Schaffen und Schauen, 1925, Jg. 2, Nr. 4

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I t o c f t c r ^ o ^ c g n n g

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Sp. x orgr. odpow .

Getreide^, Futf ermittele K.unsiciiiiig er-, M etil- im d S a a te n -G r o lił\a n c lliin g

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B anK » K o n te n :

B a n k G o s p o d a r s tw a K ra jo w e g o K a to w ic e D e u ts c h e B ank, Filale Katowice

D isconlo »Gesellschaft Katowice Agrar» u. Commerzbank, Katowice P. K. O. Katowice Nr. 304180 --

T e le fo n : A m t K a t o w i c e 1017, 2.B04 u. 2.2.05

F ilia le in L u b lin ie c G. Ś1. Tel. G4 V eri r elving in K.^pno, Wiel Sc a P olska

Telefon Nr. 23

J.&) G. Grünpeter

K atow ice

J o h a n n e s s tr a ß e 11

Korsettfabrik W. u. Ct. Neumann

ß . m . b . H.

K atow ice, Johasmesstr. 11 K önigstm ite, Kaiserstr. 18

E le g a n te K o rsetts / W ä s c h e /

B ü s t e n h a l t e r T r i k o t a g e n f

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(3)

«Mł tn OerrPoigłPoaidia

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2 . 3al)tgang He. 4 ©ftober 1925

© c h l u m m e t B E i t .

©§ ift n u n ber ©er&ft gefommen, Ö at. ba§ fdjöne (Som merJIeib S o n ben R eibern toeggenommen H nb bie SBlätter auSgeftreut, Sßor bem böfen S S in te v w in b e

®ecft er inarm unb jad^te au 9Wit bem Bunten ß a u o bie © rü n b e,

® ie fcfjcn mübe geljn au r $RuB.

® u rd ) bie g e lb e r fiet)t m an fahren

©ine itrnnberfdjijne Ś ^ a u , Unb bon il)ren langen p a a r e n

© olbne g ä b e n auf ber Slu

© fin n e t fie unb fingt im ©efjen:

©tja, m eine Sötümelein,

9licf)t naĄ anb ern im m er fefjen, •

©ba, f^ Ia fe t, fd^Iafet ein!' ltn b bie N äglein in ben S üften lie b e r Blaue S e r g unb ©een g ieljn a u r g e rn e nad) ben K lüften,

bie fioben 3 e ^ ertl ftefm, SBo m it iljren golbnen © tfnuingen 2luf beg Ś enebeiten © ru ft

© ngel § o f ta n n a fingen fjtäd ften i burtf) bie ftille ß u ft.

gofef bon ©ic^enborff.

Dir tleugcftaltung Ber ©tluf tn Ber ^amtltc.

SBäfirenb m ir auf bieleń ©eBieten nodf) m itten in ber großen geiftigen fftebolu»

tio n ftefien, bie im letjten V ie rte l beS borigen g af)rl;u n b ertg borBereffet fid) in ben Beiben erften S a f ir a 4 n te n , aum ® eit geförbert burd) ba§ BolitifĄe ©efd)e§en, m it e le m e n ta r e r 9Jlad)t biirdjaufe^en Begann, fünnen m ir auf anberen © ebieten B ereits bte Ś ilb u n g n eu er SeBenSform en berfolgen unb n t y e x n un§ 5 ie r lan g fam m ieber bem lab ilen © leid)gem id|t§auftanb, ber awr © ru n b la g e einer neuen S u l t u r a« merben ber=

fBridjt. ©olcge Ślnaeidjen ab er miiffen m ir be§l)alb m it Befnnberer Ü lufm erlfam feit Beamten u nb au m iirbigen fudien, meil fie ung bie H offnung a« geBen berm ögen, ba%

au§ bem gärenben SRoft ber © egenm art fid) in a B f e p a r e r g e ü Ber SBein neuen unb e rim p e n SeBeng llä r e n m irb. ® a rü b e r p n a u § berm ag und aber mnljl eine foldie SBe»

tra d ftu n g g in g eraeig e ü b er /&ie Qxele einer © n tm id lu n g geben, bie m ir p 'u te m elir a«

(4)

afjnen als fla r su erfennett bevmögen, obtuoĘl bod) Wir unb unfer (Streben U)re S rä g e r finb, $ a § aBet toirb für unfer praftifdjeś B er^alten toi(f)tig, inbem mir biefe not»

Wenbige (S n tw id lu n g nid)t burd) ŹBiberffreben nertoirren unb erfd;!neren, fonbern su unferm eigenen § eile unb bent ber ©efamtl)eit Bebacfjtfam ä« forbern fudjen.

5E)ie (grfcfiiitterungen in ber (Stf)if beS priüaten SebenS finb eS bor anberen ge»

toefen, bie a ll SSorboten baS g ro ie geiftige ©rbbeben anjeigten, in bent mir mitten inne ftefien. 2 >ie bam als tn ilfrer SJtebr^eit bem g roien (Strome ber geiftigen t^ntmitflung mebr ober meniger fremb, mar eg eigentümlicfier SBeife, bie auf biefem

©ebiete ben Stnfang machte, „gretlid) fyaben bie SKänner bei ber ^Befreiung ber g w u au§ ben engen Seffeht be§ ^erfom nteng ni(|)t beifeite geftanben. (Scfjon © o e t b e be=

banbeit in ben 2Saf)Ibermanbtfd)aften 1809 bie g ra g e ber gtauenersiebung unb Q^auen»

bilbnng in faft mobern anuiutenber Sßetfe. 53iet meiter gebt gteitbäeitig bie fRomantit.

9llg Slieberfdjlag ber ©ebanfen unb äSünfcbe, bie in bem geiftreicfien S reife ber Sfaroline ©Riegel, SDorottjea S eit, H enriette ^ e r^ unb 9fiaJeI=2 etoin=fRobert oerban- belt mürben, erfcbeinen ©cbleitrutad)erg 5B orte in feinen „3(been äu einem S'atecbig»

mug ber S e rn u n ft fü r eble g rau e n ", © ter lautet bag jetmte ©ebot: „Safe bid) ge=

lüften nad) ber nliänner S ilbung, ffunft, SBiffenfd)aft unb ©bte", unb meiter: „icfe glaube an bie Süfadjt beg SSilleng unb ber S ilbung, micb bem Unenbliifien mieber äu näbern, mid) ang ben Seffeln ber SRifebilbung ju erlöfen unb mid) bon ben © diranfen beg ©efdbleditg unabhängig ju madjen" ©ier flingen alle bie Śmne an, bie in ber fgäteren ^^uuenbemegung mieberfebren feilten: bag ©efdflecfet mirb atg ©cferanfe empfnnben, bie übermunben merben foil; bem SDtanne möglicbft äbnlii^ an merben, eg ibm gteid) §n tun, ift bag ißeftreben. ®g bat mandjer ©rfaferung beburft, big bie 33e»

megung biefe ^ n m e g e oerliefe.

3 unäd)ft blieb aber bie g o rb e ru n g beg rom antifdien ^ re ife g ©pifobe — eineg ber sat)lreid)en geugniffe b afü r, toie fid) graftifcb unb {mlitifdj aufß ftärffte angm irfenbe Sem egungen im m er im geiftigen Sereicfee ber S bee beginnen. 4)ie nad). ben § re i»

beitgfriegen einfefeenbe ffieaftion berjdjüttete and) biefen © ebanfen. © rft in ben b rei' feiger Saferen m irb er bon neuem aufgenom m en, unb mieber ift eg ©dfeieiermacfeer in feinen „ V ertra u ten S rie fe n ü b er Suctnbe", ber ben $ e j t gibt, ben © u fe f o m, olg 3'üferer beg jungen Steutjcfelanb, in ber S o rre b e ju feiner ^ e ra u g g a b e äum iß to g ra m m erfeebt. S)ie eigene U nflarfeeit freilich unb franäöfifdje, öielleicfet falfcfe Oerftanbene,

© inflüffe oerb u n feln bag. S3tlb beim jungen Seutfcfelanb unb and) bei ber © r ä f i n S b a $ a b n = £ i a b n , mäferenb bie nüchterne unb üerftanbeßH arere % a n n t) S e = m a I b bie S ra b itio n e n ber fRafeel aufnafem unb m eiterfüferte. 2Bie bann in ber fReüolntiongäeit üon 1848 öie g r a u e n neben ben 3 R än n ern ftritte n unb litten , bag* mag m an etm a in ben „SUfemoiren einer S b e a liftin " ber S R a l b i b a ü o n S R e f e f e n b u g nacfelefen. 5Die fg äter mieber einfefeettbe SReaftion üerbot bann fogar bie S eitu n g ber g r ö b e t’fdjen S in b e rg ä rte n burd) bie g r a u e n unb u n te r b rü d te bie üon S a r i g rö b e l unb © m ilie SBüftenfelb begrünbete „©ocfefdjule f ü r bag meiblicfje ©efcfelecfet" in !gam*

b ürg. äRan mufe ficfe foldjer Satiacfeen e rin n e rn , um bie S e b e u tu n g beg SSegei er»

meffen äu fönnen, ber in einem fealfeen Saferfennbert ju rn c fg e k g t mürbe.

IK a r in ben feofeeren ©efellfdjaftgfcfeiditen bie g ra n e n f ra g e äunädjf* mefentlid) eine ISilbungg» unb ©befrage, fo m ürbe m it bem üluffom m en beg üierten © tanbeg unb ber forticfereitenben S n b u ftrie a lifie ru n g bie g r a g e ber g ra u e n » unb S in b er»

arbeit^ p m p ro b le m , unb eg ift eineg ber nnbergänglidjen S e rb ie n fte ber n u n alg S a r t e i auftretenben © o jia lb e m o fra tie , S o rfä m fe fe rin in biefer fü r bag fittlidje mie bag leiblidie SBofel beg S o lfe g fo unenbüd) mid)tigen g r a g e gemefen fein. SBeiter m ar eg bann bag S i'a titio n g re d jt fü r bie g r a u , um bag feauptfäcfelid) bon biefer © eite ang gefäm pft m nrbe, bie fid; ab er bon n u n an a lle r g r a u e n r e d jte in erfter S in ie annafem.

