Schaffen und Schauen, 1933, Jg. 9, nr. 7

Pełen tekst

(1)

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(2)

Dentf^et S s U a tliu l ffi( 2$olmfi|'Sd|(sfieti (. 3 .

®er S eutfd je ^ ulturbu nb neranftaltet am <3Rittrood), ben 8. IR iirj 1933, 8 Uf)r abenbs, im iReitjenfteinfaal

einen

D i d ) t e c - f i b e n d

mit

Dr. Hans Grim m

. § a n s © rim m , ber m it ,,33olb otjne 3iaum " ben roidjtigften beutfcijen iR om an naci) bem K riege fcijuf,

rairb fpredjen iiber ben

„ R a m p f u m d i e P e t f ó n l t d j f e i t "

unb bas biograpijifcije Stück „lieber mici) felbft" iefen.

IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII^ ^

© intrittskarten 311 2.— Zł. (Sitjplat)) unb 1 — Zł.

(Steijplak) finb im © oraerbauf in ber 93ud)i)anblung ber ^attoroif3er 23ucl)brudterei u. 93eriags = S p . 2Ikc.

unb in ber ©e)rf)äftsfteEe bes © entfdjen ^ultur=

bunbes, ^attoroit), ui. iRlarjacka 17, gu fyaben.

ill!ll!llll!!lllli|ll!llllllllllllll!ll!l!lll!lllllllllll!ll!l!llllll^

2P3ir bitten, ben ißoroerkauf in <2lnfprud) gu nehmen, bam it im © eb arfsfalle ein größerer S a a l befdjafft

roerben kann.

(3)

i i ?

g u n ą Ą fi tfi ein UeSerBIiif 5U geBen iifier ba§ SBefen beffen, toaS bie © eutfĄ funbe qu§=

ntadjt; eine g e n t r a l e © i n l j e i t ncufe f ü r b i e S J e u i f d f t u n b e gefuĄ t tnerben.

SBo ftedt biefe ©inljeit, bie b:e ©eutfcfiJunbe git einem Bilbnertfdjen SKittelpunfte mac^i?

S)ie g ra g e ift nicf)t leidiji gu b e a n to o rte n . SBorauSge^en mufe eine aUgetneine SB e ft i m = m u n g b e § b e u t f d j e n Sft e n f dj e n u n b b e u t f c£) e n S B e f e n § . ® ie (Sinbeit ift in ber Sßerfönlidjleit geftattet; aber tna§ geftaltet, ift eine ttmfeigung öerftbiebener K räfte unb ©cbicffale.

5 B a § b a t b e n b e u t f d j e n S D t e n f c b e n i n n e r l i d b g e f o r m t ? Stuf toelcbem SBege fucben toir ben beutfdjen Sftenfdjen? SBie äufgert er ftdb in ber © egentoart?

S55ic i ft i m S a u f e b e r Q a b r b u n b e r t e b e r b e u t f c b e S Ke n f d b g e = f o r m t ? 2I5a§ b£ute im beutfcben 3iaum am beutfcben SKenfcben ba ift, ba0 ift au§

ben oerfdjiebenften Q uellen gufam mengefloffen. ® rei Q u e l l e n finb befonberg gu n e n n e n :

■b a g © e r m a n e n t u m, b i e g r i e d) i f di = r ö m i f tb e g o r m u n g unb b e r dj r t ft * l i <b e © i n f di I a g. S m gefcbidjtli^en Stblauf m u ß ten biefe brei © ru n b fa ü o re n eine

© inbeit gu bitben fudjen; guerft bon aujgen fe z , benn fcbicffalbaft baben gefcbiibtlitbe

©reigniffe a u f ung eingetoirlt. ©o bat fidj bag im beutfdjen SBefen feftgefe^t, bafe toir aufgefdbloffen tourben fü r frembeg S3oIIgtum b rau n en , bag to ir aufn ab m en , bon bem toir ü b erflu te t tourben unb bag toir berarbeiteten. @g ift bielleitbt eine ©ditoädje, bie u n§ gu fta rt aufnahm efähig machte f ü r frembeg S M tgtum , aber auch ein V orteil: ©§ toäre gu unterfucben, toie biefe gefcbidiiltcben © egebenbeiten ficb m it bem © ru n b cb aratter beg beutfcben SJtenfdien berbinben.

@ine gtoeite ©rfcbeinung bat fiĄ im S au fe ber gefdiidjtlidien E n tfa ltu n g im m er m ehr b erau g g earb eitet: S e r 3iaum ertoeiterte ficb ia anbere Diäume; gefdiicbtlicb gefagt: S e r Siaum beg beutfdjen fbienfdjen toar jebcrgeit ein Staum o'bne © rengen. ©g gab n u r gufäüige, teine fta rre n © rengen. 2Bir toiffen, toie fta rt im S ftittelalter bie ©ebnfudbt über bag Seutfche Dieid; b in au g ging, fo baf; toir audj im politifcben Diaume feine feften

© rengen finben fonnten.

Stod} ein S r itte g ift gu berüdficftten, bag bie ©efdjicbte geitigt: äßenfdjen, bie niibt a u f einen abgegrengten 33egirf befdiränft finb, fom m en bagu, bag © eiftige ibreg © eing im m er neu gu benfen. S a r u m alfo geigt fid; auch biefeg SJfafjIofe, bag etoige ©uiben, ber fauftifdje S r a n g im S eutfcben: SSir fudfen bie Ölätfet unfereg © djidfalg gu ergrünben.

S i e © eftalten aug beutfdier K u ltu r, bie am p räg n an teften toiberfpiegeln, toag beutfcb ift, finb SKenfäfen, bie niem alg a u f einen K en n er gu b ringen finb, toeil fie biefeg ©ucben haben. S a g „SSerben" ift ihnen totditig, nicht bag „© ein"!

-© e f d) i d) 11 i di gefeben, fa n n m an m it biefer S re ib e it begeidjnen, t o i e b i e f e g

■ b e u t f c b e S B e f e n g e f o r m t t o u r b e .

Stber in ber S e u tfd jfu n b e haben toir auch a u g b e r © c g e n t o a r t b ^ i a u g ben beutfcben SKenfcben unb bag beutfdje SBefen gu erfennen. S a g 19. S a b th a a b e rt ftanb fü r u ng Seutfche gang toefentlicb u n te r bem ©efefe beg naturtoiffenfdjaftlicben S e n fe n g . S i e S B e n b u n g b 0 m i r r a t i o n a l e n g u m n a t u r t o i f f e n f c b a f t l i d i e n S e n f e n to ar fo frafs, baff toir im naturtoiffenfdiaftlicbm S e n fe n bie SBelträtfel gu löfen b °ffen.

auch beute noch- SSir toarfen ung ber S ed jn if in bie Slrme unb tourben © flaben beg n atu r»

toiffenfcbaftlicben S e n fe n g .

:

9. ^afirgang Hr. 7

i H ä r s

D eutfd)fun6ß.

Stfabem iebireftor i^rof. S r . D t a e b e r f e b e i b i » 2 3 o n n .

1

(4)

2lu§ ber © egentoartglage IjerauS gehört btefe Slrt ber ©d^au m it h in ein in bie iBem'ü'^ungen um bag S8er[tänbni§ beg beutfĄ en SKenfd^en.

S B o r a n l e f e n t o i r n u n b a g D B j e t t i b e a B? ® ie k u l t u r fĄ afft bie S in g e unb geftaltet fie; fie neljmen ben @eift ber fie form t in fidff auf. Xtnfere StufgaBe ift e§, bie K u ltu rg ü te r, bie toir aufne^m en, fo gu feljen, toie fie oBjet'tib finb.

StufgaBe ber S e u tfd jtu n b e ift bemnactj, a n bem ä u ß e re n K leibe bag SBefenlfafte fid^tBar . gu machen.

^ m U n t e r r i c h t §eißt bie StufgaBe, ber ju n g en G e n e ra tio n biefen ©eljalt, ber in ben © toffen liegt, IjeraugguIjeBen. Seutfc£)tunbe !a n n m ittjin nidtjt Bloß ein „SBiffen" um bie S in g e fein, fonbern m u ß fein ein „©idj berantm ortlii^ ^ali&n" fü r bie S in g e .

S r e i g r o ß e S B e r e i d j e finb ba&ei gu Berüctfidhtigen: 1. S i e © p r a et) e : ^ n ih r liegt atteg eingefd^toffen, toag bag SBefcn beg SSoIfgtumg ift, nicht n u r StBorte finb eg.

S ie fe ©brache g ilt eg, im U nterricht gu pflegen.

S a g Sjtoeite h än g t b a m it gufam m en: S i e © pradje ift Stieberfchtag beg toeltanfchautidhen

© tementg. ber feinften ißrägung fehen toir eg in ber DMigion. S a g Q to e i t e i f t a t f o b i e r e t i g i ö f e © ( h a u .

S a g S r i t t e , toag to ir atg großen SSereid) fehen, ift bag, toag a u g ©dhidfat unb Gefęhithte in u n ferem iöetoußtfein aufgenom m en tourbe; to ir to n n e n fagen, bie © e = f ( h i c h t e felBft. SBir finb bag Sßrobutt ber ©efdhidfjte. S a g ©pegififdje ein er gefdjicfitlidhen S3etra(htung m uffen to ir ung anfeljen; eg liegt b a rin , baß toir aug bem gefchiditlidhen SBerben herau g bie © egentoartgtage erten n en . 3tid]t atteg au g b er ©efdhidjte ber S3er=

gangenheif ift gleidhtoertig, frü h er toaren an b ete gefdhidhttidhen ©rteBniffe toichtiger a lg heute. ;—•

Slug biefen brei M om enten herau g m üffen toir bie © inljeit beg beutfdjen SBefeng fit then.

