelligen Ultraviolett / max bei 274,5 m/i gefunden. Anwendung eines Vakuumspektrographen mit Flußspatoptik gestattet an­

scheinend erstmalig die Festlegung des Minimums der Kurve homogenen Acetons bei 2115 Ä. Die Werte stimmen mit Messungen von H e n r i (Ber. Dtsch. clicm. Ges. 46 [1913]. 3627) genügend überein. An kleinen Schichtdicken (100— 2,4 /t) wurde auch ein Teil des ansteigenden Astes der kurzwelligen Bande untersucht. Die Meßpunkte zwischen log e = 1,26— 2,56 liegen auf der gleichen Kurve wie dio einer Hexanlsg.

von Aceton, ermittelt mit Hilfe des Vakuumspektrographen bei 100 fi Schichtdicke.

Das Maximum der kurzwelligen Bande wurde bei etwa 1870 A (log e etwa 2,95) gefunden.

Messungen von wss. Acetonlsgg. bei kurzen Wellen mit Flußspatoptik ergeben unter­

halb 216 m/i wohl infolge sehr geringer Dispersion der benutzten Apparatur weniger guten Anschluß an die Werte H e n ris . Minimum bei 2120 A. Kurzwelliges Maximum konnte infolge Störung durch Eigenabsorption des W. u. Photolyse nicht erreicht werden. Die Kurve schneidet bei 2050 Ä die homogenen Acetons, im Gebiete größerer Extinktionen ist die Absorption des kurzwelligen Bandes beträchtlich nach kürzeren Wollen verschoben, im selben Sinne, wie es in Lösungsmm. mit zunehmendem Dipol­

charakter für das langwellige Acetonband beobachtet wurde. Dieser Befund schließt die Annahme G. S c h e ib e s (C. 1927. I. 980) aus, daß das kurzwellige Band der Carbonylgruppe durch Lösungsmm. eine Verschiebung im entgegengesetzten Sinne erfährt u. positiven Chromophorteilen (den Elektronen des Kohlenstoffs) zugeordnet werden kann. Vff. diskutieren ihre Versuchsergebnisse zunächst hinsichtlich der An­

schauungen K. L. Wo l f s (C. 1929. II. 11) über den Bau der Carbonylgruppe. Der geschätzten Intensität emax der kurzwelligen Bande von 104 bis 105 steht der tat­

sächliche Wert ~ 103 gegenüber. Die Beobachtung der Photolyse des Acetons, welche von Vff. besonders in wss. Lsg. u. bei kurzwelliger Strahlung unterhalb 200 m/t be­

sonders intensiv befunden -wurde, ist mit Wo l f s Annahmen vereinbar. Um die Wrkg. der Photolyse möglichst herabzumindern, wurde bei allen Messungen für jede Spektralaufnahme neue Fl. eingefüllt. Für Verbb. mit zwei Chromophoren, nie Mesityl- oxyd u. Phoron, wird vorgeschlagen, das kurzwellige Band dem konjugierten System als neuem oder stark deformierten chromophoren System zuzuordnen. Das von H e n r i (Ber. Dtsch. ehem. Ges. 46 [1913]. 3641) untersuchte Maximum der langwelligen Bande von Acetonylaceton weicht hinsichtlich Wellenlänge von dem des Acetons nicht ab, die Intensität eniax ist aber auf den achtfachen Betrag gestiegen. Das kurzwellige Band des Acetonylacctons ist gegenüber Aceton nach langen Wellen verschoben, bei etwa gleicher Intensität. (Ztschr,. physikal. Chem. Abt. B. 12- 132— 38. Febr. 1931.

Münster, Chem. Inst. d. Univ.) , SlGMUND.

H. Büchner, W . Gerlach und E. Rupp, Bemerkung zu der Abhandlung van E. Rupp: „Über das magnetische Verhalten der Phosphore.“ (Vgl. C. 1926. I. 1628.) Dio 1. c. angegebene Ableitung der Methode zur Messung der Susceptibüität ist nicht einwandfrei u. wird berichtigt. Ferner dürften die mitgeteilten Atomsusceptibilitäten der Cu- u. Bi-Phosphore sehr unsicher sein. (Ann. Physik [5] 8. 874— 76. 1/4. 1931.