SSer fid) fü r bie einzelnen Sfeafen biefeg S am pfeg in tereffiert, ber m irb bag am beften in bem S e b e l ’fdjen Sudfee „SDie g r a n unb ber © o äialigm ug" nadjlefen (bag S oali»

tiongrecfet erhielten bie g r a u e n im Sereinggefefe bon 1908).

S ie fe SDinge fd)einen äunäcfeft bon unferem eigientlicfeen fEfeema abäufitferen, bod) mnfeten m ir ein menig auf bie SBemegung alg © an^eg eingefeen, ba fid) bie foäialen g c rb e ru n g e n eng m it bem S itb u n g g p ro b le m berüferen, unb biefeg mieber u n m itte lb a r m it ber neuen © te llu n g ber g r a u in ber ©fee jufam m enfeangt. IDag Söilbunggproblem ift augteid) eine foaiale g ra g e , benn eg bilbet bte © ru n b la g e fü r bie Serufgm öglicb»

feiten ber g r a u , unb iferc neue © tellu n g im 93erufgleben feat m ieber u n m itte lb a r auf bie © tellu n g ber g r a u in ber ©fee au rü d g e m irft. S e i ben feanbarbeitenben © d)id)ten

(5)

finb bie S u fom m en^änge nodj engcie, audj bie 'ätugltiixfuM en finb anbexS geaxtet, w o rau f l) k r bes n ä h e re n ein ju g eljen fidj jebod) e rü b rig t. S i e neueren Vßpafen be3 äitfeexen V e rla u f s finb nod) in unfer a lle r ©ebäcf)tni§. S i e Setoegung bxicfit burd) m it bem Söeginn ber neunäigex iyaljre be§ üoxigen 3 a!)rl)unbert8 unb fcijreitet öd« ba ab so n Gcrfnlg äu © rfolg, big in S e n tfd jla n b bie Stebolution bon 1918 and) bie le ite n

© djxanfen ju bcieitigen fdjeint,

© einen bebeutfamften fitera rifd ien SfugbrudE fanb ber S ’am bf ber g r a u um eine neue S te llu n g in ber ©fje m 3 b f e n g „iP uplengeim ", melc|eg © tücf benn in ber getarnten europäifdjen S it e r a t u r eine unübexfebbaxe g ü lle bon S tad a b m u n g e n beg

„tJcbratltJUg'' in allen © attu n g e n bex ® ic |ttu n ft berbbxxief. @g gibt äuglsid) ben beften © in b lid vn bie Sage beg ^ ro b le m g ju 58eginn bex a d l i g e r S abxe.

S b fen g 9'tbxa ift im m er n u r © pieläeug gemefen, äuerft bie ißuppe ib r e r © Itern, bann iljreg SJtanneg, ein S ujuggegenftanb, bem bie rau b en © eiten beg Sebeng ängftlid) ferngebalten m erben. © o tr ä u m t unb tän b eli fie babin, ib re r in n eren Seere ta u m b eto u lt, m it einem finbljaften Ü Jtärdjenglauben auf bag grobe SB unberbare m artenb, ba§ i | r bie © xfüllnng b rin g en w irb . ?llg n u n p m erften SOtal bag Seben m it feiner tp ä rte an fie fn’r a n t r i t t , ba la b t fie, u m ibren M a n n ju retten , eine © djulb au f ficb- ä b e x ex, um beffentmillen fie opfert unb banbett, I ü |t fie fallen, fta tt m a n n h a ft, ibre

©cbulb auf fid) ^u nehmen. S a b e rlä jjt fie ihn, an fid) unb ber SSelt berameifelnb.

SBag 3 bfen h ier foxbert, bie g r a u , bie alg S a m e ra b in © d ju lter an © d ju lte t mit bem ÜJtanne bag gemeinfam e Seben b u rd jtäm p ft, lo ar burd) bie fortfdireitenbe g ib ilifa tio n unb bie gleidfäcitige ^Beibehaltung ü b erleb ter berfbm m lidier gorm-en, Wenn m an bon einzelnen siiu§tial)m en abfiebt, unmöglich geworben, ttn b neben ber fojialen fltot, in bie eben btefe S iö ilifa iio n bte allieinftebenbe g r a u g efto |en batte, mufete eg bie @be a ls bag naturgegebene Sebenggebiet ber g r a u fein, bie im S ftittelp u n tte beg Siampfeg ftanb. ©xft bie neue g rau e n e r^ ie b u n g , bie gemeinfam e S ä tig te it bon fö tan n unb g r a u neb en ein an b er in einem IBernf gaben ber g r a u bie S a fig , auf ber fid} auch in ber ©be bie neue fittlid)e g o r m aufbauen tonnte. SWan b a rf nicht glauben, b a | eg im © ru n b e ja bod} beim Sitten geblieben fei. S a g S lerb ältn ig bon fDtann unb g r a u bat fid) bielm ebr burdfaug geänbert, unb beibe S e ile finb gut babei gefahren. ®g toieberbolt fid) hier ber oft ju beobadtenbe SSorgang, b a | ein e fo liale Sebengform , bie in bex bigberigen S lugprägung u n h a ltb a r geworben ift, auf höherer © tufe unb u n te r n erän b erten iöebingungen w ieber SBert unb I n h a l t erh ält. S a in bem babei fich erbebenben Sf'ompfgefdixei unum gänglich ra b ifa le g o rb e ru n g e n au ftreten , fo pflegen bie U eberängftlidien jebegm al ein g ro |e g © efdirei erbeben, b a | ber B itfantw enbruch unberm eiblid) fei unb ber Sßeltuntexgang bor ber S ü r ftebe. g n SB irflidjfeit banbeit eg fid) um einen notw enbigen SInpaffunggborgang an beränberte Sagen, ber eben wie alleg im m enfddidjen Seben nid)t ohne S31ut unb S r ä n e n äu errin g e n ift. S a g beifjt nid)t, baf; bte im b e rn ü n ftia en © in n e bei einem fotd)en SSorgang S rem fen b en nicht eben fo notWenbig fü r bie © djöpfung ber neuen g o r m finb, alg bie, bte unentw egt 5um S am p fe blafen.

S i e m oberne ©he bot fid) Wieber exfäm pft, Wag u n te r riaturlicheren Sßerbält»

niffen im m er ber g o t! geWefen ift, bie © teid jw ertig feit beiber S e ile in ih re r Slrbeit unb ih re r © eiftigfeit, n u r m it bem einen llnterfdliebe, baff bie I e |te n ©nbeg auf bie re in Phhfifde Ifeberlegenbeit beg SRanneg gegrünbete SSorberrfdiaft in g o r t f a ll gefom men ift. SSohlberftanben, eg bonbeit fid} bie* uw bie allgem ein a n e rta n n te © t b i f h e r

©he, n id tt um bie im m er m ehr ober Weniger u n p lä n g lid je n menfd)Uchen Sferhältniffe felbft.

SSefentlid} r a b ita le r ift bie SSeranberung, bie auf bem f e i t e n © ebiet ber g a m ilie n e th if bor fid) gegangen ift, in bem S B e r b ä l t n i g b e g S i n b e g j u f e i n e n

© I t e r n . Stud) f n « ift, wag fich in n e rh a lb ber g a m ilie abfpielt, n u r ein begrenzter, wenn and) bebeutenber Slugfdjnitt aug einer g röberen ^Bewegung, aug bem K am pfe ber g n g e n b um bie Sldftung ibreg ©igenlebeng. ©g gehört hierzu bie gefam te fjugenb- beWegung unb bag iRingen um bie © rn eu eru n g ber © diute, bag noch j u r S e it ben ipäbagcgen bie S öpfe h e il macht. S ie B ew egung ift wefentlich jü n g er, alg bie g ra u e n » frage. S b « « erften bebeutfam en Slugbxud finbet fie titerarifd} in S B e b e f i n b g

„ g r ü h l i n g g © r w a d ) e n " (1891). © eitbem hot fie nicht aufgehört, ein Sieblingg»

them a u n fe re r n eueren S ic h tu n g in alten ih ren g o rm e n j u fein, © einen gefteigertften S tu g b ru d finbet biefer © e g e n fa | ber jungen äu r alten © e n e ra tio n in § a f e n c l e b e r g

„© o h n " aug bem S a b r e 1914. © eute bat fich bie S ugenb in g a m ilie Wie © dm le fieg»

(6)

reidj burdjgefeijt ®q§ SöerfiältniS bet © Itein p ben !)eranlt)ad)fenben ^ i n b e tn ift ein inefentlid) anbereg imb fre ie re s gelnorben, oIS e§ ncĄ in u n fe re r ^ u g e n b toar. ?[uc^

Ijier Jvevben Wir nicfit berfennen biirfen, bo'§ b am it Bebeutenbe fiitlid)e SBerte neu ge=

fdjaffen tourben, unb n tit iijnen bie SRBglidjfeit in n ig e re r unb fr n d itb a r e re r feelifdjer S esie^ungen p u fd ie tt ben Betben © en eratio n en , qI§ bie alte ftrengere © itte fie p lie js . SJian mag Beute fd)on ü b er ein © tü d lnie © afencteberS „© ofin" ladjeln unb eS al§

u n to a ^ r entbfinben, _auc^ teenn n tan ber ejpreffioniftifdjen Secfinif, in ber e§ gefdjricBen ift, aÜeS Sfłedjt beläßt. 2)a§ ab er Belneift nid)t mefyr, al§ lnie fdjnell bie B eiten fid) geänbert Bußen, unb biefe Ülenberung teieber re d itfe rtig t aud) bie § o rn te n ; u n te r benen fie fid) b o llp g : m an mufj fd>on redtt lu u t ru fe n , menn eine 5Kenfd)f)eit Bären foH.

