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steine. Schilderung u. Besprechung der Erscheinung, die wahrseheinlich nicht von der ehem. Zus. der Steine abhängig ist, bei der Druckwrkgg. u. nahwirkende Molckularkr&fte im Spiele sein dürften. (Arch. f. exp. Patbol. u. Pharmak. 96.

1 4 5 -5 7 . Baden-Baden.) Sp i e g e l.

4. TiarphysFologfe.

Urban Olsson, Vergiftungserscheinungen an Malzamylase und Beiträge zur

8 0 E . 4. Tie r p h y s io l o g ie.

Kenntnis der Stärkeverflüssigung. III. Mitteilung. (II. vgl. Ztschr. f. phyßiol. Ch. 119.

2 ; C. 1922. III. 67). Eb wurde verBucht, durch Gifte die verflüssigende u. ver­

zuckernde Kraft der Malzamylase in verschiedenem Grade herabzusetzen. Bei der Vergiftung durch CuS04 u. J verlief die Verminderung der verflüssigenden Kraft mit der Verminderung der verzuckernden parallel. Durch Anilin erfolgte eine Herabsetzung deB Verzuckerungsvermögens um 2 1 % , während die verflüssigende ungeschwächt blieb. Die StärkeverflüsBigung verlief in allen Verss. wie eine mono­

molekulare Rk. D ie Veiflüssigungsgeschwindigkeit war der angewandten Enzym­

menge proportional u. nur etwa 1,7 mal größer als die VerzuckerungsgeEchwindig- keit. Zur Best. der Slärkeverflüssigung wurde die früher beschriebene Methode (1. c.) näher ausgearbeitet. (Ztschr. f. physiol. Ch. 126. 2 9 —99. Stockholm.) Gu.

P a u l L e v i, Theoretische und experimentelle Untersuchungen über Bilirubin und Fibrinogen im Blut. Es konnte naehgewiesen wurden, daß Gallenfarbstoff, der sich durch verzögerte Diazork. auszeichnet, an einen Eiweißkomplex gebunden, prompt reagierender Farbstoff jedoch hiervon frei ist. Der Spaltungsvorgang des Komplexes geht physiolog. in der Leber vor sich. Ferner wurde gefunden, daß das Fibrinogen aus den Proteinsubstanzen hervorgeht, die von roten Blut­

körperchen Btammend, durch den Gallenfarbstoff der Leber zugeführt werden.

Weitgehende Beziehungen in den Mengenverhältnissen des Bilirubins u. Fibrinogens durch die Krankheitsgruppen hindurch konnten festgestellt werden. Eine durch­

gehende Trennung des Ikterus in hepatogenen u. hämatogenen auf Grund der VAN d e n BEEGschen Kk. ist unmöglich. (Klin. Wchschr. 2. 305—6. Berlin.) Fk.

J. A. H e w itt, Eine Bemerkung über die Natur des Zuckers im B lut. (Vgl.

He w i t t u. d e So u z a, Biochemical Journ. 15. 667; C. 1922. I. 767.) Wenn auch die B. von y-Glucose im Kohlenhydratstoffweehsel durchaus möglich ist, so dürfte sie doch nur vorübergehend bestehen. A1bBestandteil n. Blutes ist sie bisher nicht erwiesen, Diabetestheorien, die von dieser Annahme ausgehen, sind daher unbegründet. (Brit. Medical Journal 1923. I. 590— 91. London, Univ., Kings

Coll.) Sp i e g e l.

B u d o lf H öh er und Tokujiro K a n a l, Zur physikalischen Chemie der Phago- cytose. Die Erhöhung des phagoeyt. Index durch Ca-Zusatz zur NaCl-Lsg. beruht auf der Steigerung der Adsorption der Eiweißkörper durch Ca. Die Vermehrung der Globuline bedeutet eine Förderung der Phagocytose, indem eie die Aneinander­

lagerung der Phagocyten u. der zu phagoeytierenden Teilchen begünstigt. Der phagoeyt Index wird durch Änderungen der Temp. beeinflußt, es liegt deshalb nahe, die Opsonin- u. Tropinwrkgg. mehr oder weniger als Globulinwrkgg. auf- zufassen u. auf Änderungen der Agglutinabilität zwischen Leukocyten u. den zu phagoeytierenden Korpuskeln zurückzuführen. (Klin. Wchschr. 2 . 209. Kiel.) Fe.