S Sorauf foE bag © ange h in au g ? Sticht menfdjtidhe Q u a litä te n fchtechthin tooEen toir aufgeithnen, fonbern fotd;e fuchen, bie eine Befonbere SBertBeftänbigteit h^Ben. ©in organifcheg © an jeg h ü b et biefeg fpegififch S e u tfd ie im aEgem ein S.ltenfd)tidhen. Um ber Menfdhheit gu einer re in e n g o rm gu öertjelfen, m uß j e b e r © igenart Siaum gelaffen toerben.

S eutfchtunbe toirb in biefer teßten g u fam m en faffu n g in b e r U eherm ittlung beffen, toag fie ,an ©infidhten hat, nicht baBei fteljen BteiBen, SBiffen gu üerm ittetn , fonbern fott öorftoßen Big bahin, too bie 83eranttoortung fü r biefe S in g e liegt. Sticht u m ih re r fet&ft toiEen unb beg Stolfgtumg toiEen, fonbern u m ber gefam ten M enfdjtjeit toiEen m u ß fie borftoßen a u g bem U nterridjtlidjen in bag ©rgiehlidje.

S i e Seutfdhtunbe m uß einen M i t t e t p u n f t ^dben; bie SBietheit ber © rfdjeinungen b ertan g t gunädhft ein 3 i e I. m u ß Beim ©rgiehen toiffen, fo toie ber K ü n ftte r: SBag toiE idj benn eigenttidh fü r eine g o rm fchaffen? Qdh^ ta n n nicht an fan g en , ohne gu toiffen, toag Q iel unb ©rgeBnig fein fott. ©o h a t auch bie S e u tfd jtu n b e eine gang Beftimmte P rä g u n g nottoenbig. SIBer gtoei S in g e ftetjen fich gegenüber: SBenn ich m ir auch ^ a r toerbe, toag bag SBefen beg beutfehen M enfchen ift, fo ift b am it nodj nicht gefagt, oB idj bag in b e r © djute antoenben ta n n . ^ch m uß m ir t t a r toerben: SBo l i e g e n i n b e r

©d Ej u t e b i e © r e n g e n f ü r b i e S e u t f c h t u n b e ?

3 n ber © egentoart täm p fen gtoei große Stidjtungen in ber 5)5äbagogiI: S i e einen tra g e n einen Betoußten © c h u t = D p t i m i g m u g g u r ©dhau. ©in Bißdien bon biefem O ptim igm ug m u ß jeber ©rgieher haßen, fonft m ü ß te er b a ra n Bergtoeifeln, baß 2 0 0 0

^ a h r e dhriftliihet K u ltu r nicht auggereidjt haBen, bag © hiiftentum in bie S a t um gufeßen.

S e r D ptim igm ug h a t bagu geführt, baß bie S etjrer üBerfchüttet toerben m it ©dhriften, in benen jeber aEe g e in h eiten fein er Met'hoben a n ben S e ß re r heianB ringen toiE. SIBer bie ©dEjuIe Braucht Dtuhe gur ©nttoicflung unb © intoirtung. 58on biefer Siuhe unb aBfoluten

©idherheit m u ß auch ber ©rgieher etw ag haben, um a u f bie M enfdjen ein to irten gu tönnen.

S e r d p tim ig m u g ta n n ber © djule förderlich fein, toenn er © rengen gieljt, fonft liegt

© efaßr b arin .

© ine g t o c i t e S t i c p t u n g fieljt bie © r g i e h u n g a l g g u n 11 i o n an. „©rgiehen ift eine^ g u n ftio n " ; bam it ift gefagt, baß m a n ©rgieljung nidjt entbehren ta n n , ab er ni(ht§

gefagt üb er bie Q u a litä t beg ©rgieljeng. ^5ft biefer ©rgiehunggprogeß ein in fich gegeBener, b er fo lä u ft, baß er g. S3, ben beutfehen M enfdjen im m er beutfdjer macht? (Stabitale spar=

teien).. SBir haben both auch ein SIBfinlen ber M enfdjen unb Slölter erlebt, bie bodj auch einen ©rgiehunggprogeß burdjgem adjt haben! ^ n biefer gtoeiten © runbbidjtung, bie

© rgiehung alg g u n ftio n fieht, tö n n en toir nicht u n fe r § e il erbliden.

S a r u m m üffen toir eine b r i t t e S t i d j t u n g fuchen, eine, bie einen gefunben Q ptim igm ug h at, bie einfieht, baß ©rgiehen nicht aug ber g u n tfio n aEein Befteljen ta n n , fonbern gebunben fein m uß an bie S eutfchtunbe, Sieligion ober a n anbere ©ebiete. S a n n

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erretdjen toix 1. bafe loix toirflidj ergießen m it bem © l a u B e n , io tr föttnen bie ^ in b e r lan g fain Ą m em fit^ren in bag, toag u ng borfc^lxeBt; 2. IjaBen totr bie 65 e hi i f; ^ c i t, baß ie in i£etl ber ©rgieijung unberiMficfjtigt BleiBt. ber ©diule ifi n u r ein K e il ber

©xgieljung burtfigufüljren, benn bie © Itern IjaBen auĄ ein SlecEjt a u f bie Ä inber.

Slug biefer ^ B e t r a c h t u n g b e r @ r u n b e i n ft e l t u n g m uß ber S e h re r erlen n en , b aß eg a u f feine Sß e r f ö n t i ct)! e i t an fo n w it. S3iel entfĄeibenber alg fein SBiffen ift bag, toag er m it biefem SBiffen gemadjt, toogu er bie S in g e getoanbelt hat- SeBen ent=

günbet fidh n u r am SeBen; ißerföntich'teit ta n n n u r a n ber Sßerfönlichteit getnedt toerben.

S a n n ift bie e r f t e 33 o r a u g f e ß u n g, baß fidj ber S e h re r feiner Q u a litä t Bewußt ift, btefen&er burd) unb burd) Bcfißt, ficb b ’fiir b erin tw o rttid ) fühlt im © e to i f f e n, nicht n u r im SBiffen. S a g ©ntfdjeibenbe liegt fü r biefe © runbrichtung b arin , baß eg u ng gelingt, bie p e r f ö n t i c h e S 3 e r a n t W o r t u n g m it in u n fere SlrBeit herem äufem flen. g(;u g bem unbew ußten S3erhalten beg ©rgieherg fpridjt bieg, ohne baß er baöon fpridht, benn entfdfeibenb ergieht unb bilbet bag, Wag u nbew ußt au f ben © d |ü ler ein w irft, nidht n u r bag. Wag ber S elfrer in SBorte faßt, „©rgieljung ift S3egegnung bon S e h re r unb ©chüler."

S i e g W e i t e S 3 o r a u g f e ß u n g m uß nodj g e llä rt Werben: b e r S B e g r i f f b e g 21 r b e i t g u n t e r r i d) t g. 2Bir müffen berfudien, einen SSegriff beg Slrbeitgunterrichtg j u betom m en, ber fidh anWenben laffen la n u im Seutfchtunbe=ltnterridht, ber bodj ein geiftegwiffenfdjaftlicher U nterricht ift. Sin SßhPfit unb SB ertarbeit g. 23. ift ja ber 2lrbeitg=

u n te rrid )t leidjt unb !la r. „SBag ift fü r bie ©eiftegwiffenfchaften aber bag © haralteri»

ftifęhe?" müffen Wir ung fragen, benn b a ra u f m u ß ber Slrbeitgunterricht Bafieren. S ie

©eiftegwiffenfchaften haben eg m it K u ltu rg ü te rn gu tu n , bie bag menfdjlich 23ebeutfame gum Q iel haben. S a g © ute, ©dföne, SBahre. S a g menfchlid) S ebeutfam e tje&t fidh iu ben

© eiftegwiffenfchaften in fgbeen unb © ebanten heraug, bie perfonifigiert w erben. 5ßerfon fbm m t bon perfonale — burchtönen. p e r f o n i f i g i e r t fein heißt alfo b u r c h t ö n t fein, burchform t fein bon einer beftim m ten ^bee.

S i e ©eiftegwiffenfchaften, Wenn fie bag gang 23ebeutfame heraugftellen, berlangcn leßtcn ©nbeg eine anbere Slrbeitgmethobe alg K neten unb ©efchäftigteit. ŚBir müffen b ertangen, baß bag, Wag fidjtbar Werben foil, am S chüler gu fehen .ift; Wag „fichtbar Werben" foH, nicht, Wag ber S d fü le r „ tu t". S e r Slrbeitgunterricht m uß alfo eine eigene 3?ote haßen. 2 B a g t e n n g e i d j n e t g e i f t i g e 21 r b e i t ? ©g mu ß W i r f l i d) e S l r b e i t fein, teine fBefcfjäftigung. ©djte SlrBeit b erlan g t üb er bie fflefclfäftigung h iuaug eine tatfachliche SInftrengung, natürlich eine bem finblidhen SSefen entfpredhenbe Sin»

ftrengung. ©in © piel alfo la n n auch Slrbeit fein, Weil eg eine SInftrengung beg Kinbeg boraugfeßt.

S a g giueite ift, baß Wir auch Bei geiftiger Slrbeit am ©nbe eine S e i f t u n g fehen müffen (g. 25. fefte P orfteltüngen in Staturgefchichte, gelöfte Slufgaben im Siedjnen etc.).

S r itte n g Wirb folüfe S l r b e i t r ü d w i r t e n b a u f b e n © h a r a l t e r fein m üffen.

Slrbeit ergieht, inbem fte nuf ben © h ira fte r ein w irft; b. h- ber Slrbeitgunterricht in ben geiftigen g a d je m b arf nidjt planlog h e ru m fla tte rn , nicht an ein fogenannteg „© rlebnig"

a n tn ü p fe n unb b an n geifibol! fein, ohne „Slrbeit" geWefen gu fein, fonft feßt fidj bie Sjudjtlofigteit, © p r u n g l j a f t i g t e i t b e g S e n t e n g fü r fpäter feft. Sprachliche S in g e ftnb nicht n u r fyorm» unb Sßortbinge, fonbern SKittel beg S e n fe n g . SBenn Wir in ber geiftigen Slrbeit eg nicht gu einer gewiffen Sucht bringen, fönnen Wir auch nichl in ber

©erftegwiffenfchaft, Sucht unb D rb n u n g im S e n fe n anergiehen.