S ü d e n m ir au f ben SSeg ju r ü d , ben bie © n tln id lu n g ber SeBenSform en, bie fü r ben ÜIufBau ber menfcBIicBen @efellfd)aft bie grunblegenben finb, in toentgen 3aBr=

gefynten genom m en Bat, unb Betrachten lu tr bad Beute fdjon in alten feinen © ru n b lin ie n fidjtbare © rgebniS, fo bürfen m ir m it Berechtigter 3 UDerfid)t benen entgegentreten, bie Beffimiftifd) bum „U ntergänge beS SIBenblanbeS" reben. © injelne SluSm ü^fe, bie e§ p Betäm pfen gilt, fallen unS b a ra n nid)t i r r e m adjen. S a , m ir biirfen b a ra u § bie H offnung fdmpfen, baB alle bie äaBlreid)en unb grojfen, Beute nod) unerlebigten f r a g e n u n fe re r B'eit bielleicfit eßer eine Söfitng finben merben, a ls Beute erfidjtlid) fcßeint. ©ine S afung, bie bie äftöglidjfeit p neuen S ßerten unb neuem reicheren Seben fdfafft. S®ir glauben aud) auf anberen ©eBieten, al§ bem Biet Befprodienen, bie fcBöpferifdien

K räfte ber B eit auf gutem 2Bege p feßen. © d p .

(S)ie in biefent UluffaBe erm ähnten lE uditungen.unb @ d)riften finb famtlich in ber

„ISädierei fü r Śfunft unb 2B iffenfc|aft", © attom ih, ©chulftrafee, erhältlich- ® o r t ift aud) BefonberS eine reiche © a m m lu n g can © d irifte n p r m obernen S ä b a g a g i! üar»

Banben).

£ttetarifd)e üeretntgung o. f. IB.

® ie ö ite ra rifc h e B ere in ig u n g m ürbe am 19. © eptem ber 1915 gegrünbet. Ur=

fprünglid) al§ S efesirfel gebadjt, B efdjränlte fid) bie ® ä tig !e it äunädjft auf bie S e r»

teilu n g ban ßefem appen m it ben Bebeutenbften B eitfd)riften an bie ä ß itg lie b e r famie auf gefddbffene S K itglieberberfam m lungen m it S a r tr ä g e n . © p ä te r m ürben ßefem appen aud) an SfHdjtmitglieber abgegeben unb ß efe^irlel aud) fü r ^ a m ilie n unb Sugenblidfe eingerichtet. ® en S e rtrie B ber Sefeairfel üB ernahm en bie S uchB aubtungen S a r i K rä m e r, M a s © a r tn e r unb § e li s ® illim S !p . ® ie unbeftänbige © elb m äh ru n g in ber Ś a c fjlrie g S p it fü h tte jeboch p t © infteltung ber S e fe jirte l im S a B te 1920. ©§ ift jebad) B eabfiddigt, bie S e fe jirle l in a n b erer ffa rm mieber erfteBen äu laffen.

S n p i f d j e n mud)§ bie M itg lie b e rp B ^ m it febem M o n a t unb aud) bte afabem ifd)

© ebilbeten fanben S n tereffe an ben S eftreb u n g en ber S. S . ® e r SlufgaBenfreiS er»

m eiterte fiih im m er meBr unb m ehr, unb balb ftanb bie 2 . S . im S o rb e r g ru n b e beS öffentlichen tu ltu re lle n S ntereffeS . ©S m ürben in ben SperBft» unb S S in term o n aten bol!§tümlid)=miffenfcBaftlid)e Slbenbe m it S a r tr ä g e n auS bem © ebiet ber ß ite r a tu r , S u n ft unb Söiffenfdiaft a e ra n fta lte t, fü r bie bie SeB örben © d ju lrä u n te äu r S e rfü g u n g ftellten unb bie fidi eineS au h ero rb en tlid ) fta rle n B ufprudjS auS allen G reifen ber S e b ä lle ru n g erfreu ten .

Sludj an ber SoHSBodifchuIBemegung nahm bie S. S . burd) © teilu n g ban Stebnern au§ ihrem M itg lie b e rfre ife regen SInteil. ® ie S re ffe m ürbe burd) Belchrenbe S ei»

trä g e unterftüfet, unb bem © djunb unb @ d)muh in ber ß ite r a t u r iburbe m irffam ent»

aegengearbeitet. © em einfam m it bem ^ a t B a l i f Ä i ß e h re rb e re iu unb bem @atBbIifd)en

^ ra u e n b u n b m ürbe ein S erjeich n iS g u ter S ü d ie r fü r alte SllterSftufen betauSgegeben unb burd) bie ©chulen unb S u d fh an b lu n g en ü erteilt. 9XuBerbem m ürbe pan ben M it»

gliebern be§ miffenfcbaftlichen S e ir a tg bie S efprechung g u ter S ü d ie r in ben ßet»

tungen unb B eitfäfriften üBernom m en. S m eigenen S e rla g e erfdiien bie erfte Sluflage ber bam ©Brenm itgliebe ® r . SBaftner berfafjten „ S i r d ) e n g e f c B i d ) t e © d i l e » f i e n ‘© in meitereS B iel m ar bie S e rfc h m e lp n g ber SiereinSBiidjereien 51t e in er

(7)

gtofjen öffentlidjen Sücfierei, ba§ im ^ a ^ ire 1920 burd) bie © rü n b u n g ber „D e f f e n t = l i d j e n S l ü d ) . e r e i © t . <oebt t >i ß" , exreid)t inurbe. S3on biefet SSüdjexei toexben ou&er SJiidjexii im tevfya lten h en u n b h e le ljte n b e n % nI)aU§ in fo v g fä ltig fte v Sluätoaljl aud) bie fxü^ex buxc^ bie Sefejixfel ju x S e ite itu n g gefom menen Bebeutenbften 3eit=

fd)xiften b e t © egentoaxt in gebunbenen Safixgängen auSgelieljen.

© rp fje r ^Beliebtheit e rfre u te n fidj bie alljährlichen 2Beihnad)t§feiern, bie m it S iid je m e rlrfu n g e n uerbunben inaxen. © tubienfahxten unb funftgefdiidjtlidje ?Iu8>

fliige e rg a n jte n bie SEätigfeit ber 2 . S3, l u d ) Siheatef" unb Jünftlexifdje SRufif*

e e ra n fta ltu n g e n m ürben bitrch eine S ntereffengem einfdjafi m it ber SDentfchen S h eater»

gemeinbe unb ber D berfdjlefifdien S o n je rt» unb S3ortrag§gefeIlfd)aft u n tex ftü h t unb

geförbert. ,

S n ^ g e fa n it m ürben 48 SSorträge in ©ifeungen, 160 S o r t r ä g e an ben noIfStümlich»

m iffenfdjafttidjen I b e n b e n gehalten, foloie 34 9teäitatiDn§=, 3Jlufi!= unb 2iebexabenbe ü eran ftaltet, an benen 50 H e rre n unb 4 SDamen — © eleljrte unb Z ü n ftle r — mit=

m irlten . @§ m ürbe äu toeit führen, bie S eb eu tu n g ber einzelnen fRebner unb SBortragB»

them en hernursuheben; xühmlichft erm äh n t feien n u r bie ©exxen ® r . ^ i l b e b r a n b ,

®r . S t ' a f t n e r , S)x. i ß D t o r n t ) , i f t a t h a i unb 2>x. © ch o lä , bie an bent l u f b a u ber 2 . 3?. einen h ^ ö e rr a g e n b e n I n t e i l habeu unb beren iJ ä tig te it eine ©laniSperiobe in ber ©eftfjicfjte ber 2 . 33. Bleiben mirb.

© o m ürbe bie 2 . 33., unterftüfet bon ber t r e f f e unb ben iBehörben, ein bebeu=

tenber S u l t u r f a l t c r im öffentlidfen 2 eben unb erfre u t fid) allfeitiger © öm pathien, ba ihre jB eftrebungen, frei bon jeher bolitifchen Sienbenj, einzig unb allein ber boIf§»

tüntlichen SBübungspflege auf bem © ebiete ber S ite r a tu r , ® unft unb SBiffenfdiaft ge- mibmet finb.

Ilm m it ben grofsen SSerbänben be8 gleichen S ntereffenfreifeS im S o n ta J t ju bleiben unb bon ihnen neue I n r e g u n g ju erh alten , ift bie 2. 33. lortm xatib angefdjloffen an : S b rro n iä u B b e re in , 33ühnenbnl!§bunb, ßalberongefellfdiaft, ® üxexbnnb, ® ante=

gefelffdjaft, © idjenborffbunb, ©orxeSgefellfchaft, © efellfdjaft fü r d jiiftü d je S u n ft, S h tltu rb u n b , Sßerein ber ffl’rih fe n fre u n b e , 33eretn j « r © etäm p fu n g ber öffentlichen lln fittlid jte it, S ö o lfra m b u n b . unb 3 eu tra lfte lle ber 2it'erariftf).eu B erein ig u n g en DBex=

fdjlefienB.

® e n 33 o x f i h fü h r t feit ber © rü n b u n g § e r r H einrich SB i b e r a , m ährenb bte J e r x e n > S iru n o S3 a r i f ch, S bhanneS S D i t t m a n n , B a u l © o m o l , B ü t o r 5? o a i e 1 8 I i, S farl S t r o m e r , Sllfreb S3 u,h e unb H einrich © dh 1 1 11 d anbere 33or=

ftan b § äm ter berm alteten besm. nnch berlualten.

® e m m i f f e n f d) a f 11 i dj e n B e i r a t g e h ö rte n b i s h e r a n bie i g e r r e n 3Ilt=

m a n n , SIrn b t, fśe rfye, ® r . § u ( h S , © o b sif, ® r . f e i n e n , ® r . © i l b e b r a n b , H o f f m a n n ,

® r . S a f t n e r , Sflüppel, S r o c s e t , 2 e h m a n n , SRaafe, S i e u m a n n , ® r . SSoiornt), S t a th a i,

® r . © d j b lj , B f a r r e r © d i b lj , ® r . ® h a in u n b ® r . Qbfel, bie ® a m e n ! I n b e r S , ® r . S lie g e f u n b © a l a n B t i .