Kurt B eck m an n , Eämolyseversuche in Alkali- und Erdalkalisalzen unter normalen und pathologischen Bedingungen. Nicht osmot. Einflüsse, sondern die spezif. Wrkg. der verschiedenen Salzionen spielen die Hauptrolle für das Zustande­

kommen der Hämolysereihen folgender Art:

Kationen: C a < > N a < > L i < > K b < K , Mg, S r < B a < C a , Anionen: S 0 4< N 0 a< B r < > C l < > C N S < J .

Bei sekundären Anämien, mehreren Carcinomanämien u. katarrhal. Ikterus fanden sich keine Abweichungen von der Norm, dagegen bei hämolyt. Ikterus u. perniziöser Anämie. Die Ek. des Blutes u. die elektr. Ladung der Blutkörperchen spielen offenbar eine Kolle für die Veränderungen der Hämolysereihen unter patholog.

Verhältnissen. (Biochem. Zentralblatt 135. 317— 28. Greifswald.) Fe a n k. B . B ie lln g und A, G ottsohalk, D ie Verteilung der Toxine im Körper. Im Anschlüsse an frühere Unteres, über die Bedeutung der Körperorgane bei intra- vitaler Wrkg. von Autiseren gegen Körperzellen (vgl. Bi e l i n g u. Isa a c, Ztschr.

1923. III.

E. 4. Tik b p h y s io l o g ie.

81

f. d. ges. exp. Medizin 2 8 . 180; C. 1 9 2 2 . III. 685) wird das Verh. von Diphtherie- u. Tetanustoxin im Körper untersucht. Schon 20—30 Min. nach der Injektion zeigte sich der Toxingehalt des Blutes erheblich vermindert, die Konz, im Serum aber immer noch stärker als in den Organen, unter denen Milz u. Niere den stärksten, Leber u. Nebenniere schwächeren, das Gehirn fast gar keinen Toxingehalt zeigte.

Nach 4—5 Stdn. war dieser überall stark vermindert, in der Milz etwa auf den­

jenigen der Leber zurückgegangen; hier war (für Tetanustoxin nachweisbar) neben dem freien, durch Waschen leicht entfernbaren auch gebundenes Toxin vorhanden.

Die Niere bleibt meist noch längere Zeit toxinreich, wahrscheinlich infolge Aus­

scheidung des Toxins in den Harn. (Ztsehr. f. Hyg. u. Infekt.-Krankh. 9 9 . 125—41.

Höchster Farbwerke. Frankfurt a. M., Med. Poliklin.) Sp i e g e l. K. B ie lin g und A. G ottschalk, Bindung, Ausscheidung und Vernichtung von Toxinen im Körper. (Vgl. vorst. Ref.) Die früheren Verss. werden durch neue ergänzt u. erörtert. D ie durch den Harn ausgeschiedenen Toxinmengen, vermehrt um die nach einigen Stdn. noch in Blut u. Organen nachweisbaren, erreichen die eingeführten bei weitem nicht. Es wird außer der in der Milz bei Tetanustoxin nachgewiesenen lockeren Bindung, bei der das toxinhaltige Organ bei anderen Tieren noch die Vergiftungssymptome hervorruft, eine festere Bindung mit Wirkungslosig­

keit angenommen. Bei diesen Bindungen, die anders als solche durch Zellbrei im Eeagensglas verlaufen, dürften Kräfte des lebenden Körpers beteiligt sein. (Ztsehr.

f. Hyg. u. Infekt.-Krankh. 99. 142—65. Höchster Farbwerke. Frankfurt a. M., Med.

Poliklin.) Sp i e g e l.