München, Physikal. Inst. d. Univ.; Berlin, Forschungsinst. d. AEG.) Sk a l i k s. Gr. Gopala Rao und N. R. Dhar, Untersuchungen über die Photosynthese im tropischen Sonnenlicht. Teil I. Den Vff. ist der Nachweis geglückt, daß unter d er Einw.

des Sonnenlichtes aus CO, bei Ggw. geeigneter Katalysatoren Formaldehyd u. CO gebildet wird. Für die Red. zu Formaldehyd sind geeignete Photokatalysaloren: Chloro­

phyll, Methylenblau, Malachitgrün, Methylvrange, Ferrihydroxydsol, Uranylnitrat, Cr- u. Cu-Sulfat. Die Red. zu CO geht in Ggw. von Chlorophyll vor sich. Auf die Bedeutung der Verss. für d io B A Y E R sche Theorie der Photosynthese wird hingewiesen. (Journ.

physical Chem. 35. 1418— 23. Mai 1931. Allaliabad, Univ., Chem. Lab.) Le s z y n s k i, G. Gopala Rao und N. R. Dhar, Untersuchungen über die Photosynthese irri tropischen Sonnenlicht. Teil II. (I. vgl. vorst. Ref.) Aus NaHC03 bildet sich photo- ehem. Formaldehyd, u. zwar in geringen Mengen schon ohne die Ggw. von Katalysatoren, in etwas höherer Menge bei Ggw. von kolloidalem Fe-Oxydhydrat oder Co-Carbonat u.

in beträchtlicher Menge bei Ggw. von Ni-Carbonat. Die Bldg. von Kohlenhydraten wird in geringer Menge bei Ggw. von Fe-Oxydhydrat, in beträchtlicher Menge bei

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1931. I. A , . El e k t r o c h e m i e. Th e r m o c h e m i e. 3 6 5 5 Ggw. von Ni-Carbonat festgestellt. Bei Ggw. von ZnO, Methylorange oder FeCl3 wird die photochem. Bldg. reduzierender Zucker aus Formaldehyd nachgewiesen. — Für den Prozeß der Photosynthese nehmen Vff. das folgende Schema an:

la ) Chlorophyll + H 2C 03 -+- Lichtenergie = Chlorophyllperoxyd CO (akt.), 1b) CO (akt.) + H zO = HCHO + 0,

2) Chlorophyllperoxyd = Chlorophyll + H 20 + 0.

(Journ. physical Chem. 35. 1424— 32. Mai 1931. Allahabad, Univ., Cliem. Lab.) Le s z. H. Gerding, Der lichtelektrische Effekt des Aluminiums und der Legierungen des Aluminiums mit Quecksilber. (Vgl. C. 1931. I. 887.) Lichtelektr. Messungen an Al u. Al-Amalgamen mit 0,06; 0,26 u. 0,38% Hg zeigten, daß die lichtelektr. Empfindlich­

keit stark zunimmt, wenn die Oberflächen im Vakuum geschabt werden; die Grenz­

wellenlänge verschiebt sich dabei nach Bot. Beim Stehen im Vakuum nimmt die licht­

elektr. Empfindlichkeit ab, schneller noch beim Stehen in verd. Luft; die Grenz­

wellenlänge verschiebt sich dabei nach kürzeren Werten. Diese lichtelektr. „Ermüdung“

wird durch Luft (0 2)-Adsorption gedeutet. Die Erhöhung der Austrittsarbeit für das Elektron wird durch das negative Kontaktpotential verursacht, das 0 2 gegen das unterliegende Metall besitzt. Maximalwerte der Empfindlichkeit, die durch fortgesetztes Schaben im Vakuum-erhalten wurden, sind für Amalgame mit 0,38 u. 0,26°/„ Hg größer als für Amalgam mit nur 0,06% Hg oder reines Al. Die Amalgame u. Al zeigen also einen metall. Unterschied. (Ztschr. physikal. Chem. Abt. B. 11 1— 37. Dez. 1930.

Amsterdam, Univ.) WbESCHNER.

A ä. E lek tro ch em ie. T herm ochem ie.

Frederick G. Keyes und John G. Kirkwood, Die Dielektrizitätskonstante von Ammoniak als Funktion von Temperatur und Dichte. (Vgl. C. 1 9 3 1 .1. 25.) Das käufliche Ammoniak wird durch Dost, gereinigt u. über Na getrocknet. In der früher verwendeten Apparatur wird die DE. bei 100, 125, 150 u. 175° u. Drucken zwischen 20 u. 100 at gemessen. Die Dichten werden den Messungen von Be a t t i e u. La w r e n c e (vgl.

C. 1930. I. 2699) entnommen. Die Molekularpolarisation erweist sich als D. abhängig;

bei Extrapolation auf Dichte 0 errechnet sich aus der Temp.-Abhängigkeit ein Moment von 1,44-10-18 in Übereinstimmung mit dem bekannten Wert. Vf. wirft die Frage auf, ob die Druckabhängigkeit der Molekularpolarisation reell ist, oder dadurch vor­

getäuscht wird, daß die Polarisation bei höheren Drucken nicht mehr durch den CLAUSlUS-M0S0TTisehen Ausdruck erfaßt wird. Die 1. Annahme läßt sich begründen, würde aber eine der Druckabhängigkeit entsprechende anomale Temp.-Abhängigkeit erfordern, die bisher nicht festgestellt wurde. Dagegen lassen sich die voraussichtlichen Abweichungen von der CLAU SIU S-M 0S0TTlschen Formel formelmäßig ableiten; in die verbesserte Formel gehen an empir. Konstanten nur die Koeffizienten der Zustands­

gleichung ein. Diese Formel ist mit den Messungen an NH3 in recht guter Überein­

stimmung. Auf die früheren Messungen an C 02 scheint sie nicht anwendbar. (Physical Rev. [2] 36. 1570— 75. 15/11. 1930. Massachusetts Inst, of Techn.) E i s e n s c h i t z .