© h j e n m i t g l i e b e r finb bie H e rre n © f a r r e r © äaja, Stebifor ® ittm a n n ,

■M arter © atb a, ® r . ö ilb e b ra n b , © tu b ie n ra t H offm ann, ® r . Ś d ftn e r, ® r . Sßolbrnb,

© tu b ie n ra t fftathai, B f a r r e r fRetff, S 3rälat ®t)Ila unb B f a t r e r SBojciech.

a n 11 B e g r ii n b ie r u n b 3 u B i t a t ,e finb bie H erre n S arifch , ® tttm a n n , 2 agua, S3uhe, © cjerb a, © obotta, U rbanieh unb ß h o ro n . © eftorben finb üon ben a icitb eg rü n b ern bie J e r x e n ^ a f i e r unb SBr^olef.

® i e SR i t g l i e b e r § a h l m ährenb be§ sehnjährigen BeftehenB b etru g 435, ber I b g a n g burd) Siob, Smctäug unb freim illigen l u g t r i t t 195, fo bah ein B eftan b üon 240 Oerblieben ift.

S t o r b o v a t i b a n g e f dj l o f f e n finb: Bäbagogifcher S e re in , ^ath o lifch er

» M u e n b u n b , Sfatholifcher S Jiänneröerein, S atholifcher S u n g m ä n n e rb u n b , fäm tlid) in slonig§hütte, fomie bie © em erlfchaft la u fm ä n n ifd je r Slngeftellter D berfditefienś.

® ie gefamte K ä tig fe it ber 2 . S . ift nad) bem SBitten ber © rü n b e r getragen oon tatholifcher S ich t, nicht im © in n e ein er fonfeffionell=brobaganbiftifd)en ©infteHung, and) nicht ein m al im © in n e einbeutiger fatholifcher S B erto rien tieru n g , fonbern im

©eifte ein er m ah rh aft fatholifd)en Slufgefd)foffenheit fü r ben g a n j e n Ś e id jtu m ber- ebelnber 2 i t e r a t u r ,’ Sbunft unb SBiffenfdjaft. Slud) bie bei a lte r ® 3iffenfd)aftlid)leit ge- m ährte B o lfg tü m lid ife it erm öglicht allen ©dj.ichten ber B eoöÜ erung ohne Unterfchieb oeg © tanbeS unb ber SB eltanfdiauung bie T eiln ah m e an alten S e ra n fta ltu n g e n , meBhatb bie S k fireb u n g en ber 2.33. im gemeinnüfeigen S n tereffe liegbn unb allfeitige U n te r- f t u |u n g oerbienen, bie fie bigher auch gefunben h at unb tneiter su finben hofft-

(8)

JTCenfd) unó 23ud).

©§ ßi6t manche ® inge, bie fo einfad) auSfdjauen, unb bie Beim näBeren Sitfeljeu ftd) al§ eine g a r n id it fa Ieid)t 511 erlernenbe unb au iib-enbe S u n ftfe rtig ie ft ertneijen.

<Sd ift e§ aud) m it bem S e f e n . S>'en!en m ir ein m al b a rü b e r nad), fo merben m ir aunäd)ft finben, ba^ gefam m elte Sfu^e unb liebebolle SlufgefcBloffenBeit ü or allem notig finb, mcnn m ir in ben © eift eineS 93ud)eg einbringen motten. S e im e r a ä f i l e n b e n S u d j foil, fofern_e§ ein S u n ftm e r! ift, nid)t bie (S pannung, beim b e l e B r e n b e n S u d ) nid)t ber E ife r auf bie enblid) au§ ber U n terfu d ju n g gesogenen <Sd)lüffe ju m Baftigen SDarüberBineilen ober moljl g a r sum lleberfdjlagen ganaer © eiten fütiren.

SEenn nidit auf ben S l u S g a n g be§ © d)idfalS eine? g e lb e n to m m t e8 an, fonberm mie biefe? S e ie n unb b iefe?• © d jid fal m ürbe unb erm ud)8 ^aug a ll ben fleinen Qügen, bie ber SMdder an fam m en träg t. ® ie 3 lrt ber S e rfle c itu n g biefer 8 üge, bie SR igtim if be§ Slblauf? ber © efdieiniffe unb m and;eg anbere faaen oft unenblici biel meljr, a ls bie großen S in ien be§ © efcieienS felbft, bie ber fto ffiu n g rig e Sefer eilig b u rd jia fte t, um am E nbe n id it biel mel)r erfah ren an Baben, dig bag borige ilRal aud), bafe ndm lid) (, ein a rm e r äRenfcB an ber © em alt beg ©cBidfalg aerired )en mufete, ober bafe ber §>ang feine © rete enblidj Befam. ltn b aud) im BeleBrenben S u d je ift n id it im m er bie am

<Sd)Iuffe erru n g en e E r f e n n tn i? bag ÜBicBtigfte, fonbern ber SSeg, auf bem biefe Er=

le n n tn ig gefunben m arb: benn n u r feie K e n n tn is be§ SSegeg gibt bem Sefer bie SRög»

lid ifeit ber S r i t i ! unb läBt ihn ü b erh au p t geiftig an bem Suche madifen, inbem feine

© ebanfen neue Stege m anbelit lernen. Hm au miffen, ba§ etm a? |o ober fo i ft, baau brauche ich oft' menig ober feinen S e rfta n b , m a r u nt eg fo ift, bag ift bie grofee Sa'age.

SSenn m ir fo lefen, fo merben m ir alfo richtig lefen, unb menn m ir am @d)luffe eine? S ud)eg m einen, bah £§ n n ? biegm al tr o h unfereg S em ü h en g noch nid)t fo recht gelungen fei, bah eS ab er ba§ S u ch a ls ein fdiöneg u nb guteg bod) eigentlich berb ien t habe, fo merben m ir e§ nad) einiger ffjdi bielleicht anm ameiten Sftale lefen. ® a n n miffen m ir fa fd)on, mie alleg fom m t, unb bie S p a n n u n g re ih t ung nid)t m iber S tille n fort, b an n fonnen m ir ben © ebanfengängen be§ S e rfa ffe rg big in bie lehten @d)!uf3=

fotgerungen biel beffer folgen, benn m it einem fötale erfdjeint n u n burdffidftig unb fla r, mag aubor bunfel unb ungemife erfd)ien.

SJtit foldi'em aufm erffam en n unb oielleicht fogar mehrfachen Sefen ift ab er bie S eb eu fu n g eine? guten unb fdiönen Suche? fü r feinen Sefer nod) nidft erfdjöpft, ift feine S S irffam leit noch nicl)t bollenbet. Jfa, fie fän g t recht eigentlid) erft in bem fötom ent an, in bem ber Sefer ba? Such aug ber © anb finfen fä§t. ® e r ®icl)ter, ober fei eg bei einem BeleBrenben S u d ) ber S e rfa ffe r, ift anbere ©eiftegmege gemanbelt, al§ ber Sefer fie Bisher gemohnt m ar, unb an fein er § a n b tft er fie gefd)ritten. fötit gana neuen Singen hat er S ta tu r, SOtenfchen unb ® inge gefehen, © efühle, bie ihm higher frem b m aren, hat er burd)lebt unb b u rd )lü ten , an m anajem , mag ihm frü h e r g ra u unb alftäglid) fd)ien, h at er ein @ onnenftaubd)en aufleuchten f-ehen, üb er ® in g e lädieln muffen, bie ihm bigher n u r bunfel, fdhmer ober g rab itätifd ) erfdjienen. ltn b menn er ^ r e c h t gelefen h at, b an n lieff er fd)on m ährenb be§ Sefen§ einm al b a? S u ch finten unb fchaute üb er eg h in au g in bie ?lerne, unb SMncje, bie er frü h e r ein m al erleb t hatte, gemannen einen neuen © in n , unb © ebanfen, bie ihjn frü h e r fe.Ibftoerftänblid) m aren, erfchienen ihm m it einem fötale frag m ü rb ig unb neuer S iü f u n g m ert. 2B-'enn er ba?

m ährenb beg Sefeng erlebt hat, bann ift ihm ber S o rg a n g deutlich gemorben, ber m it bem S eifeitetegen eineg Suche? nidit aBgefd)Ioffen ift, fonbern ber fo r tm irft, je län g er unb tiefer, m it je leb h afterer S lnteilnahm e bag S u d ) gelefen m ar.

S o u hier aug merben bem Sefer aagleidi aud) a m e i © e f a h r e n beutlid), bie eine, bie in ber S eö o rau g u n g f d i l e c h t e r o b e r ’ f e i d j t e r S ' e f t ü r e liegt — fie berm ag ben fötenfchen leidjt unb ihm faft unbem uht allm ählich nach ihrem S ilb e an form en — , unb bie © efah r bie im haftigen, bie im S i e t l e f e n liegt. ® en n ber Sefer, ber fdion anm neuen Such-e greift, fau m bah er bag eine beenbet' hat, ber ftö rt unb aerftö rt, aud)^ menn er gute S ü d fe r Heft, ben feelifchen Sroaeff ber in n eren Slug»

einanberfehung m it bem ©etefenen. ® enn fo ift eg m it bem guten Suche, bah eg eine S ereich eru n g , eine E rh ö h u n g ber feelifdjen unb geiftigen g ä b ig fe ite n beg Seferg m it fid) b rin g t, ab er ber annächft ein m al fchnell burdfm effene S a u m m uh erft burd) ein langfam eg Sachm adifen ber ©eele unb beg © eifteg gemonnen unb gefiebert merben, mcnn er anm b anernben unb tiefen © em inn merben foil. ® e r ganae © d)ah bon E r»

fahrungen, © ebanfen unb © efüljlen, ber in ber ©eele eine? feben SJtenfchen liegt,

(9)

toil! exft b u rd iträ n f t toexben bon bem neu © eluonnenen, fott fid) m it i^m augeinanbex»

fefeen unb toiebex ä u t © intieit, n u n p etnex fmljexen unb toeitex gefaxten (Sinf)eit, bex=

fd jm elp n . ©xft, luenn fo getniffexma^en ba§ f e e lM e © lei^getoid^t miebex ^exgefteSt Ift, ift bie 2B tx!fam feit be§ guten S u d ie g abgef^toffen, tjat e§ feine SRiffion aijt Sefex exfüHt. U nb nux b ei SRenfcf), bex beim Sefen — unb mix b ü tfe n bag n u n e itp e tte in unb fdgen im S e b e n , in bem bie © xfaljxungen an © teile bei Ś ltd je i t o t e n — biefen in n eren @ Ieidigemid)t§juftdnb im m e i m kbex IjexpfteH en meife, ift eine in fidf gefeftigte, auggexeifte Ißeifonlidffeii, bie mix ja alle gerne fein m ä h te n , um beg in n e ie n SBexteg unb beg äufeexen © etoidjteg megen, bag fie üexleibt.