Sllg SJierteg unb Seßteg fom m t bagu: S ie fe geiftige Slrbeit b a rf nicht ftecfen Bleiben Beim ,,2śd)", fonbern m uß einen © i n n f ü r b i e S i l l g e m e i n h e i t haben (SMf,

© ta a t, ibtenfchheit). 2Bir müffen auch fü r bag „ S u " , nicht n u r fü r bag „Sj<h" arbeiten,

©g m uß fogialeg S e n fe n ergogen Werben.

S a g finb © rengen beg Strbeitgunterridjteg fü r bie S euffdjfunbe. S ie SDlöglichfeiten b a fü r finb eigentlidj H einer, alg bie bielen päbagogifdjen SBücher eg ung einreben W ollen.

Stach biefen P o rau g feß u n g en gehen Wir in bie eigentliche Slrbeit hinein, ©rft müffen Wir ung ein S ' e I fuchen. S e r eine legt ben Kon au f bie ©pracbe, ber anbere au f bag SSoIfgtum, bie S3otfgfünbe ufw. ©o bifferengieren fid) nach Steigung unb SBiffen bie S in g e . S i e ©dfule fa n n aber bam it nidjtg an fan g en , fonbern m uß bie S in g e fo n freter fehen.

@g fom m t b a ra u f an , baß bie ©dfule im m er ben fo unb fo gearteten beutfchen SJtenfcüen ficht, ^ n S tein fu ltu r ift er aUerbingg nirgenbg borhanben. S e r S eutfchunterrid)t hat ben großen P orgug bor anberen Xtnt.erridjtgrächern (au ß er Steligion), baß er hinw eifen fan n a u f foldje SJtenfchen, bie groß unb bebeutfam fü r ein SSolf finb. SBir brauchen n u n in ber S ite r a tu r nicht n u r SJtenfchen, bie n u r bie guten S e ite n beg beutfetjen SJtenfdfen haben, fonbern aud) folche m it fchlechten © eiten; bag ift perfonaliftifd) wertnoK. Sßenn m an ung einreben WiE (Wie eg heute bie politifchen P a rte ie n tu n ), baß a u f ber e in e n : © eite n u r

© uteg unb a u f ber an b eren © eite n u r ©chledjteg fei, b an n müffen Wir bodf erfennen, baß

(6)

e§ unm ögüdj ift, foIĄe ©ingelfierfoncn ober ©em cinfc^aften ju finben. ©ine foldje um«

ftiiften e iß e rfö n li^ fc it ift @ o e t l) e. g a n g e n m ir a n i^n gu tritifie re n unb gu b eläm pfen, bann bleibt im m er noĄ ein Steft, ben m ir i^m n iĄ t m egbigputieren fonnen, unb ba§ gerabe fpriĄ t un§ a n , benn m ir unb er finb un§ 5ie rin f?a n 3 0lc'Ą i ifi öa§ 2Befen£)afte.

S ufam m enfaffenb ift gu fagen: S ) a § e i n h e i t l i c h e ^ e r ® e u t f c h t u n b e haben m ir gu fehen in ber § e ra u § a rb e itu n g ber Sßerfönlichteiten, bie foldfe 2Befenheiteu beg S eutfchen fjerauggeftellt, gelebt hoben. S e r S ch ü ler muf? m eiter unb tiefer einbringen m o 1 1 e n, muf; burdj bie 2l r t ber S arfteU u n g h ungrig bleiben nach m eiterer ©eifteä»

n ah ru n g . $ a b e n m ir ein foldjeg ^ n tereffe im © d)üler gemecft, b an n m irtt ber g a f to r ber

© elbftergiehung m eiter. „ Ś iejen ig e ©rgiehung ift bie befte, bie fidh feübft überflüffig macht."

S e r ©rgieher foH ja n u r folange gur ©rgiehung locten, bi§ ber $ ro g e ^ ber S e I b ft«

e r g i e h u n g einfe^t, ber ©efchmacf nach ben S in g e n bleibt, bie g ra g e nach bem SSert unb ber ©igenm ert ber S in g e gefteEt mirb. S i e höhere S chule h a t frü h e r burd) bie gu ftarfe g erg lieb eru n g alleg ^ n tereffe ertötet, fo bag m an fp äter feinen ©efdjmacf m ehr a n flaffifdEjen S u n ftm erfen finben fonnte. S i e UTietljobe m u ß alfo falfch gemefen fein.

2Bo liegen n u n bie Ü J i i t t e l bereit fü r eine foldje g o rm beg ltn terrich tg ? S i e S in g e müffen m ir augfuchen in ber ß i t e r a t u r, bie gang begeichnenb finb fü r bie Sluffaffung, bie m ir b ertreten motten, g. 23. bie Sluffaffung, bafj ber beutfche SWenfch eine beftim m te H altu n g gur S ta tu r h at. S e r S eljrer mufe alfo nicht fo feljr bag g e rtig e , ba§ er in einem Suche finbet, borfefjen, fonbern m u ß felbft S to ffe fuchen. S titte l finb alfo bie literarifd jen S in g e . in n e r h a lb be§ begrengten Scaumeg gmifchen S t a a t unb S ollettib h a t b er ßelfrer greiljeit.

© in gmeiteg iffiittel ift bie 2K u f i f. S a g Sßolfglieb b erfö rp ert bag SSoIfgtum. SBenn fich bie SKufif heute a u f einfache, fchliihte S in g e befinnt, fo ift bieg ein geid jen b a fü r, bafj m an im ©infadfen beffer bag © harafteriftifche fieht. Sieb unb Steigen gehört m ith in g u t S eutfdffunbe.

© e n a u fo ift eg m it ber ö i l b h a f t e n © e f t a l t u n g . S i e S eutfchfunbe mufe gemiffe S in g e , bie fich in SBilb unb Sßlafiif barfteHen, benuhen. g u m richtigen S e h e n gehört eine ©eroöhnung. S i e Schule mufj erreichen, bag ber S ch ü ler bor jebem bilbhaft geftalteten S u n ftm erf boüer ©hrfurdht ftehen bleiben fa n n (SKalfunft, S a u fu n f t unb alle an b eren S'ünfte). S u rc h © rflä ru n g allein fü h rt m an nicht gum S B e f e n b er S in g e . S i e feinften g ein h eiten brauchen bem S in b e noch uidjt n ahe gebracht gu m erben. 2Ber S e n n e r merben toiH, mirb fie fcfjon noch erforfchen. ©ine gute E in fü h ru n g in biefeg © ebiet ift bag SBerf bon S i c h t m a r f : „ g ü l j r u n g b u r c h b i e H a m b u r g e r S u n ft h a l l e", meldjeg auch bie Sluffaffung b e rtritt, bag eg nidjt a u f ben g n te lle tt an to m m t, fonbern a u f ben

© eift. © rengen müffen m ir erten n en . ß a b e ich felbft lein © efüfjl f ü r S u n ft (Sttufi! ufm .), bann fa n n unb b a rf ich auch uicht ben S in b e rn nahe b rin g en moHen. © h r l i c h f e i t ift bie S o rau g fefju n g b er © rgiehung. 2Bte meit ich fehe, fo m eit fa n n ich bag S in b fü h ren . SBag ich nicht habe, b ort führe ich einen an b eren ß e ljre r hingu, ber a u f biefem © ebiete SDtcifter ift; bag ift follegiale Schule. S e n n bie Schule ift ungeheuer nibellierenb unb hat b en S eh rer in ber ©efeUfdjaft lächerlich gemadft alg ben, ber aüeg meifj ober miffen miH.

Sttit ben literarifd fen unb SJtufifbingen, fomie ben geftaltenben, fchöpferifchen S rä f te n finb jeboch bie © rengen ber S eu tfd jfu n b e noch nicht gegogen. 2ßo m ir b a g © e m ü t ein«

fchalten fönnen, b a fönnen m ir übergeugt fein, eg m it beutfdjem SBefen gu tu n gu haben.

2Bo fein © em üt ift, n u r b er JinteU eft herrfcht, ba fag en m ir, bag ift in te rn a tio n a l.

2Bir müffen aber auch ben Slnfafspunft beg S e c h n i f c h e n im S e n fe n berfidEfidjtigen.

S i e Schule m u g ben SInfah fehen fü r eine gang beftim m te geiftige g o rm u n g , bie nicht jebem Ś o lf gegeben ift. SBir täufchen ung, m enn m ir glauben, bag bag llm fehen in»

Sechnifche gang einfach aug bem S e n f e n fom m en fönne. Um ber © egenm art gerecht gu m erben, fönnen m ir etmag bon bem S to lg aufnehm en, bag bag SSolf ber S ich ter unb S e n f e r auch a u f bem ©ebiete ber S ed jn if bahnbredjenb gem irft hat. 2Bie meit m ir bie S ed jn if gu ein er S ie n e r in beg ©eifteg machen fönnen, biefe g ra g e laffen m ir offen.

Unb n u n noch ein Sefsteg, m orauf bie Seutfchfunbe h in au g miH. S e r © infah be§

S B e l t a n f d h a u l i d h e n . fgch fa n n g. S3, nicht bag S3egreifen beg „ g a u fi" gum I e |te n S in n e hinfü h ren , ohne au f bag SBeltanfdjauIiche gu ftogen. S e r S e h re r m u g entm eber a u f bem SBoben beg Sieligiöfen ftehen ober nicht. S a g religiöfe SKoment fü h rt gutiefft a u f eine beftim m te SBertorbnung hin. igeber m ug fich ein m al entfcheiben entm eber fü r ben SBeg beg Siechten ober ben SGSeg beg „S aufenlaffeng" (um nicht gu fagen: beg „S3öfen").