J. Slepian, Der Mechanismus von Funkenentladungen. Vf. führt Argumente für die Vorstellung an, daß während des Durchbruchs von Funken bei Atmosphärendruck die elektr. Energie die Temp. des Gases bis zu einem für therm. Ionisation ausreichenden Wert steigert. (Journ. Franklin Inst. 210. 473— 75. Okt. 1930. Westinghouse Co.,

Research Dept.) Lo r e n z.

M. Steenbeck, Ubertemperatur und Aufbau von Glimmentladungen. Zu einer Bemerkung von A. Güntherschulze. (Vgl. C. 1930. I. 3648.) Unmittelbar nach dem Zünden der Glimmentladung läßt sich in Oscillogrammen ein Strommaximum nach- weisen, das im Einklang mit der Hypothese steht, nach der infolge des Strom­

durchganges eine Aufheizung und Verdünnung der Gasfüllung eintritt. (Ztschr. techn.

Physik 11. 357— 58. 1930.) He p p n e r.

John M. Holm, Über die Verteilung der elektrischen Kraft und die Temperatur­

steigerung in der Glimmentladung. Vf. weist nach, daß die Ergebnisse von Fi n c h u. Co w e n (C. 1926. II. 2 6 6 8 .1 9 2 8 .1. 303) bei der Verbrennung u. Zündung durch Funken gut durch die therm. Theorie von Ta y l o r Jo n e serklärt werden können. Diese Theorie sagt aus, daß Zündung einsetzt, wenn an einem Punkt der Entladung die Zündungs- temp. erreicht ist. Vf. untersucht mittels der Sondenmethode die elektr. Feldstärke in Glimmentladungen u. die Temp. längs der Achse der Entladung. Es zeigt sich, daß die Temp.-Steigerung nicht genau der Dissipation der elektr. Energie proportional ist; die Temp.-Steigerung ist kleiner, als sich nach WARBURG berechnen läßt. Die Differenz

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8656 A a. El e k t r o c h e m i e. Th e r m o c h e m i e. 1931. I.

scheint durch das Auftreffen positiver Ionen auf den Draht des Widerstandsthermo meters u. nachfolgende Neutralisation der positiven Ionen durch Elektronen der Draht oherfläche bedingt zu sein; dieser Effekt gibt eine Korrektion der richtigen Größen Ordnung. — Schließlich wird eine Fehlertheorie der Zweisondenmethode entwickelt die Methode gibt in einer gleichförmigen positiven Kolonne genau die elektr. Kraft (Philos. Magazine [7] 11. 194— 221. Jan. 1931. Glasgow, Univ.) Lo r e n z.

D. B. Deodhar, Dauer des Nachleuchtens in Entladungsrohren. In Quarzröhren läßt sich bei Drucken von 0,01— 0,4 mm ein Nachleuchten von etwa % Stdn. Dauer beobachten. Vor dem Verlöschen des Nachleuchtens zeigt sich ein langdauerndes Flackern. (Nature 127. 485. 28/3.1931. Lucknow, Univ., Phys. Dpt.) Lo r e n z.

Z. Gyulai, Die Temperaturabhängigkeit der Leitfähigkeit des Bleichlorids mit KCl- Zusatz. Die Temperaturabhängigkeit der durch KCl-Zusatz erhöhten Leitfähigkeit vonPbCl2 kann wie beim reinenPbCI2 durch eine v a ntHoFFsche Formel k — A -e~ BIT dargestellt werden, wobei die Ablösungsarbeit B bedeutend verkleinert ist. Die A -Werte haben keinen einheitlichen Gang. (Ztschr. Physik 67. 812— 16. März 1931. Szeged,

Physikal. Inst. d. F. J. Univ.) Sk a l i k s.