IRun bex SRenfĄ, bex bon einem p m anbexn baftet/ unb feinex ©eele unb feinem

©cifte niem alg bie fRube ftetigen SBadjgtumg gönnt. SBoIil bexmag and) ex fein e f$äl)igfeiten p exmeitexn, feine ©efülile p bexfeinexu, fie em bfängltdjex p , rnadien füx bie ja^IIofen ülbfdjattungen fxemben ©eelenlebeng, bexmag ex feine © eb an len gefcfimeibig p m adjen, immex neuen, S ile x e n unb bexfdilungenexen ißfaben äu fblgen.

Sibex b e i S e ife in e x u n g feineg feelifdien unb geiftigen Slufnafjm eadpaiateg, menn mtx fo fagen h ü lfen , ift bag 5ffiad)gtum bex ©eele unb beg ©eifteg nid)t nadigefom m en, bie eigene fdjöbfexifdie S x a ft bex ©eele ift beiöbet unb bexftum m t. © iefe feeltfdie J x a f t gebxaudjen mix alle, um bie täglid) auf ung bon neuem einftiixm enben © inbxüde p o ibnen, fie m it unfexen © ifa ljiu rg e n u nb © eb an len p buxcfibxingen unb in Uebex=

ein ftim m u n g ju B ungen, lu iä , um b e m © e f ^ e b e n e i n e n © i n n j u g e b e n . Säex biefe W iaft bexloxen obex b etäu b t b u t ßei ^em entftebt eine S eeie, bte ex 'bex=

geblid) b uid) im mex ueueg ©’exantxagen bon © tb ff füx © ebanlen unb © in n e aug=

p f ü lle n beftxebt ift, benn ex beim ag nux füx bie f u x p 3 eü bei gexftxeuung, S e fA a f.

tigung obex fenfationetlen © n c g u n g fidj baxübex binm egjutaufdjen, bag fern feeufäjei ijiuugex mädjft, a n fta tt geftillt p mexben.

® a m it xübxen mix an eineg bex mid)tigften ißxobleme bex m obexnea Sbultux, ja m an b a if fagen, bafj eg bag. S ’einbxoblem ift, um bag fidj alleg an b eie bxebt. ® te mobexne $ e d m tl b at ung einen neuen ungebeuien Sebengxaum exöffnet, a b e r unfex feelifcbeg 2Bad)gtum bat m it ib r e i ftüxmifdben ißoxm äxtgentm idlung nid)l @d)mtt g alten !önnen unb ift baxau§ eine )iieete entftanben, J)ie in ir Bi§5ei: n ta)t 5U fuuen bexmocbten. ©cfjliefśltcf) louxbe bie @ t)annitng unexträgli($ unb entlub fiaj tu ben xeUolutionaxen §DXTnen, bie bct§ gefantte (^eifte§Ieben in 2 8 iffenfcf)aff, ® unft, uveitgton beute allexoxten p ig t. ® iefe fRebolution beg © eifteg unb bex ©eele ift biel gem altigei unb mixb biel folgenxeicbex fein, alg bie politiftben fftebolutionen, bie mix in ben lefeten L a b ie n exlebt baben, ju m a l fie ficb ü b e i bdg gefam te © ebiet b e i meftlidjen ^ u l tu x ex»

ftxedt unb fein S o l! biefex ^ u ltu x babei au g n im m t. 3 a fie b a t ibxe SSellen big p ben alten S u lt u ie n beg D fteng boxgetxagen, unb eg ift möglid), bab fie audj boxt äu neuen

^D irnen fü b rt unb neueg übexxaf dien beg Seben aug fid) gebiext.

@o meit b at ung unfexe fdjlid)te llntexfucbung o o ta n g e tia g e n , m itten in bie ifiio b lem atif m obexner S u ltu x e n tm id lu n g hinein, ©g fübxt eben audj bei einfache

© ebante, menn m an ibn äu ©nbe benft, in bie S iefe. Slbex mix büxfen ung nid)t bex»

hexen unb müffen fudien, unfexen iäu g g an g g p u n ft miebex p gem innen. @g ift fidieilidj nüfelidi, übex bie © xünbe n a d ip b e n le n , b.ie äu bem fu ltu x ellen ©bang gefübxt baben, in bem mix ung beute befinden, unb eg ift bexbienftlidj, auf SIbbilfe unb T e ilu n g füx bie menfdjlidje © efellfdiaft bex © egenm axt p finnen. SIbex ba 3 to iefp aIt unb Bet»

xiffenbeit ja u n jm elfelb aft feelifdjex lilatux finb, unb mix beute ben © tau b en bexgan»

genex 3 abuäebnte bexloxen baben, bafj bag Slltbeilm ittel füx alle biefe © djäben in einem lim » unb Uleubau bex fo k alen © liebexung unb bex © iltexbexteilung in bex m enfdjtidien ©efellfcbaft äu finden fei, fo folgt b a ia u g , bafj jebex bei fid) felbft, in bex eigenen © eele anfangen fa n n unb m ub, den 3 toiefpalt j u übexm inben. SSenn ex n u n b a p ben §übxex im Sudbe fud)t unb immex bon einem äüm anbexn ftü ig t, obne bag xedjte p finden, fo. liegt eg toobl nid)t immex am S8 ud)e, fonbern audj bicx bei ifim felbft. 9tudj bag befte S u d ) fdjentt nid jtg aug fiĄ felbft. ©g m ill exobext fein, mie alleg im Seben. Unb mix haben ja fdmn bei unfexex Jlein en S e tx a d jtu n g gefefien, mie- meit m an m it einex einäigen © ebanlenxeihe lo m m t, menn m an fie ju ©nbe beulen mill. SSix finb ja abex eigentlich noch lange n idjt fextig, unb unfexm Sefex ift^ bexeitg fo bieleg eingefallen, mag m an nod; b a ju fagen to n n te, unb fo mändieS, mag eigentlidj bod) anbexg unb beffex I;ätte gejagt meiden fönnen. Sßenn mix jetit unfexe S e tia d jtu n g äum ämeiten1 SRale lefen, fo finb' mix felbft biefex SDleinung unb möchten eigentlidj nodj e in m al bon boxne beginnen, — unb menn mix bag finden, bann haben mix u n s felbft

xichtig gelefen. © dju.

(10)

Die ^on3crttdtigfeit óee ^l'teifter’lliien (Befangbeceinö in 5et ©atfon 1925/26.

Sßün tßxof. S u B r i d ) .

@eit je^er fjat firf; ber 5D?eifler'fc6e © efangberein bie p fle g e beg a caBpeI(o=

©efangeS ^ BtfonbeiS angelegen fein laffen. © e tre u feiner S ixabiticn beg in n t ber aSexein feine btegiäbxige S o n ä e rttä tig fe it m it einem ©fjorEon^ext, ba§ am 13. DttoBex u n te r S R itm irtu n g be§ iß ian iften D r . iß a u l D ifdjtex in bex „91eid)§5alte" ftattfin b en fall, unb bag eine Üluglefe ä lte re r unb n e u e re r a cappeIIa=Gf;öre bieten Wirb. 3 m S J iitte lp u n Ü ber © fw rbarbietungen ftefit b k § m a l ein SSer! beg m obernen Sfrjiuponiften

© rtoin Senbbai, betitelt „5R i p p n n " . S i n e © f i a r f u i t e f ü r m e i b l i dj e @ t i m >

m e n (D pug 5). SJereitg bbr einigen S a g te n bracf)te ber SJleifter’fdje © efangberein eine fRei^e bon S p ü re n aug biefer © u ite ; biegm al foil biefeg ^oÄ iutereffante m oberne grau en d io rW er! bollftänbig s u r S luffü^rung tom m en. S enbbai ift u n te r ben lebenben m rb ern en S R ufilern jW eifellog eine ber angie^enbften © eftalten, © eine S u n ft ent=

äünbete fid) an ber SRufit beg S R ittelalterg , feine D onfprad/e b e rr ä t innigfte i8 er=

trautbeit w it ber fyevben © djönbeit a ltta tb o lifib e r ® ird)enm ufit. © o g a r big in bie feinberäberte SJtufit feiner fin n lid > reiäb b llen „9Hppon"=@ uite biuein erflin g en biefe eigenartigen agfetifdien S lä n g e iß a lä f tr in a ’fdjer SReffentunft. D a b S en b o at in ber i8 er=

Wenbung Ije ta o g ra fte r aittorb=St'om bination alle S rru n g e n fd ja fte n mofcernfter © djule fiib äu eigen maiĄ-t, fei n u r nebenbei erw äh n t, © eine b u rd jau g fo rtfd irittlid je Don=

fpradie w irb aber im fdiönften © in n e geabelt burd), eine glühenb=finulidfe unb tief»

fdiürfenbe © rfinbungggabe. S eb en faltg b ü rfte ber im 3 a b te 1882 in Sfubapeft ge­

borene, s u r S e it in © a n 3tem o lebenbe S b m p o n ijt fpeäiell auf bem © ebiete ber

© horm ufif nicht biele fftioalen haben. D ie bemnächft 5u r aiu ffü h ru n g tom m enbe S rau en ch o rfu ite „Stippon", b rin g t in adjt ü b erau g a a rt gejeichneten m ufifalifdjen

$G fteH biIbern W unberbolle © tim m u n g g b itb er aug bem S anbe ber aufgeljenben © onne.