S e r rechte ©rgieher fa n n fidj nicht fü r bag „S au fen laffen " entfcheiben, fonft fa n n er bo<h nicht S in b e r hochäiehen mollen ober fönnen. g ü r bie m eiften ift ber S l ü g i i c h f e i t g « m e r t entfdjeibenb (23equemlid)feit, © em inn ufm .). S a r ü b e r gibt eg a b er © e m e i n » f ch a f t g m e r t e, bie bem S eben erft S in n geben: £ e im a t, SSaterlanb. S a g S e^te unb

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Xtefffe, h ie rin liegt, tom nit au § bem fogialen SGerljalten: S om m e M) au » ber g rem b e balitn, too m an m eine O pradje fęridjt, b a n n Braudje ic§ erft n iĄ t ein © efprädj ansu»

In ü p fen , um midj ba^eim 31t fül)len. S a ä ijt ein 2B ert, b er un§ fid^tbar toirb im inner=

liefen Sßeglücftfein. £ ^ n e biefe SESerte toären to ir a rm , innerlidb leer, l i e b e r biefer S in ie fte^en bie a b f o I n t e n S B e r t e : <SS m ug ein aBfolut © ute§, ©ered^teS geben, b en n in Q eiten b er Dtot unb beg ©Ienb§ O ertrau t ber Sttenfc^ a u f bie abfoluten iffierte, bie „ü b er ben © tern en " gu fudEjen finb. S i e djrit'tlidEje Sleligion E^at ba§ fo a u sg e p rä g t:

lieb er biefen abfoluten SSerten fieift noĄ © 011. SInbere tfteligioncn baben c§ äbnlid) auggebrüctt. ©ine foldfe S in ic gebärt gu bem beutfdjen 21Jenfdben unb SSefen, unb mer jugenblidje SKenfcben fü h ren foli, muf; fein e ©ntfdjeibung in biefer S in ie gu ben SBcrtcn ein m al getroffen Ijaben.

SKit biefer 2Irt ber S8etrad)tung, baf; ein SBeltanfdbauIidjeS h in te r ben S in g e n ftehi»

finb m ir gu ber © r l e n n t n i S g elan g t: SBer Oon beutfcbem 2Sefen r e b e n toitt, m uß üon beutfcbem SBefen g e u g e n ! S i e n u ^ e n u n s nichts, bie Oon biefen S in g e n toiffen unb fie in üangboH en Shorten Oerfünben, a b e r biefe Slrt nicht bor attberen geigen unb hetoeifen tö n n en burdb D p f e r ; nicht n u r burd; bie g ro ß en unb bauernben D p fer ber 2Iu§*

lanbsbeutfdben, fonibern audf burdb Slergicbt a u f S in g e , bie unbeutfdb finb. S a § S S o r l e b e n m irlt a u f bie © dbüler m ehr a ls baS n u r ß e ra n b rin g e n .

SBie bie S eutfdbtunbe praltifdb auSgugeftalten ift, fa n n n u r in © r u n b e i n ft e 1 1 u n =>

g e n auS geführt toerben, ohne in © ingelheiten eingugehen. SBir mejfen ben S d jü le r nach S eiftu n g en unb gehen ffe n fu te n . 3Iucb fein gefamteS Sßerhalten toirb genfiert. © 0 enifteht in ber © cbultlaffe eine S iffe re n g ie ru n g ber © dfüler auch u n te r fief). ©in foIheS SJerfabren to irft fo, baf; es ein gem einfam eS g ü h le n unb ©riehen in ber S laffe g a r nidjt m ehr gibt.

SBir m üffen ettoaS in ben SSorbergrunb febieben, baS nicht bifferengiert, fonbern ben b reiten

© tro m beS © em eintoefenS im © dfüler to irffam toerben läß t, ©in foIdfeS fhcoment ift b i e g e i e r , b i e b i e © e m e i n f d b a f t h e b t u n b f ö r b e r t . § i e r ift ber © p r e d f = c b o r am rechten O r t: SBer allein nid)t gut fpred;en ta n n , ift am ©predbdior am tpiafse.

3 n b er © em einfdjaft orbnet er fidi ein unb trä g t gum © elingen beS © angen bei. 2lu<h baS gem einfam e © p iel toädbft in bie g eierftu n b e hinein. S a b e i müffen alle © ingclträfte in ein © em einfam eS hineingetoohen unb niem anb b arf h^nuSgehohcn toerben. S a §

© rlehniS ein er foldben g e ie rftu n b e m it allen gem einfam ift ü b e ra u s toertboH. S i e © djule foH ja nicht baS Stegatibe, fonbern baS Sßofitibe herauSfteHen. g eierftu n b e muf; fein SBedung beffen, toa§ n u r gem einfam erlebt toerben fa n n . SBaS ich allein (burcl; S efen 3. 23.) haben fa n n , ift nicht ber gtoetf e in er g eierftu n b e. S a § © runbgefühl liegt bodb in bem 2K i t = e i n a n b e r m it anberen. S i e g eierftu n b e m uß alfo innerhalb ber S eu tfd jfu n b e gu e in e r

§ e rau S ftettu n g b er © e m e i n f a m f e i t S t o e r t - e führen, nicht b er SBerte, bie ber ©ingelne allein erleben fa n n . Um © toffe finb toir nicht berlegen. SBir hnöen 23üd)et gum Sefen, ginn SEtortragen, io ir hethen © piele in ber ©emeinfebaft. S e r S eh rer m u h © ebulb herben, ettoaS toachfen unb re ife n gu laffen, bis ad e baS © efühl hclbe n : S e h t muf; e§ eine g e ie r toerben.

Stuf b erf eiben S in ie liegt bie g u n f t i o n b e S S p i e l s . S a s © piel ift bie S öfung beS SRenfdben Oon fidb felber. ß m © piel Oermag fich baS ®iub Oon ben ©ngen gu befreien, in bie toir e§ htoeingetrieben hdben. S a S © piel ift eins ber fdfittel, burdb_ toeldbe bie 23efreiung Oon ber ©nge unb © infeitigfeit beS U rteils möglich ift. S a § © piel im_ Seutfdj*

unterricht gtoingt gum S e n fe n , gum „§ineinf<bletcbcn" in bie beutfehe g o rm , bie fprachliche g o rm , bie g o rm be§ ©eifteS. S a S ift eine Befonbere Slrt ber © h a u nicht n u r f ü r baS S in b , fonbern auch fü r bie gufchauer. © eben itoir b a ru m bem ^ in b e © elegenheit, fethft gu geftalten! (©genen a u s „ S e d " u. a. mehr)- duS ber Sugenbbetoegung b efan n ten g o rm e n müfete fich bie ©d»ule im SlrheitSunterridjt gunu^e machen: g n einem gem ein- fam en SKiteinanber gu einem ©rlebniS gu fom men. S u rch bie © djulauffidjt ift bie SOteinung entftanben, m a n m üßte adeS p arabem äßig fertig haben, fein georbnet. g ü r ben S e u t f h - unterricht ift ba§ ein SBerhängniS; eine getoiffe g re ih e it m u ß bleiben, bie SKöglichfeiten bietet gu e in er © n tfaltu n g in n erh alb ber gegebenen g o rm en .

S a m i t baS © piel eingebaut toerben fa n n in ben U nterridjt, m üffen anbere S in g e oorauSgegangen fein: 1. Sftan m uß ein © e f p r ä c h füh ren fönnen. S a S ©ntfdjeibenbe Beim ©efpräch iß- fem anben lan g fam bagu gu bringen, baß er bei natürlicher E in g ab e getoiffe g o rm e n einhält. SBir bdben b a fü r SKufterbeifpiele in ber beutfdjen S ite ra tu r.

Unrichtig toäre eS, gu fagen: SBir machen feßt ein ©efprächl Slein, u n a u ffä d ig müffen bie S in b e r bahin geleitet toerben, © ebanfen um einen M itte lp u n ft gu führen. S iefeS ©efpräch m uß f p r a c b i i d j gepflegt toerben. SMdjt adeS burchgeljen laffen! S a S bebeutet nicht.

Baß ber S e h re r im m er fo rrig ieren fod. © r m uß bie ® inber bagu bringen, baß fie fich felhjt a u f ihre g e h le r au fm erffam machen. 2. SBie gum Sprechen, m u ß m an auch gum § ö r e n >

f ö n n e n ergießen. SBenn ade reben, fom m t nichts 2?ernünftigeS ßerduS. S a S g u ljö ren m u ß g re u b e bereiten. Sluf bie K langfarbe, S lrt beS 2?ortrageS unb bergleichen m u ß ba3

(8)

fiinb gelegentlich hingetotefen toeüben. SBer guhören !a n n , ber h a t bte S tu f n a h m e » ó e r e i t f ch a f t. 2Ber aber im m er gleich teb en m u |, toirb u nbulbfam . S i e S u n ft, fo finnooH öorgutragen, bajg m an gern guhört, ift grofc unb toertbotl. ©in 3. Sftittel ift baä ii e f e n, bort, mo e§ am Sßlnhe ift. SJtan geige, ba§ bei gutem Sefen ein ©ffeft herau§=

fom m t. ©olchc © toffe m üffen gefucht toerben, benn nicht alles eignet fich gum S?orIefen.