Johann H ugo B o tte r i, Über EchinokoJckenanaphylaxie. D ie Fl. der Echino­

kokkenblase sensibilisiert den Menschen im Sinne der Allergie. D ie Sensibilisie­

rung gelingt auf künstliche Weise durch subcutane Injektionen von kleinen Mengen der Cystenfl., wobei kein Unterschied zwischen heterologer u. homologer Herkunft besteht. Die vorbehandelten Individuen reagieren nach einer mindestens 8-tägigen Inkubationsperiode mit charakterist. Erscheinungen. Der überempfindliche Zustand läßt sich mit dem Serum sensibilisierter Individuen passiv auf n. übertragen.

Sensibilisierte • Individuen kann man durch parenterale Zufuhr der betreffenden Substanz desensibilisieren. Intravenöse Injektion von Echinokokkenfl. verursacht bei sensibilisierten Individuen deutliche anaphylakt. Symptome. Echinokokken­

träger reagieren auf intracutane Impfung mit einer spezif. Lokalrk., die mit homo­

logem Antigen viel deutlicher u. konstanter ist als mit heterologem. D ie Rk. ge­

stattet die Diagnose auch latenter Fälle. Hühnereigroße Cysten geben schon ein­

deutige positive Rkk. Die Echinokokkenfl. behält ihre antigene Wirksamkeit jahre­

lang, wenn sie gut verschlossen, mit 2 °/0 Chlf. konserviert, aufgehoben wird.

(Ztsehr. f. d, ges. exp. Medizin 30. 199—220. 1922. Sihenik.) Bo e i n s k i. W illia m F le tc h e r und E. A. 0 . T ravers, Chininidiosynkrasie und Ginchonin.

Seltener Fall von Chinindermatitis mit starken Haut- u. Schleimhautschwellungen, Typus der Dermatitis exfoliativa. Cinchonin wurde vertragen u. heilte die Tertiana- malaria. (Brit. Medical Journal 1 9 2 3 . I. 629. Kuala Lumpur.) Mü l l e b.

C. M ax H asselm ann, D as Verhalten der H am acidität nach einseitiger Kost. Nach reichlicher Kartoffelkost ergaben sich relativ niedrige Aciditätswerte. Höchster W eij: Titrationsacidität 228; pn = 7. Nach reichlicher Haferkost: Gesamtacidität 350; pH" = 5,5. Nach reichlicher Fleischnahrung: Gesamtacidität rund 200;

Ph = 6—7. (Klin. Wchschr. 2. 122—23.) Fbank.

K. B eckm ann, Über die Säure-Basenausscheidung im Urin Gesunder und Nierenkranker unter dem Einfluß verschiedenartiger Kost. Die Kost beeinflußt beim Normalen deutlich die [H'J im Urin, die HCl-Produktion des Magens spielt also nicht allein eine Rolle für die Schwankungen nach den Mahlzeiten Eine Störung -der Teilfunktion der Nieren zur Säure-Basenausscheidung äußert Bich bei

Nieren-V. 3. 6

8 2 E. 4. T i e e p h y s i o l o g i e .

1923

. m . kranken in mehr oder weniger starker Beeinträchtigung der Variabilität der pH-Kurve. D ie Funktionsprüfung gibt keinen Aufschluß über die Art der be­

treffenden Nierenerkrankung, sondern nur über den jeweiligen Funktionszustand, sie hat klin. Wert für eine spezielle Diätbehandlung, kann jedoch nicht in schweren Fällen die Blutkontrolle ersetzen. (Münch, med. Wchschr. 7 0 . 417—19. Greifs­

wald.) F b a n k .

M arceli Landsberg, Über den 3arnstoffgeha.lt im Speichel. D ie Harnstoff­

werte des Blutserums u. des Speichels wurden in allen Fällen gleich hoch gefunden, zwischen 18—40 mg °/0. (Klin. Wchschr. 2. 306. Warschau.) Fb a n k.

L. A. M aynard, F. M. F ron da und T. C. C hen, Die Eiweißwirkung von Kombinationen von Maismehl m it gewissen anderen Nahrungsstoffen, vor allem Beiskleie. Bei Fütterung einer Mischung von Reiskleie u. Maismehl ist die Gewichtszunahme wachsender Ratten pro g Eiweiß berechnet besser als bei Fütte­

rung mit Maismehl oder mit Reiskleie allein. Es handelt sich hier um eine Wrkg.

des E iw e iß der Reiskleie, nicht des darin enthaltenen Vitamin B. (Journ. BioL

Chem. 55. 145—55. Ithaka, U. S. A.) Ab o n.