U ra lte D ichtungen Hegen ben prächtigen S R ufitftüden au © ru n b e . 2 8 ir hören ba eine tßcefie beg D hotom o no © u tu n e 3 a lam o ch i, ( t 785 n. S h T-) ber noch heute u n SSoItg«

m unb alg S p r ite r fo rtleb t. 3 n fchwärm erifchen 2 8 o rten fingt er in feiner D ichtung

„iftippon" „ D S an b i)a m a to , S ib e ü e n e ila n b , w ie lieb id) D id)!". D b er Wir hören bte fehnfmhtgbolle Siebegtlage ber D ich terin 3 b a u m i © h ifib u [987— 1011 n. S h r.), öte m ber ißoefie „Ś om m ein m al noch", ergreifenbe D öne fü r bie Siebegfehnfudjt eineg tot- tr ä n te n SRäbcheng finbet. Senbbaig D one um fleiben biefe w unberfam e S p rit aufg ergreifenbfte. D en ganaen 3 au b er einer m onbfdjeinburdjgliihten iRacht em pfm bet m an beim Slnhören beg 4. © tü d eg ber © u ite, b etitelt „ D e r 3Ronb . (D ichtung bon Sfchitaw a, D id ite rin beg 8. S a h rh u n b e rtg ). Qtoei tla n g liĄ ifo lierte q ra u e n d jo re (4ftim m iger (So^rani^D r c o n tra 4ftim n tijen ^IItd)or) u n te rm a le n ben melobtfaien (9)e=

fang bon öier © oloftim m en:

„aSie bie S ßolfen e r aerbrid)t, Wie fein m ärchenhafteg S tim m e rn filb erfarb n e 97efee flicpt, überg SIReer, überg S anb, üb er bie taufenb S örnchen am © tra n b , bafe fie wie J u w e le n fchim m ern!" ^ la n g lid j ift biefeg © tü d , bag feinfte unb bifferenaierteite ber ganaen © u ite. fffiunberooE bie m ufitalifche 3 ei<hn:ilbg beg bie fßsolten fu b ern burcpbrechenben SJtonbeg. SRan em pfinbet hierbei bie ganae ©chönheit nid)t aufgelpfter Slftorbe unb in fie h iu ein to n en b er © etunben. (SBer © Iiren h a t au h ö ren , bet höre.) 2Benn ich noch einen ber burdjWeg genial etfu n b en en „fRippon -S h o re befonberg herborhebe, fo fei eg bag fteunblicpe Siebcpen „ D e r S rü h H n g " (D ichtung bon iR a rtö ira 825— 880 n. S h r . fR- W at' bon h e rb o rra g e n b e r © chönheit unb ift in btefem © tn n e nod) heute fpridjw örtlich. SBegen einer S kbfchaft m it ber S taiferin w arb e r b e rb ra n n t).

D iefe töftliche iß e rto n u n g ift ein tlaffifcheg fßeifpiet fü r lin e a re D eraen to m b in atio n en . fReben biefer © horfuite b rin g t bag S o n a e rt gemifchte A - c Ä e l to - S h ö r e bon

^leffet, P h ilip p © djarW enta („D örpertanaW eife") «B ortniangfi (ruffifcherJSefpergefangJ unb -eine raffige iö earb eitu n g eineg ruffifcben fßoltgliebeg („SIad)§") tw a ©retfchantnoW . D e r m itw irten b e fBianift D r . iß a u l D ifd jler ift ein g eb ü rtig er S ie lip e r . 3eben=

faEg fdjeint fid) in ihm einer ber hoffnunggboEften ffManiften bon großem , S o rm a t aug- aureifen. D ifchler Wirb alg ö a u p tw e r t S R aj fRegerg gew altige „ fß a ria tio n u n b S u0e üb er ein D hem a bon S ach " fpielen.

U eber bie w eiteren SW naertpläne fei fd)on heute folgenbeg gefagt:

(11)

2lm 4. 3)e#em6er fü ^ rt ber S e re in bie b ra n ta tif^ e S 'a n ta te „ § a u ft’§ S er=

bam m ung" bon © ector S e r l i o j im Ijkjigen © ta b tt^ e a te r auf. f[Ritlnir!enb baS ©d)Ie=

fifdie S anbeSordjefter auS S re S la u , fRafe S S alter, ^am m erfćinger S ^ b S b o rf unb

§ e r m a n n @cf)et) (familie^ a u8 SBerlin).

S55eitert)in merben A - c a p p e ll a - ß p r e b o rb ereitet fü r ein E f io r f o n je r f u n te r fbliftifcEjer S R itto irfu n g bon Sbfef iß em b au r (SRündfen). 2 )en Stbfdilu^ ber Sfonäertfaifon b ü rfte ba§ D r a to r iu m „fftut^", bon ® eorg © d ju m an n , bilben.

Deutfdte ^ e a t e r g e m e m ö c .

n m m 6 p t ß l ^ t t ,

UeBeralt too beutfdie fUfenfdien tonfmen, ift ber beutfdfen S u n ft eine H eim at bereitet, © te ift £>eräenifad)e be8 gefam ten S otfeS in atten feinen © Ą iditen, audj

^eute nad). S eb er, ber biel getnanbert ift in feinem Seben,- meifj e§, ba^ e§ fau m ein anbereS S b tf gibt, baS fn gerne fein § e im fdjmücft, unb fei e§ bie ärm licfifte © litte.

® ie b ra u n e n im Ś-elbe inaren, fiaben eS im m er mieber m it gdeube gefetien, tbie nodf im buntelften U n terftan b borne an ber fffßbnt ein p a a r S il b e r au§ irgenb ein er Q eiU fdfrift ober ein p a a r S lu m e n in einer a lle n S'artufcfje än finben toaren. SSo ab er ba§

feinMidfe g eu ee m it feiner jerfto reu b en © etoalt nid)t m e^r b in r e id te , ba um gaben f id bie S äg er m it © a rte n , W etteiferten bie S re tte rf m tte n unb © tä lle m it a lle rle i Q ie rra t, unb am Stbenb War ein SJfufijieren ü b erall, oft auf felbftgefertigten ^ n ftru m e n te n , unb bie alten Sieber beS S oIteS b u n t unb feltfam g em ifd l m it m obernen „ © d lo g e rn "

fprangen bon © ru p p e ä« © ru p p e.

215er biefeä naturljafße S e rb u n b e n fe in b e i b e u tfd e n S o lf e i m it feiner ^ u n f t te n n t unb e i aud) nod) ba w ieberäufinben weife, wo e§ b etrieb fam er © e f d ä f t if i n n mife=

leitet, ber berftefet, W ai ben SÖeutfden in $ o In ifd = D b e rfd le fie n ifer b e u tf d e i Sifieater bebeutet. @o bat benn aud) an bem S am p fe um unfere © piel^eit im tom m enben

© erbft unb SB inter bie ganäe beutfdje S e b ö lte ru n g regen 2lnteit genomm en. Seiber ift e i aud; b ie im a l nidft gelungen, m epr a l i 9—10 Smge a m SRonat, b a r u n te r einen

© c n n ta g , fü r b a i b eu tfd e © piel ju erh alten , unb Wir finb beSwegen n id jt in ber Sage, ein eigene? f£l;eaterenfem ble ju halten. S nim erfein ift e i fü r u n i ein S o r t e d , bafe bie SDireftion b e i 2 ) r e i ft ä b t e 1 1; e a t e r i , b ai. aud; biefei ^ a fe r S o ln ifd » C b e rfd le fie n befpielen Wirb, nunmefer iferen ©ife in S e u tb e n feaß W ai eine engere S e rb in b u n g bon b o rn b erein gew äbrleiftct. © pieloper, O p erette unb © d a u fp ie l Werben toed)feln, S t ö n i g i b ü t t e foil in grofeerem U m fange, a l i b ie i b o rig e i ^ a b t m ö g lid War, befpielt w erben. Slud) bie H eineren © täb te b i I o W ife, S Iefe, fft b b n i t, K a r n o wi f e unb einige anbere O rte follen © aftfpiele erh alten . ® ie S o rfte llu n g e n in SattoW ife unb S 'ö n jg ih ü tte w erben Slnfang D fto b e r (Sattofcife am 2. D fto b er) beginnen.

©§ ift b eih alb nottoenöig, bafe bie SRitglieber ihre fO fitgtiebfdaft m ö g tid ft balb ern eu ern unb eifrig neue SR ügliebcr w erben. ® ie S o r te ile fü r bie. SR itglieber finb bebeutenb, fie beftel;en in bem 2S'or!aufired;t bor ben fR id tm itg lieb ern unb einer ©r»

mäfeigung bon 20— 30 iß ib je n t auf allen $läfeen. ® e r © fitg lie b ib e itra g b e trä g t fü r bie lom menbe © p ie lje it b i i auf W eiterei fü r bie © ta m m la r te 5 Qlotb- fü r bie fiteben"

fa r te 3 Q lotp. g ü r SR i t g I i e b e r b e r © e w e r ! f d « f t e n u n b 21 n g e ft e I I t en»

b e r b ä n b e f o w i e f ü r 21 r b. e i t i I o f e f o n n e n © r m ä f e i g u n g e n o b e r f R a t e n j a h l u n g e n g e w ä h l t W e r b e n . ® ie alten S Jtitg lieb Ü arten finb mit=

su b rin g en . 3 ) a i © e fd ä fti^ im m e r ber K heafergem einbe befinbet fid b i i auf W eiterei S o h a u n e i ft r a fe e 10, 2. © t o d, r e d 1 8, Q i m m e r 17.

1. ISbnäertabonnem ent 1925/26.

,2I u d in biefem S g h te w irb bie K heatergem einbe n u r erftflaffige Z ü n ftle r heran«

äiehen, Woburd; n a tü r lid f bie U nfoften en tfp red en b Iw d Werben. SDeihalb ift e i not=

Wenbig, W ieberum ein Slbonnem ent Port m in b eften i 300 SR itgliebern fid;er üü ftellen, m it bereu S efu d ; bei allen S o n äerten g e re d n c t w erben !a n n . ® a i 2lbonnem ent hot fid; aud; im »ergangenen ^ a h r e fü r alle K eile fel;r gut b ew ährt, © i ift fü r { to ti SIafe=

tateg o rien gebad;t unb bem entfpred;enb m it 10, begW. 5 Qlott; äu jeid;nen, bie m it

(12)

2,50 Bejto. 1,25 8 Iott> fü r jebeg S oitjex t anaerectjnet toetben. ©§ ift tote im Sßorjafire üBerixogBar. ® ie S’onsexte teexben boxaugfiiĄtIic£i übexluiegenb im Sw eater ftattfiribrn.