©in 4. SJtittel, baS un§ in ba§ © tem ent be§ S eutfchunterrichtS B m einführt, ift bie S t i l » Ii i t b u n g . S e r © til ift Stieberfdjtag be§ © eiftigen, m ehr at§ bie ^an b fch rift. § i e r fpüren toir h e ra u s bie ©cfitheit ober bie ißhrafe. SBenn m ir bie ©chfiler bahin Bringen, bafg bie lTnterfd)iebe e r la n n t toerben, fo ift bie§ bon ungeheurem SBerte fü r bie geiftige ffiilbung, benn ba§ © djrifttum , baS ftd) in Sßhrafen erfdjöpft, toirb m an fialb fatt. S ie allgem eine © tilBitbung trä g t ergieherifdje fKomente in fiĄ: SBir e rten n en burd) Üebung unb © udjcn ber © elegenheit ba§ SBahrc unb unterfcheiben eS bon b er ißhrafe. ©ine fotĄc

©tilfunfec müffen toir in bie © djule hineinbringen.

a) SBefenttich ift g u n äd jft, b a§ m a n ba§ © r u n b g e f ü h l f ü r b e n © p r a d j l l a n g to ed t (SBergleich m it e in e r g re m b fp ra d je ).

b) S a g u lo m m t b e r SB o r t f <h a h- ® e r SBortfchah ift u n t e r ben © e fid itS p u n lt b er

© p ra d irc in h e it u n b =fd)önheit gu ftetten.

c) S i e Ä inber finb a u fm erlfam gu machen a u f © t ü m i t t e l , b i e < h a t a ! t e r i = f i e r e n. ©S gibt g. S . ©djriftfteHer, bie n u r S t b j e f t i b a gebrauchen, © ie m alen m it biefen bieten © igenfdjaftStoortern plaftifche föitber, ohne bafg fie biet fagen.

S a § Strbeiten m it S ä t i g f e i t S t o ö r t e r n toieber bebeutet ein fdjnelleS S3ortoärt§=

gehen ber © anblung. („ S a S Sieb bon ber © lode". — ©chiller), ©o fagt ber © til ettoaS a u s über ben SOtenfctjen. Slls Stntoenbung a u f u n s felbft tön n en toir u n s fra g e n : SBie führe id) m ein Sagebud)? S a r a u S folgt bie g o rb e ru n g ber ® n a p p h e i t , baS fnappe, treffenbe SBort gu finben im © egenfah gum b reit © em alten ber Stbieftiba.

©ine anbere © eite, bie ber © til u n s geigt, ift baS SI n f dj a u I i dj e, SfontreteS gegen»

über bem Stbftratten. SBenn ein fKenfch gu biete SBorte gebraudjt (über 30 000!), b an n ift^ bieS gefährlich, toeit er ab ftra ft toirb, üb er bie S in g e hinauStoädjft. S n ber Schule müffen toir bie Stnfchaulid)leit pflegen, feft a u f bem fSoben bleiben, b i e S l n f c h a u t i i h » f e i t g u m © t i t m i t t e t m a d f e n , nicht bie ißftege beS Stbftratten. S e r ißäbagoge, b er ©eifteStoiffenfchaftter, mufe im m er ettoaS m ehr bieten a ls baS, toaS nötig ift, b'amit bie g u h ö re r b a ra n glauben; benn roenn er n u r fobiel fagt, toie nottoenöig ift, bann ift er alltäglich. S)et Süaturtoiffenfchaftler bagegen fagt n u r baS Satfacpliche. ^ n ber ©chute bürfen toir nicht n u r finbertüm tich fprechen, fonbern e t t o a S höher, toeit toir baS S in b g ur ^odffprache ber ©rtoadjfenen fü h ren tootten, fie h ai'S rig machen fotten nach m ehr im ©eifte.

Stuf bem SBege gu einer rcditen S e u tfd jtu n b e liegt a ls SB e f e n 11 i Ą e S, baf; toir felbft im m er ben tebenbigen ® onta!t m it ben S in g e n behalten unb um ein toeitereS

© rfennen rin g en , b am it ein Slbglang öiefeS echten beutfdjen SBefenS a n bie ju n g e

© en eratio n heranfom m t.

ffauptftrom ungen öet Pfyd)oIogiß (Scgenwart.

ißrof. S r . 2 K ü I I e r » g r e i e n f e l S , © tettin .

©ine ipfpd)ologie gibt es eigentlich m ber © egentoart nicht; m an m üfjte in ber SDJefjr»

gahl, bon ißfhdfolog i e n fprechen. tpfpdjologie ift bie SBiffenfchaft bon ber © eete; bie m eiften tpfpdjologcn glauben jebod) nidjt a n bie ©eele. SJlan fpricht neuerbingS fogar bon ein er

„fP f t) <h o I o g i e o h n e © e e l e " unb e rin n e rt fid] babei an baS SBort: „ O r i g i n a l i t ä t ift b. S, toenn m an nicht toeifg, toaS fdjon borher getoefen ift." ©rft 1880 tarn bie spfpchoiogie a ls SBtffenfchaft auf, behauptete m an feinergeit m it biel 9te!Iam e. S n SBirflichteit ift bie i p f p c b o l o g i e bie ältefte SBiffenfdfaft. SlUen SKenfdjen a ü e r ffiölter unb Staffen ift gemein»

fam ber © laube, baf5 in ihnen eine ©eele toofint, ein gtoeiteS, Pom Ä örper grunbfählid) ber»

fchiebeneS SBefen ( S l n i m i S m - u S — bom lat. an im a — ©eele). S a r a u S e r llä r t fich, baß alle SBiffenfdjaften feit jeher pfpdjologifd) betrieben tourben (ben Slknfdjen unbetoufgt; fiehe afcebiginmann ber Sprimitiben, ©eifterBefditoörung etc.). S e r m oberne Slrgt to irlt am beften burdj ouggeftion, alfo au f bie ©eele ein (bei Sterben» u. a. in n eren ^ ra n fh e tte n ). ^ m d .te r tu m u n s im SK ittelalter gab es b id e 5)Sfbd)ologen (ipriefter, SWöndje). S e r gröfete fsfpcho.ogie, ben S eutfchtanb toohl h eöorgebracht hat, to ar ß e i b n i g (1646 1716). S a ft m an 1880 behaupten tonnte, bie spfpdjologie a ls eine n e u e f B i f f e n f d j a f t aufgefteltt S r Ün*ren' ^e ru ^ d a ra u f, bajg m an eine 9Jt e t h o b e gefunben hatte, ©ine Slrmee bon fsfpchologen ftanb piöhlich ba, bie bie ©eete m it © dfraubfiod unb Qange faffen toottte.

(9)

© ie berlün&eten la u t, bafj m an bie fLelifdjeu g ä^ ig feiten m it m ut^em atifdler © eu au ig tcit üoraugberec^nen tonne, unb bie Sftenge glaubte i^ren tönenben Dieben. (Ooldje

logen" inadjcn nod) fjeuie ein gtängenbeS ©efcEiäft; alte§ tönnen fte, au§ ben S in ie n ber

§ a n b bie g u iu n f t beuten etc.). ® iefe neu gefuubene DJlet^obe lo ar aber g ar feine bfbc£)o»

logifdje SKct^obe, fonbern eine naturrDiffcnfd)aftlid)e DJlet^obe, eine iFtetfiobe bc§ © jperi»

m cn ts unb ber ntaĄcmatifcC)en iScredinung. M a n baute p f tj d) o I o g i f d) e S n ft i t u t e, bie luic tnittelalterlid)e g o lte rfa rn m e rn au g fa^ en ; fte ftnb ab er nodj fdjlintoter al§ jene, benn tocnn fte aud) nidjt fo loe^ tu n , fo b a u e rn itjre lln terfu d fu n g en b afü r biet län g er, ©o lote ber S o n firm atio n g an g u g , ber fid) in ber Im berreidjen g a tn ilie bon einem ©olfn au f ben arib en t bererbt, gioar nidjt pafjt, aber toenigfteng ba ift, fo pafjte autf) bie naturloiffenfdjaft«

lidje 2tlef)obe nidjt fü r bie SfSfpdjologie, aber m a n freu te fid), baf) m an überljaupt eine SJletljobe Ijatte. © u ft a b S i ^ e o b o r g e c f i n e r , 1801— 87, ein sjstjpfiter, erfanb bie Dlletfiobc.

S a n t fiatte ein m al gejagt, bie Sßfpdjologte fönne n ie m a ls eine ffiiffenfdjaft toerben, toeil m a n fie nidjt m it § ilf e ber iK at^ em atif meffett tönne. ged)tter i^atte n u n ben ©Ijrgeig, m it m aĄ em atifd)en g o rm e tn bie © eele meffen gtt fönnett. Offne e§ gu toiffen, ü b ern ah m er bas m eifte au§ ber a lte n SfSfpdjoIogie in feine n eue ipfpdjotogie. ißiele Selfrftüble ber n euen ißfl)d)oIcgie tourben je ^ t a n ttn ib erfitäten errichtet, toeil alle SBelt fuggeriert tourbe bon öen tec^nifdjen Dtamen, toie i ß f p d f o p ^ p f i l , (Se^re bon ben SBedjfelbegieffungen be§ Sß^pfi=

fd)en unb be§ ißfpcpifdfen), S ß f p d i o m e t r i e (©eelenm effung), S ß f p d f o t e c f j n i ' ! (ange=

toanbte epperim entelte Sßfpdiologie), p b | i f i o I o g i f d ) e S ß f p d f o t o g i e (Sß^pfiologie = griec^.

„Seffirc bon bem ©einad)jenen, ©etoorbenen, jejtt Seffre bon ben SeöenSerfdieinungen) u. a.

Um 1900 nodj toar ber © laube ftar!, bafg m an m it biefer iDlet^obe ber S eele alle ©e^eim niffe entloden tönne. la ttn m ir beredjnen, loetdje iWafjualtmen ber S o n fu rren g = S au fm an n er»

g reifen toirb.) © am alS beftanb noc^ eine © infieit in ber $ßft)äjoIogie. Dlur 8 Dlidjtungen gab e§, bie fid) nidjt fonberliaj befe^beten. freute ift bieje '©inljeit gerriffen: ©g geigte fid), bafe bie

„neue" spfpdjologic ifjre © laubigen enttäufcpte; bie 2Biffenfd)aft gerfplitterte fid) je^ t. Stile föegriffe ber bam atS ju n g en SBiffenfiĄnft finb tjeute beraltet, a u f ben S opf gefteUt. § e u te g l a u b e n fogar biete ißfl)d)oIogen fd^on loieber a n bie S e e le , loenn aud) biele eS fid) 'nidjt in erten taffen lootten unb an b ete Dlamen fü r „©eele" fc^en. DJlan glaubt nid)t m e^r, bafj ber fblenft^ eine SKafcpine fei, bie fid) m aüjem atijd) bcredjncn taffe, fonbern glaubt fdjon loieber, bajg etloaS S)ämonifdjeg ober ©ötflidbeg in iljm loirte. © ta tt a n bie gotter»

bänfe ber egperim entetten ißftjdjoiogie, g laubt m an loieber fĄIicbt an ba§ © ein ber ©eele.