Ed. M artin, Abgekochte Mutter- und Frauenmilch. Abgekochte Frauenmilch ist für gesunde Säuglinge eine ebenso gute Nahrung wie unabgekochte arteigene Milch. Vf. ist der Ansicht, daß auch kranke Säuglinge, für die bisher rohe Frauen­

milch als unbedingt erforderlich gehalten wurde, mit abgekochter genesen. (K H d.

Wchschr. 2 . 299— 302. Elberfeld.) Fb a n k.

W a lter H. E d d y und R en a S. E ckm an, Der Eiweißergänzungswert von E rd ­ nußmehl. Die Erdnuß bat als Eiweißquelle eine hohe biolog. Wertigkeit, wenn sie z u r Ergänzung von Weizenmehleiweiß verwandt wird; die Wertigkeit war nicht ge­

ringer als die von Fleischrückständen (Muskelprotein). (Journ. Biol. Chem. 55.

119—29. New York.) Ab o n.

A rthur D. H olm es, Studien über die Vitaminwirksamkeit von Lebertranen.

IIL Die Wirksamkeit von Pollacklebertran. — Frühsommeröle. (I. vgl. Journ.

Metabol. Res. 2 . 113; C. 1 9 2 3 . I. 1137.) Unter den Fischarten, die außer Schell­

fischlebern am meisten zu Lebertran verarbeitet werden, spielen die Lebern des Pollack&BcheB die wichtigste Rolle. 2 Proben dieses Öles erwiesen sich als stark Vitamin A haltig. Von der Ölprobe, die von ausgehungerten Fischen stammte, waren etwa 3,4 mg, von einer ändern nur 1,9 mg erforderlich, um den Versuchs- ratten die notwendige Menge Vitamin A zuzuführen. (Journ. Metabol. Res. 2 . 361

bis 365. 1922. Boston.) Ab o n.

E m il A bd erh ald en , Weitere Beiträge zur Kenntnis von Nahrungsstoffen mit spezifischer Wirkung. X X III. Vergleichende Versuche über das Verhalten von schild­

drüsenlosen Meerschweinchen und solchen, die Schilddrüsen besitzen, gegenüber einer Nahrung, die zum Skorbut führt. (XXII. vgl. Pf l ü g e b sArch. d. Physiol. 197. 121;

C. 1923. I. 857.) Schilddrüsenlose Tiere erkrankten schwerer, in einem Teil der Fälle auch frühzeitiger als n. genährte Tiere an Skorbut. Die echilddrüsenlosen Tiere waren dabei in gutem Ernährungszustände. (Pf l ü g e b s Arch. d. Physiol.

198. 1 6 4 -4 8 . Halle a. S.) Ab o n.

E m il A bd erhalden und E rnst W erth eim er, Weitere Beiträge zur Kenntnis von organischen Nahrungsstoffen mit spezifischer Wirkung. XXIV. Weitere Studien über das Wesen der im Stadium der alimentären Dystrophie bei Tauben nach aus­

schließlicher Fütterung mit geschliffenem Reis auftretenden Störung der Zellatmung.

(XXIII. vgl. vorst. Ref.) Bei Reistauben ist der Gehalt der Organgewebe an Cystein (Rk. mit Nitroprussidnatrium) stark herabgesetzt; das Verhältnis von C : N : S ist aber das gleiche wie bei n. Tieren, cs steht also genügend Cystin zur Überführung in Cystein zur Verfügung. Muskelgewebe von Reistauben vermag, wie sich direkt nachweisen läßt, Cystin gar nicht oder nur in geringem Maße- zu Cystein zu redu­

1923. n i . E. 4. Ti EB PHYSIOLOGIE. 8 3 zieren, während das gleiche Gewebe von n. ernährten Tieren die Aminosäure energisch reduziert. Setzt man zu dem Muskelgewebe von Eeistauben 0,1 g Trocken­

hefe hinzu, so tritt die Eed. wieder ein. Bei der alimentären Dystrophie durch Eeisfütterimg tritt also wohl eine Störung in einer bestimmten Phase der Zellatmung, besonders der Eed., ein. (Pf l ü g e r s Arch. d. Physiol. 1 9 8 . 1 6 9 — 78. Halle a. S.) Ae.