S)ie Slbonnem entg IjaBen in biefem g a ß e ben SSoxteil eineS Beftimmten ißlafeeä unb einex © i m a f j i g u n g ö d i i r a i n b e f t e n S 20 ^ x o ä e n t auf allen ißläfeen. 58i§

SBeifmacfiten finb folgenbe biex Son^exte b’oxgefefien:

28. ©egtem bex: SDregbenex © txeicfiquaxtett, 19. DftoBex: S a f a ^ r i b o b a , 53inline,

©nbe SfobemBer: Slnbat) (©efang) m it ^oxngolb,

Stnfang ©ejemBex: © xbm ann obex g r ib a S m aft= §oba (®Iabiex).

ift nottoenbig, baB alle ÜJtufitfxeunbe ba§ SIBonnement äeicfinen unb fit!) enexgifdj an ber SföerBung Beteiligen, © ie ülnm elbiingen erfolgen (aucB fcBxiftticfi) in bem fdfon genannten 33üxo bex ffieatexgem einbe. S3ef fcfixiftlicfiex ÜInmelbung finb bie © inaatiiungen auf bag S'Dnto „SDeutfdje © beatexgem einbe, StonjextaB onnem ent", Bei bex Slgxax- unb S om m ersB anf SattotbiB , au leiften.

€ m f ü ^ m t t0 e n . 1. © e r © ra u n t, ein 2eben.

© ram atifd jeg SRärcBen in b ier Slufäiigen bon g r a n ä © rillg a rä e r.

© x itlp a ije x ift ein © x am atifex bon einer ©idfexljeit im ©ecBnifcBen, toie m ir fie u n te r bentfetjen © iditexn n u r g a r ju feiten antxeffen. ® ag ift gemife nid)t fein einziger fR ufim eititel, ex ift bielmeBx audi ein © eftaltex bon üBexxeidjex g ü ß e , aber gexabe unfex © tü d fdm bft einen großen © eil feiner S ß ix tfam feit aug feiner tedinifdien

@etoanbl>eit, m it ber bag © raum leB en beg g e lb e n gem eiftert ift. SBie in j o m andjem toax bex © id ite r aud) Biexin BaBnBredienb, benn eg ift in ber neueren S ite x a tu r bag erfte © xaum ftüd, unb eg ift tein 3 u faIl, baB bie mobexne SöüBne eg miebex gerne in iBxen © p ie lp la n au fn im m t. SOfuB bodf ben © dfaufpielex bon Beute bie Stufgabe re'iäen, biefeg SJiäxiBenfpiel m it feinem hoppelten1 S o b en ä« farbigem , fputBaften ÖeBen äu exmeden.

SJtit gxo|ex ® unft läfet bex © id jte r ben g u ftB au er anfangg im U n tla re n , too bie SBixflidffeit aufBöxt, unb bag © xaum fpiel beginnt, ©xft bex ©cBlufs B ringt eigentlid) bie redite S tu ffläru n g , unb ber faft u n b e rm itte lt in bie SbpIIe bex SBixflicBfeit äuxüd»

bexfetite ö ö x e r füBtt ben Sllpbxuct Blutigen unb fdjxedBaften ©efdjeBeng m it bexfelben SxIeicBterung bon ficB genomm en, toie ber ©elb beg © tü d e g felbft, bex ficB n u r müB=

fam in bag SBadjfein äuxüdfinbet. © ennod) Bält bex ® id )te r bie SiUextmale beg

© xaum eg mäBteub bei 5>anblung buxdiaug feftj bag fpxungBafte, abenteuerlicBe ©e=

fd)eBen, bag fid) jto a r logifcB ab er m it untoixflid) gefteigerter SöuntBeit unb $ a f t ab=

toidelt, bag SluftaucBen bon © eftalten aug bem ŚtlltaggkB en beg g e lb e n in feltfam en fRcIlen, tra u m b a ft um geftaltet, bie g an je S B a x a tte rifie ru n g bex iPerfonen, bie alle ettoag feltfam UnmixflicBeg an fidj Baben. ® a p tom m en b an n nodj © injeljfige, bie ung allen aug bem © rau m leb en b e ta n n t finb, bag toie ein ß eitm o tib miebexteBxenbe-

„fftuftan, fRuftan, toilber ^ ä g e x !" , bie feltfam e 5>aft, m it bex bex fięB auf fein loaBxeg S iefen befinnenbe fRuftan febegm al toibexftanbglog bon ben fid) ubexftuxjenben ©x=

eigniffen fo itg e p g e n toirb, bag mäxcBenBafte © p iel m it bem © iftbedjer unb enblid) ber © tu ra b on b e t S r ü d e , m it b em b e t Q elb e rtv a d ji, Wie ung ein foldfer g a ll oft fcBredBaft aug fcBmerem © ra u m au eilöfen pflegt.

5Rid)t au lln re d jt Bot m an bag © tü d m it bem noxbifdjen i ß e e x © p n t ber- gülden. Sludj unfex S e lb fRuftan ift, ein J ü n g lin g m it leidjt e rre g b a re r iRBautafie, bex üb er fidj felbft Bjoaug mill unb im © ra u m e ein eingebilbeteg ^aifexxeid) e rrin g t.

'ilud) amiftBen © olbeig unb ber treu en SR iraa fan n m an moBI eine iR arallele aieBejt,

© ennodj b a rf m an bie Beiben © tiid e nidjt gleid) fe^en, benn fotooBl an ©iefe beg

© eBaltg mie an B a u b e r ber ©pracBe unb bex SR aidjenB itbei ift ^ b fe n b e m 'ä lte r e n CefterreicfieT überlegen. tleBexBaupt feBlt © xillpaxaerg © p rad je b e t bolle ©on unb bie traftboH e © igenaxt, n u t feilen exBebt fie fid) au Binieifsenber ©dfönBeit. U nb bag ift eg moBI,, mag biefen Bexboxragenben © x am atitex unb © (bopfer unoergefilidjex @e- ftalten n ie fo rećBt BeimifcB u n te r feinem SSoIte Bat mexben laffen.

$ a g © tü d ttin g t aug in ben üßreig beg ibpllifcBen SeBeng;

(13)

SSreit au ä m it beinen © tra f ie ń , S e n ! e§ tief in jebe iB vu ft:

© ine§ n u r ift © lü d Jinieben, (£in§: be§ I n n e r n ftille r ^ ^ieb en Unb bie fdjulbbefreite SBruft!

Unb bie © töfje ift gefnfjrliä) Unb bex iRubm ein leereg S p ie l, 2Ba§ er gibt, finb nicbt’ge S d ja tte n , 3Ba§ er n im m t, e§ ift fo oiel.

216er mar_ tooł)l toeniger bieS etmo§ quietiftifdie S b eo l, ba§ ber SDii^ter burcb fein S tiic ! ilfu ftrie re n moltte, al§ bie b itte re (S rlenntniS , b a | gefcfjicbtlitfie (S to le unb p o litifi^ er unb !rieg erifd )er © rfolg n u r altauoft an S3tut unb SSerbrectjen gebunben finb unb bafj ber S rfo tg bie gröfften S fin b e n oergotbet. © ine © rle n n tn iä , bie m ir alle au§ ber eigenen © rfa b ru n g ber lebten g e it o ortrefflid) m it 29eifpielen fdfm üden to nnten, ©g liegt mofil and) S e lb fte rfe n n tn iS beg ^id^terB unb eigenes © rieben ju (Srunbe, benn er fanb in fcinenf Seben nidjt bie S 'ra ft, feinem (Senie au§ ber geliebten ipeim at b fnaug ben 2Beg au g r a f i e i t Unb © rfolg au bafmen, ber aud) feinem Schaffen

® jfiillu n g b rin g en fönnen. Unb fo mochte er fid) felbft oft al§ ben S iräu m er fuglen, ber ber © rofje nacbfagt,, obne m eljr alg ben SDint beg ©ntfagenS unb ber in euifanter g e lle oerfcfiloffenen S'eiben anfaubringen. S o m ag er aud) a n fid) felbft bie Ä 'o rfe gertcptet hoben, bie g a n g a , ber fd;marae S ü a b e , feinem 5>errn fRuftan oer=

acgtitd) aim ift:

U nb m it nlfo fdjjnerem © ange, SRit fo ärm lich halbem SRute Söoltteft ® u ber § e r r f d ) a f t S p ro ffe n , 3)u ben fteilen 2äeg be§ © rohen,

® u e rtlim m en SR aait unb fR ang?

S u n t berm engt au§ manchen S to ffe n 3 ft bag SRohera ber © em alt,

S a u m ber S r a n b bon sehen fReimen

© niigt, bie SRifdjung angangfeichen,

® ie im Siiegel fodjt unb loaltt:

®od) ein S ä t u I erft im SRaden,

®em V erg an g n en ift m an holb, Unb ber S o n ig gtänat bon © olb.

Söer ü b er ben ® id ) t e r '© r il lp a r a e r in ben S iteratu rg efd fid jten nadflefen miff, f inbet baS S e fte im m er noch bei SS i l i f e I m S d j e r e r , m oju bann bor allem SR. 5Di S t R e p e r g Siteraturgefdjichte beS iReunaehnten ija h rh u n b e rtg htttauäuaiehen ift.

Shigführlidjereg üb er fein fieben nebft S n h a ltg a n g a b e n ber einaetnen S t ü d e finbet m an in ben S iteraturgefdjicbten bon © b u a r b © n g e l unb g ^ i e ^ t i c h S u m m e r .

® iefe 93iid)cr, mie eine Sluggabe ber SKerfe m it . guten © inleitungen finb in ber

„SJüdferei fü r S u n ft unb SBiffenfdjaft", auf ber S c h u lftra h e au haben. S d iu . 2. V crb ig Sliba.