S i e bam alg n e u e I ß f p d j o l o g i e o b j e f t i o i e r t e a l l e 2 3 e i o u f e t f e i n § g u f t ä n b e * unb ben U rfp ru n g a b e r Seloufgtfeingguftänbe, bag, loag fie Ijctüorbrad)tc, näm lid) bie ©eele, leugnete fie. § e u te g lau b t m an nid)t meljr a n bie © I e m e n t e, fonbern a n ein organifdjeg

©angeS ber ©eele. — S ie fe n S a m p f gloifdjen ben beiben g ro n te n , b er alten (1880 to a r fie neu) unb ber neuen Sßfpdjologie, ber objettitiierenben unb ber fubjcltitiiercnbcn Sßfpi^ologic, gilt e§ je ^ t gu fd)ilbern unb babei bie g ra g e gu flä re n : 2ß e l d ) e b i e f e r S ß f p d i o l o g i e n i f t f ü r b e n S e l j r e r b i e b e f f e r e ? SBornetoeg ift gu fagen: S ic ju n g e fa n n nidjt otjne bie ä ltere IfSftjdjologic fein, ©ine braud)t bie anbere.

Dladj biefer Senngeidptung ber allgem einen © itu atio n unb nadj ber geftfteltung, bafg in bem ^ a ^ rg e ^ n t 1880—90 fid) bie g o rm ie ru n g ber g ro n te n boHgog, toenben m ir u n s ber

© ^aratterifiexung biefer beiben g ro n te n , ber objettitiierenben Ißfpdjologie (ältere Dtidjtung) unb ber fubjettioiereuben ißfpdjologie (jüngere DticEitung) im ©ingelnen gu.

A . S i e filtere Dtidjtung ber o b jc ftiu ic r c n b e n igfljdjologic.

S e r f e n f u a l i f t i f d ) e S l f f o g i a t i o n i S m u S : 1. © ruppe: f e n f u a t i ft i f d) beifgt „au§ ben © in n e n ". Sttteg ftam m t a u s ben © in n en , bie ©eele fetbft ift ein leereg Sflatt.

S l f f o g i a t i o n i S m u S = alle © eetenborgänge finb Stffogiationen. S ie fe Dlidjtung fe^t bie ©eele gleidj bem 23etoufgtfein. @S fom m t b a ra u f an , bie ©eelenguftänbe ( = SSetoufetfeinS»

guftänbe) experim entell feftgufteEen. S i e 5 © i n n e , au f bie m a n fiel) f t ü |t , finb © etaft (nidjt © efüljl!), © erud), © efdim ad, ©etiör unb ©efidit. S a g u tom m t 6. b e r ft a t i f d ie

© i n n (©leidjgetoidjts») [BefonberS biefer © in n toirb bttrd) Stltotjol tiergiftet unb fu n ftio n ie rt b an n nid)t; b aru m bie fdjtoantenben Sßetoegungen], 7. ber t i n ä f t l j e t i f d j e © i n n (23e=

toegungSfinn), 8. bie O r g a n e m p f t n b u n g e n , 9. ber S B i b r a t i o n g f i n n unb nodj einige neue. S i e © inneSerletm iffc ton n en toir reprobugieren, toorfteEen, aufteBen laffen.

S t e 58 o r ft e 1 1 u n g i f t e i n e r e p r o b u g i e r t e © m p f i n b u n g o b e r S B a ^ r » n e Ij m u n g. S i e 5ßfpd)ologic unterfdjeibet bie S3 e r ü lj r u n g S= u n b St e ^ n l i dj t e i t S » a f f o g i a t i o n . U nfere a b ftra tte n SSegriffe toerben aBgeleitet a u s SJorfteEungen. StucB bie

© e f ü l e finb ©igenfdjaften ber © m pfinbung. S a g S B i t l e n S e r l e ó n i S i f t b i e S3e»

t o e g u n g b e r 58 o r ft e 1 1 u n g. — DJfit biefen toenigen, einfadjen, feelifd)en S ä tig te ite n , iom m en bie Slffogiationiften auS. 58ertre,ter biefer a lte n Dtidjtung finb Socle, § u m e , Igerbart.

Qn etloaS m obernerer g o rm toirb fie bertreten bon © 6 B i n g Ij a u §, ber ein gutes Scfirbud)

(10)

gefdjttcBen ^ at, © e o r ß @ I i a S 3)1 i i I I e r , bem S ß^^o lo g en g i e r e n (23ruber ie § ißäbagogen .Qieljeit), betn i|SI)tIo[op^en (£ r n ft S fta d j, b er fagt: S a „^d j" e jiftie rt nicfjt; e§

ift n u r ein 'golge toon Slffogiationen unb iBorfteltungen. § e u te ^ a t m an bie © ĄinaĄen biefer S ^ e c rie c rla n n t; bie © inneSerlebuiffe u nb Slffogiationen retdjcn nicĘit au § a u r © rllä ru n g feeltfdjer SJorgänge.

©ine ätoeite fÄiditung ift ber b o I u n t a r i f t i f ( Ą e S I p p e r0e p t i D n t S n t u S . §aupt=

b e rire te r ift 28 u n !b t . SBunbt le rn te bie © infeitigfeit be§ SlffogiationiSmuS ab unb fagte:

Sticht alle§ ift ©tnpfiribung ber © in n e; toir ntüffen eine 2. © ruppe bagune^m en, bie © e = f ü $ I e. S u rc§ 'ba§ S u fam m en fp iel bon © m pfinbungen unb © efiüjlen fonim t bag feelifĄe ŚeBen guftanbe. S u ft unb Itn lu ft, © rregung unb © p an n u n g unb noc§ ein 3. läfet er gelten:

S a g SBefen ber © eele ift 28 i I l e , (barunt ber „boluntariftifc^e" . . . ) . Slufjer Slffogiation läfst er bie 21 p p e r 0 e p t i o n gelten. SBunbt in ar fe^r furtbtB ar, p a t biefe S3änbe Big ing

^o'pe Silier Ijinein gefi^rieBen. § e u te ift er aBgetan; feine © i^üler (3)1 e u m a n n ) glauben nid)t m e^r a n bie „ S r e i b i nt e n f i o n a I i t ä t" b e r © e f ü ^ l e. SIuĄ feine „23 ö I = t e r p f p c p a l o g i e " ift nid)t nteljr altu ell. S i e © r e t a n 0 gruppe n im m t brei © lem ente a n : © efüpl, ©mpfin'bung unb U rteil.

©ine b ritte S tiftu n g ift ber f e n f o m o t o r i f dj i e 2111 i 0 n i g m u g: S i e © anblung (Siealtion ober Dieflej) ift bag 2Befen ber ©eele. SSertreter: ^ n g r a n tr e iĄ © a n e, SU i b 0 t, in SIm criia 28 i 1 1 i a m 3 a m e g, ein feffelnber, fprüpenber © eift unb ^ s b o r ra g e n b e r

©dfriftfteHer, b er bon bem © runbgebanJen ber 2 1 11 i 0 n aug alleg e rllä r t. 2lHe ©efülfle unb Slffelte berfuĄ te au§ © e l n e g u n g e n abauleiten. S u rd ) ben ©af? „2Bir toeinen nid)t, toeil to ir tr a u rig finb, fonbern toir firib tr a u rig , toeil toir toeinen" ^ a t fid^

3 a m e g ben UntoiHen bieler S e u tfd je n gugegogen. ©r m einte aBer n iĄ t bie S ränen=

felretio n , fonbern Ifatte Beim 2Beinen bag Q uden beg ©efiĄtg, g itte r n beg S ö rp e tg etc.

BeoBac^tet unb fd)Iofe b a ra u g : X tnterbriiden toir biefe © etoegungen, fo u n te rb rü d e n toir gleidjgeitig aueb bie S rä n e n . SIntoenbung a u f ben U n terrid jt: S i e H a l t u n g b e g S i n b e g i f t t o i d j t i g f ü r bie S lufm erJfam leit! „2Bir lacpen nid)t, toeil toir luftig finb, fonbern to ir finb luftig, toeil to ir ladfen" — bag Sadfen fteift a n unb Bringt u ng in gute

© tim m ung. ftnm eg pat aud) anbere S ä tig le ite n ber © eele a u f ©etoegungen gurücfgefüljrt, 3. ©. bag © r I e n n e n ber SBaljrlfeit. 28al)r ift ettoag erft, toenn idj mid) burcB ©etoegung unb © rreidjung beg baöon üBergeuge. ©in © ru n b fa ^ ^ a m e g ’ ift: S e n ! b a ra n , baf) ber © c^üler Bor bir ein Sieflejtoefen ift, unb bu toirft i^n richtig Belfanbeln!" S ie f e r © a^

ift n u r teiltoeife ridjtig. — S i e V e rtre te r biefer b ritte n © ruppe finb in re in e r g o rm ^eute feiten an g u treffen ; aber fie IjaBen © diülergruppen I)interlaffen. © ine baöon ift

bie 4. © ruppe, bie b er © i b e t i !. § a u p tb e r tr e te r 3 a e n f c^. ©iele 3 u 0e:n,blic|e im SfsüBertätgalter ^aBen bie g ä ^ i g J e i t b e r f i n n I i d) e n. S l n f ^ a u u n g g f i t l b e r . Saenfdi | a t bie 2 8 a ^ rn e |m u n g , bag © egrifflidfe u. a. feelifdje ©rlcBniffe a u f bie © ibetü gurüdgefüljrt.