E m il A bderhalden, Weitere Beiträge zur Kenntnis von organischen Nahrungs­

stoffen mit spezifischer Wirkung. XXV. Über den Einfluß von Brombenzol au f normal ernährte und mit Reis gefütterte Tauben. (XXIV. vgl. vorst. Eef.) Mit Eeis gefütterte Tauben reagieren auf intramuskuläre Injektionen von Monobrombenzol viel stärker als n. ernährte Vergleichstiere. Bei den EeiBtauben war der Gaswechsel stärker gestört u. sank die Körpertemp. viel stärker ab als bei n. Tieren, die sogar größere Mengen erhielten. CsHsBr setzt die Atmung von Hefezellen bedeutend herab. — Eeistauben scheinen gegen Ä.-Narkose etwas resistenter zu sein als n.

ernährte Tauben. (Pf l ü g e r s Arch. d. Physiol 1 9 8 . 179— 90. Halle a. S.) Ab o n. Franz G roeb bels, Unzureichende Ernährung und Hormonwirkung. III. Mit­

teilung. Die Beziehungen zwischen unzureichender Ernährung und Thymuswirkung bei Larven von Rana temporaria. (II. vgl. Ztschr. f. Biologie 76. 155; C. 1922.

III. 563.) Thymus in Substanz u. in Form von Extrakten wirkt bei jüngeren Larven von Eana temporaria wachstumssteigernd, bei älteren manchmal hemmend. Die Wrkg. der Thymus auf die Entw. ist nicht einheitlich. Avitaminot. ernährte Larven zeigen stets Wachstumshemmung, meist beschleunigte Entw. u. helle Pigmentierung.

Verabreichung von Thymus an so ernährte Larven wirkt wachstumsteigernd u.

kompensiert die Wachstumshemmung, die Färbung bleibt lange dunkel, die Entw.

ist aber beschleunigt. Im Autoklaven behandelter Thymusextrakt ruft bei un­

zureichend ernährten Larven abgeschwächte WachstnmsBteigerung hervor u. wirkt ausgesprochen hemmend auf die Entw. (Ztschr. f. Biologie 77. 249—60. Ham­

burg.) Ab o n.

F ranz G roebbels und E lisa b eth K u h n , Unzureichende Ernährung und H or­

monwirkung. IV. Mitteilung. D er Einfluß der Zirbeldrüsen- und Hodensubstanz auf Wachstum und Entwicklung von Froschlarven. (III. vgl. vorst. Eef.) Wachs­

tum u. Entw. 3 Wochen alter Froschlarven wird durch Veifütterung von Hypophysen- u. Hodensubstanz beschleunigt, dabei hat die Hypophyse stärkere Wachstums-, der Hoden stärkere Entwicklungswrkg. Mit Hoden gefütterte u. gleichzeitig unzureichend ernährte Larven bleiben gegenüber n. gefütterten Tieren, die Hoden erhalten, im Wachstum zurück. Zusatz von Hodensubstanz bei unzureichend ernährten Larven vermag die bei unzureichender Ernährung eintretende Wachstumshemmung zu kom­

pensieren. D ie mit Hoden gefütterten Tiere sind stets dunkel gefärbt, die mit Hypophyse gefütterten dagegen frühzeitig hell pigmentiert. (Ztschr. f. Biologie 78.

1 —6 . Hamburg.) Ab o n.