1839 h atte SSerbi feine erfte D p e r gefdfaffen. 32 S a h t e fp äter lag eine ftattlid ie Oteihe bon äR eifterm erten feiner g e b e r bor, b a ru n te r fRigoIetto, ® ro u b a b o u r unb S r a b i a ta , S ä u le n be§ m obernen D p e rn re p e rto ire g . 1871 fanb in - S a ir o bie V re m ie re ber 21 i b a fta tt. $ ie f e D p e r m ar Pom Shebiben, bem V iaetönig bon Slegppten eigentlich fihon b o th er, au r © röffnung beg S u e a fa n a lS , bei bem b erühm ten italienifchen SReifter beftellt.

SSerbi hat in ber Sliba im Vergleich au feinen frü h e re n S ßerfen einen großen S d i r i t i b o rm ä rtg getan, © in n eu er S t i l ift gefchaffen, ber nicht m ehr n u r — italienifdj ift, fonbern ben © influfj Sßagnerg an be.rfchiebenen S te lle n , mie aud) in ber ganaen D rchefterbehanblung, beutlid) aufmeift. „® ie SRelobien ber Sliba, fagt V ie in feinem SSerf „SDie m oberne D p e r", finb gaim aug bem © efange erfunben, W enn fie fid) noch febr ber in ftru m e n ta le n S in ie au n äh ern fcheinen. ® ag D rd )efter t r i t t alg 2ReIobie=

fü h re r burchaug a«rnc!, unb felbft alg ff-onbmaler ift eg befdfeiben. ® ie V egleitungen finb feiten flifd)iert, fie haben einen fta rfe n felbftänbigen fRhpthmug unb ein eigenes agogifcheS Sehen. S in b fie ffü llu n g , fo burd)bred)en fie fiel) gern in fo rg fältig er SIrbeit, f l ö te n , F ag o tte, ©eHi, V ratfd fen o rn a m e n tie re n in belebtem fRelief bie SRitteU ftim m e. ® aS ganae D rd je fte r in b io ib u a lifie rt fid), ncherlich n id jt ohne norbifdjen ©in=

fluh unb bie V a r t i t u r ber Sliba ift oft m ehr S )ta m a aiS bie V ü h u e . . . ®i e

(14)

K fm taftere bei © ingenben fte^en im Gümfeittble ein an b er n idjt fo fdjarf gegenüber, beim e§ in tereffiert f k biel m e^r, m a !) r 31t fein al» I ü n ft I i cg. . . . S)ie SKelobie finbei jm ifdjen © diöitlieit unb Slngbxinf einen reiäenben 3Beg. . . . ©8 gibt !ein leereS iReäitatiß mefyx', leine felbftfüdjtige K o lo ra tu r, nidjtS U n i f o r m « nic£)t§ 93iltige8."

Söer S e j t ber „Stiba" bot wenig D r t g i n d ü a f . 5Der äggbtifdfie g e lb fje rr UtabameS fefirt ftegreiift au§ bem S’elbjug gegen bie Sletbiopen beim, galftreicfie @e*

fangene fü b rt er m it ficf), b a ru n te r ben S etbiopenfönig Slm onaBrp unb beffen X o fy te x Sliba. ® em © ieger ift bie ©önigStocbter 2lm neri8 beftim m t, bie ifm and) liebt, © ein g ie rj aber toenbet fidj ber bolben Stiba ju . Um feiner Öiebe w illen gelft er, al8 Siocl)=

ü e rr ä te r angeflagt, ftanbfiaft in ben i£ob. 5Dkfe ^ a n b lu n g ift _ im Sertbucf) ofme braraatifcfte ^ e rfle d itu n g ober feelifdie Si’ertiefung in ein er p rim itio e n 2luf ein a n b ei- folge oon © äenen Wiebergegeben. 23erbi§ Slft.nfif in ibrem S a rb e n g la n ä nnb t ibrem cbarafteroollen, feierlicben © rn ft ift c§, bie biefe b ilettan ten b afte § a n b lu n g gem eBbar,

ja su einem böben S ’u n ftw e rt macbt. ,

S a 8 grobe S eftfin ale am ©djlufe be8 2. ÜltteS tft bag granbiofefte m ber gangen ita lien i]d )en D p e x n n iu fif. ^ lu fein an b er folgen: ba§ !öniglid)e ba§ ilm fcye S b em a, bie iftriefterfuge, ber g a n fa re n a u fg u g , ba8 farbige S a H e tt. ^ a n n folgen K om binationen biefer S ljem en, meb^fncbe © böre tre te n auf, fta rfe 93übnenm uftr, eme IReibe bram atifcbe ©pifoben, wie bie S o rf ü b rn n g oon Slm onagro unb Sltba. ©m e üppige S ü lle m u fü a tiftb e r üßbantafie, ein p rad fto o ller fftaufd) öon Sweben, © lang unb SSürbe gu einem ftrablenben S eft ber S ö n e bereinigt. . ~ ,

S n büfteren S e rb e n gibt ftd) ber lebte 2l!t. S i e © ertdftgfgene tm S em p el tr ä g t ägpptifcb-bieratifdjen ©ba:i:after. S i e tlagenbe Slm nerig ftebt al§ S fontraft baneben. U eberirbifcbe K länge b rin a t bie leftte ©gene: 9^abame§ unb Üliba im K erfer, ib r gem einfam er S ob. D b n t lau ten © ffett fdjliefet bie p radftbolte beroifcbe S )p e r im garteften tftianiffim o. ____________

D i e e u t o p d t f d ) ß £ t t f ß i m 6 p i e g ß i 6 ß t D i ^ t u n g . lieber biefes S:[)ema fpricf)t ber befeannte Sitcraturfjifttmfie* <p. gtieDric!) miuchcrmonn ©. 3- tu ber Seit nom 16., 20. nnb 21. September in ber StterarifĄen äSeretntgung SBnigsljiitte.

S ie europäifdje K rife ber © eg en w art, bie ftd) neben ben w irtfclm ftlidjen unb politifdjen © rfd iü tte ru n g en in allen bom SBeltlriege b e ru p rte n ß ä n b e rn oornepm ud) aud) auf geiftigem © ebiet a u g w irlt, m adjt 93. S r i e b r i i f t S R u c f e r m a n n m ben bon ilrai fü r K bniggliütte angefünbigten SSorträgen gum © egenftanbe feiner U n ter- fudjungen. @r wiÖ bie ba8 ©eiftegleben beWegenben unb begrünbeten K rä fte au f­

geigen, bie SBurgetn ber S ß etw irru n g unb Q e rrü ttu n g barlegen unb einen Qlugweg au8

bem e n tfta n b e n e n ©Ijaog Weifen. t , .. .

S a g S b e m a feineg erften iß o rtrag e g la u te t: © o e t b e u n b b a g j ü n g f f e

© u r o p a . ©8 Will bie © inflüffe © oetbifdjer 9BeIt= unb Öeben8anfcf)auunp auf bie geiftige H a ltu n g ber SSorlriegggeit un terfu d jen , lla rle g e n , wag b a to n ung fteute nodj Wertboll fein f a n n unb wo bie © r e n g e n biefe r © e if t i g fe i t liegen. — © in g w eite r S3or=

t r a g : S o ft o j e W i f i u n b b i e e u r o p ä i f d j e K r i f e f ü ljr t b a n n m i t t e n in bie

© ebanfengänge b 'u e in , bie u n8 bie S rag W ü rb ig feit be8 S a fe in g unb ber K u ltu r ber

© eg en w art ü o r Gingen führen. Utiemanb b at bie fProBIem atif Oon fReligion nnb K u ltu r, bon K irdje unb © ta a t, bon 9lbenblanb unb fD torgenlanb. bon © ottm enfd) unb 3Jtenfd)en=

gott fo fdjopferifd) m äifttig geftaltet, wie biefer grofje fRuffe. Stiem anb Ijat Wie er ben feelifdien g u fam m e n b ru d j ber © egenW art fo ! I a r oorauggealm t. fttiem anb bat and) fo nad jb rü d lid ) auf bie SSege g u t fftettung gewiefen. S x eilid) liegt in ber ruffifdjen 5 lrt, bie S in g e gu B etrad)ten fü r bag Slbenblanb aud) eine grofte © efab r, unb Wir Werben balier S oftojeW gü in u n fere © p ratb e üBetfeften m üffen, um © rle n n tn iffe f ü r unfer SeBen aug feinen © d r if te n gew innen gu tonnen. — S f t S o fto je w g fi ber S ie b te r unb S e u te r beg feelifdjen Qufamm enBrucbS, fo ift S a n te b e t SSegWeifer gu ben © te rn e n ber ©Wigteit, gu fftettung unb © rfü llu n g . S e r b ritte S o r f r a g : S a n t e u n b b i e e u r o p a i f d j e © r f ü l l u n g , w ill aug bem geitlid) Bebingten feineg SSerfeg ben ewigen K ern beraugfdjäien, ber ung gu ben © ru n b la g e n n eu er SeB enggeftaltung gu fü h ren berm ag unb ung auf bie Q utunftgaufgaB en binw eift, bie Wir angugreifen baBen, folange bie ©efdiidfte u ng nod) bie ß e it läfet, fie gu erfüllen.

■- "

(Organ 6cß öeutfcfjen Sulturbunöeß un6 6 cß Dcrban6cß ö'cutfcffcr Öolfßbücbcreicn.

^eraußgegeben oon ö r. 03. <5 d) u ft c r u n ö 6 tu 6ienrat K u b o t f beibe in ^atomicc.

Dcrlag unö 5Infd)tift: Öerbanö ó e u tf^ c r Dolfßbücfjcrcicn, ^atotoice, ul. ©tarotDicjßfa 11.

(15)

Becfistein

S e i l e r

M u s i k a l i e n jeder A rt versen d en wir n a c h . P o l e n bei sdiriftl. B estellu n g

sofort.

STEINW*Y

B lü t h n e r CJ.Quand

K la v ie r tr a n s p o r te nadi P o ln isd t-O .-S .

franko a u f eig. G espann.

T l \ . C i e p l i k ^

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