©ine fü n fte © ruppe ftellt b a r bie S B ü r g i B u r g e r © d j u l e ober bie Sß f p d) o 1 0 g i e b e r IT n a n f di a u I i Ą ! e i t. V e rtre te r: S a r i © ü l f l e r , S K e f f e r , 21 d|. © ie fagen:

S m ©3 i 1 1 e n fte d t eine b eterm inierenbe g aljig leit, bie fid) nid)t a u f bie © in n e ftüfjt.

S e r © eginn ber fo g en an n ten neuen 5}3ft)d)oIogie toutbe baburb^ i^ ara lte rifie rt, baff eine neue 2)ietI|obe a u fta m , bie ab er eine naturtoiffenfd)aftlic£)e toar. Stlg ©eele §atte m an n u r b a g © e t o u f f t f e i n angefe^en. W a n tooHte e 5 a ! t fein, fid) a u f S affadfen Be=

fd iränfen unb fd)altete bie ©eele aug, toeil m a n fie nidft felien, fdim eden, meffen fan n . ffietoufetfein ift aBer ein © front bon allen m öglidjen feelifdfen ©rteBniffen, SSBorten, SBiHeng*

erlefiniffen etc. S ie fe n © trom fudfte m an gu orbnen unb in © lem ente gu gerlegen, fo toie ber © Ijem üer einen © toff in © lemente gerlegt.

S i e 1. S ) T i d ) t u n g in ber fogen. neu en Spfpdjotogie e rfa n n te n u r bie © in n eg em p fu n bungen a n unb alg © efe^ n u r bie Slffogiation.

S i e 2. S 5 e 0 r i e e rla n n te neben ben © innegem pfinbungen nod) bie © efü^Ie a n u n i a n g e r ber Slffogiation nod) eine 2. © erbinbung, bie SIppergeption.

S i e 3, © r u p p e nafjm alg © runbelem ent ben S Ä e f l e j B o g e n a n (©etoegungen).

S i e anberen © ruppen to aren jü n g ere SlBIeger ber brei £ a u p tg ru p p e n : 4. bie © i b e t i ! e r m it i^ re r g ä p ig le it ber finnlidjen S ln fd au u n g g b ilb er unb 5. bie 28 ü r 3 B u r g e r © d) u I e, bie noc§ u n a n f ä j a u l i d j e © l e m e n t e a n n a ^ m (bie fid| n id |t a u f bie © in n e f tü |e n ) .

S a g u fom m en nod) einige © ru p p en :

S i e © e ft a 11 p f i) dj o 10 g i e e rle n n t © eftaltcn a n alg S p p en feelifd)er ©rleBniffe. 1910 to ar biefe Sljeorie n e u ; neuerbingg ift fie bon 2B e r t I ) e i n t e r, S o f f l a unb S ö l j l e r toicber aufgenom m en toorben. fgbee = gried|ifc§ eid o s ober idea fieifjt „ g o rm , © eftalt";

(al'fo la n n te m a n „© eftalten" fdion im S llterum ). Sin b er SfS^otograppie finb n u r einige P ro p o rtio n e n biefcIBen; aEe ffarb en finb anberg, unb tro^bem e rte n n t m an fid) b a rin fofort

(11)

imieber. ©ine in eine cmbere T o n a r t tra n sp o n ie rte ÜKelobie Befielt a u s gang an b eren S ö n e n unb tro^bem e rie n n t m an fie a l§ biefelBe SKelobie toieber.

© . au f bie Sßfpdjologie ü b e rtra g e n : bie rein en © eftalten BleiBen üBrig. © a§

© etnu^tfein ift nidjt eine einfadje Stbbition bon © riebniffen, n iĄ t eine © um m e, fo n b ern e to a S © anseS. S eS ^alb fpreĄ en bie ißfijdjologen bon fo lg e n © ang^eiten. _ ©ie nehm en objettib i^re © eftalten fo toie bie an b eren iljre © efü^Ie. S o ff ta fiat biefe ©eftatt*

k fire au f bie S i n b e g p f p d f o l o g i e ü b e rtra g e n , ®öt)Ier a u f bie S E i e r p f p d ^ o I o g i e (© jp erim en te m it © Ą im panfen: © toil im Ä afig — O ra n g e b ra u n e n — O ra n g e m it bem

© toiie fo len unb b ergefren = bag ift bem © djim panfen eine © in |e it; fio ffla n e n n t ba§

e in e © eftalt). — 21'ber eine © arfteE ung ber @ efam tfeit be§ © eelenlebenS fte ft noĄ a u § ; biefe 5|Sft)cfoIogen fü f r e n if r e © feorie n u r in T eilgebieten gut au§.

© e r 8 3 e f a b i o r i § m u § = SBerfaltungSpfpdiologie (b eh av e = b erfalten ) g e ft au§

b er 3. © ruppe ferb o r. SSetoufstfein in engfter SBerbinbung m it ©etoegung. © e r S3ef. g eft aber tneiter unb b efau p tet: © a§ ©etoufjtfein ift gang gleicfgüttig in ber feeiififen ©ntoidEtung, n u r bag © e r f a l t e n beg SKenftfen ift Voicftig. © e r iKenfcf m irb fom it alg rein e m o t s r i f c f e (©etbegungg=) Ü K a f c f i n e aufgefafjt. © iefe 2t r t b er SBetracftung f a t ficf g u n ätfft a n ber Tier» unb ŚinbeSpfpcfoIogie b eto äfrt (loeit T ie r unb S in b nicftS auSfagen tö n n en !) © unbap unb © irte n finb am eritan ifcfe V e rtre te r biefer S tiiftung. SBann bie

©dfmeße überfcfritten Wirb, baf; ein ^ in b ©eioufetfein f a t , toiffen m ir n iift. © ie bor»

ficftigen Sßffcfologen fagen n u r, e§ re a g ie rt au f bieg unb jen es, © iefe T fe o rie , bafj m an nidftg üb er bag © ekufetfein beS iK enfifen, fonbern n u r üb er feine © etoegungen unb 2tu§*

brudESerfdfeinungen ettoaS auSfagen fönne, tourbe befonberS bon SB a t f o n aucf a u f bie SfJenfdfen ü b ertrag en . Qn feinen © ücfern ift baS S H n b e i n r e i n e s 3 K a f c f i n _ e n » t o e f e n . (SB. f a t au§ fein er S e fre bie Sionfecjueng gegogen unb ift g u r Q nbuftrie über»

gegangen.) „SBo B l e i b t b a S © e n f e n ? " tourbe ein er biefer © efabioriften gefragt.

„Heber baS © e n te n fa b e idj feine SBiffenfdfaft" anttoortete er. „ © a ra n fa b e n k i r aucf nie gegkeifelt!" rief eine © tim m e a u s bem ißublifum . — Statürlidf ftecft in jeber T fe o rie e tk a S SBafreg. SBir fefen ja tatfäcflidf n u r bie © ekegung, g. ©. bei b er S fufm erffam feit bie § a ltu n g be§ Siörperg, bie SBenbung beS SopfeS u f k . unb nicft bie Sfufm erffam feit fefbft. Slber beim S efen g. ©. fefen k i r nicft eigentficf bie © ncfftabenform en (© ekei§:

SB er fa n n bie ©rucfbucfftaben geicfnen?), fonbern burcf bie ©ucfftaben fin b u rc f bie 83or=

fteKungen, e tk a § SebenbigeS. © aS ü b erfieft ber © efabioriSm uS. E r ift ein © rtrem unb ü b ertreib t. — S)iit bem © efabioriSm uS g eft paraHef eine r u f f i f c f e S t i d f t u n g . S ß a k = l o f f e rffä rt ben llm ftanb, baff einer feiner © tubiengenoffen gu einem an b eren gadf über»

gin g a u s b e b i n g t e n © e t o e g u n g S r e f i e l e n , © ie Sieffeje finb abfenfbar, bebingt.

Sngtoifcfen f a t te ficf eine grofee SBaribfung boügogen; m an fam bon ber obeftibierenben g u r fubjeltibierenben ißfpcfologie. Stber b o rfe r foil nocf ber g u fa m m e n fa n g beS ©ekufet»

feinS m it bem Ä örper e rö rte rt k erb en . SBie b e rfä tt ficf ba§ © e k u ^ tfe in gu ben förperlicfen

© orgängen, gum © e fir n ? Sfacf Sam eS f ä n g t baS © e fü fl f e f r m it bem ©ergen gufam m en, fo k ie eS b er ©offSglaube an fieft. © ie m eiften ißffifologen fa b e n ficf m it bem ißroblem beS ißaraHeliSm uS befaßt, unb bam it fom m en k i r gu ber 8. © ruppe, ben iß a r a I I e I i ft e n . „Gebern feelifcfen © organg mufg ein förperlicfer © organg paraE el gefen." © enfen ift © ekegung — kinb a ls Ifnfinn e rfa n n t. © e r © a r a l l e l i S m u S ift borficftig e r; er fa g t nicft, © enfen unb ffiekegen fei baSfelbe, fonbern Beibe g efen paraE el.

S e r IßaraHiSmuS ift eine SlrbeitSffpotfefe, bie nicft gu k ib crleg en , aber aucf nicft gu be»

k e ife n ift. SteuerbingS beftreitet m an bie SRöglicffeit beS IßaraEeliSm uS, benn einerfeitS k i r f t baS © ekufjtfein a u f ben K örper unb anbererfeitS ber K örper a u f baS © ek u fttfein ein.