Franz G roebbels, Unzureichende Ernährung und Hormonwirkung. V. Mit­

teilung. Der Einfluß einiger vitaminhaltiger Nährstoffkomplexe auf das Wachstum und die Entwicklung von Froschlarven. (IV. vgl. vorst. Eef.). Mit vitaminhaltigem Weizen- u. Hafermehl ernährte Kaulquappen wachsen u. entwickeln sich langsamer als mit Piszidin (Fischmehl) gefütterte Kontrolltiere, wahrscheinlich, weil der Kohlenhydratreichtum die Einschmelzung der Larventeile hinauszögert. Vitamin­

haltiges, nicht defibriniertes Trockenblut hemmt das Wachstum noch stärker als vitaminhaltiges Mehl. Bei jungen Larven verzögert, bei älteren beschleunigt es die Entw. Zusatz von Trockenblut zu vitaminhaltigen Mehlen ruft gegenüber diesen allein Wachstumsförderung u. Entwicklungsbeschleunigung hervor. Vitaminfreie Stärke ruft dagegen ungleiches Wachstum hervor, die Entw. bleibt zurück. Zusatz von Hodensubstanz zu einer Mischung aus vitaminhaltigen Mehlen u. vitamin­

haltigem Troekenblut wirkt Wachstums- u, entwicklungBfördernd; die so genährten 6*

8 4 E . 4. Ti e r p h y s i o l o g i e. 1 9 2 3 . H I .

Tiere sind dunkel, die übrigen hell gefärbt. (Ztschr. f. Biologie 78. 7—16. Ham­

burg.) ' Ar o n.

Franz G roebbels, Weitere Untersuchungen über das Vitaminproblem. (Vgl.

Klin. Wehscbr. 1.1548; C. 1922. III. 1231.) Bei jeder Umstellung in das avitaminot.

Begime von Haferfütterung aus reagieren Mäuse zunächst mit Gewichtsanstieg u.

vermehrtem 0 , -Verbrauch, bei Überführung auf Haferfütterung aus dem avitaminot, Begime trat das Umgekehrte ein. Im 1. Stadium der Avitaminose befindliche Mäuse scheinen gegen 1-tägigen Hanger empfindlicher zu sein als mit Hafer ge­

fütterte. (Klin. Wchsehr. 1. 2130—31. 1922. Hamburg.) Ar o n. Jen s N issen, Beziehungen der Bernsteinsäure und der a-Aminobuttersäure zur Zuckerbildung. Da über die B. von Extrazucker aus Bernsteinsäure widersprechende Angaben vorliegen, stellte Vf. Verss. mit großen Gaben (bis 60 g als Na-Salz sub- cutan beim Hunde) an. Hierbei zeigten sich aber so große Schädigungen, daß exakte Berechnung nicht möglich war; immerhin sprechen einige Ergebnisse für die Verwertung der Säure zur B. von Zucker. — a-Aminobuttersäure gab einen Extrazuekerwert von 12 (ber. für Übergang von 2G 11,6, von 3C 17,5). (Beitr. z.

Physiologie 2 . 87 — 88.) Sp i e g e l.

F e lix K le w itz , Beiträge z w Stoffwechselphysiologie des überlebenden Warm­

blüterherzens. Z u c k e r s t o f f w e c h s e l: Es besteht kein erkennbarer Zusammen­

hang zwischen Ausgiebigkeit der Zusammenziehungen des Herzens u. der Größe des Zuckerverbrauches; auch vom künstlich zum Stillstand gebrachten Herzen wird unter Umständen Zucker in meßbarer Menge verbraucht, andrerseits oft auch vom kräftig schlagenden nicht eine Spur. Ein Verbrauch N-haltigen Materials durch Hunger- bezw. Hunger-Phloridzinherzen war nicht regelmäßig, in diesen Fällen muß also der Energiebedarf durch fettartige Stoffe gedeckt werden. N - S t o f f w e c h s e l:

Unter Umständen werden auch vom Normalherzen N-haltige Stoffe zu energet.

Zwecken verwendet, besonders bei glykogenfreien, bezw. glykogenarmen Herzen.

N-Betention durch das überlebende Herz wurde auch beobachtet, wenn der Nähr- lsg. N-haltiges Material (Aminosäuren, Serum) zugesetzt war. Kreatin u. Kreatinin werden in wechselnder Menge, mitunter gar nicht, ausgeschieden, gelegentlich auch vom künstlich zum Stillstand gebrachten Herzen. (Klin. Wchschr. 2. 22—23.

Königsberg.) Fe a n k.

F. K n oop, Wie werden unsere Hauptnährstoffe im Organismus verbrannt und