Herbert S. Harned und George M. Murphy, Der Temperaturkoeffizient der Dissoziation von Essigsäure in Kalium- und Natriumchloridlösungen. In Fortsetzung der Unteres, an Ketten ohne Fl.-Potential (vgl. Ha r n e d u. Ow e n, C. 1931. I. 1726) werden folgende Ketten bei 20, 25 u. 30° gemessen: H 2 | HCl (0,01), MCI (m) | AgCl | Ag u. H 2 | HAc (0,2), MCI (m) | AgCl | Ag. M ist dabei Na oder K . Daraus werden be­

rechnet: 1. dio Aktivitätskoeffizienten von HCl in den Salzlsgg. bei den 3Tem pp.;

2. die H+-Konz. von Essigsäure in den Salzlsgg.; die Dissoziationskonstante von Essigsäure ändert sich zwischen 20 u. 30° kaum; 3. der Ionenaktivitätskoeffizient von Essigsäure in NaCl- u. KCl-Lsg.; 4. der elektr. Anteil des partiellen molalen Wärmc- inhalts von HCl in den Chloridlsgg.; er ist in erster Annäherung der Wurzel aus der Gesamtmolalität proportional. Einzelheiten der theoret. Ableitungen im Original.

(Journ. Amer. ehem. Soc. 53. 8— 17. Jan. 1931. New Haven [Conn.], Yale Univ.) Kl e. E. D. Copley, D. M. Murray-Rost und Harold Hartley, Die Leitfähigkeit von einigen uni-univalenten Salzen in Äthylalkohol. Im Anschluß an die Unters, in methylalkoh. Lsgg. (C. 1931. I. 1575) werden Messungen in A. durchgeführt. Zur Darst. eines absol. wasserfreien A. behandelte man erst mit frisch gebranntem K a lk u.

dann mit Al-Äthylat. Die spezif. Leitfähigkeit des reinsten A. beträgt 0,003-10-6 , die Viscosität 0,01078. Zur Best. des W.-Gch. wurde die Erhöhung der Viscosität gemessen. Untersucht wurde die Leitfähigkeit von LiCl, LiNOa, LiC104, NaCl01, AgClO*, A gN 03, K J, R bJ u. NaBr bei 25° über einen Konz.-Bereich von 0,0001 bis 0,002 n. Die Werte folgen dem Quadratwurzelgesetz A c = A 0 — x ]/ c. Die x -Werte sind durchweg etwas größer als die nach DEBYE-HÜCKEL-ONSAGER berechneten, was auf geringe Assoziation hinweist. Das C104~-Ion ist — ebenso wie in methylalkoh.

Lsg. — schneller beweglich als die anderen Anionen. (Journ. ehem. Soc., London 1930. 2492— 98. Nov. Oxford, Balliol Coll. u. Trinity Coll.) Kl e m m.

N. V. Sidgwick und L. A. Woodward, Spektrometrische Bestimmungen der Wir­

kung eines Neuti alsalzes auf die Dissoziation von Essigsäure. Die Unterss. von Si d g­ w i c k, Wo r b o y s u. W o ODWARD (vgl. C. 1931.1. 905) wurden mit einem neuen Photo- metertyp fortgesetzt u. zur Best. des Dissoziationsgrades von Essigsäure bei Ggw.

wechselnder Mengen von KBr verwendet. (Proceed. R oy. Soc., London Serie A. 130.

1— 16. 2/12. 1930.) Wr e s c h n e r.

G. R. Levi und D. Ghiron, Oxydations- und Reduktionsketten der Alkalichloritc.

II. Mitteilung. (I. vgl. C. 1930. II. 3722.) Es wurden folgende Ketten untersucht:

P f P t- Pt+

Pt+

n/lo-KC10„ (oder n/10-Ca(ClO,)„ |) n/J0-KMnO4 ! Pt+ = 0,175 Volt;

n /_ATnPIO I TH.+ Vr.lt.

n/10-KClO2 n/10-KC102 n/10-KClO2

n/10-NaClO | Pt+ = 0,10 Volt;

m/l0-H2O2 | P t - ~ 0,25 Volt;

m /10-FeSO4 | P t- = 0,253 Volt.

Auch Bestst. des Reduktionspotentials freier HC102 gegen die Calomelelektrode wurden versucht; Vff. fanden, daß HC102 in verd. Lsgg. für kurze Zeit existenzfähig ist. (Atti R. Accad. Lincei [Roma], Rend. [6] 12. 158— 61. 1930. Mailand, Univ.) Wr e s c h n e r.

Sho-Chow Woo, Das Reduktionspotential von vierwertigem zu dreiwertigem Iridium in salzsaurer Lösung. EK.-Messungen mit Na,IrCl0 j Na3IrCl„ hatten keine konstanten Potentiale ergeben, offenbar wegen Hydrolyseneinflüssen. Vf. untersucht das Gleich­

gewicht daher in salzsaurer Lsg. u. mißt die Kette: Ir, IrCl8= (Cj/.) -{- IrCl6= (c2/.) + HCl (1 /.), HCl (1 /.), H2 (p at), P t; als Elektrode erwies, sich ein iridisiertes Glasrohr

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