© ie ißfffiologie ift biel ffp o tfe tifc fe r a ls bie Sßffcfologie. ,,©aS © enfen fdfafft © pn tfefen , Q ufam m enballungen, © egiefungen gur SBelt." © ie fo fprecfen, finb nicft m e fr SßaraEeli»

ften, fonbern © ertreter ber „ S B e c f f e I k i r f u n g S » T f e o r i e." ©efonberS bie S tiftu n g beS © i t a I i S m u S betont, ba^ ein geiftiger g a f t o r im K örper k ir fe , ben K örper aus»

b a u e unb if n fä fig maefe gum © enfen. © e rtre te r beS © e o »© i t a I i S m u S finb

© r i e f if unb © e cf er. © r i e f f m aefte ein E xperim ent m it © eeigeleiern. E r fpaltete ©ee»

ig eleier m it bünnen £>ärcfen in 4 (fpäter 6, 8, 16) T eile. SIuS ben gefpaltenen E ie rn fam en 4 (6, 8, 16) gange ©eeigel fe ra u S . SBäre baS T ie r eine ©tafefine, fo fönnte m an föifftenS

*1* (°/6 etc.) © eeigel befom men, benn bieSKafcfine fa n n nicft fe lb ftk a c ffe n unb ficf ergangen.

Stacf biefem E xperim ent b rü tete © riefcf a u s ben © eeigeleiern eine gange © tetapfpfif a u s ---

©efbft bie rab ifalften iK ecfanifer u n te r ben Sßffcfologen fefen gu § a u fe in if r e r g r a u feine SKafcfine, fonbern ein lebenbigeS, fetbftänbigeS SBefen; in ber $ ra x i§ alfo b erfagt biefe T fe o rie .

B . 2sie n e u e re SRicfjtung b e r fu b je ltib ie re u b c n © fijifologte.

Sitte biefe Stiöftungen ber objeftibierenben ißffdfologie f a tte n berfueft, baS ffiekufetfein a u s eingelnen E lem enten gufam m engufefen. © ie anbere Siidftung, bie g r o n t ber fubjefti»

9

(12)

łnerenben ^fijc^ologtc, fngt: Sffiir galten bic S e ile in b e t § a n b , fe^It leibet n u r ba§ cetftige SBanb. S eglja® luirb je ^ t aHeg, luag in ber oBjeftibierenben Sßftdjologie © eltung Biaite,

auf ben S opf gefteltt. © ta tt ber © lemente forberi bie fu bjeltiaierenbe Sfä,ft)^olDgie_ eine f t r u f i u r i e r t e © a n g l j e i t , etlnag O r g a n i f t ^ e S , ^ l u e c f ^ a f t e g . SBir berfte^en einen SBenfĄen n u r. Wenn m ir feinen Qroed begreifen. ® ie l a u f a l e S e n i u n g § = m e i f e m ar bet ber oBjeltibierenben Sßfb^ologie auggefdjloffen. SBcil e§ aber bod) umnbg=

IiĄ ift, rein nad) affoaiationen gu benfen, mill m an feigt in ber SßfQdjologie nid)t m e^r naĄ

©efe^en arbeiten, fonbern nac^ S ppen. 2)ie ©eele m ar b ish er ctma§ SßaffibeS, gieidjfam ein S piegel, ber bie aufjenroeit re fic fh e rte ; je^t betont m an itjre a 11 i b i t ä t, bafe bag

„gdj" ftä rte r fei al§ bie aufgenm eit. S a g iß^tjfiologifdge t r it t gu rü d , bie S abeE cn merben un in tereffan t; b a fü r betont m an bag Q u a iita tib e , ben SB e r t in ber ©eeie, unb bor aHem, m a n g lau b t mieber a n eine ©eeie. ©ine überbemufgte © inljeit mirb angenom m en.

S ie n eueren K idftungen b erbrennen fom it alleg, mag bie a lten angebetet Ratten unb be=

m ieten bam it eine K cboiution, m ie fie in b e r ^ e ftig fe it fetten in ber ©eifteggefdjtdfte cj>

lebt mirb.

S e r erfte Äanonenfdfufe gegen bie alte g r o n t fiel frü§. 1893, alg alle SBcft noĄ -an bie Stidjtigteit i^ rer S ehren glaubte, febrieb S ilĄ e p in ben SBeridgten ber a ta b e m ie ber SBiffenfĄaften in B e rlin eine fdjarfe Ä ritit ber „ e rtlä re n b e n " (fo n a n n te fid) bie n atu r*

m iffenfĄaftliĄ e gSfpdiologie) S(5fb(|ologie. ©r mieg nad), baß fie ben Sebenggufam m enljang, bag gielftrebigc in ber ©eete nidft erfaffen tönne, bafg bie ©eeie ein fid) ent»

micfeln'beg ©angeg fei. S iltb e p m ürbe nidjt berftanben unb fdjrieb, b e rä rg e rt, nid)t meiter. S ie m eitere Ä ritit ta m bon 51 i d) t f a Ą 1 e u t e n : __ ©d)on S iltb et), ber ® iftorifer, ta n n m it eu ren © lem enten nicfitg an fan g en . SBir molten miffen: SBo^in jtrebt ber © barat»

ter in ber © anglfeit? S i e i ß ä b a g o g e n ja g te n bagfelbe: SBag ift fü r bie ©rgiefiung gemonnen, menn m an bie Storftettungen fid) affogiieren lä ß t? a u d j bie 33? e b i g i n e r m adjten bie g rößten © inm änbe: 3J?it ber SBemußtjeinganalpje b ringen m ir nic£)t in bie üterbenfram ttjeiten ein. S i e 9t i d) t e r fra g te n : SBag fangen m ir m it ben affogiationg*

guftänben a n , menn m ir einen Xterbredjer faffen fotten? S i e S e b e n g * unb © e i ft e g * p I) i I o f o p b e n ftanben auf, unb ade tritifie rte n fie a n ber objettibierenben Sßfpdjologie tjerum . SSorficbtig fing bie S r i t i l an , unb im m er la u te r crt)ob fie iĘte S tim m e .

© t u m p f gab ben a n fto ß in fein er g u n t t i o n g » o b e r a t t p f p d j o l o g i e . © t mieg b a ra u f bin, baß bie ältere S)Sfpd)oiogie n u r bie $ n Ij a 11 c beg © eeienlebeng bejdjrieben babe, aber bie g u n 1 1 i o n e n überging. S a m i t etmag m a^rgenom m en merben fönne, m uß e in a f t ba fein, ein a t t beg S e n te n g . § in t e r ben ^ n b a lte n ber ©eeie fucfite m an jefei bie Sitte ober g u n ftio n e n gu faffen. S a g f e e I i f d) e SB e r m o g e n m ürbe mieber entbedt.

©d)on Sp.Iato bntte gefragt: SBo ift benn bie © inbeit beg S e n fe n g unb g ü b le n g ? — Stüfener mar fd)on Sbeobor Sippg, b er eg magte, bie ©eeie mieber eingufübren: „R unter adern Sße»

m ußtfein m üffen m ir etmag © r g e u g e n b e g einffiferen, eine ©eeie." © erabe bon bem

© ubjeft au g fuefete m a n bie ©eeie gu berfteben.

g r e i unb tü b n ging aud) b er S e n f e r S B i l l i a m © t e r n bor, ber feine 9tid)tung bie SfS e r f o n a l i ft i t n en n t. 33?an bielt © te rn f ü r einen V e rtre te r ber a lten Dtidjtung. S ie SSenbung tarn bei i^m 1907 in „Sßerfon unb Sacfee". © tre n g genom m en ift bie Sßcrfonaliftit feine spfpcfeologie, ift meber pfpdjiftfe nod| pppfifd) auggeriefetet, fonbern flid)t beibeg in eine

©in^eit. S i e a lt e n mollten bon ben © lem enten gur ©angljeit tom m en, fam en aber nie babin, © te rn fing m it ber © efam tljeit a n unb ging ben um gefeljrten SBeg. SBon ber

@ a n g lj e i t beg ß ö rp e rg aug ta n n m an berftefjen, mag ber © in n ber eingelncn S e i l e ift. a l l u n fe r S e n te n , g ü ^ le n ufm. ift nießt aug ilrfad )cn gu berfteben, fonbern m uß au g 8 m e c£ e n. berftanben m erben. ©o fom m t © te rn gu einem ©tjftcm bon g r o ß e r S I a r p e i t. © r ift glücflid) in ber Ißrägung beftim m ter SSegriffe, ift tl a r im a u g b ru d . S ie a lt e n e rf a n n te n SB. © le rn alg g o rfd jer ber S in b ß eit an , ber sperfönlicfefeit, ab er niefet alg V e rtre te r b er SPerfonaliftif.

©ine 3. © ruppe ift bie m e b i g i n i f d) e sp f p d) o I o g i e, gu ber m ir n i d> t bie spfptfeo»

a n a lp tite r retfenen, b ertreten burefe eine Dieifee bon a e rg te n , befonberg a f p e r g, ber eine gute Spfpcpologie fdjrieb unb in feinem SBerfe „sp f p dj o I o g i e b e r SB e 11 a n f_d) a u * u n g e n " feine Slnfdjauungen gufam m enfaßte. S ie fubjeftibierenben spfpdjologen fra g te n ftetg; m o g u ? Ä r e t f i f e m e r un terfu d jte bie 23egie|ungen gmifepen _,,® ö r p e r p a u u n b © p a r a f t e r " , unb biefeg SBudj ift fepr p o p u lär gemorben. SBeftimmte ©eifteg*

fran fp eiten tre te n übereinftim m enb m it beftim m ten Ä örpertppen au f, e rfa n n te Äretfdpmer unb pad'te bag sproblem bon ber © angpeit an . SBeffer alg bag populäre SBudj ift fein gmeiteg SBerf „9J? e b i g i n i f e p e s p f p i f e o l o g i e". ^ r a u g, ber Sßerliner S lin ife r, ift in fein er Sperfonaliftif m it SB. © te rn berm anbt.

• ©ine bierte 9?id)tung, bie S e B e n g p f p d) o I o g i e, gept bon ber {Biologie aug. S a ß b a g S e b e n bie SBoraugfcfeung alleg S e n fe n g unb g ü p len g ift, p a tte bie obeftibierenbe Dticptung

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